Die Medienbeispiele wurden von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung gesichtet und für den schulischen Einsatz empfohlen.

Diese Medien erscheinen in der SESAM-Mediathek mit dem orangefarbenen Daumensymbol.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.

SESAM-Mediathek

Medienbegutachtung

Medienzentren

Glasfenster der Stuttgarter Synagoge 1982

Glasfenster der Stuttgarter Synagoge 1982
| LMZ003844

Jüdische Kultur und Jüdisches Leben

 

Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland

Wie leben heute junge Juden in Deutschland? Im Zentrum des Mediums steht ein Film, der Debby und Igor vorstellt. Debby ist in Deutschland geboren und orthodoxe, gläubige Jüdin. Igor stammt aus der Ukraine und hat nur wenig Bezug zu seiner Religion. Wie Debby hat jedoch auch Igor eine Heimat in der jüdischen Gemeinde in München gefunden und arbeitet ehrenamtlich als Gruppenleiter. Neben dem filmischen Porträt von Debby und Igor eröffnen weitere Sequenzen einen Einblick in die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland.

Zusatzmaterial: 10 Bilder; 4 interaktive Menüs; Hintergrundinformationen; Arbeitsblätter und didaktisches Material zur Unterrichtsgestaltung.

Adressaten: A( 5-10)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die Produktion zeigt im Hauptfilm mit den beiden Jugendlichen Debby und Igor alltagsnah und ansprechend verschiedene Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland. Über den Einsatz ausgewählter Sequenzen und der darauf abgestimmter Arbeitsblätter können verschiedene Themenfelder auch gezielt bearbeitet werden: Selbstverständnisse junger Juden in Deutschland, Bedeutung der religiösen Rituale und Gebote, jüdische Geschichte und Religion. Die hier vermittelten Eindrücke und Informationen sind zu erweitern und zu vertiefen. Dazu sind eigene Recherchen und ggf. Begegnungen und Besuche geeignet; Materialien wie z.B. eine kommentierte Linkliste enthalten nützliche Hinweise für die Weiterarbeit.

Bildungsstandards: RS: BS8, BS10; GY: BS6, BS8
 

Zur Mediensammlung

Die Judenschublade

„Ich bin Jüdin und wegen mir soll es jeder wissen, aber wenn es jemand nicht weiß, ist es auch egal. Ich bin Jüdin, aber ich heiße Sharons Politik nicht gut, mein Vater trägt keinen schwarzen Kaftan und ich mache meine Freunde, die so alt sind wie ich, nicht für den Holocaust verantwortlich....“ Mit diesen Worten der 24-jährigen Schriftstellerin Lean Gorelik beginnt der Dokumentarfilm über junge Juden in Deutschland. Die Jugendlichen im Film äußern ungeschminkt ihre Meinung und nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise in das vielfältige Leben junger Juden in Deutschland.

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Ethik

Didaktische Hinweise Evangelische Religionslehre: Die Dokumentation präsentiert deutsche Jugendliche jüdischen Glaubens, die über ihre Alltagserfahrungen in Deutschland sprechen, über die Geschichte der Shoa und über Antisemitismus. Vor allem aber machen sie deutlich, wie differenziert sie ihren Glauben und ihr Jüdisch-Sein praktizieren. Hier sind auch die Ansatzpunkte für eine vertiefende Weiterarbeit auszumachen, wie z.B. Reflektieren der je eigenen Einstellungen zu Juden bzw. Judentum oder Recherchieren nach weiteren Informationen. Jedes der vier Filmkapitel kann direkt angewählt werden.

