Die Medienbeispiele wurden von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung gesichtet und für den schulischen Einsatz empfohlen.

Diese Medien erscheinen in der SESAM-Mediathek mit dem orangefarbenen Daumensymbol.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.

SESAM-Mediathek

Medienbegutachtung

Medienzentren

Statue der Justitia

Meinzahn/istock/Thinkstock

Liebe Leserinnen und Leser,


diese Medienliste ist veraltet und wird zum Ende des Schuljahres ausgeblendet.

Sie können gerne in unseren neuen Medien-Tipps stöbern. Hier haben wir, nach den Schularten sortiert, empfohlene Medien für Ihren Unterricht veröffentlicht.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern.

Viele Grüße Ihr LMZ

BNE Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

Globalisierung – Der Preis des Wohlstands

Im Zentrum steht der Kurzfilm „Five ways to kill a man“, Gewinner des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2012 (Kategorie Bildung). Dem Protagonisten Sam begegnen im Laufe des Tages Menschen aus fernen Ländern, die mit ihm aufgrund seines Lebensstils in Verbindung stehen. Sie begleiten ihn, lachen und essen gemeinsam, kommen sich näher. Am Ende des Tages steht Sam vor der Frage, was er mit seinen neuen Bekannten tun soll. Er trifft eine drastische Entscheidung. Der Film bietet die Möglichkeit zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Thema Globalisierung und fordert zur ethischen Reflexion heraus. In Bildern thematisiert er die Verantwortung des Einzelnen in kollektiven Zusammenhängen, die „Kollateralschäden“ unseres Konsumverhaltens und unseren Umgang mit unbequemen Wahrheiten.

Zusatzmaterial: 3 Filmclips; 8 Bilder; 12 Arbeitsblätter (PDF/Word); Hinweise zur Verwendung im Unterricht; 2 Filmkommentare.

Adressaten: A(9-13); SO
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Kurzfilm eignet sich hervorragend als Einstieg in das Thema „Globalisierung und ihre Folgen“. Dadurch, dass er genügend Spielraum für Interpretationen lässt, ist er sehr gut geeignet, die Schülerinnen und Schüler an dieses eher triste Thema heranzuführen. Das Arbeitsmaterial ist nicht sehr umfangreich, bietet aber interessante und fundierte Ergänzungen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, 10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Direkte Demokratie: Bürger- und Volksentscheid

Stuttgart 21, das Rauchverbot in Bayern oder die Zukunft des Flughafens Tempelhof in Berlin - zunehmend wollen die Menschen in der Politik mitbestimmen, auch über die regulären Wahlen hinaus. In vielen Kommunen und auf Landesebene sind Referenden möglich, diese sind aber in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich ausgestaltet. Der Film zeigt, was Bürger- und Volksentscheide sind, wie das Verfahren vom Zulassungsantrag bis zum Volksentscheid abläuft und erklärt, welche Hürden dabei zu nehmen sind. Darüber hinaus wird diskutiert, ob diese Form der direkten Bürgerbeteiligung auch auf Bundesebene sinnvoll ist. Dabei kommen neben Wissenschaftlern und Politikern vor allem die Bürgerinnen und Bürger zu Wort.

Zusatzmaterial: 3 Grafiken; 9 Arbeitsblätter (PDF/Word); Filmkommentar/Filmtext.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: In sehr ausgewogener Form und mit gut strukturiertem Aufbau stellt der Film das Thema dar. Am sehr aktuellen und konkreten Beispiel des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin werden die Argumente pro und contra in vielschichtiger Weise präsentiert. Unterschiedliche Formen der Bürgerbeteiligung werden in sprachlich angemessener und zielgruppenadäquater Weise erklärt; gesetzliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern kommen zur Sprache und sind für die Schüler nachvollziehbar.
Das konkrete Beispiel zieht sich als „Aufhänger“ für das Thema durch den ganzen Film und bietet damit einen schlüssigen Rahmen für die dargestellte Thematik. Durch die sinnvolle Gliederung ist die große Informationsdichte gut zu bewältigen; eine Betrachtung in Abschnitten bietet sich hierbei ebenfalls an. Die gut gestalteten Arbeitsblätter greifen die Themen des Films in sinnvoller Weise auf; etliche Arbeitsblätter nehmen auf diese Sequenzierung Bezug und sind damit zielgerichtet einsetzbar.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Stuttgart steht auf

Der Dokumentarfilm zeigt den Widerstand der Stuttgarter Bevölkerung gegen das Bahnhofprojekt „Stuttgart 21“ von den Montagsdemonstrationen bis zum Beginn der Schlichtungsgespräche. Hinzu kommen so genannte „Video-Impressionen“ von den Höhepunkten der Bewegung, die ohne Kommentar zusammengeschnitten sind. Abgerundet wird das Material durch eine Reihe von Interviews mit prominenten Gegnerinnen und Gegnern des Projekts.

Zusatzmaterial: Interviews; Kurzfilm „Der Kampf gegen Stuttgart 21 – Impressionen aus dem Jahr 2010“ (ca. 17 min).

Adressaten: A(8-13); Q
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film stellt am Fall von Stuttgart 21 dar, inwiefern die Beteiligung der Bürger bei politischen Planungsvorgängen eine Voraussetzung für gelingende parlamentarische Demokratie ist. Gerade aus dem Umkehrschluss, der Verkennung des Bürgerwillens, und den anschließenden Protesten auf der Straße wird andererseits auf die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements hingewiesen. Gerade in Zeiten von Politikverdrossenheit ist es wichtig, den Schülern deutlich zu machen, dass der Souverän im demokratischen Staat nach wie vor das Volk ist und dass diese Tatsache ohne bürgerliches Engagement zunehmend in Vergessenheit geraten kann. Die verschiedenen kommunalpolitischen und landespolitischen Instanzen als Adressaten des Bürgerprotests können im Unterricht ebenso eine Rolle spielen wie die Rolle der Medien in diesem Prozess. Exemplarisch werden verschiedene Stufen des Widerstands vorgeführt, die Gefahr einer Eskalation und die vorausschauende Deeskalation eignen sich ebenfalls gut für eine Behandlung im Unterricht. Auch die Frage, inwieweit Widerstand gegen die Staatsgewalt notwendig, legal und auch sinnvoll ist, bietet sich an, um den Protest gegen das Bahnprojekt in einen größeren Zusammenhang zu stellen.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS8, BS10, KS

 

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Rechter Populismus in Deutschland und Europa

Der Film erklärt anhand von PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) wichtige Merkmale von Rechtspopulismus und legt einen Schwerpunkt auf die zentralen rechtspopulistischen Themen Islam- und Fremdenfeindlichkeit. Experten kommen zu Wort, die die Hintergründe erklären. Anhand von Verbindungen zwischen rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Kreisen wird der fließende Übergang deutlich. Der Film gibt einen Überblick zu rechten Gruppierungen und Parteien in Deutschland und seinen europäischen Nachbarländern.

Zusatzmaterial: 14 Bilder; 10 Arbeitsblätter teilweise in Schüler- und Lehrerfassung (Word/PDF); Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Filmtext; Bildbeschreibungen; Begleitheft.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film präsentiert verschiedene „Spielarten“ des Rechtspopulismus. Die Beispiele aus mehreren europäischen Ländern machen die Dimension dieses politischen Themas deutlich und geben den Schülern die Gelegenheit, zu einem differenzierten eigenen Urteil zu kommen. Sehr aktuelle Beispiele und die gegenwärtige mediale Präsenz der Aktionen der in vielen deutschen Städten lose zusammenkommenden Gruppierung PEGIDA sind den Schülern geläufig. Insofern greift der Film ein schülerorientiertes Thema auf und liefert Hintergründe. Eventuell sollten jedoch tiefer gehende Informationen von der Lehrkraft ergänzt werden, um die Meinungsbildung der Schüler zu fördern.
Das Arbeitsmaterial geht differenziert vor und fördert die Auseinandersetzung der Schüler mit der Thematik. Interessant ist, dass es sich nicht ausschließlich auf Rechtspopulismus beschränkt, sondern auch Linkspopulismus thematisiert. Insgesamt hat das Arbeitsmaterial problematisierenden Charakter.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS10, KS

 

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Vandana Shiva

Vandana Shiva ist eine der markantesten Persönlichkeiten der internationalen Bewegung gegen die Gentechnik. Sie wurde speziell in Indien zur Symbolfigur des Widerstands gegen die Großkonzerne und zum Hoffnungsträger im Aufbau und der Wiedererlangung der Selbstständigkeit der indischen Landwirte. Das Komitee drängt die indische Regierung finanzielle und andere Hilfsformen für Familien von Suizidopfern zur Verfügung zu stellen sowie den Bauern die Möglichkeit zu geben, vermehrungsfähiges Saatgut zu kaufen. Hohe Preise für gentechnisch verändertes Saatgut, Lizenzpflicht und äußerst schlechte Ernten führten zu hoher Verschuldung der Landwirte. Vandana Shiva ist es gelungen, eine breite Masse zu motivieren, sich für den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen zu engagieren. Der Betrachter erhält Eindrücke in die Arbeits- und Lebensweise der Bauern. Diese Eindrücke werden durch Expertenkommentare und Aussagen der Bauern verstärkt.

