Die Medienbeispiele wurden von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung gesichtet und für den schulischen Einsatz empfohlen.

Diese Medien erscheinen in der SESAM-Mediathek mit dem orangefarbenen Daumensymbol.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.

SESAM-Mediathek

Medienbegutachtung

Medienzentren

Weiße Wolken am blauen Himmel

ollinka/iStock/Thinkstock

Liebe Leserinnen und Leser,


diese Medienliste ist veraltet und wird zum Ende des Schuljahres ausgeblendet.

Sie können gerne in unseren neuen Medien-Tipps stöbern. Hier haben wir, nach den Schularten sortiert, empfohlene Medien für Ihren Unterricht veröffentlicht.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern.

Viele Grüße Ihr LMZ

BNE Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

Verantwortung für die Welt

Soziales Verhalten und Handeln gilt als generelle Kernkompetenz in Schulen. Am Beispiel von Jugendfreiwilligendiensten und ehrenamtlicher Tätigkeiten werden Erfahrungsberichte geliefert und wird der Frage nachgegangen, wie man mit persönlichem Einsatz seine Umwelt bereichern und verbessern kann.

Zusatzmaterial: 6 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Broschüre; 2 Filmkommentare/Filmtexte; Programmstruktur; Begleitheft; Internet-Links.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Drei Beispiele eines freiwilligen Jahres, auch isoliert als einzelne Sequenzen einsetzbar, davon eines im Ausland und eines im Bereich Ökologie werden von den Jugendlichen selbst vorgestellt. Eines davon hat mit dem Dienst auf einer ghanaischen Missionsstation explizite Bezüge zu Religion, bei den anderen beiden kann der Gedanke des freiwilligen Einsatzes für unterstützenswerte der Hilfe bedürftigen Anliegen auch aus christlicher Motivation begründet werden. Insgesamt überwiegen die Motive der jungen Menschen nach Orientierung und Kompetenzzuwachs, wertvolle Antworten auf ihre Fragen können sie hier von Gleichaltrigen bekommen Eine sehr rechtzeitige Planung kann durchaus als schulisches Anliegen gelten, die durch dieses Medium mit geeigneten beigefügten Informationen angestoßen werden kann. Ein weiterer Clip informiert über ehrenamtliche Tätigkeiten Jugendlicher im Wasserrettungsdienst und gibt auch für jüngere Schüler Anstöße für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis. Lebensnahe Beispiele (Gerechtigkeit in der Familie, Inhaftierungen in der ehemaligen DDR, Alltag im Rollstuhl) zeigen, dass Gerechtigkeitskonflikte allgegenwärtig sind. Daneben werden wichtige philosophische Konzeptionen vorgestellt (Aristoteles, Rousseau, Rawls) und das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit näher beleuchtet. Es wird der Frage nachgegangen, warum es so viele Ungerechtigkeiten gibt und wie man die Welt gerechter machen kann.

Zusatzmaterial: 8 Bilder; 11 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmkommentar/Filmtext; Programmstruktur.

Adressaten: A(5-8)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der animierte Lehrfilm aus der fürs Fernsehen produzierten Reihe „Nächster Halt“ behandelt das Thema Gerechtigkeit für ein jüngeres Zielpublikum (etwa Anfang Sek.I) hinreichend differenziert. Dass auch Sechstklässler etwas vom Unrecht der Stasi erfahren, macht den Film wertvoll, eine philosophische Durchdringung des Gerechtigkeitsbegriffes über die Comicclips mit Aristoteles, Rousseau und Rawls hinaus wäre in dieser Altersstufe auch nicht angezeigt. Mit den Beispielen Rollstuhlfahrer und Geschwisterstreit bleibt der Film den Alltagserfahrungen der Zielgruppe nahe bzw. transportiert das gesellschaftlich wichtige Anliegen der Inklusion. Das Problem sind eher die Bildungsstandards des Faches Evang. Religion, die bei der Behandlung des Themas für diese Altersstufe (entwicklungspsychologisch unverständlicherweise) nur mit einiger Anstrengung Bezüge erlauben.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WERS: BS6; RS: BS6; GY: BS6

 

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Sterbehilfe

Die Frage nach einem menschenwürdigen Sterben stellt sich zwar nicht erst seit jüngster Zeit, verschärft sich aber durch die Möglichkeiten der modernen Intensivmedizin. Diese Produktion setzt sich diskursiv mit der Problematik auseinander und regt die Jugendlichen an, sich ein differenziertes Bild davon zu machen. Der zugrunde liegende Film behandelt das Thema „Sterbehilfe“ am Beispiel einer Frau, deren Krankheit als tödlich diagnostiziert wurde. Sie hat sich deshalb entschlossen, von der Möglichkeit eines begleiteten Suizids Gebrauch zu machen, wie er von Organisationen in der Schweiz angeboten wird. Der Gang der Überlegungen, die diese Frau anstellt und konsequent bis zur Ausführung durchsetzt, wechselt sich im Film mit Interview-Blöcken ab, in denen Befürworter und Gegner organisierter Sterbehilfe zu einzelnen Aspekten der Problematik Stellung beziehen.