Bildungsstandards: GY: BS10

Didaktische Hinweise Ethik: Die Dokumentation lässt vor allem junge Jüdinnen und Juden aus verschiedenen sozialen Milieus in mehreren deutschen Städten zu Wort kommen. Von Zeit zu Zeit werden ergänzende Informationstexte aus dem Off gesprochen. So ergibt sich einerseits ein authentisches Bild der Situation, in welcher sich junge Juden und ihre Gemeinden derzeit befinden, und andererseits erhält der Betrachter auch die erforderlichen Hintergrundinformationen sowie Eindrücke von der jüdischen Kultur, wie sie heute in Deutschland gelebt wird.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS8, BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Weltreligionen im Fokus: Judentum

Die Episode stellt das Judentum von seinen Anfängen bis zur Gegenwart vor. Der erste Teil des Films nimmt die historischen Ursprünge des Judentums in den Blick und skizziert zentrale Ereignisse seiner 4000-jährigen Geschichte. Der zweite Teil zeigt die vielfältigen Ausdrucksformen jüdischen Lebens und Glaubens in der Gegenwart. Wichtige Feste, Feiertage und Bräuche werden ebenso erläutert wie grundlegende Begriffe des Judentums.

Adressaten: A(5-10)
Fächer: Ethik, Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Wer einen knappen ersten Überblick über Geschichte und Wesen der jüdischen Religion sucht, ist hier gut bedient. Hilfreich sind die eingeblendeten zentralen Begriffe des Judentums für die Nacharbeit. Verzichtbar erscheinen dagegen moderatorische Aufhübschungen, deren museales Ambiente keinen so rechten Zusammenhang zum Thema aufweisen. Sie sollen wohl Überleitungen setzen, die die Fremdanteile des aus dem angelsächsischen Bereich eingekauften Hauptfilms (Channel 4) zusammenhalten sollen. Diese sind da authentisch und lebendig, wo sie uns in das erinnernde Nachfeiern der Stationen der göttlichen Geschichte mit seinem Volk mit hinein nehmen. Dass diese Szenen in USA und Israel und nicht in Deutschland spielen, kann man bedauern und doch auch verstehen. Die Standbebilderung der geschichtlichen Marksteine des Judentums mit historisierenden Gemälden, wiewohl auch sonst als Verlegenheitslösung üblich, kann zu verzerrten Eindrücken führen. Die Verwendung im bilingualen Fachunterricht wird nicht nur mit einer originalsprachlichen Fassung des Films, sondern auch mit entsprechenden Arbeitsblattangeboten möglich. Neben einer flashbasierten interaktiven Wissensüberprüfung als Quiz in der Art von „Wer wird Millionär?“ bietet das Medium konzentriert, niveauvoll und kompakt gearbeitete Arbeitsblätter für einen Verlaufsimpuls zu einer gesamten Unterrichtseinheit an.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS10
 

Zur Mediensammlung

Judentum. Das Volk Israel und sein Glaube

Die christliche und die islamische Religion sind eng mit Glaubenstraditionen des Volkes Israel verbunden. Dennoch, oder gerade deswegen, sind die theologische wie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Judentum immer wieder auch durch Konfrontationen gekennzeichnet.

Enthalten sind die beiden Filme:

SABBAT UND SYNAGOGE (ca. 16 min):

Der Film begleitet eine jüdische Familie in Berlin vom Freitagnachmittag bis zum Sonntagabend. Er zeigt, wie der Sabbat zu Hause in der Familie und im Gottesdienst in der Synagoge begangen und gefeiert wird.

JUDENTUM. BAR MITZWAH (ca. 15 min):

Der Film zeigt die „Bar Mitzwah“-Feier zweier jüdischer Jungen in Jerusalem mit allem, was dazu gehört: Die Vorbereitung am ersten Sabbat, der dem 13. Geburtstag des Jungen folgt, die Beschäftigung mit der Tora-Rolle beim Rabbiner, das Tragen der Tora-Rolle aus der Synagoge zur Klagemauer und das Familienfest.

Adressaten: A(5-10)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die beiden Filme „Sabbat und Synagoge“ und „Judentum. Bar Mitzwah“ vermitteln wesentliche Informationen zum Themenbereich Glaube und Leben der Juden; die Sequenzierung erleichtert eine Verwendung je nach Kenntnisstand oder Unterrichtssituation. Die Bilder, Karten und Grafiken zum jüdischen Kalender, zur Geschichte des Volkes Israel, zu Örtlichkeiten und Geographie ergänzen und vertiefen. Die Navigation ist einfach und übersichtlich.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS6, BS9; RS: BS8, BS10; GY: BS6
 

Zur Mediensammlung

Willi will's wissen: Was glaubt man, wenn man jüdisch ist?