Adressaten: A(7-13); SO
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film packt das gesellschaftsrelevante und aktuelle Thema an. Am Beispiel von Bauern in Indien wird deren Abhängigkeit von Weltkonzernen dargestellt und damit werden die negativen Auswirkungen der Globalisierung eindrucksvoll beleuchtet. Die Bauern verschulden sich, um Saatgut für gentechnisch veränderte BT-Baumwolle zu kaufen und werden durch anschließende Ernteausfälle ruiniert. Die Patentierung von Leben am Beispiel Baumwolle greift einen zentralen Problembereich auf. Die Wissenschaftlerin Vandana Shiva liefert Hilfestellungen für eine ökologisch und sozial verträgliche Landwirtschaft unter Wahrung der natürlichen Vielfalt. Die aufgezeigten Interessenkonflikte und ethischen Fragen regen zu weiterführenden Diskussionen an. Obwohl es sich nicht um eine didaktische DVD handelt, wirkt der Film durch die gelungene Mischung von Sachinformation, Realbilder und Interviews sehr motivierend und ist für den Einsatz ab Klasse 9 in der Sekundarstufe 1 bzw. in der Sekundarstufe 2 sehr zu empfehlen.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8, KS

 

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Weil ich länger lebe als du

Der Film beinhaltet die Geschichte von drei Kindern, die beschlossen haben, sich nicht mehr auf die Erwachsenen zu verlassen. Mit den unterschiedlichsten Projekten haben sie sich auf den Weg gemacht, um sich ihren Traum von einer besseren Welt zu erfüllen: Die 15-jährige Fardosa in den Slums von Nairobi, die sich gegen die Zwangsverheiratung junger Mädchen einsetzt. Der 13-jährige Roman im Irak, der gegen elterliche Gewalt in seinem Umfeld kämpft. Und allen voran der heute 14-jährige Felix, die zentrale Figur der Dokumentation, der sich mit seiner Organisation Plant-for-the-Planet gegen den Klimawandel einsetzt, um die Welt reist, mit Entscheidern und Politikern debattiert und es immer wieder schafft, neue Kinder davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für die eigenen Ziele zu kämpfen

Adressaten: A(3-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Bildungsstandards: HS/WRS: BS6, BS9, BS10; RS: BS6, BS8, BS10; GY: BS8

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NZZ Format: Urban farming

Bereits lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in der Stadt. Immer mehr Stadtbewohner bauen ihr Gemüse selber an, auf Dächern, Hinterhöfen und Industriebranchen. Die neuen urbanen Gärten sind Modelle für eine grünere Stadt. Honig, Hühner und frisches Gemüse mitten in New York. Die Brooklyn Grange Farm ist eine der größten Dachfarmen der Welt. – Unten schwimmt der Fisch, oben spriesst der Salat. Junge Unternehmer wollen mit ihrer Stadtfarm die Welt erobern. – Das Gemüse wächst im Einkaufswagen. Der Gemeinschaftsgarten „o'pflanzt is“ in München ist mobil. – Iranischer Basilikum in Basel. Ihre gewohnten Kräuter und Gemüse lindern das Leid der Flüchtlinge und helfen ihnen, sich in der neuen Heimat besser zu integrieren.

Zusatzmaterial: Anastasia Cole Plakias, Brooklyn Grange Farm (en) (07:00 min); Christa Müller; Soziologin (16:00 min).

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Nachdem der Gemeinschaftskundeunterricht sonst gerne Probleme aufzeigt, bietet dieser Film eine erfrischend andere Perspektive, indem er Lösungsmöglichkeiten im Kleinen liefert. Sowohl für soziale als auch für ökologische Probleme bietet das Urban Farming die Möglichkeiten einer Verbesserung. Dies macht der Film in anschaulicher und unaufdringlicher Weise deutlich.
Für den Unterricht ist es empfehlenswert, dass zunächst ein soziales oder ökologisches Problem vorbereitend mit den Schülern erarbeitet wird.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS8

 

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Arbeitsbedingungen in Asiens Textilindustrie

Sehr viele Jeans, T-Shirts und auch andere Textilien, die es zu kaufen gibt, werden in Asien produziert. Übervolle Fabrikhallen mit Näherinnen und Nähern sowie ein chinesischer Textilproduzent, der über den Preisdruck klagt, vermitteln einen ersten Eindruck von Asiens Textilindustrie. Europäische Kontrolleure besuchen Fabriken in Indien, China und Bangladesch. Sie stoßen bei der Kontrolle von Sozialstandards auf Kinderarbeit und falsche Lohnabrechnungen. Gesundheitsgefährdende Arbeit in den Webereien und Wäschereien, ungeklärte Abwässer und verbotene Sandstrahltechnik belegen mangelhafte Umweltstandards. Auch die Sicherheitsstandards bei der Feuersicherheit entsprechen nicht immer den Vorschriften.

Zusatzmaterial: Filmsequenzen; Filmclips; Schaubilder; Texttafeln; Texte; Fotos; Arbeitsblätter; Interaktive Arbeitsblätter.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wirtschaft, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Das Medium liefert wichtige Impulse zu einem aktuellen Thema. Im Film wird sehr schön deutlich, auf welche Schwierigkeiten die Kontrolleure vor Ort stoßen. Der Wert ihrer Arbeit wird dadurch in Frage gestellt und die moralische Verantwortung landet teilweise wieder beim deutschen Konsumenten. Die Arbeitsmaterialien tragen durch ihre Heterogenität der Vielschichtigkeit des Problems Rechnung.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8, KS

 

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Educativ: Salafismus: Terror, Taliban, Twitter

In der Dokumentation wird der Frage nachgegangen, was junge Menschen am Salafismus fasziniert: Was sind die Einstiegs­gründe, was zieht junge Menschen hin zu einer sektenähnlichen, religiös-antidemokratischen Bewegung, die Musik, Kunst, Liberalität und die Gleichheit der Menschen ablehnt und bekämpft? Im Interview berichten vier junge Männer von ihren persönlichen Beweggründen, sich den Salafisten anzuschließen. Die Motive reichen von Diskriminierungs- und Benachteiligungs-Erfahrungen über eine allgemeine Sinnsuche bis hin zu Schicksalsschlägen. Die salafistische Bewegung verspricht Stärke, Stolz und eine feste Gemeinschaft. Der offenen Frage, ob sich junge Migranten der zweiten oder dritten Generation als Deutsche, Araber oder Türken fühlen dürfen, setzt sie eine neue, elitäre Gemeinschaft der Muslime entgegen. Salafismus setzt mit seinen Antworten bei den jungen, am Rand der Gesellschaft stehenden Einwandererkids an, vermittelt ihnen Werte und Stolz und zieht so auch immer wieder junge Deutsche an.

Zusatzmaterial: 2 Arbeitsblätter (PDF); 4 Informationsblätter (PDF); 7 Szenenbilder; Didaktisch-methodische Tipps (3 S.); Informationen zum Film (4 S.); Making of (1 S.); Medienliste und Internet-Links (2 S.); Islamismus (7:45 min).

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Salafismus weist die gleichen Indoktrinationsmuster auf wie andere politisch extreme Gruppen: Erziehung und Gehirnwäsche schon in frühen Jahren, Werbung mit Freizeitangeboten, eine aggressive Auslegung der eigenen Werte und Normen, die darauf angelegt ist, andersdenkende Menschen auszuschließen. Für das Fach Gemeinschaftskunde ist dieser Film interessant, wenn die hier gängigen Muster mit den Gleichschaltungsversuchen anderer extremistischer Gruppen verglichen werden, auch mit der deutschen Vergangenheit. Die Ausführungen eines Terrorismusexperten helfen dabei, die Gefahren, die hiervon für den demokratischen Rechtsstaat ausgehen, klar zu benennen.
Das vorhandene Arbeitsmaterial ist nicht sehr umfangreich und muss den jeweiligen Fächern angepasst werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS10

 

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Die Essensretter

Mehr als die Hälfte aller Lebensmittel landet im Müll! Bis 2020 will Bundesernährungsministerin Ilse Aigner erreichen, dass in Deutschland nur noch halb so viele Lebensmittel weggeworfen werden wie heute. Konkrete politische Schritte gibt es aber bisher nur wenige. Warum tritt der Gesetzgeber in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Regierungen nur mit eher unverbindlichen Appellen an die Öffentlichkeit? Das Wegwerfen lohnt sich für die Unternehmen leider allzu oft, weil die Nahrungsmittel so billig sind und die Arbeitskraft so teuer. Warum ist das so? Der Film dokumentiert die europaweite Suche nach Lösungen.

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film prangert nicht nur die Verschwendung von Lebensmitteln an, sondern zeigt auch viele Möglichkeiten, wie diese Verschwendung vermieden werden kann. Dabei geht es um laufende Initiativen und Marketingideen, die schon heute europaweit stattfinden.
Das Augenmerk der Lernenden wird damit auch auf vorhandene Lösungsmöglichkeiten gerichtet, die oftmals nicht dem entsprechen, was deutsche Politiker für realisierbar halten. Insofern geht der Film in seinen besten Momenten über sein eigentliches Thema, die Rettung von Lebensmitteln, hinaus und thematisiert die Handlungsunwilligkeit unserer Politiker. Er ist damit sehr gut geeignet für gemeinschaftskundliche Fächer, indem er einen Problembereich direkt mit der politischen Realität konfrontiert.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8

 

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Geht es auch ohne?

Ist es überhaupt möglich, einen ganz normalen Einkauf zu tätigen, ohne dass Plastik im Einkaufswagen landet? Das tägliche Leben wird durch Plastik bestimmt: vom Smartphone, den Schuhen bis hin zur Softdrinkflasche und auch dem Fernseher. Das große Problem des Plastikmülls ist die schlechte Recyclingfähigkeit. Plastik hat als Müll eine extrem lange Lebensdauer und ist insbesondere in Länder ohne funktionierendes Recycling ein nicht gelöstes Umweltproblem. Das Moderatorenduo macht im Selbstversuch die Erfahrung, dass es zwar möglich ist, ohne Strom, ohne Plastik, gar ohne Sonne und auch ohne Lügen auszukommen. Die Einschränkungen im Alltag sind gewaltig. Selbst einen Tag mal nicht zu lügen, fällt extrem schwer. Ein Student macht die Erfahrung, dass mit der vollen Wahrheit jede Freundschaft, Liebesbeziehung und selbst das Studium auf sehr tönernen Füßen steht und die von uns allen gern und effizient verwendete Notlüge das Leben wesentlich einfacher gestaltet.