Zusatzmaterial: 9 Arbeitsblätter (PDF/Word); 4 Texte (Programmstruktur, Filmtext, Sachinformationen, Knotenpunkte der ethischen Diskussion); weiterführende Informationen; Begleitheft.

Adressaten: A(10-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die durch Schauspielszenen erweiterte Dokumentation bietet in den Interviewsequenzen die Bandbreite der gängigen Argumente der Sterbehilfe-Debatte. Die Schülerinnen und Schüler werden bei ihrer Voreinstellung abgeholt: Die berührenden (leicht suggestiven) Spielszenen öffnen sie wahrscheinlich für eine überdachte Haltung zur Sterbehilfe. Die Argumente aus den Interviews ergänzen ihren Diskussionshorizont: Neben Vertretern der christlichen Kirchen, Palliativmedizinern und Juristen kommen hier auch Vertreter der Schweizer Freitod-Organisationen zu Wort. Das Arbeitsmaterial bietet maximale Unterstützung zur Erarbeitung und Vertiefung.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Gewissen

Das Gewissen gilt als die zentrale Instanz zur Bildung moralischer Urteile und ist Gegenstand zahlreicher philosophischer, anthropologischer und theologischer Erörterungen. Es ist zugleich aber auch ein ganz alltägliches Phänomen, mit dem jeder Mensch in Konfliktsituationen konfrontiert wird. Die Kurzfilme „Julian“ und „Kutsushita“ handeln von Gewissensentscheidungen, Gewissensbissen sowie dem Mut, für seine Überzeugungen einzustehen.

Zusatzmaterial: 13 Bilder; 9 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmkommentar/Filmtext.

Adressaten: A(7-9)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Zwei anregende Kurzfilme machen schon für jüngere Jugendliche erlebnisnah Phänomene und Wirkungen der Gewissensbildung im Unterricht behandelbar. Der Bezug zum Wikileaks-Gründer Assange macht „Julian“ zu einem Kurzspielfilm, der sogar für die politische Dimension sog. „whistleblower“ anschlussfähig ist. Der Zeichentrickfilm „Kutsushita“ kommt in etwas ungewöhnlicher Ästhetik daher, die evtl. etwas mit der grafischen Tradition des japanischen Entstehungskontextes zu tun hat. Das Arbeitsmaterial ist niveauvoll und gründlich gestaltet, setzt aber auch Ansprüche, von denen besonders Schülerinnen und Schüler höherer Bildungsniveaus profitieren dürften.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS8

 

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Stählerne Tage

In der tristen Umgebung eines Stahlwerkes kümmert sich Franka sehr um ihren Vater und den Haushalt. Als sie einen jungen Mann kennen lernt, beginnt die Siebzehnjährige, dieses Leben in Frage zu stellen. Der Film stellt die bedrückenden Lebensumstände und die Abhängigkeit der jungen Frau dar.

Zusatzmaterial: Informationsmaterialien.

Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der spracharme und bildintensive Kurzspielfilm zeigt Jugendlichen Lebensumstände ihrer Altersgenossen und hilft ihnen Lebensentscheidungen nachzuvollziehen. In kühlen Farben gehalten und mit langen Einstellungen vor allem auf dem Gesicht der Hauptdarstellerin verweilend wird fast lapidar eine Geschichte erzählt, die als Abschied aus Verengung und selbstgewähltem Weg in die Freiheit Identifikationsangebote enthält, ohne aufdringlich zu wirken: es bleiben genügend Leerstellen für das eigene Interpretieren. Das gezeigte Lebensumfeld lässt an ein Zielpublikum mit größerer Nähe zur Arbeitswelt denken, also zum Beispiel berufliche Schulen. Die Arbeitshilfe arbeitet betont filmsprachlich, kann aber auf diesem Weg gerade mithilfe der Arbeit an Bildsymbolen für Jugendliche auf dem Weg zur Selbstfindung existentielle Tiefen wertvoll erschließen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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BTV Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt

 

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis. Lebensnahe Beispiele (Gerechtigkeit in der Familie, Inhaftierungen in der ehemaligen DDR, Alltag im Rollstuhl) zeigen, dass Gerechtigkeitskonflikte allgegenwärtig sind. Daneben werden wichtige philosophische Konzeptionen vorgestellt (Aristoteles, Rousseau, Rawls) und das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit näher beleuchtet. Es wird der Frage nachgegangen, warum es so viele Ungerechtigkeiten gibt und wie man die Welt gerechter machen kann.

Zusatzmaterial: 8 Bilder; 11 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmkommentar/Filmtext; Programmstruktur.