Der 13-jährige Kevin feiert seine Bar Mitzwah. Willi darf dabei sein. Er erfährt in Kevins Familie, wie ein Junge jüdischen Glaubens in München seine Religion (er)lebt. Er lernt die Synagoge und einen koscheren Supermarkt ebenso kennen wie einen jüdischen Friedhof. Schließlich wird er auch noch zum Feiern des Kabbalat Sabbat eingeladen. Nach seinem Gespräch mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde über die Greueltaten des Hitlerregimes an den Juden, lernt Willi die jüdischen Speisegesetze kennen.

Adressaten: A(3-10)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Willi nähert sich diesem Thema neugierig und respektvoll. Im Vergleich mit seinem christlichen Erfahrungsschatz, den Willi immer wieder ausdrücklich benennt, gewinnen zentrale Themen der jüdischen Religion Kontur und erzeugen beim Zuschauer Verständnis dafür. Ergänzt werden die Beispiele religiösen Lebens durch die ihnen zu Grunde liegenden theologischen Auffassungen. Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland schildert ihre Erlebnisse als Kind in der Zeit des Nationalsozialismus. Ihre Angaben werden mit Bildern von der Machtergreifung Hitlers und der Vernichtung der Juden in Orginaldokumenten veranschaulicht. Durch die beiden eingeschobenen Zusammenfassungen werden wichtige Informationen herausgehoben und damit das Behalten unterstützt. Der Film kann sowohl am Anfang der Themeneinheit „Judentum“ als Einführung als auch zum Abschluss zur Wiederholung und Vertiefung eingesetzt werden.

Bildungsstandards: GS: BS4; HS/WRS: BS9; RS: BS6, BS8; GY: BS6
 

Zur Mediensammlung

Die Entstehung der Bibel: Die Tora

Die Tora – auch Pentateuch oder fünf Bücher Mose – kann man als Urkunde der großen monotheistischen Religionen bezeichnen. Von der Erschaffung der Welt über die Erzählungen von den Urvätern bis hin zum Bericht über den Auszug Israels aus Ägypten und die Gesetzgebung am Sinai will die Tora Auskunft über das Verhältnis Gottes zu den Menschen geben. Doch wie entstanden diese Bücher? Der Film berichtet über den literarischen Entstehungsprozess der fünf Bücher Mose. Diese komplizierte, über Jahrhunderte dauernde Entwicklung, wird unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse anschaulich dargestellt. Dies soll ermöglichen, die Geschichten neu zu lesen und ein vertieftes Verständnis der Hintergründe und Interpretationen zu eröffnen.

Zusatzmaterial: 2 interaktive Menüs; 7 Bilder; Unterrichtsmaterialien.

Adressaten: A(9-10)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die Filmsequenzen, Bilder/Grafiken und das Arbeitsmaterial gestatten Zugänge, die fünf Bücher der Tora kennenzulernen sowie deren Entstehungsgeschichte und inhaltlichen Schwerpunkte zur Kenntnis zu nehmen. Erste allgemeine Informationen über das Alte Testament (Aufbau, Bücher, Inhalte, Zeitschiene) sollten als Vorwissen vor Sichtung der Filmsequenzen schon vorhanden sein; ebenso erleichtern Kenntnisse über die Schöpfungsberichte und die Exodusgeschichte Erschließung und vertiefende Bearbeitung. Die in der Schlußsequenz „Freiheit und Gesetz“ vorgenommene Zusammenschau von Grundgesetz und Tora gibt deutliche Impulse für Diskussion und Meinungsbildung.