Zusatzmaterial: 8 Arbeitsblätter; 5 interaktive Arbeitsblätter; 20 Testaufgaben; Ergänzendes Material (7 S.); ; Begleitmaterial (108 S.); Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die Idee, den Verzicht auf bestimmte ökologisch problematische Konsumgüter an den Beginn einer Einheit zum Thema „Nachhaltigkeit“ zu stellen, ist interessant und kann für den bewussten Umgang mit diesen Dingen sensibilisieren. Für die Motivationsphase kann es sinnvoll sein, diese Sequenz zu problematisieren und für den eigenen Unterricht zu nutzen. Im weiteren Verlauf des Films werden ökologisch relevante Verbrauchertipps auf unterhaltsame Art dargeboten, es empfiehlt sich jedoch auch hier, den Film zu unterbrechen, um Ergebnisse zu sichern oder zu problematisieren.
Die Zusatzmaterialien sind von unterschiedlicher Qualität und müssen von der Produzenten Homepage heruntergeladen werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8; GY: BS8

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Diesseits und Jenseits der Mauer

Den Nahostkonflikt kennt man meist nur aus den Nachrichten, aber vieles dringt nicht durch die Medien. Wie denken die Menschen in Israel und in den palästinensischen Gebieten darüber und wie sieht der Alltag dort wirklich aus? Im Seminarkurs Nahost-Konflikt des Faust-Gymnasiums Staufen lernen die SchülerInnen theoretisch auf politischer, geschichtlicher und religiöser Ebene den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu verstehen. Jedes Jahr vor Ostern fahren die Schülerinnen und Schüler dorthin, um in Begegnungen die Menschen kennenzulernen, die diesen Konflikt täglich meistern. Einzelne Stationen der Reise: die Klagemauer, Yad va shem, der Tempelberg, Bethlehem, die Green line, das Flüchtlingslager Deheische und Hebron.

Zusatzmaterial: Christlicher Palästinenser (Busfahrer) (02:45 min); Jugendliche Siedlerin in Ofra (02:20 min); Ev. Pfarrerin Wohlrab; Propaganda-Veranstaltung; Ofer Neymann - Israelischer Friedensaktivist; Spontanes Interview mit israelischen Jugendlichen auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv (06:30 min).

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Zuschauer geht den Weg des Israel-Reisenden, der zum ersten Mal das Land besucht. Er wird in die idyllisch wirkenden touristischen Stätten geführt, erfährt von der Geschichte Israels, reist auf den Spuren der zionistischen Besiedlung. Wie es die Schüler selbst ausdrücken, lässt nur das politische Hintergrundwissen, das sie selbst mitbringen, den Konflikt unter der harmonisch wirkenden Oberfläche im Herzen Israels erahnen. Und dann gibt es noch die Präsenz der Sicherheitskräfte an den historischen Stätten, die Fragen hervorruft. Wenn der Zuschauer die Schülergruppe in die palästinensischen Siedlungsgebiete begleitet ist es vorbei mit dieser offiziellen, ungetrübten Ansicht Israels. Hier wird der Konflikt durch die Mauer offenbar und ist aber auch in den sich ergebenden Gesprächen mit der Bevölkerung jederzeit präsent.
Der Film ist dazu geeignet, politisch wenig vorgebildeten Schülern einen ersten Einblick in diesen seit Jahrzehnten stagnierenden Konflikt zu ermöglichen. Dass dies auf eine subjektive Art, aus Sicht einer Schülergruppe, stattfindet, erleichtert die Verständlichkeit. Ausgehend von diesem Film sollte es möglich sein, die historischen Hintergründe des Konfliktes ebenso zu erarbeiten wie aktuelle Versuche, den Konflikt beizulegen und die Zielsetzungen der Konfliktparteien weiter zu beleuchten.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: KS

 

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Der Nahostkonflikt

Seit vielen Jahrzehnten streiten die Israelis und Palästinenser um das Land Palästina. Immer wieder erschüttern Kriege die Region und jeder Friedensprozess scheint zum Scheitern verurteilt. Ausgehend vom Zionismus des späten 19. Jahrhunderts und der westlichen Kolonialpolitik in der Region werden alle wichtigen Punkte zusammenhängend dargestellt. Das Medium zeigt beide Seiten des Konflikts und die Zusammenhänge, die Frieden bis heute unmöglich machen.

Zusatzmaterial: Bilder; Grafiken; Lexikon; Landkarten; Arbeitsblätter; Lösungsblätter; Infoblatt; Unterrichtsentwurf; Stundenentwurf.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film führt eindrücklich vor Augen, dass ethnische Konflikte zwar historische Ursachen haben, dass eine Rückbesinnung auf die Geschichte von beiden Parteien dazu dienen kann, einmal begangenes Unrecht über Generationen hinweg zu tradieren. Dies stellt der letzte Satz des Films klar, indem ausdrücklich auf einen Neuanfang gedrängt wird.
Davor gibt der Film einen sehr guten und anschaulichen Eindruck von der historischen Entwicklung des Nahostkonflikts. Betrachtet man dessen Geschichte, so wird klar, dass die Grenze zwischen Opfern und Tätern verschwimmt, dass eine eindeutige Positionierung in Gut und Böse nur schwer möglich ist. Außerdem sind historische Kenntnisse eine unabdingbare Voraussetzung dafür, die Schwierigkeiten internationaler Organisationen im Umgang mit diesem Konflikt verstehen zu können. Wenn Schüler also selbst über den Nahostkonflikt diskutieren wollen, können sie die Kenntnisse über dessen Entstehung nicht entbehren. Der Film liegt in zwei Versionen vor, für die Sekundarstufen 1 und 2, und kann daher immer adressatenadäquat eingesetzt werden

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Wie ein Fremder

Azad ist jung und verliebt. Eigentlich müsste ihm die Welt offen stehen, doch als Geduldeter in Deutschland darf er nicht einmal die Stadt verlassen. Während seine Freundin Lisa Zukunftspläne schmiedet, wohnt er mit seiner Familie immer noch in einer Flüchtlingsunterkunft, darf weder arbeiten noch eine Ausbildung machen. Als Lisa wegziehen will, steht Azad vor einem Dilemma. Um mit ihr gehen und endlich ein normales Leben führen zu können, muss er seine Familie dem Risiko der Abschiebung aussetzen. Azad muss sich entscheiden: Freiheit oder Familie.

Zusatzmaterial: 13 Arbeitsblätter; 5 Vorschläge zu Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(10-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die rechtliche Situation der Duldung, in der sich der Protagonist Azad befindet, macht für ihn die alltäglichen Dinge unmöglich, die für Jugendliche in seinem Alter sehr wichtig sind (Zusammensein mit der Freundin, Arbeitsstelle). Indem der Film Empathie für Azad weckt, stellt er die wichtigen Fragen nach den Hintergründen seiner rechtlichen Situation, denn diese sind eine unausgesprochene Grundlage der Handlung. Welche Rolle spielen die persönlichen Dokumente bei der Abschiebung, in welchem Falle dürfen Flüchtlinge in Deutschland bleiben? Weshalb verfährt die Bundesrepublik Deutschland auf diese Weise?
Die Lehrkraft muss zwar für die erforderlichen Quellen für die Beantwortung dieser Fragen sorgen. Indem der Film aber dazu beiträgt, das erforderliche Interesse zu wecken, lässt er sich bei der Bearbeitung des Asylrechts gewinnbringend im Unterricht einsetzen.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Entscheide Dich!

Doping beschreibt die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung bzw. dem Erhalt der Leistungsfähigkeit. Im Sport gibt es hierzu strikte Regeln, da für den Sportler das Risiko einer Gesundheitsschädigung besteht und es im sportlichen Wettbewerb zu erheblichen Beeinträchtigungen der Chancengleichheit kommen kann.

Zusatzmaterial: Arbeitsblätter; Testaufgaben; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Interaktive Arbeitsblätter.

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales

Didaktische Hinweise: Das Medium führt sehr anschaulich die Ursachen, Folgen und Methoden des Dopings vor Augen. Die Aussagen der vielfältigen Interviewsequenzen sind sehr gut verständlich. Indem das Medium zunächst mit den Ursachen des Dopings beginnt, knüpft es gut an das Vorwissen der Schüler an. Möglich wäre es auch, den ersten Unterpunkt „Dopingmentalität“ zunächst mit der Klasse zu besprechen und dann die Ergebnisse mit den Filmaussagen abzugleichen. Der spätere Input an Informationen und Fakten zum Thema kann mit Hilfe der Arbeitsblätter gut rekapituliert und weiter erarbeitet werden.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; GY: BS10

 

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Educativ: Implosion

Ein Mann nimmt einen Mallorca-Urlaub zum Anlass, um seinem 18-jährigen Sohn Thomas den Anlass für das Scheitern seiner Ehe zu präsentieren: dessen Spanisch-Lehrerin. Daraufhin erkundet Thomas mit einem Motorrad auf eigene Faust die Insel und trifft auf Djamile, ein junges libysches Mädchen, das als Flüchtling auf der Insel untergetaucht ist. Während er ihm Unterschlupf gewähren will, drängt der Vater auf eine „offizielle“ Lösung.

Zusatzmaterialien: Online abrufbar.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Spielfilm beschäftigt sich auf schülerorientierte Art und Weise mit dem Thema „Flucht“ und ist in der Lage, Empathie zu erzeugen. Die handelnden Personen bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit ihnen zu identifizieren. Durch seine Aktualität hat der Film den Vorteil, dass dieser im Unterricht in Verbindung mit aktuellen Flüchtlingstragödien gebracht werden kann. Insgesamt lädt der Film dazu ein, zu dem Thema, das gemeinhin nur oberflächlich aus den Medien bekannt ist, vertiefendes Wissen zu erwerben. Die online verfügbaren Arbeitsmaterialien geben hierbei eine wichtige Hilfestellung, müssen aber zum Teil von der Lehrkraft ergänzt werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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Nachhaltigkeit

Die Produktion setzt sich zum Ziel, den häufig diffus verwendeten Begriff der „Nachhaltigkeit“ greifbar zu machen. Dabei sollen sowohl seine globale Bedeutung aufgezeigt, als auch Handlungsmöglichkeiten auf regionaler und persönlicher Ebene vorgestellt werden. Eine Familie wird bei ihrem Versuch begleitet ein Jahr lang möglichst „nachhaltig“ zu leben. Durch bewusstes Einkaufen, das Selbermachen von Lebens- und Reinigungsmitteln sowie das Teilen von technischen Geräten hat sich die Müllmenge drastisch reduziert.