Adressaten: A(5-8)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der animierte Lehrfilm aus der fürs Fernsehen produzierten Reihe „Nächster Halt“ behandelt das Thema Gerechtigkeit für ein jüngeres Zielpublikum (etwa Anfang Sek.I) hinreichend differenziert. Dass auch Sechstklässler etwas vom Unrecht der Stasi erfahren, macht den Film wertvoll, eine philosophische Durchdringung des Gerechtigkeitsbegriffes über die Comicclips mit Aristoteles, Rousseau und Rawls hinaus wäre in dieser Altersstufe auch nicht angezeigt. Mit den Beispielen Rollstuhlfahrer und Geschwisterstreit bleibt der Film den Alltagserfahrungen der Zielgruppe nahe bzw. transportiert das gesellschaftlich wichtige Anliegen der Inklusion. Das Problem sind eher die Bildungsstandards des Faches Evangelische Religion, die bei der Behandlung des Themas für diese Altersstufe (entwicklungspsychologisch unverständlicherweise) nur mit einiger Anstrengung Bezüge erlauben.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WERS: BS6; RS: BS6; GY: BS6

 

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Martin Luther King – Eine Spurensuche

Martin Luther King jr. setzte sich mit den Mitteln des gewaltlosen Widerstands für Gerechtigkeit, Toleranz und Freiheit ein. Im Jahr 1964 besuchte er das geteilte Berlin und predigte dort sowohl im West- als auch im Ostteil der Stadt. 50 Jahre später begeben sich Berliner Schülerinnen und Schüler auf eine Spurensuche: Im Rahmen des Geschichtsprojekts „King-Code“ rekonstruieren sie die historischen Ereignisse, die in Zusammenhang mit dem Besuch Kings stehen, und setzen sie in Bezug zur Geschichte des geteilten Deutschlands. Die Produktion stellt Kings Botschaft somit einerseits in einen historischen Kontext und geht ihrer Wirkung auf die Menschen in der damaligen DDR nach. Andererseits zeigt sie auf, inwiefern diese Botschaft und Kings Kampf gegen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt – gerade für junge Menschen – noch heute von hoher Aktualität sind.

Zusatzmaterial: Bilder; 9 Arbeitsblätter (PDF/Word); Filmkommentar/Filmtext.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der indirekte Zugang über die Schilderung eines Schülerinnen- und Schülerprojektes bietet große Chancen für die Akzeptanz der aktuellen Wirkung des inzwischen schon Geschichte gewordenen großen amerikanischen Bürgerrechtlers. Als Spurensuche gestaltet, können Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sehr unmittelbar und anschaulich (eine Fluchtgeschichte, Kings riskanter Besuch in Ostberlin) eingebracht werden. Sequenzen bieten die Möglichkeit, „Lernkerne“ (z.B. „I have a dream“) konzentriert einzubringen. Bei genauerem Hinsehen fallen natürlich schon milieubedingte Unterschiede der beteiligten Schulen auf – womöglich ist das aber im Sinne einer inklusiven Lernanregung durchaus selbst Gegenstand der Absicht, Trennungen zu überwinden. Das Arbeitsmaterial ist niveauvoll gestaltet und deckt die Bandbreite vom Aufgreifen der Rassendiskrimierung über Mauerbau/DDR-Flucht, gewaltloser Widerstand bis zu Christen in der DDR breit ab.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS8, BS10

 

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Noahs Arche

Die Sintfluterzählung verdeutlicht, dass der Mensch fehlbar ist und sich trotzdem von Gott angenommen fühlen darf. Die animierten Bilder des Künstlers Dieter Konsek machen die biblische Geschichte von Noah und der Arche lebendig.

Zusatzmaterial: 14 Bilder; 8 Arbeitsblätter teilw. in Schüler- und Lehrerfassung (Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmtext.

Adressaten: A(1-4)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Den für jüngere Grundschulkinder angemessenen Film (wie auch das Begleitmaterial) zeichnet der religionspädagogisch und entwicklungspsychologisch reflektierte Umgang mit den „Untiefen“ der Sintflutgeschichte aus. Die Lehrkraft muss dabei selbst entscheiden, ob sie für die Treue zum biblischen Text sorgen will. Erfreulich, wie Anwendungen in den sorgfältig erstellten Arbeitsblättern auf den Lebenshorizont der Kinder zurückgreifen. Unterschiedliche Leistungsniveaus werden berücksichtigt.

Bildungsstandards: SO: GS; GS: BS2

 

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Educativ: Monsieur Claude und seine Töchter

Ein konservatives Ehepaar wünscht sich für die jüngste Tochter sehnlichst einen Katholiken als Mann, nachdem bereits seine drei andern Töchter Männer mit Migrationshintergrund bzw. unterschiedlicher Religion geheiratet haben. Dies Mann bekommt es denn auch, allerdings stammt er aus der Elfenbeinküste und bringt zur Hochzeit seinen afrikanischen Clan mit. Der Familienfrieden droht an den Multikulti-Zumutungen zu zerbrechen.

Zusatzmaterial: Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Infomaterialien; 5 Infoblätter; 6 Arbeitsblätter in französischer Sprache; 7 Arbeitsblätter in deutscher Sprache; 10 Bilder; Making Of; Stichwortverzeichnis; Medientipps; Internet-Links.