Bildungsstandards: RS: BS10
 

Zur Mediensammlung

Heilige Plätze: Jerusalem – Tor zum Himmel

Jerusalem ist das geistige Zentrum der drei großen monotheistischen Weltreligionen, ein heiliger Platz für Juden, Christen und Muslime. Der Film begibt sich an die neuralgischen Punkte der Stadt und stellt drei Menschen vor, für die Jerusalem heute Heimat ist: Eine junge armenische Christin, die im armenischen Viertel der Altstadt aufgewachsen ist und dort lebt, einen orthodoxen Juden, der gemeinsam mit seiner Verlobten aus den USA ins gelobte Land übersiedelte und einen Muezzin der al-Aqsa-Moschee, der sich nach dem „Dienst“ in seine Klause auf dem Tempelberg zurückzieht.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Detailreiche Informationen über die heilige Stadt, ihre verwickelte Geschichte und die dort geübten religiösen Traditionen der drei einander nicht wohlgesonnenen aber miteinander verwandten Religionen werden in dieser Dokumentation verknüpft mit Zeugnissen jiddisch, amerikanisch, arabisch und armenisch sprechender Bewohner. Man erfährt konkrete Einzelheiten nicht nur über das Zusammenleben unter israelischer Besatzung, sondern auch über die Gebetspraxis an der Klagemauer, eine arabische Eremitage am Tempelberg, eine jüdische Hochzeit, den Schabbat und die Grabeskirche. Was Leben in Jerusalem bedeutet, kommt durch die gezeigten Menschen und ihre eigene Einschätzung eindringlich zum Ausdruck. Bei der Länge des Mediums bleibt eine sinnvolle Aufteilung der Lehrkraft überlassen.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS8; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Glaube, Gott und letztes Geleit

Das sensible Thema Tod wird häufig grundsätzlich tabuisiert. Diese Tendenz kann sich in fremden religiösen Kontexten durch Unkenntnis sogar noch verstärken. Der Film zeigt exemplarisch-fokussierend die Bestattungskultur in Judentum, Christentum und Islam. In vier modularen Unterrichtseinheiten wird dazu eingeladen, genauer hinzuschauen – beim Anderen, aber auch bei sich selbst. Es werden religiöse Zeichen gedeutet, sowie Fragen der Trauer, Fragen nach Leid und Schmerz interreligiös aufgenommen. Der Film stellt auf der Basis von authentischen Interviews je eine Bestattung in den abrahamischen Religionen nach. Sie fordern zum Forschen im eigenen Umfeld auf. Sie geben Anlässe zum Nachdenken, zum Proben und zum Suchen. Gerade bei dem sensiblen Thema Tod sind Gespräche und Austausch besonders wichtig. Nur so lassen sich Irritationen vermeiden.

Zusatzmaterial: Arbeitsblätter; Unterrichtsmaterial; Ausführlicher didaktischer Kommentar; Buch.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die drei Filme zeigen eine jüdische, eine muslimische und eine christliche Bestattung in hiesiger Umgebung und herkömmlicher Begehung als nachgespielte Ereignisse (aus Respekt vor den Toten) mitsamt Experten- und Betroffeneninterviews. Trauerbräuche des Beerdigens werden so gut vergleichbar und das Bewusstsein für die Eigenart jedes der drei religiösen Bekenntnisse – wobei in der Zusammenschau fast noch stärker das allen Gemeinsame deutlich wird. Bei der durchweg zugrunde gelegten Form der Erdbestattung muss bedacht werden, dass in der gegenwärtigen Lebenswirklichkeit zunehmend Kremation und (nicht nur auf Friedhöfen) anonyme Gräberfelder zum Alltag gehören – im Film nicht thematisiert. Das ausführliche Begleitmaterial enthält nicht nur konkrete Unterrichtsverlaufsanregungen und Arbeitsblätter zu den Bereichen Rituale, Trauer und Warum-Frage, sondern auch das komplette Buch als PDF. Darin finden sich für die Lehrkraft hilfreiche Darstellungen des Glaubens über den Tod und das Danach aus der Sicht jeweils eines authentischen kompetenten Religionsvertreters.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Religionen der Welt: Judentum – Alon und seine Bar Mizwa; Jasmin und das Schma Israel; Die jüdische Kantorin