Zusatzmaterial: 8 Grafiken; 7 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung (Word/PDF); Interaktion; Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmtext (PDF); Begleitheft.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde

Didaktischer Kommentar: Der Film zeigt das konkrete Beispiel einer Familie, die versucht, möglichst nachhaltig zu leben. Er tut dies sehr anschaulich und schülergerecht, und es wird deutlich, dass konsequentes nachhaltiges Leben alle Bereiche des Alltags betrifft. Über die Familie und ihr Konsumverhalten können die Schüler sehr gut einen Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen und ihr eigenes Konsumverhalten kritisch überprüfen. Die wenigen erklärenden Passagen im Film, z.B. zum Begriff Nachhaltigkeit haben eine hohe Informationsdichte. Der Film wird ergänzt durch sehr anschauliche und informative Grafiken im Materialienteil.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS8, KS

 

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Israel: Wege in die Zukunft

Der Journalist John Wade stellt Israel vor, dessen Existenz nicht nur von außen, sondern auch von innen bedroht wird. Zu Wort kommen ultraorthodoxe Juden genauso wie Palästinenser, moderate und extreme Vorstellungen werden präsentiert. Dabei wird sichtbar, wie schwierig es ist, eine Lösung zu finden, die alle Seiten zufriedenstellt und den Bestand des Staates Israel für die Zukunft sichert. In den Gesprächen zeigen sich manche unversöhnlich, andere kompromissbereit. Wird man an der Zwei-Staaten-Lösung festhalten oder wird es eine Ein-Staaten-Lösung mit einem demokratischen Staat Israel in Palästina geben?

Zusatzmaterial: Filmtext; Arbeitsblätter; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Lexikon; Wörterbuch; Mediation.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film bietet einen sehr überzeugenden Einblick in die Problematik des israelisch-palästinensischen Konflikts, indem er in vielen verschiedenen Interviewpassagen die betroffenen Lager zu Wort kommen lässt. Trotz der filmischen Beschränkung auf Interviews schafft er es, abstrakte Zusammenhänge interessant und verständlich zu präsentieren. Er informiert gleichermaßen über das komplizierte Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern innerhalb des israelischen Staates wie auch über den ideologischen Konflikt um eine Neuordnung des Staatsgebietes. Ideologische Ausrichtungen, historische Hintergründe und Zukunftsperspektiven für den Staat Israel werden in den Interviews deutlich, ohne dass der Zuschauer zu viel Vorwissen mitbringen muss. Da von den Ultraorthodoxen über israelische Araber bis hin zu Palästinensern im Westjordanland viele verschiedene gesellschaftliche Gruppen zu Wort kommen, haben die Schüler die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu den verschiedenen Perspektiven zu bilden.
Das Arbeitsmaterial ist weitgehend reproduktiv ausgerichtet. Dort, wo es weiterführende Fragen enthält, ist eine zusätzliche Aufbereitung durch die Lehrkraft notwendig.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: KS

 

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Macht ohne Kontrolle

Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Der Film fordert mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Die Technokraten der drei Institutionen IWF, EZB und Europäische Kommission – der Troika – agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden. In Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA werden Minister, Ökonomen, Anwälte, Bänker, Betroffene befragt. Genauso absurd wie die Gesundheitspolitik ist die Mindestlohnpolitik, die die Troika den verschuldeten Ländern abverlangt. Dass Sparen so nicht funktionieren kann, erklärt der Nobelpreisträger Paul Krugman.

Adressaten: A(11-13)
Fächer: Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Die Schüler benötigen keine tiefer gehenden Kenntnisse von Europa, um diesem Film folgen zu können. Denn, und das ist eine grundlegende These des Films, die Troika agierte außerhalb der Institutionen der EU, war weder als Krisenmanager durch irgendwelche Verträge vorgesehen noch demokratisch legitimiert. Der gut recherchierte Film, der mit Hilfe hochkarätiger Regierungsmitglieder und Politiker der sogenannten Krisenländer den Fehlentscheidungen der Troika nachgeht und deren Auswirkungen untersucht, vermittelt die Sicht der „Krisenländer“ auf das Geschehen. Daraus ergibt sich eine andere Perspektive auf das Wirken der Troika, als sie hierzulande üblich ist. Insofern liefert der Film einen wichtigen Beitrag zur in gemeinschaftskundlichen Fächern nötigen Pluralität von Meinungen und fordert die Urteilskompetenz der Schüler. Es ist durchaus im Sinne des europäischen Gedankens, dass der Film auch einen wichtigen Beitrag dazu leistet, von den üblichen Schuldzuweisungen im Hinblick auf die Krisenländer abzurücken, indem die rigide Sparpolitik der Troika als Katalysator der Krise in den Fokus gerät.
Dass er mehr als sonst üblich wirtschaftliche Zusammenhänge beleuchtet, erscheint auf den ersten Blick als Herausforderung. Bei näherem Hinsehen aber ergibt sich, dass die Interview-Beiträge und der Sprechertext allesamt gut verständlich sind. Wie jeder andere Film sollte auch dieser Film natürlich durch die Lehrkraft vorbereitet werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: KS

 

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Wir sind jung. Wir sind stark.

Die skandalösen Ereignisse aus Rostock-Lichtenhagen, wo im Sommer 1992 jugendliche Hooligans nach pogromartigen Tagen ein Wohnheim von vietnamesischen Immigranten anzündeten, verdichten sich als Abfolge kleiner Geschichten. Dabei werden nicht nur die Opfer und das politische Versagen, sondern auch die jugendlichen Brandstifter in Blick genommen, die mit rechter Gesinnung kokettieren, aber noch keine Nazis sind. Der Film erzählt die Geschichte vom 24. August 1992, aus den Blickwinkel unterschiedlicher Menschen.

Zusatzmaterial: Steadicam POV Clip 1 bis 3; Impressionen von den Dreharbeiten vor dem Sonnenblumenhaus; Outtake; Schulmaterial (PDF).

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Der Spielfilm schildert die Ereignisse kurz vor und während der Ausschreitungen 1992 in Rostock-Lichtenhagen in einer Art und Weise, die berührt. Dabei bietet der Film die Möglichkeit verschiedener Perspektivübernahme. Dies kann im Unterricht genutzt werden, um die Stimmung in der Bevölkerung damals nachvollziehbar zu machen und kritisch zu beleuchten. Die oft bedrückende Stimmung, die transportiert wird und die ein Aushalten abverlangt, kann Schüler, auch aufgrund der stellenweisen Längen, überfordern. Deshalb empfiehlt es sich den Film im Unterricht immer wieder zu unterbrechen und zu besprechen.
Gerade aufgrund der derzeitigen Aktualität der Thematik („Flüchtlingskrise“ und Asyl) ist der Film unbedingt empfehlenswert für den Einsatz im Unterricht. Ein Gegenwartsbezug ist für den Gemeinschaftskundeunterricht unabdingbar.
Das Begleitmaterial liefert interessante Anregungen und tiefergehende Informationen für den Unterricht.

Bildungsstandards: RS: BS8, BS10; GY: BS10, KS

 

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Quarks & Co: Fässer ohne Boden

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache, ein Endlager für die nächste Million Jahre aber noch nicht gefunden – und niemand will den Atommüll haben. Die Endlagerkommission bereitet derzeit ein neues Verfahren vor, in dem der beste Standort fair ermittelt werden soll. Doch was sind die wissenschaftlichen Kriterien, die ein Endlager erfüllen muss? Nicht nur geologische und technische Kriterien erschweren die Suche: Politische Interessen sind das größte Hindernis. Und: Wer zahlt? Für die Entsorgung von Atommüll sind die Verursacher verantwortlich, also die Stromkonzerne. Das ist gesetzlich so geregelt. Doch können sich die Stromkonzerne den Atomausstieg überhaupt leisten? Quarks & Co erklärt, warum Atommüll so gefährlich ist, was bei der Lagerung zu beachten ist und wie die Interessen der Stromkonzerne und Politiker die Endlagersuche bremsen.

Zusatzmaterial: Infos zum Film und den Materialien; Didaktisch-methodische Tipps; 3 Themenblätter; 5 Infoblätter; 6 Arbeitsblätter; 10 Szenenbilder; Stichwortverzeichnis A-Z; Medientipps; Internet-Links; Karte.

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Der Film zeigt in einer gelungenen Mischung aus naturwissenschaftlichen Informationen und der Schilderung gesellschaftlich-politischer Zusammenhänge die Schwierigkeiten im Umgang mit dem Atommüll. Er ist sehr gut sequenziert und gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, sowohl Informationen zu sammeln als auch Positionen zu strittigen politischen Fragen kennenzulernen. Indem der Film nicht nur informiert, sondern auch problematisiert, ist er gut für den gemeinschaftskundlichen Unterricht geeignet. Die spannend aufbereiteten einzelnen Bereiche werden durch sehr gute, zum Film passende Arbeitsmaterialien ergänzt.

Bildungsstandards: RS: BS8, BS10; GY: BS8, BS10, KS

 

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BTV Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt

 

Inklusion – Gemeinsam anders

Steffi und Paul sind die „Neuen“. Beide sind anders als die anderen Schüler. Das Mädchen ist intelligent und sitzt im Rollstuhl, der Junge ist geistig zurückgeblieben. Die Neuankömmlinge sollen in die 9. Klasse der Rousseau-Gesamtschule inkludiert werden. Was heißt das für die Mitschüler, die Lehrer, die Eltern und für die beiden jungen Menschen selbst? Klassenleiter Albert, der fest an das Inklusionsprogramm der Schule glaubt, versucht alles Menschenmögliche. Doch die zynische Steffi tyrannisiert ihre Mitschüler verbal und gibt sich kaum Mühe im Unterricht – während der zurückgebliebene Paul sich anstrengt, aber wegen seiner langsamen Auffassungsgabe nur wenig erreicht. Zudem stellen sich sowohl überforderte Lehrer als auch besorgte Eltern gegen das Projekt. Sie glauben, dass Steffi und Paul andere, weiter fortgeschrittene Schüler in ihrer Entwicklung bremsen. Die Atmosphäre ist angespannt und das nicht nur in der Schule. Dann kommt es zu einem Zwischenfall...

Zusatzmaterial: Arbeitsmaterialien (PDF).