Adressaten: A(10-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die erfolgreiche Clash-of-Culture-Komödie kann im Religionsunterricht für eine vergnügliche Stunde zu religiösen und ethnischen Stereotypen, Vorurteilen und Alltagsrassismus eingesetzt werden. Eine Vertiefung der Thematik – u.a. die Frage nach den Möglichkeiten einer Überwindung von Vorurteilen – müsste im Unterricht geleistet werden. Die angebotenen Unterrichtsmaterialien bieten dafür nur erste Anregungen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS10; GY: KS

 

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Butterfly Circus

Amerika zur Zeit der Weltwirtschaftskrise: Der berühmte „Butterfly Circus“ reist unter der Leitung von Zirkusdirektor Mr. Mendez von Stadt zu Stadt. Ihr Ziel: Den Menschen inmitten von Unsicherheiten und allgemeiner Niedergeschlagenheit Freude und neue Hoffnung zu bringen. Bei seinen Reisen durchs Land trifft er auf einem Rummel auf Will, einen jungen Mann, der weder Arme noch Beine hat und gezwungen ist, als „Rarität“ in einer Freakshow seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nach Jahren der Demütigung wird Will von Mendez in den „Butterfly Circus“ aufgenommen. Dort erfährt er zum ersten Mal in seinem Leben Wertschätzung. Und er entdeckt ungeahnte Fähigkeiten, die seinem Leben Sinn und ihm selbst neue Hoffnung geben.

Zusatzmaterial: Behind the Scenes; Outtakes; Material zum Weiterdenken/Denkanstöße (PDF).

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der bekannte „Mann ohne Arme und Beine“ Nick Vujicic als Hauptdarsteller dieses Kurzspielfilms amerikanisch-evangelikaler Prägung vermag es nicht nur hier, bei Jugendlichen Fragen nach dem Sinn des Lebens auszulösen und kann in seiner Lebensbewältigung, auch (oder gerade?) weil seine Lage unvergleichlich ist, ein Vorbild sein. Der Film, der bei Jugendlichen gut ankommen dürfte, zieht mit seiner geschichtlichen Brechung (markiert durch Sepia-Brauntöne), in dem er die Handlung in die Zeit der beliebten Jahrmarkt-Monstrositäten-Schauen Ende 19.Jh./Anfang 20.Jh. verlegt, eine notwendige Distanz und Selbstreflexion in die Beschäftigung von „Normalen“ mit dem Thema Behinderung ein. Auch für die Medienbildung (Schaulust und Sensationsgier als Motive populärer Rezeption) ist damit Wertvolles geleistet – wenn auch in dem Film lt. Auskunft von Fachleuten nicht direkt ein Beitrag zur aktuellen Forderung nach Inklusion geleistet wird. Das Begleitmaterial in seiner eher frommen Prägung ist für den Unterricht beschränkt einsatzfähig. Es fokussiert auf die für Jugendliche entwicklungspsychologisch wichtige Herausforderung, ein positives Selbstbild zu entwickeln. In der Filmhandlung wird das an die Einstellung geknüpft, dass jeder Mensch mit seinen je eigenen Mitteln etwas Wertvolles beizutragen hat – rechtfertigungstheologisch hat das durchaus problematische Züge. Mit der im Begleitmaterial in voller Überzeugung vorgetragenen Antwort, dass wahre Identität darin besteht, in den Augen des Schöpfers und Vaters wertvoll zu sein, kommen vielleicht nicht alle zurecht.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS8, BS10, KS

 

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Complett: Liebe ist Liebe

Die beiden jungen Frauen, Sabrina und Mayan, sind seit zwei Jahren ein Paar. Jetzt ziehen sie in eine gemeinsame Wohnung. Jacob und Florian sind ebenfalls bereits eine Weile zusammen. Jacob wusste schon immer, dass er schwul ist, Florian hingegen hat sich zum ersten Mal in einen Mann verliebt. Die fünfzehnjährige Larissa weiß seit einiger Zeit, dass sie lesbisch ist. Eltern und Freunde unterstützen sie. Der flott gestaltetet und dabei sehr berührende Dokumentarfilm zeigt die fünf Protagonisten in ihrer Lebenswirklichkeit. Sie erzählen von ihren Erfahrungen, von schlimmen und guten Begegnungen, von Wertvorstellungen und davon, dass Liebe einfach Liebe ist.

Zusatzmaterial: Interviews; Informationen; Bilder; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Links.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die dreigeteilte Dokumentation kann angesichts des unterschiedlichen Lebensalters der Protagonisten auch schon am Ende von Sekundarstufe 1 Angebote machen. Ein positives Grundgefühl gegenseitigen Annehmens entspricht der Intention des Evangeliums, deshalb hat der Film im evangelischen Religionsunterricht seinen Platz. Die Probleme des Comingout, einschneidende Lebenserfahrungen mangelnder Akzeptanz und Ausgrenzung werden berechtigterweise nicht verschwiegen. Das sorgfältig gearbeitete Zusatzmaterial überzeugt durch seine überlegte Auswahl, der Anbieter packt seinem Profil gemäß auch die schwierige Thematik Kirche und Homosexualität überzeugend positionell an.