Der 13-jährige Alon bereitet sich auf seine Bar Mizwa vor, bei der er zum ersten Mal während des Gottesdienstes vor der ganzen Gemeinde einen Gebetstext aus der Tora vorträgt. Jasmin, die Archäologiestudentin, entdeckt in einer Kiste Überreste einer Torarolle. Zusammen mit ihrem Professor findet sie eine Menge über die Geschichte des Judentums heraus. Avitall Gerstetter ist die erste Frau, die in Deutschland als Kantorin in einer jüdischen Gemeinde angestellt ist. Anhand dieser und weiterer Beispiele wird das Judentum näher gebracht.

Adressaten: A(3-6)
Fächer: Evangelische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Da Schülerinnen und Schülern selten direkte Einblicke in jüdisches Leben ermöglicht werden können, ist diese Zusammenstellung wertvoll und bringt ihnen konkret und beispielhaft Menschen von heute näher, die ihren Glauben in unserem Land leben. Ein reichhaltiges didaktisches Begleitangebot mit interaktiven Inhalten erschließt das Thema nachhaltig für den Unterricht.

Bildungsstandards: GS: BS4; HS/WRS: BS6; RS: BS8; GY: BS8
 

Zur Mediensammlung

Mose und seine Geschichte

Mose ist die zentrale Gestalt des Alten Testaments. Die Gottesoffenbarung im brennenden Dornbusch, das Exodusgeschehen und die Gesetzgebung am Sinai sind Schlüsseltexte der Bibel. Ohne Mose ist das Judentum aber auch das Neue Testament nur schwer zu verstehen. Verschiedene Kurzfilme erklären Schlüsselszenen und -gedanken des Exodusbuches („Gesetzgebung“, „Gottesoffenbarung“). Zentrale Episoden der Mose-Vita werden durch narrative Kurzfilme erschlossen.

Adressaten: A(3-4)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre

Didaktische Hinweise: Diese Produktion stellt eine Materialsammlung bereit, die für die Arbeit im Themenfeld „Gott befreit und geht mit“ wichtige Informationen liefert, Schlüsselszenen/-episoden der Mose-Geschichte ins Bild setzt und Impulse für eine vertiefende Weiterarbeit bietet. Filme, Filmsequenzen und Bild/Bildergeschichte können unabhängig voneinander eingesetzt werden, die Arbeitsblätter des ROM-Teils eignen sich zur Ergebnisssicherung.

Bildungsstandards: GS: BS4
 

Zur Mediensammlung

Kaddisch für einen Freund

In einem Berliner Viertel lebt der 14-jährige Ali. Seine palästinensische Familie ist in Deutschland nur geduldet, daher ist die Katastrophe groß, als Ali bei einem Einbruch in die Wohnung des 84-jährigen russischen Juden Alexander erwischt wird. Es droht die Abschiebung und so ist Ali gezwungen, sich bei dem eigensinnigen alten Mann zu entschuldigen und ihm bei der Renovierung seiner verwüsteten Wohnung zu helfen. Und nach und nach entsteht eine Freundschaft zwischen dem ungleichen Gespann, die es schwer hat, in dem konfliktgeladenen Umfeld zu bestehen.

Zusatzmaterial: 65 Bilder; 12 Pressefotos; Filmplakat; Infos zum Film und zu den Materialien; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 3 Infoblätter (PDF/Word); 8 Arbeitsblätter (PDF/Word); Medientipps; Internet-Links.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre, Ethik

Didaktische Hinweise: Der wunderschöne, sehr bewegende Spielfilm erzählt die Geschichte einer in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Alt und Jung, Jude und Araber und singt dabei das Lied der Versöhnung und der Toleranz. Er eignet sich trotz der Spielfilmlänge sehr gut für den Einsatz im Unterricht, da er viele wichtige und ernste Themen heiter und ironisch-schmunzelnd entfaltet: Vater-Sohn-Konflikt, Gruppenzwang in der Straßengang, Situation von Asylbewerbern in Deutschland, jüdisches Leben in Deutschland, Vorurteile und Klischees mit ihren Auswirkungen, die sich in alltäglicher Ausgrenzung bis hin zu Gewaltexzessen zeigen. Die Figuren sind bis in die Nebenrollen liebevoll entwickelt und durchweg großartig gespielt, die Bildsprache ist vielschichtig und eignet sich gut für eine detaillierte Filmanalyse. Vorkenntnisse zum Nahost-Konflikt sind hilfreich, können aber auch in der Nachbereitung erarbeitet werden. Die Arbeitsmaterialien sind gut einsetzbar.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS8, BS10
 