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film verdeutlicht die Idee der Inklusion mit starken Bildern, ohne Konflikte kleinzureden. Der Film ist vor allem dann stark, wenn er zeigt, wie pädagogischer Idealismus an den Rahmenbedingungen zu scheitern droht, seien das Vorurteile von allen Seiten oder auch knappe Staatskassen, die das Einstellen von ausgebildeten Fachkräften verhindern. Indem der Film die schulische Wirklichkeit ziemlich authentisch wiedergibt, zeigt er, dass zum Thema Inklusion mehr dazugehört als der pädagogische Wille, alle Schüler gemeinsam zu unterrichten. Dennoch wird deutlich gemacht, wie Ideale wirksam werden können, auch bei zunächst widrigen Umständen.
Das ergänzende Arbeitsmaterial gibt gute Anregungen um die im Film angesprochenen Probleme und Lösungsmöglichkeiten im Unterricht angemessen und handlungsorientiert zu behandeln. Außerdem eignet er sich in besonderem Maße für die Lehrerfort- und -weiterbildung.
Zu dem Bildungsplan EWG hat der Film keinen direkten Bezug. Er ist aber sehr gut im Rahmen des TOP SE (das Themenorientierte Projekt Soziales Engagement) einsetzbar.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; GY: BS8

 

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Call shop tales (Fassung 2013)

Eine Gruppe Jugendlicher und ein Filmemacher wollen mehr über Flüchtlinge und Asylbewerber wissen. Warum müssen Menschen ihre Heimatländer verlassen? Wie werden sie hier aufgenommen, was wissen die Deutschen über die Gründe ihrer Auswanderung und Flucht? Wie leben sie hier? Wollen sie vielleicht wieder in ihr Land zurück? Wir haben Menschen getroffen, die vor Kriegen fliehen oder wegen ihrer politischen Ansichten oder ihrer Religion verfolgt wurden. Ihr Leben war in Gefahr. Alle hinterlassen Familie und Freunde, müssen in einem fremden Land wieder ganz von vorne anfangen. Im Mittelpunkt des Films steht ein Call Shop in Bruchsal – für viele Flüchtlinge ein wichtiger Anlaufpunkt.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film liefert authentische Einblicke in die Lebensumstände von Flüchtlingen in Deutschland und die politischen Hintergründe für deren Asylanträge. Möglicherweise ist es der unvoreingenommenen Art der manchmal etwas unbeholfen wirkenden Schülerreporter zu verdanken, dass die Asylbewerber sich vor laufender Kamera oft sehr offen äußern. Indem auch deutsche Passanten befragt werden, versuchen die Filmemacher der Problematik auf mehreren Ebenen zu begegnen. Für den Einsatz im Unterricht bieten sich Themen wie „Menschenrechte“ oder „Migration“ an. Anhand des Films kann mit Schülern gut problematisiert werden, warum Menschen aus ihrer Heimat nach Deutschland fliehen und wie sie das Leben in der Fremde erleben. Eventuell kann mit Hilfe des Films auch auf die vielfältigen Lebensgeschichten der Schüler selbst Bezug genommen werden.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8, BS10

 

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Fast ein halbes Leben

Die Flüchtlinge Youmna Jasmina und Ayssar sind als Kinder nach Deutschland gekommen. 2001 werden sie – mittlerweile Teenager – interviewt. Zwölf Jahre später besucht das Filmteam die drei jungen Leute. Mitten im Leben stehen sie jetzt, fühlen sich als Deutsche und doch immer noch ein wenig zwischen zwei Welten. Youmna betreibt heute mit ihrer Mutter einen Brautmodenladen und arbeitet als Make-up-Artistin. Mit ihrer Arbeit sichert sie den Unterhalt der ganzen Familie. Ihren persönlichen Wunsch, Medizin zu studieren, hat Youmna aufgegeben. Auch nach 24 Jahren ist ihr Bleiberecht nicht gesichert. Im Film reflektiert sie ihre Situation und die Missstände deutscher Flüchtlingspolitik. Jasmina beschreibt die Verluste, die sie und ihre Familie durch den Krieg und die Flucht erlitten haben. Ihr Großvater wurde in Srebrenica ermordet, ihr Vater ist traumatisiert. In einem Berliner Heim lebten sie acht Jahre lang zu viert auf 24 qm. Sie hat ihren Optimismus nicht verloren, sieht aber, wie schwierig es ihnen hier gemacht wurde und wünscht den zukünftigen Flüchtlingen einen leichteren Anfang. Ayssar hat es nach sehr schweren Zeiten geschafft, sich seinen Jugendtraum, „bodyguard“ zu werden, zu erfüllen. Jahrelange musste er um einen gesicherten Aufenthaltsstatus ringen. Seine Äusserungen zeigen seine gespaltenen Gefühle: Einerseits meint er, dass die Deutschen ihn inzwischen akzeptiert haben, andererseits fühlt er sich trotzdem diskriminiert.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Der Film informiert sehr differenziert über die Chancen und Probleme von Flüchtlingen in Deutschland. Indem ausschließlich die Betroffenen selbst zu Wort kommen, entwickelt der Film ein Höchstmaß an Authentizität. Der Rückblick auf die zwölf Jahre zurückliegenden Situationen, Wünsche, Pläne und Einschätzungen der nun im Jahre 2013 angekommenen ehemaligen Flüchtlinge ist spannend. Er ermöglicht außerdem für den Unterricht gute Fragestellungen und Beobachtungsaufträge, um über Themen wie Interkulturalität und Integration ins Gespräch zu kommen oder auch als Vertiefung für diese Themen.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS8, BS10, KS

 

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PG Prävention und Gesundheitsförderung

 

Entscheide Dich!

Doping beschreibt die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung bzw. dem Erhalt der Leistungsfähigkeit. Im Sport gibt es hierzu strikte Regeln, da für den Sportler das Risiko einer Gesundheitsschädigung besteht und es im sportlichen Wettbewerb zu erheblichen Beeinträchtigungen der Chancengleichheit kommen kann.

Zusatzmaterial: Arbeitsblätter; Testaufgaben; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Interaktive Arbeitsblätter.

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales

Didaktische Hinweise: Das Medium führt sehr anschaulich die Ursachen, Folgen und Methoden des Dopings vor Augen. Die Aussagen der vielfältigen Interviewsequenzen sind sehr gut verständlich. Indem das Medium zunächst mit den Ursachen des Dopings beginnt, knüpft es gut an das Vorwissen der Schüler an. Möglich wäre es auch, den ersten Unterpunkt „Dopingmentalität“ zunächst mit der Klasse zu besprechen und dann die Ergebnisse mit den Filmaussagen abzugleichen. Der spätere Input an Informationen und Fakten zum Thema kann mit Hilfe der Arbeitsblätter gut rekapituliert und weiter erarbeitet werden.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; GY: BS10

 

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Der menschliche Körper: Krankheitserreger erkennen und abwehren – Grundlagen: Allergien

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Allergien. Der Film erklärt, auf welche Weise bei einer Allergie das Immunsystem falsch reagiert: Statt gegen Krankheitserreger vorzugehen, greift es harmlose Stoffe an. Der Körper zeigt dann Symptome wie tränende Augen, Atemprobleme oder juckende Haut. Im schlimmsten Fall kann ein Allergieschock auftreten. Die Ursachen für Allergien sind noch nicht gefunden. Es gibt aber verschiedene Risikofaktoren, die sie mit auslösen können, etwa erbliche Veranlagung, übertriebene Hygiene oder Umwelteinflüsse.

Adressaten: A(8-9)
Fächer: Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit

Didaktische Hinweise: Der Film veranschaulicht, wie Allergien zustande kommen und behandelt werden können. Da er stark vereinfachend erklärt, eignet er sich als Einstieg und sollte durch Arbeitsmaterialien ergänzt werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9

 

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Der menschliche Körper: Krankheitserreger erkennen und abwehren – Grundlagen: Impfung

Durch eine Impfung kann der Mensch gegen bestimmte Krankheiten immun werden. Wie genau das funktioniert, zeigt der Film. Er gibt einen kurzen Abriss der Geschichte der Impfung und erklärt die Unterschiede zwischen aktiver und passiver Impfung. Es wird gezeigt, welche Impfungen in welcher Region empfohlen werden.

Adressaten : A(8-9)
Fächer: Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit

Didaktische Hinweise: Der Film sensibilisiert für ein wichtiges Thema und ist geeignet, einer zunehmenden Skepsis gegen Impfungen entgegenzuwirken, indem er die biologischen Zusammenhänge leicht verständlich erklärt.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9

 

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Schön sein...?!

Pickel, Leberflecke, krumme Nase und Speckröllchen müssen nicht sein. Das lassen jedenfalls Casting-Shows und soziale Netzwerke vermuten. Auf Instagram ist jeder eine Schönheit. Hier kann man mit wenig Aufwand Bilder von sich veröffentlichen, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Aber wer bestimmt, was schön ist? Wie verhalten sich vor allem junge Mädchen zu diesen Schönheitsidealen? Wieviel Druck wird dadurch ausgelöst? Dürfen sie ihren Körper so annehmen, wie sie sind? Müssen sie sich nach außen anders darstellen z.B mittels digitaler Techniken und alle „Unebenheiten“ ihres Gesichtes glätten? Müssen sie den von außen an sie herangetragenen den Ansprüchen ihrer Umgebung in Schule und Freizeit genügen? Diesen und vielen anderen Fragen zum Thema gehen 12 junge Schülerinnen aus Berlin nach.

Zusatzmaterial: Zusatzfilme; Bilder; 3 Audio-Dateien; Einführung ins Thema; Vorschläge für die Unterrichtsplanung; 15 Unterrichtsmaterialien; 27 Infobögen; 30 Arbeitsblätter; Medientipps; Internet-Links.