Bildungsstandards: SO: HS; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Stark! Kinder erzählen ihre Geschichte: Der Sommerclub

Sommerclub ist der Name für die Mädchenclique von Anna, Charlotta, April, Sophie, Lotti und Paula. Die sechs Mädchen sind im Alter von 11 bis 12 Jahren, kennen sich schon seit dem ersten Schuljahr, gehen gemeinsam in eine Klasse und gestalten zusammen ihre Freizeit. Was den Sommerclub besonders macht? Das ist die Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit, mit der die Mädchen einander begegnen, denn der Sommerclub ist inklusiv. April leidet unter dem Charge-Syndrom. Was das genau ist, wissen die Mädchen nicht, aber April kann schlecht hören, spricht undeutlich, lernt langsamer und hat Probleme mit dem Gleichgewicht. Das alles stört die Mädchen nicht. Wenn April Hilfe benötigt, kümmert sich diejenige, die gerade in der Nähe ist. Diesen Sommer möchte die Clique einen Ausflug ins nahe gelegene Bad Saarow machen. Dafür backen und verkaufen sie Kekse und organisieren die Fahrt gemeinsam. Jeder hat seine Stimme, jeder seine Meinung.

Zusatzmaterial: Arbeitshilfe (PDF); Arbeitsmaterial online abrufbar.

Adressaten: A(5-8)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der atmosphärisch für die Zielgruppe ab Kl. 5 ansprechend und kurzweilig gestaltete Film kann ein Vorbild für das selbstbestimmte Zusammenleben mit Menschen mit Behinderung sein. Dabei überzeugt die solidarische Kinderperspektive, die zur direkten Identifikation einlädt und die von Erwachsenen bisweilen umständlich beachtete „Inklusions-Denke“ unverblümt unterläuft. Eine langjährige Vertrautheit der Freundinnen im alltäglichen Umgang zahlt sich für April in einer wohltuend selbstverständlichen Körperlichkeit aus. Die implizite Fragestellung, wie es nach dem Ende der Orientierungsstufe mit dem Zusammensein weitergeht, ist keine an die Kinder (die haben darauf eine überzeugte persönliche Antwort), sondern die an zu früh separierende Schulpolitik. Das Arbeitsmaterial wartet mit knappem wiewohl informativen Hintergrundinformationen und wenigen, aber sinnvollen exemplarischen Arbeitsanregungen auf. Die Kurzdoku erhielt den Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen beim Grimme-Preis 2014.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS; BS6; RS: BS6; GY: BS6

 

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PG Prävention und Gesundheitsförderung

 

Gewissen

Das Gewissen gilt als die zentrale Instanz zur Bildung moralischer Urteile und ist Gegenstand zahlreicher philosophischer, anthropologischer und theologischer Erörterungen. Es ist zugleich aber auch ein ganz alltägliches Phänomen, mit dem jeder Mensch in Konfliktsituationen konfrontiert wird. Die Kurzfilme „Julian“ und „Kutsushita“ handeln von Gewissensentscheidungen, Gewissensbissen sowie dem Mut, für seine Überzeugungen einzustehen.

Zusatzmaterial: 13 Bilder; 9 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmkommentar/Filmtext.

Adressaten: A(7-9)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Zwei anregende Kurzfilme machen schon für jüngere Jugendliche erlebnisnah Phänomene und Wirkungen der Gewissensbildung im Unterricht behandelbar. Der Bezug zum Wikileaks-Gründer Assange macht „Julian“ zu einem Kurzspielfilm, der sogar für die politische Dimension sog. „whistleblower“ anschlussfähig ist. Der Zeichentrickfilm „Kutsushita“ kommt in etwas ungewöhnlicher Ästhetik daher, die evtl. etwas mit der grafischen Tradition des japanischen Entstehungskontextes zu tun hat. Das Arbeitsmaterial ist niveauvoll und gründlich gestaltet, setzt aber auch Ansprüche, von denen besonders Schülerinnen und Schüler höherer Bildungsniveaus profitieren dürften.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS8

 

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Zivilcourage im Alltag

Hinschauen statt wegsehen, wenn andere in Not sind, bedrängt oder bedroht werden – das ist nicht selbstverständlich. Oft fehlt das Wissen darüber, wie man sich situationsgerecht verhalten kann. Richtig zu handeln, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, ist in vielen Situationen schwer einschätzbar. Der Film zeigt anhand von Spielszenen konkrete Alltagsbeispiele und bietet Impulse dazu, welche Handlungsmöglichkeiten und Konfliktlösungsstrategien in verschiedenen Situationen denkbar sind, um zivilcouragiert für andere einzutreten. Eine Expertin gibt Hilfestellung bei der Einordnung des Geschehens und weitere wertvolle Tipps.

Zusatzmaterial: 12 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschlag zur Unterrichtsplanung; 9 Bilder; Filmkommentar/Filmtext.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Ev. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die vorgestellte Situation der Bedrängnis ist nicht nur sehr realitätsnah für Schülerinnen und Schüler. Gerade das planspielartig Gestellte versetzt sie in die Lage, ein eigenes Urteil über die Situation zu finden und verschiedene Verhaltensoptionen zu prüfen. Dabei ist schon das Filmen von ein und derselben Ausgangslage durch die „Brille“ unterschiedlich Beteiligter erhellend: es übt in Mehrperspektivität, Achtsamkeit und Mitgefühl ein. Die klare Strukturierung mit jeweils einer Zusammenfassung und fachkundigen Gewichtung des Geschehenen im Kommentar der glaubwürdigen und seriösen psychologischen Expertin ist hilfreich für die schrittweise Unterrichtsplanung und führt didaktisch zielsicher zu Ergebnissen von „empowerment“, die die Jugendlichen als Subjekte von Handlungsverantwortung stärken kann. Medienbildnerische Lernanlässe sind mit dem Smartphone als ambivalenter „Mitspieler“ einbeziehbar. Das sorgfältig gestaltete und konzentrierte Arbeitsmaterial kann sich sozialpsychologische Theoriebildung zunutze machen ohne dabei an notwendiger Klarheit und Elementarisierung etwas einzubüßen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS8, BS10

