Beschreibung

Schulart:  Sekundarstufe I, Gymnasium
Fächer: Wirtschaft, Deutsch, Kunst, Musik, ITG, Technik
Klasse: 8
Umfang: 4 Unterrichtsstunden
Benötigte Technik: Aufnahmegerät oder Smartphone, Computerarbeitsplätze mit Internetzugang, Beamer oder Plakate

Die Schüler und Schülerinnen entwerfen in dieser Einheit in Gruppenarbeit Computerspiele und lernen dabei Berufe der Computerspielindustrie und das Jugendschutzgesetz kennen. Zudem erkennen sie Mechanismen, die die Spieleindustrie anwendet, um Geld zu verdienen und Spieler zum Weiterspielen zu animieren. Damit können sie ihr eigenes Spielverhalten reflektieren.

Jeder Schüler und jede Schülerin kennt Videospiele. Viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene spielen regelmäßig am Computer, dem Tablet oder dem Smartphone – der eine mehr, der andere weniger. Aber was macht Videospiele so interessant – in manchen Fällen sogar geradezu süchtig?

Indem die Schülerinnen und Schüler in die Gestalter- und Produzentenrolle eines Videospiels schlüpfen, sollen sie zum einen Medienberufe und Projektarbeit kennen lernen und zum anderen dazu befähigt werden, ihr eigenes Spieleverhalten zu reflektieren. Was macht ein interessantes Computerspiel aus? Wie erreiche ich es, dass meine Käufer immer weiterspielen? Indem sich die Schülerinnen und Schüler mit diesen Fragen beschäftigen, sollen sie insgesamt ein besseres Medienverständnis entwickeln.

Dazu werden in der ersten Stunde Stammgruppen gebildet, in denen folgende Experten benannt werden:

  1. Produzent (zuständig für das Zeitmanagement und den wirtschaftlichen Erfolg)
  2. Game Designer (zuständig für die Inhalte des Spiels)
  3. Grafiker (zuständig für den „Look“ des Spiels)
  4. Level Designer (zuständig für Ereignisse im Spiel)
  5. Sound Designer (zuständig für Geräusche und Musik)

In der zweiten Stunde treffen sich die jeweiligen Experten der Stammgruppen und gestalten ihren Teil des Spiels. Die Sound Designer kümmern sich um Audioaufnahmen und Musikbeispiele, die Grafiker arbeiten an Farb- und Gestaltungskonzepten, die Produzenten überlegen sich, wer die Zielgruppe ist und wie sie ihr Spiel vermarkten wollen etc.
In der dritten Stunde kehren die Experten in ihre Stammgruppen zurück und diskutieren ihre bisherigen Entwürfe gemeinsam. Daraus entsteht ein großes Präsentationsplakat, das in der vierten Stunde zum Abschluss präsentiert wird. In einer abschließenden Diskussionsrunde reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen mit dem Projekt.
Die Unterrichtsidee wurde bereits in einem Workshop im Rahmen von 101 Schulen erprobt und kam bei den Schülerinnen und Schülern super an. Wer weiß, vielleicht haben Sie den nächsten Star der „game developer“ Szene bereits in Ihrer Klasse.

Junge am PC

GettyImages/Green Apple Studio

Angestrebte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können lesen, malen, schreiben, mit einem Aufnahmegerät umgehen,  Informationen suchen, einfache wirtschaftliche Prozesse verstehen.

Die Schülerinnen und Schüler können in Gruppenprozessen aufeinander eingehen, präsentieren, Plakate gestalten.

Handouts

Arbeitsmaterialien

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Unterrichtsverlauf

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Vera Engelbart

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