Adressaten: A(5-10)
Fächer: Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit

Didaktische Hinweise: Das Schulprojekt behandelt das Thema „Schönheit“ auf hohem Niveau, sowohl was die ästhetische Umsetzung als auch, was die Aussagen der zu Wort kommenden Personen anbelangt. Die unterschiedliche Prominenz der zu Wort kommenden Personen ergibt eine gute Mischung, trägt vielleicht zur Unbefangenheit und Ehrlichkeit bei, verstärkt aber in jedem Fall die Reflexion zum Thema und bietet die Möglichkeit zum Vergleich in der Unterrichtsarbeit. Das Arbeitsmaterial bietet gute Möglichkeiten, die eigenen Urteile und Vorstellungen der Schüler zu thematisieren und zu hinterfragen. Die Möglichkeit zur Einordnung der Vorstellungen in einen kulturellen Kontext ist ebenfalls gegeben.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9

 

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BO Berufliche Orientierung

 

Mediengestalter, Mediengestalterin

Medien begleiten uns heute überall. Wir arbeiten, kommunizieren und verbringen unsere Freizeit mit ihnen, informieren uns und lernen durch sie – egal ob digital oder auf dem Papier. Die Ausbildung zum Beruf des Mediengestalters umfasst Typografie, Desktop Publishing, Webdesign und Bildbearbeitung. Es gibt drei Fachrichtungen: Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung, Gestaltung und Technik. Der Mediengestalter/die Mediengestalterin ist mit dieser Neustrukturierung wieder mehr auf Design, Kundenbetreuung und Datenhandling, jedoch weniger auf Drucktechnik ausgerichtet. Die Berufsausbildung zum Mediengestalter/zur Mediengestalterin dauert in der Regel drei Jahre. Sie findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Für Schulabgänger und Schulabgängerinnen gibt es nach der Ausbildung viele Möglichkeiten. Sie können sich auf die kreative Seite konzentrieren oder sich in Sachen Projektleitung weiterbilden. In jedem Falle ist es ein Beruf, der immer spannend bleiben wird – denn die digitalen Medien entwickeln sich weiter.

Zusatzmaterial: 13 Arbeitsblätter; 20 Testaufgaben; Ergänzendes Unterrichtsmaterial (8 S.); 5 interaktive Arbeitsblätter.

Adressaten: A(9-10)
Fächer: Berufsorientierte Bildung, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Der Film gibt einen Überblick über den Beruf des Mediengestalters. Typische Tätigkeiten, Ausbildungsinhalte und Anforderungen werden gezeigt. Dabei geht er sehr schülernah vor und ist deshalb für Schülerinnen und Schüler, die sich für dieses Berufsfeld interessieren, motivierend und interessant.
Zusätzlich zum Film gibt es Begleitmaterialien, die mit Arbeitsblättern und Zusatzmaterial eine Hilfestellung bei der eigenen Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler und bei der Bewerbung leisten sollen. Außerdem gibt es interaktive Arbeitsblätter.
Im Unterricht bietet sich der Film allenfalls für die Vorbereitung einzelner Schülerinnen und Schüler auf das Berufspraktikum an. Der Film muss im Rahmen von BORS, BOGY bzw. der Berufsorientierten Bildung angesiedelt werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: TOP BORS; GY: BOGY

 

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Filmlexikon der Ausbildungsberufe

In Kurzfilmen werden 50 Ausbildungsberufe vorgestellt. Was lernt ein Mechatroniker? Was ist der Unterschied zwischen Groß- und Außenhandel? Aus der Sicht der Auszubildenden selbst wird das reale Berufsleben gezeigt mit Ausbildern, Chefs, Unternehmen und Produkten. Ein Einblick in den Alltag der Berufsausbildung.

Zusatzmaterial: Zu jedem Berufsbild gibt es Informationen zum Ausbildungsinhalt, den Berufsvoraussetzungen, Verdienst während der Ausbildung, der Ausbildungsdauer sowie den Weiterbildungsmöglichkeiten (153 S.)

Adressaten: A(9-10)
Fächer: Berufsorientierte Bildung, Deutsch, Wahlpflichtfach Wirtschaft und Informationstechnik, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Mit den Kurzfilmen kann sich der einzelne Schüler gut außerhalb des Unterrichts oder im Rahmen von individualisiertem Lernen informieren. In ihrer alphabetischen Ordnung ermöglichen sie eine schnelle Orientierung und eignen sich für einen ersten Einblick in den avisierten Beruf.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; GY: BS10

 

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Geschlecht und Berufswahl

Unterrichtsmodul

2013

Adressaten: A(9-10)
Fächer: Berufsorientierte Bildung, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10, RS: TOP BORS; GY: BS8

 

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MB Medienbildung

 

Werbespots analysieren

Ein durchschnittlicher Deutscher hat täglich an die 3.000 Markenkontakte. Der Werbedruck ist immens, gerade Kinder und Jugendliche bilden eine der Hauptzielgruppen. Das Medium führt zu einem reflektierten Umgang mit Werbung: Wie wirken die audiovisuellen Botschaften? Wie erreichen sie, dass wir uns mit bestimmten Marken identifizieren? In welcher Weise beeinflussen sie unser Leben, unsere Einstellungen und unsere Weltsicht? Hierzu sind acht ausgewählte Werbespots aus verschiedenen Produktkategorien enthalten.

Zusatzmaterial: Hintergrundinformationen; Bildmaterial; Arbeitsblätter; Analyseschema für Werbespots; Kreativübungen; Storyboards, Vorschlag zur Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit, Wahlpflichtfach Wirtschaft und Informationstechnik

Didaktische Hinweise: Das Medium bietet gutes Material, um die kurzen und vor allem kurzweiligen Werbefilme zu analysieren. Die Lehrkraft sollte das Zusatzmaterial überarbeiten und an die jeweilige Zielgruppe anpassen. Die Arbeitsblätter liegen als Worddokument vor und können mit wenig Aufwand umgestaltet werden. Weiteres Zusatzmaterial liefert der Lehrkraft wichtige Hinweise für die Analyse.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8

 

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Medien und Gesellschaft: Schule aktiv! Gegen Cybermobbing

„Du bist nicht das Problem“, das versucht Ulrich Munz, Präventionsbeauftragter am Paul-Klee-Gymnasium, Mobbing-Opfern zu vermitteln. Mit dem Medium wird gezeigt, wie man Mobbing an einer Schule vorbeugen kann, und welche Handlungsmöglichkeiten Betroffene und Lehrer haben. Hilfe bekommt, wer Hilfe sucht.

Zusatzmaterial: Audio-Bereich: 5 Fragen/5 Antworten an Birgit Kimmel (EU-Initiative „klicksafe“); Wir haben Bürger gefragt: Wer ist verantwortlich für Cybermobbing?; Fotostrecke; Schaubildstrecken; Arbeitsblätter (PDF/Word); Interaktives Material; Material von „Klicksafe“.

Adressaten: A(5-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film beschäftigt sich auf sehr schülernahe Art und Weise mit den Themen Mobbing und Cybermobbing anhand zweier konkreter Beispiele, die Situationen zeigen, die Schülerinnen und Schüler gut nachvollziehen können. Die Lehrkraft hat die Möglichkeit, den Film immer wieder anzuhalten, um das Vorwissen von Schülerinnen und Schülern abzufragen, eigene Erfahrungen zu thematisieren oder Diskussionen anzuregen. Eventuell kann die Lehrkraft hier ergänzen oder eine Auseinandersetzung mit entsprechenden Impulsen anregen.
Das Arbeitsmaterial gibt der Lehrkraft eine gute Hilfestellung für den Einsatz des Films im Unterricht. Die Schülerarbeitsmaterialien sind gut und regen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema an.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS6, BS9; RS: BS6, BS8; GY: BS8

 

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Schütze deine Daten

Im Zeitalter von sozialen Netzwerken, Twitter, Blogs, Fotos und Videos auf fast jedem privaten Handy machen sich viele Jugendliche zu gläsernen Nutzerinnen und Nutzern der digitalen Vernetzung – mit wenig Bewusstsein für den Schutz ihrer Daten und Privatsphäre. Zwar sind die Zeiten eines massenhaften Volkszählung-Boykotts längst vorbei, doch ist auch heute ein sorgsamer Umgang mit persönlichen Daten, Inhalten und Bildern unerlässlich. Der Film stellt typische Szenen aus der Alltagswelt von Jugendlichen dar und zeigt, wo überall Datenspuren hinterlassen werden und wie rasend schnell und unkontrolliert sich Texte, Bilder und Videos im Netz verbreiten. Es wird veranschaulicht, wie Firmen regelrechte Profile von jugendlichen Internet-Usern anlegen, um gezielt Werbemails zu versenden und wie Anzeigen auf Profil- oder Internetseiten platziert werden, die zum Kauf von Produkten bei bestimmten Anbietern animieren sollen.

Zusatzmaterial: 8 Bilder; Lernmodule; 8 Bilder; Internet-Links; 5 Arbeitsblätter; Sprechertext; Glossar.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Hauptfilm liefert gute und nützliche Informationen vorwiegend zur rechtlichen Seite der Datensicherheit im Netz. Außerdem liefert er viele praktische Hinweise und wertvolle Tipps für die Schülerinnen und Schüler, wie sie mit ihren Daten im Netz umgehen sollen. Eine Sequenzierung der vortragsartig gestalteten filmischen Darstellung ist aufgrund der Informationsdichte und auch der Monotonie des Sprechertextes notwendig. Eine übersichtliche Kapitelanwahl erleichtert diese.
Das Zusatzmaterial sollte von der Lehrkraft stellenweise überarbeitet werden. Die Arbeitsblätter sind nicht immer sinnvoll und ansprechend gestaltet. Die Fragenhäufung in der Aufgabenstellung wirkt manchmal unklar und möglicherweise wenig motivierend. Oft zielen die Fragen nur auf eine reine Reproduktion der Filminformationen ab. Manchmal bieten die Arbeitsblätter nicht alle zur Beantwortung der Fragen notwendigen Informationen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS8

 

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Medien und Gesellschaft: Let's check! Mobile Kommunikation

Handys und Smartphones bestimmen zunehmend den Alltag der Menschen heute: Sie haben Einfluss auf ihre Stimmung, darauf, wie sie sich in der Welt bewegen oder miteinander kommunizieren. Die Reportage geht den Fragen, warum das so ist und welche Folgen das haben kann anhand des von Schülern entworfenen Theaterstücks „Das Handy macht Theater – My second life reloaded“ nach. Die Reportage liegt in klassischer Form (14:58 min) und in interaktiver Form (16:09 min) vor.

Zusatzmaterial: 3 Erklärfilme, 6 Audio-Dateien; Bilder; Interviews; 3 Übungen; Whiteboard-Galerie; Quiz.