 

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Tatort Bodensee: Gedisst

Sebastian wird von einer Schulgang gemobbt und erpresst. Die drei Jungs drohen mit der Veröffentlichung von Fotos. Als jedoch ein peinliches Foto mit Gruppenführer Robin bei Sebastians Schwester landet, startet sie ein Gegenmobbing.

Zusatzmaterial: Making of; Outtakes.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der von Schülerinnen und Schülern nach selbst geschriebenem Drehbuch produzierte Spielfilm eignet sich für den Einsatz im Religionsunterricht. Dadurch, dass die Darsteller und Darstellerinnen Laien sind, entsteht ein hohes Maß an Authentizität, das sowohl Möglichkeiten der Identifikation und der Reflexion eröffnet als auch zur Eigenproduktion von Spielszenen anregt. Die gewählten Schauplätze repräsentieren eine realistische, nicht klischeebelastete Umgebung, die dem heutigen Schulalltag entspricht. All das ergibt viele Identifikationsmöglichkeiten für die jugendlichen Zuschauer. Vor allem das offene Ende regt zu vielfältigen Gesprächsanlässen an, um (Cyber-)Mobbing, Jugendgewalt, Erpressung, Zivilcourage und Freundschaft ausführlich zu behandeln. Vor allem auch darüber nachzudenken, welche Handlungsspielräume im Licht biblischer Friedensethik (Bergpredigt, Goldene Regel) alle Beteiligten (auch die Erwachsenen) in solchen Situationen haben.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS10

 

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Nuggets

Gezeigt wird, wie berauschend und schön der Stoff der Träume zum Abheben verführen kann, wie verlockend die Suche nach dem immer schneller ersehnten nächsten Hochgefühl drängt. Es leuchtet und umhüllt den ganzen Körper, er schwebt in Leichtigkeit. Doch in nur fünf kurzen Minuten zeigt der Film auch eindrucksvoll den Verlauf einer Sucht, den Leidensweg und den Verfall des Süchtigen. Der hinterlistige Rausch wird immer kürzer und der Aufprall in der Realität immer härter und schmerzhafter.

Zusatzmaterial: Arbeitshilfe.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Einfache Mechanismen der Suchtwirkung werden in diesem Animationsfilm elementar und damit präventiv wirksam gerade für Jüngere nachvollziehbar gemacht. Das offene Ende ermöglicht eine Weiterarbeit im Gespräch, das im Sinne der Suchtprävention das Wegkommen von der Droge als eine Handlungsoption favorisieren kann. Das Arbeitsmaterial beweist sozialarbeiterische Expertise, bemüht sich aber, schulische Bedarfe aufzugreifen. Nichtstoffgebundene Süchte sind bewussterweise darin aufgegriffen, wiewohl die Filmbilder nicht direkt davon ausgehen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS8

 

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Transpapa

Nach Jahren der Abwesenheit tritt Marens transsexueller Vater, der sich immer noch in seine weibliche Identität hineinlebt, wieder in ihr Leben. Sie gerät darüber in Nöte, weil der Selbstentwurf des Vaters weder mit ihren männlichen noch den weiblichen Rollenvorstellungen kompatibel ist.

Zusatzmaterial: Audiokommentar der Regisseurin/Autorin.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der mehrfach preisgekrönte Spielfilm besticht durch hervorragende schauspielerische Leistungen, überlegte Regie und ist atmosphärisch stimmig. Aus der Perspektive der jugendlichen Hauptdarstellerin thematisiert er durchweg eine Situation der Überforderung, die durch eigene pubertäre Entwicklung noch gesteigert wird. Wiewohl die Botschaft gut zur Leitperspektive „Akzeptanz von sexueller Vielfalt“ des zukünftigen Bildungsplans passt und man einen guten Einblick in die häufig unbekannten Befindlichkeiten transsexuell orientierter Menschen erhält, sollte sich die Lehrkraft überlegen, ob sie die filmisch geschilderte Überforderung nicht einfach für ihre Schülerinnen und Schüler verdoppelt. Zumal die Handlung beinahe ausschließlich im privaten Familienumfeld spielt – angesichts verfassungsmäßig festgeschriebener Bildungsmitverantwortung der Elternhäuser könnte das durchaus als übergriffig angesehen werden. In dem Film wird ziemlich viel geraucht, Alkohol getrunken, bisweilen gekifft und ohne Führerschein Auto gefahren – sicher jugendnah, aber filmdramaturgisch verzichtbar und nicht immer mit der nötigen Distanz der Erwachsenen als Erziehungsvorbilder dargestellt.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Lämmer

Ein junges Schaf schreit „Muh“ statt „Mäh“. Das irritiert die Eltern. Als es sich dann auch noch ein buntes Fell zulegt, wird es schwierig in der Schaffamilie. Eine Parabel über Toleranz und die Faszination der Andersartigkeit.

Zusatzmaterial: Arbeitshilfe.

Adressaten: A(1-7)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der Film setzt das Anders-Sein und die Anerkennung eines jeden in den Mittelpunkt. Obwohl die Rollenperspektive der Erwachsenen mit hineinspielt, können sich Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswelt angesprochen fühlen: man erkennt an sich Abweichungen von der Gruppe oder kennt das Gefühl, Erwartungen nicht gerecht zu werden. Die Brücke zum Angenommensein durch Gott (rechtfertigungstehologischer Akzent) muss von der Lehrkraft selbst geleistet werden.

Bildungsstandards: SO: GS; GS: BS2, BS4; HS/WERS: BS6; RS: BS6; GY: BS6

 

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Zebra

Was für ein wunderschöner Tag! Das Zebra springt vergnügt umher, amüsiert sich, schaut nach rechts, schaut nach links. Leider schaut es nicht geradeaus, und deswegen stößt es mit einem Baum zusammen. Nicht weiter schlimm, denkt es. Doch weit gefehlt. Denn jetzt sind auf einmal all seine Streifen verrutscht. Kein Streifen ist mehr da, wo er hingehört. Was tun? Das Zebra denkt sich: Was einmal funktioniert hat, kann doch wieder funktionieren. Oder wird dadurch alles noch viel schlimmer?

Zusatzmaterial: 5 Arbeitsblätter (PDF); Kurzcharakteristik; Filmthema: Inklusion; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Internet-Links.

Adressaten: A(1-8)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Schülerinnen und Schüler beginnen bereits im Kindesalter, Andersartigkeiten an sich selbst zu entdecken. Dem bringt das Ende des Filmes eine resilienzfördernde Wirkung entgegen: Denn was ich selbst eventuell als störend oder als eine Schwäche wahrnehme, ruft Freude und Wertschätzung mir gegenüber bei anderen hervor. Allerdings kommt diese erst durch die anderen zustande, insofern bleibt das prinzipielle Angenommensein durch Gott, welches der Religionsunterricht vermittelt, hier etwas auf der Strecke. Der Film eignet sich primär für den Einsatz in der Grundschule, in höheren Klassenstufen kann er machartbedingt nur eingeschränkt Anlass für eine vertiefende Weiterarbeit sein. Die beiliegende Arbeitshilfe stellt Bezüge zum Bildungsplan her und bietet darüber hinaus passende und gelungene Unterrichtsideen, die auch die Altersunterschiede in den möglichen Zielgruppen berücksichtigen.

Bildungsstandards: SO: GS; GS: BS2, BS4; HS/WERS: BS6; RS: BS6; GY: BS6

 

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MB Medienbildung

 

Her

Theodore arbeitet in einer Agentur, die sich auf von Hand geschriebene Briefe spezialisiert hat. Er spendet Menschen Trost, ist aber selbst doch allein. Theodore fühlt sich einsam, seit seine Frau sich getrennt hat. Das ändert sich, als er ein neues, lernfähiges und personalisiertes Betriebssystem für seinen Homecomputer installiert. Es gibt sich den Namen Samantha und wird bald seine engste Vertraute und schließlich auch Geliebte. Doch damit tun sich nach und nach immer noch größere Probleme auf.

Zusatzmaterial: HER – Liebe im modernen Zeitalter.

Adressaten: A(11-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die emotionale Wirksamkeit von IT ist zweifelsohne eine Jugendlichen naheliegende Thematik, gerade weil sie hier trotz SciFi-Look bisweilen einen schon recht gegenwartsnahen Eindruck macht. Die kammerspielartige Durchführung wird es allerdings bei ihnen aufgrund der Handlungsarmut schwer haben. Gezeigte Beziehungsprobleme sind eher solche der Erwachsenenwelt, auch bedürfen die zuweilen bedrückenden Verwicklungen – wenn sie auch durchgehend in entspannter und gepflegter urbaner Atmosphäre vorgetragen werden – doch eines erheblichen philosophischen Abstraktionsvermögens. In dieser „schönen neuen Welt“ wird man sich in der Kursstufe unterrichtlich anschlussfähig mit Fragen nach der Wirklichkeit und nach dem Wandel des Menschenbildes (Identität, Leib-Seele-Problem, Freiheit und Determination) konfrontiert sehen.

Bildungsstandards: GY: KS

 

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Tatort Bodensee: Gedisst

Sebastian wird von einer Schulgang gemobbt und erpresst. Die drei Jungs drohen mit der Veröffentlichung von Fotos. Als jedoch ein peinliches Foto mit Gruppenführer Robin bei Sebastians Schwester landet, startet sie ein Gegenmobbing.