Adressaten: A(5-9)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Das Medium knüpft direkt an das an, was Schüler über dieses Thema denken, denn es stellt ein von Schülern entwickeltes Theaterstück in den Mittelpunkt der Reflexionen über das Alltagsmedium „Smartphone“. Der solcherart geglückte Zugang zum Thema wird ergänzt durch Arbeitsmaterialien, die viel Schüleraktivität zulassen und auch die Informationen der Erklärfilme rekapitulieren. Auch der Hauptfilm befördert durch gezielte Fragestellungen während des Films die Reflexion der Schüler zum Thema. Da auch die eigenen Erfahrungen der Schüler somit nicht zu kurz kommen, kann man den Film als eine Art Ergänzung eines sich daraus ergebenden Unterrichtsgesprächs betrachten. Das didaktisch gut konzipierte Medium ist für den Unterricht empfehlenswert.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS6, BS9; RS: BS8; GY: BS8

 

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Journalismus & Pressefreiheit

Der Hauptfilm „Pressefreiheit“ geht der Frage nach, wie es heute um die oft gepriesene und noch öfter missachtete Pressefreiheit steht. Können und wollen die Medien heute noch ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nachkommen, die für die demokratische Meinungsbildung unentbehrliche Vielfalt an Informationen und Meinungen bereitzustellen?

Zusatzmaterial: Die doppelte Kirche von Fröttmaning: Kunst am Bau (02:15 min); Die doppelte Kirche von Fröttmaning: Katastrophe am Müllberg (02:38 min); Das Flugzeugunglück: Die nachricht (01:30 min); Das Flugzeugunglück: Die Recherche (02:45 min); 6 Filmzitate; Arbeitsblätter; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Bilder.

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Ein gelungenes Plädoyer für unabhängigen Journalismus und Pressefreiheit. Der Film spannt mit Hilfe zweier Interviewpartner einen Bogen von den historischen Zusammenhängen des Kampfes um freien Journalismus bis hin zur aktuellen Bedrohung desselben. Rationalisierungsbestrebungen im Journalismus und die Machtkonzentration bei einigen wenigen Konzernen führen zu einem „Mainstreamjournalismus“; so lauten die Thesen der Interviewpartner. Die Themenstellung ist anspruchsvoll, durch die Klarheit der Positionen, die die Interviewpartner beziehen, von den Schülern allerdings jederzeit nachvollziehbar. Diese aktuelle Problematisierung des Grundrechtes auf Presse- und Meinungsfreiheit eignet sich gut als Ausgangspunkt für weitergehende Vertiefungen und Diskussionen. Die Zusatzfilme im Anhang geben über konkrete journalistische Beispiele und Aufgabenstellungen weitere Anstöße zur kritischen Auseinandersetzung.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8; GY: KS

 

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Who am I

Der schüchterne Pizza-Bote Benjamin mit außergewöhnlichen Programmierfähigkeiten wird von einer anarchistischen Hackergruppe rekrutiert, die durch eine Reihe subversiver Streiche zwischen die Fronten von Europol und schwerkriminellen Konkurrenz-Hackern gerät.

Zusatzmaterial: Featurettes: „Am Set“ und „Die Story“; Interviews.

Adressaten: A(7-9)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der beindruckend konstruierte und hervorragend besetzte Film bietet eine gute Gelegenheit, Themen wie „Cyberhacking“, „globale Datennetze“ und „digitale Überwachung“ im Unterricht zu thematisieren, falls man über die hierfür benötigte Zeit verfügt. Die Bezüge zu real existierenden Hacking-Gruppen wie „Anonymous“ bieten sich als Ankerpunkte für den gemeinschaftskundlichen Unterricht ebenso an wie auch das Thema „Datensicherheit im Netz“. Das Begleitheft zum Film fordert dazu auf, sich mit den weiterführenden Fragen wie der gesellschaftskritischen Ideologie der Hacker oder auch den grundlegenden Gefahren der mangelnden Datensicherheit im Netz zu beschäftigten. Die Anregungen des Arbeitsheftes hierzu sind zwar gut, aber weiterführende Informationen sind nur in begrenztem Ausmaß vorhanden, sodass die Lehrkraft gegebenenfalls selbst recherchieren muss.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9

 

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Geschlecht und Berufswahl

Unterrichtsmodul

2013

Adressaten: A(9-10)
Fächer: Berufsorientierte Bildung, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: TOP BORS; GY: BS8

 

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Geht es auch ohne?

Ist es überhaupt möglich, einen ganz normalen Einkauf zu tätigen, ohne dass Plastik im Einkaufswagen landet? Das tägliche Leben wird durch Plastik bestimmt: vom Smartphone, den Schuhen bis hin zur Softdrinkflasche und auch dem Fernseher. Das große Problem des Plastikmülls ist die schlechte Recyclingfähigkeit. Plastik hat als Müll eine extrem lange Lebensdauer und ist insbesondere in Länder ohne funktionierendes Recycling ein nicht gelöstes Umweltproblem. Das Moderatorenduo macht im Selbstversuch die Erfahrung, dass es zwar möglich ist, ohne Strom, ohne Plastik, gar ohne Sonne und auch ohne Lügen auszukommen. Die Einschränkungen im Alltag sind gewaltig. Selbst einen Tag mal nicht zu lügen, fällt extrem schwer. Ein Student macht die Erfahrung, dass mit der vollen Wahrheit jede Freundschaft, Liebesbeziehung und selbst das Studium auf sehr tönernen Füßen steht und die von uns allen gern und effizient verwendete Notlüge das Leben wesentlich einfacher gestaltet.

Zusatzmaterial: 8 Arbeitsblätter; 5 interaktive Arbeitsblätter; 20 Testaufgaben; Ergänzendes Material (7 S.); ; Begleitmaterial (108 S.); Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die Idee, den Verzicht auf bestimmte ökologisch problematische Konsumgüter an den Beginn einer Einheit zum Thema „Nachhaltigkeit“ zu stellen, ist interessant und kann für den bewussten Umgang mit diesen Dingen sensibilisieren. Für die Motivationsphase kann es sinnvoll sein, diese Sequenz zu problematisieren und für den eigenen Unterricht zu nutzen. Im weiteren Verlauf des Films werden ökologisch relevante Verbrauchertipps auf unterhaltsame Art dargeboten, es empfiehlt sich jedoch auch hier, den Film zu unterbrechen, um Ergebnisse zu sichern oder zu problematisieren.
Die Zusatzmaterialien sind von unterschiedlicher Qualität und müssen von der Produzenten Homepage heruntergeladen werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8; GY: BS8

 

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Cybermobbing

Wenige Zeilen und ein Mausklick genügen: Cybermobbing, das gezielte Diffamieren und Schikanieren Einzelner mithilfe des Internets und anderer elektronischer Medien, stellt eine neue, gefährliche Dimension von Mobbing dar – völlig anonym und vor einer weltweiten Öffentlichkeit. Dabei ist den Tätern häufig nicht einmal bewusst, welch drastische Auswirkungen ihr vermeintlich „harmloses“ Tun für die Opfer haben kann. Der Film „Cybermobbing – Attacke im Netz“ veranschaulicht am Beispiel zweier Jugendlicher die Folgen von Cybermobbing und zeigt Möglichkeiten auf, wie man als Betroffener reagieren kann.

Zusatzmaterial: 9 Arbeitsblätter (pdf/word); Hinweise zur Verwendung im Unterricht; Filmkommentar/Filmtext; Begleitheft; Links.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die Dokumentation zeigt die Folgen von Cybermobbing am Beispiel zweier Mädchen auf, die Opfer solcher Attacken im Internet wurden und sensibilisiert für die Folgen, die Cybermobbing für die Betroffenen haben kann. Der Film eignet sich für die Verwendung im Unterricht, weil er für einen offenen Umgang mit diesem Thema wirbt. Viele Betroffene ziehen sich zurück und fügen sich in die Opferrolle. Die beiden Mädchen, die in der Dokumentation die Hauptrollen spielen, handeln genau gegenteilig. Sie schalten Eltern, Polizei und Schulleitung ein, um nicht ins Abseits gedrängt zu werden. Im Unterricht kann man diese Handlungsstrategien im Anschluss diskutieren und bewerten. Das beigefügte Arbeitsmaterial ist zielführend und eignet sich hierfür gut.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS8

 

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Medien und Gesellschaft: Schule aktiv! Gegen Cybermobbing

„Du bist nicht das Problem“, das versucht Ulrich Munz, Präventionsbeauftragter am Paul-Klee-Gymnasium, Mobbing-Opfern zu vermitteln. Mit dem Medium wird gezeigt, wie man Mobbing an einer Schule vorbeugen kann, und welche Handlungsmöglichkeiten Betroffene und Lehrer haben. Hilfe bekommt, wer Hilfe sucht.

Zusatzmaterial: Audio-Bereich: 5 Fragen/5 Antworten an Birgit Kimmel (EU-Initiative „klicksafe“); Wir haben Bürger gefragt: Wer ist verantwortlich für Cybermobbing?; Fotostrecke; Schaubildstrecken; Arbeitsblätter (PDF/Word); Interaktives Material; Material von „Klicksafe“.

Adressaten: A(5-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film beschäftigt sich auf sehr schülernahe Art und Weise mit den Themen Mobbing und Cybermobbing anhand zweier konkreter Beispiele, die Situationen zeigen, die Schülerinnen und Schüler gut nachvollziehen können. Die Lehrkraft hat die Möglichkeit, den Film immer wieder anzuhalten, um das Vorwissen von Schülerinnen und Schülern abzufragen, eigene Erfahrungen zu thematisieren oder Diskussionen anzuregen. Eventuell kann die Lehrkraft hier ergänzen oder eine Auseinandersetzung mit entsprechenden Impulsen anregen.
Das Arbeitsmaterial gibt der Lehrkraft eine gute Hilfestellung für den Einsatz des Films im Unterricht. Die Schülerarbeitsmaterialien sind gut und regen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema an.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS6, BS9; RS: BS6, BS8; GY: BS8

 

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Nachhaltigkeit

Die Produktion setzt sich zum Ziel, den häufig diffus verwendeten Begriff der „Nachhaltigkeit“ greifbar zu machen. Dabei sollen sowohl seine globale Bedeutung aufgezeigt, als auch Handlungsmöglichkeiten auf regionaler und persönlicher Ebene vorgestellt werden. Eine Familie wird bei ihrem Versuch begleitet ein Jahr lang möglichst „nachhaltig“ zu leben. Durch bewusstes Einkaufen, das Selbermachen von Lebens- und Reinigungsmitteln sowie das Teilen von technischen Geräten hat sich die Müllmenge drastisch reduziert.