Zusatzmaterial: Making of; Outtakes.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Der von Schülerinnen und Schülern nach selbst geschriebenem Drehbuch produzierte Spielfilm eignet sich für den Einsatz im Religionsunterricht. Dadurch, dass die Darsteller und Darstellerinnen Laien sind, entsteht ein hohes Maß an Authentizität, das sowohl Möglichkeiten der Identifikation und der Reflexion eröffnet als auch zur Eigenproduktion von Spielszenen anregt. Die gewählten Schauplätze repräsentieren eine realistische, nicht klischeebelastete Umgebung, die dem heutigen Schulalltag entspricht. All das ergibt viele Identifikationsmöglichkeiten für die jugendlichen Zuschauer. Vor allem das offene Ende regt zu vielfältigen Gesprächsanlässen an, um (Cyber-)Mobbing, Jugendgewalt, Erpressung, Zivilcourage und Freundschaft ausführlich zu behandeln. Vor allem auch darüber nachzudenken, welche Handlungsspielräume im Licht biblischer Friedensethik (Bergpredigt, Goldene Regel) alle Beteiligten (auch die Erwachsenen) in solchen Situationen haben.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS10

 

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Mitreden!

STAND UP FOR YOUR RIGHTS (ca. 20 min): Der Film zeigt, an welchen Erfahrungen und Bedürfnissen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Salafisten ansetzen, um sie zu ideologisieren. Er will Jugendliche dafür sensibilisieren und sie in die Lage versetzen, dieser Ansprache zu begegnen und in ihrem Alltag eigene Wege zu finden.

MY JIHAD (ca. 20 min): Der Film sensibilisiert Jugendliche für die Argumentationsmuster von Dschihadisten und entzaubert den Mythos vom heldenhaften und gerechten „Befreiungskampf“ im Krieg oder durch Terroranschläge. Er stellt dem militanten ein alternatives „humanitäres“ Verständnis des Dschihad-Begriffs gegenüber, bei dem es nicht um den „Krieg gegen Ungläubige“, sondern um das Ringen geht, ein guter Mensch zu sein. Der Film erzählt die Geschichte des Aussteigers Hanif Qadir. Qadir ist dem Ruf der Dschihadisten nach Afghanistan gefolgt, aus Empathie mit den Opfern des Krieges und aufgrund seines Wunsches nach Gerechtigkeit. Was er dort sah, ließ ihn jedoch umkehren und umdenken.

Zusatzmaterial: Interviews mit 4 Personen aus den Filmen: Mouhanad Khorchide (12:24 min); Ahmad Mansour (09:07 min); Hamideh Mohagheghi (06:47 min); Yassin Musharbash (19:27 min); Begleitheft (PDF).

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Ev. Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die Dokumentationen überzeugen durch eine journalistische Herangehensweise, in der Medien selbst zum Gegenstand der Untersuchung werden und mit anschaulich präsentierten Gewährsleuten nahe gebracht werden. Für den jugendlichen Bildungsbedarf sind eingeblendete Worterklärungen hilfreich. Der einfache, oft aber unreflektierte Zusammenhang, dass alltägliche Ausgrenzungserfahrungen in der deutschen Gesellschaft und die Tendenz zur salafistischen Radikalisierung von muslimischen Jugendlichen nur zwei Seiten der selben Medaille sind, vermag präventive Impulse freizusetzen. Im Kern ist es der Wunsch nach Anerkennung, der das kulturübergreifend verstehbare Motiv ergibt. Sich in der anders geprägten Mehrheitsgesellschaft einzubringen ist der Appell an Muslime hierzulande. Die Dämonisierung muslimischer Kennzeichen wird eindringlich thematisiert und kritisiert, die Untersuchung der Ursachen dafür bleibt allerdings an der Oberfläche: muslimische Vorstellungen des Verhältnisses von Staat/Gesellschaft und Religion werden nicht untersucht oder vermittelt. Im Film „My Jihad“ wird zumindest ein herkömmlicher Begriff koranischer Theologie vertiefend aufgegriffen und es wird auch seiner ursprünglichen Verwurzelung hinreichend nachgegangen. Erfreulich klar und in seiner gewaltpräventiven Wirkung begrüßenswert ist die eindeutige Positionierung für den sog. „großen Jihad“, der nichts mit Terrorismus und Intoleranz, sondern mit religiös begründeter Anstrengung auf Feldern des täglichen Lebens zu tun hat. Motive aus dem Glauben im engeren Sinne bleiben aber auch hierbei leicht unterbestimmt, stattdessen sind es motivations- und sozialpsychologische Begründungen die das Jihad-Bemühen nachvollziehbar machen – im wertvollen Rückblick eines Terroraussteigers, der an seinem persönlichen Lernweg anschaulich Anteil geben kann. Das sorgfältig und ansprechend gestaltete Begleitheft geht weit über den Bedarf des polizeilichen Präventionsbeamten hinaus, reflektiert den Standpunkt der pädagogischen Fachkraft (z.B. Politikunterricht), liefert Hintergründe zum Film und konkrete Unterrichtsvorschläge. Die darin markierte pädagogische Strategie, sich nicht auf religiöse Diskussionen einzulassen, zeigt eine Grenze, die dem Fach Religionslehre die ihm zufallende Aufgabe in ihrer Tragweite erst so richtig bewusst zu machen vermag.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8, BS10, KS

 

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