Zusatzmaterial: 8 Grafiken; 7 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung (Word/PDF); Interaktion; Vorschlag zur Unterrichtsplanung; Filmtext (PDF); Begleitheft.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Der Film zeigt das konkrete Beispiel einer Familie, die versucht, möglichst nachhaltig zu leben. Er tut dies sehr anschaulich und schülergerecht, und es wird deutlich, dass konsequentes nachhaltiges Leben alle Bereiche des Alltags betrifft. Über die Familie und ihr Konsumverhalten können die Schüler sehr gut einen Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen und ihr eigenes Konsumverhalten kritisch überprüfen. Die wenigen erklärenden Passagen im Film, z.B. zum Begriff Nachhaltigkeit haben eine hohe Informationsdichte. Der Film wird ergänzt durch sehr anschauliche und informative Grafiken im Materialienteil.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS8, BS10; GY: BS8, KS

 

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Filme zum Wegwerfen

Die neun Filme greifen verschiedene Aspekte der Thematik von Entsorgung und Wiederverwertung auf. Sie greifen aber nicht nur Probleme auf, sondern zeigen auch Alternativen. So wird auf einen im Grunde verantwortungslosen Umgang mit verschiedenen Gütern des Alltags wie Essen, Kleidung oder Elektronik aufmerksam gemacht. Begegnet werden Menschen, die bewusst konsumieren, was andere wegwerfen, oder ihr Überleben mit dem Sammeln von Müll sichern müssen. Es werden verschiedene Initiativen vorgestellt, wie Abfall wieder verwertet werden kann.

Zusatzmaterial: 2 Animationen; Arbeitsblätter (PDF); Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Das Medium enthält eine Reihe sehr unterschiedlicher Filme unterschiedlicher Länge zum Thema Müll und Recycling. Die meisten dieser Filme sind für die Verwendung im Unterricht sehr gut geeignet, da sie die Müllproblematik interessant und abwechslungsreich aufbereiten. Sie bieten meist eine sehr hohe Informationsdichte und eignen sich als Ausgangspunkt für eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8

 

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Die kleine Benimmschule 5

Der elfjährige Lukas, die 13-jährige Irene und die junge Lehrerin Bille Amatis haben ein gemeinsames Problem: das Internet. Während Lukas nicht weiß, wer ihn mit bösen Hetzmails verfolgt, weiß Irene sehr genau, wer das fiese Video von ihr ins Internet gestellt hat und die Lehrerin Bille Amatis wird von alten Jugendsünden, in Form von peinlichen Partyfotos, die die Ausübung ihres Berufes in Gefahr bringen, eingeholt. Die Situation spitzt sich zu, als ein Unbekannter, der sich als Jugendlicher ausgibt, mit Lukas über sein soziales Netzwerk in Kontakt tritt und mit ihm ein Treffen vereinbart. Anhand der spannenden Geschichten der drei Protagonisten werden die drängendsten Fragen rund um ein richtiges Verhalten im Internet behandelt: Kinder allein im Netz; Risiko öffentlich genutzter Computer (z.B. Internetcafé); Teilnahme an sozialen Netzwerken, Preisgabe persönlicher Daten; Anonymes und offenes Mobbing; Downloads von ungeeigneten Inhalten (z.B. Gewaltspiele); Chat; Abzocke Pop-up Fenster mit Abo-Fallen.

Adressaten: A(5-10)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Film ist ein Zusammenschnitt unterschiedlichster Situationen, die den Missbrauch des Internets und die darin lauernden Gefahren deutlich machen sollen. Anders als beim Spielfilm liegt der Schwerpunkt nicht auf einer dramatischen Handlungsentwicklung und darin liegt auch die Stärke des Films für den Unterricht. Indem der Film wie auch das Arbeitsmaterial deutlich machen, dass es im Umgang mit den Gefahren wichtig ist, nach Handlungsalternativen für die Protagonisten zu suchen, sodass diese sich früher und effektiver zur Wehr setzen können, geht der Film über eine reine Warnung vor den Möglichkeiten der Technik hinaus und liefert konstruktive Möglichkeiten, dem Missbrauch zu begegnen. Auch dass sich verschiedene Fälle in eigentlich unrealistischer Manier anhäufen, kann für den Unterricht nutzbar gemacht werden. Denn das kritische Bewusstsein des Zuschauers wird automatisch geweckt und auch die Frage, welche der dargestellten Fälle wirklich realistisch sind und warum, kann im Unterricht gewinnbringend behandelt werden.
Aufgrund des Alters der Protagonisten und Themen wie der „Kindersperre“ eignet sich der Film vorwiegend für die Klassen 5-7.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS6, BS9

 

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NZZ Format: Urban Farming

Bereits lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in der Stadt. Immer mehr Stadtbewohner bauen ihr Gemüse selber an, auf Dächern, Hinterhöfen und Industriebranchen. Die neuen urbanen Gärten sind Modelle für eine grünere Stadt. Honig, Hühner und frisches Gemüse mitten in New York. Die Brooklyn Grange Farm ist eine der größten Dachfarmen der Welt. – Unten schwimmt der Fisch, oben spriesst der Salat. Junge Unternehmer wollen mit ihrer Stadtfarm die Welt erobern. – Das Gemüse wächst im Einkaufswagen. Der Gemeinschaftsgarten „o'pflanzt is“ in München ist mobil. – Iranischer Basilikum in Basel. Ihre gewohnten Kräuter und Gemüse lindern das Leid der Flüchtlinge und helfen ihnen, sich in der neuen Heimat besser zu integrieren.

Zusatzmaterial: Anastasia Cole Plakias, Brooklyn Grange Farm (en) (07:00 min); Christa Müller; Soziologin (16:00 min).

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Nachdem der Gemeinschaftskundeunterricht sonst gerne Probleme aufzeigt, bietet dieser Film eine erfrischend andere Perspektive, indem er Lösungsmöglichkeiten im Kleinen liefert. Sowohl für soziale als auch für ökologische Probleme bietet das Urban Farming die Möglichkeiten einer Verbesserung. Dies macht der Film in anschaulicher und unaufdringlicher Weise deutlich.
Für den Unterricht ist es empfehlenswert, dass zunächst ein soziales oder ökologisches Problem vorbereitend mit den Schülern erarbeitet wird.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; GY: BS8; RS: BS8, BS10

 

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Verklickt!

Mia und Anne sind beste Freundinnen, sie teilen alles – auch Passwörter für ihre Profile im Sozialen Netzwerk. Doch dann verschickt Anne in Mias Namen gemeine Kommentare über einen Mitschüler, andere machen es ihr nach, der Mitschüler muss immer mehr Hasstiraden ertragen. Annes Bruder Robin hingegen steht auf Skaten, Computerspiele und Filme. Max hat die gleichen Hobbys – und er kennt noch ein paar Wege, um Filme illegal aus dem Internet zu ziehen. Das geht so lange gut, bis eine Rechnung über ein teures Abonnement bei Robins Eltern im Briefkasten landet.
Die Polizei hat sich in diesem Film den Schwerpunkt gesetzt, die Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien bei Kindern und Jugendlichen und ihren erwachsenen Bezugspersonen zu verbessern und sie vor den Gefahren und Straftaten der virtuellen Welt zu schützen.

Zusatzmaterial: Hinweise zur Unterrichtsplanung; Arbeitsmaterialien.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Auch wenn der Film in der Darstellung der Charaktere teilweise mit Stereotypen arbeitet, entwickelt sich die Handlung oft entgegengesetzt zu den Erwartungen. Das unterscheidet ihn von den üblichen pädagogischen Aufklärungsfilmen. Eine gut wahrnehmbare Spannungskurve sorgt dafür, dass während der sechzigminütigen Dauer des Films die Aufmerksamkeit des Zuschauers nicht erlischt. Dabei sind die durch die neuen Medien initiierten Probleme so vielfältig, dass die pädagogische Absicht des Films klar erkennbar ist. Aber auch in seiner Grundaussage weicht er hier etwas von den üblichen Medien ab. Im Zentrum stehen nicht nur die gängigen Warnungen vor dem gedankenlosen Umgang mit persönlichen Daten, sondern auch die Einflussnahme neuer Medien auf die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. Der Film führt an mehreren Stellen vor, wie die sozialen Netzwerke direkte zwischenmenschliche Kommunikation verändern, und dies nicht nur zum Guten.
Insgesamt bietet der Film zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht. Das Begleitmaterial liefert wichtige Informationen zur rechtlichen Situation, interessante Internetlinks (hier finden sich auch Arbeitsblätter) und zahlreiche Impulsfragen, die sich leicht in geeignete Arbeitsaufträge für die Schüler umwandeln lassen.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS8

 

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Arbeitsbedinungen in Asiens Textilindustrie

Sehr viele Jeans, T-Shirts und auch andere Textilien, die es zu kaufen gibt, werden in Asien produziert. Übervolle Fabrikhallen mit Näherinnen und Nähern sowie ein chinesischer Textilproduzent, der über den Preisdruck klagt, vermitteln einen ersten Eindruck von Asiens Textilindustrie. Europäische Kontrolleure besuchen Fabriken in Indien, China und Bangladesch. Sie stoßen bei der Kontrolle von Sozialstandards auf Kinderarbeit und falsche Lohnabrechnungen. Gesundheitsgefährdende Arbeit in den Webereien und Wäschereien, ungeklärte Abwässer und verbotene Sandstrahltechnik belegen mangelhafte Umweltstandards. Auch die Sicherheitsstandards bei der Feuersicherheit entsprechen nicht immer den Vorschriften.

Zusatzmaterial: Filmsequenzen; Filmclips; Schaubilder; Texttafeln; Texte; Fotos; Arbeitsblätter; Interaktive Arbeitsblätter.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wirtschaft, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Das Medium liefert wichtige Impulse zu einem aktuellen Thema. Im Film wird sehr schön deutlich, auf welche Schwierigkeiten die Kontrolleure vor Ort stoßen. Der Wert ihrer Arbeit wird dadurch in Frage gestellt und die moralische Verantwortung landet teilweise wieder beim deutschen Konsumenten. Die Arbeitsmaterialien tragen durch ihre Heterogenität der Vielschichtigkeit des Problems Rechnung.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS8, KS

 

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