Zur Mediensammlung

Geschichte des Judentums

 

Geschichte des Holocaust, Teil 1: Antisemitismus und Jüdisches Leben

Die Filmclips behandeln die Themen „Antisemitismus und Jüdisches Leben in Deutschland und Europa bis 1939“:

1. Antisemitismus – Geistesgeschichtliche Herkunft und historische Entwicklung in Europa.
2. Jüdisches Leben in Deutschland vor 1933
3. Antisemitismus als Programm „der Aufstieg der NSDAP 1920–1933“
4. Jüdisches Leben in Deutschland während der beginnenden Judenverfolgung 1933–1939
5. Christliche Kirchen und Judenverfolgung im III. Reich

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Zeitgenössische Filmaufnahmen und ein ruhiger Sprecher ermöglichen eine schnelle und rein sachliche Wissensvermittlung. Die Gliederung in sinnvolle Kapiteleinheiten ermöglicht den Schülern und Schülerinnen einen verständlichen Zugang zum Thema. Damit ist es möglich eine Wissensbasis zu schaffen, um das Thema weiterzuführen und differenziert zu betrachten. Gelungen ist die Klarheit in der Darstellung über die Ursprünge des Antisemitismus.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Spurensuche

Was passiert, wenn man mit jungen Moslems jüdische Plätze in Deutschland aufsucht, sich auf die Spuren begibt, wo jüdisches Leben wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist? Man erlebt, dass ganz banale menschliche Begegnungen zu Überforderungen werden können. Ein Film mit Witz und Tiefgang, der einen Einblick gibt in das gedankliche Universum – junger Muslime im Dialog mit Juden und Christen. Identitätsfindung in einer multikulturellen Gesellschaft.

Adressaten: A(10-13)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Kath. Religionslehre

Didaktische Hinweise: Die gefühlvoll gestaltete Dokumentation bildet ein außergewöhnliches studentisches Projekt der Verständigung in Tübingen ab, bei dem die Geschichte deutscher Schuld an jüdischen Menschen wie ein Katalysator wirkt, der bei den Beteiligten sogar tiefe Einsichten im gegenwärtigen verfahrenen Nahostkonflikt bewirkt. Das Gesprächsniveau ist angesichts des universitären Kontextes anspruchsvoll und vermag nur in der Kursstufe seine Wirkung voll zu entfalten.

Bildungsstandards: GY:KS
 

Zur Mediensammlung

Defamation

Wie hat sich, nach über 60 Jahren nach dem Ende der Judenverfolgung in Deutschland, der Antisemitismus entwickelt? Y. Shamir spricht in Amerika mit Vertretern der verschiedenen Sichtweisen. Dazu gehört A. Foxman, der Leiter der Anti-Defamation League. ADL ist weltweit die größte Organisation, die sich gegen Antisemitismus einsetzt. Weiterer Gesprächspartner ist der Politikwissenschaftler N. Finkelstein. Dabei wird deutlich, wie sehr die Zionismusdebatte mit dem Nahostkonflikt verflochten ist. Eine weitere Station ist Jerusalem, wo Shamir die Gedenkstätte Yad Vashem aufsucht und auch seiner Großmutter einen Besuch abstattet.

Zusatzmaterial: Didaktisches Begleitmaterial.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Ethik; Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise Ethik: Die mehrfach preisgekrönte Dokumentation kann im Ethik-Unterricht verwendet werden, um Verständnis für die ganz besondere Situation der Juden, für die unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen von Bedrohung, für die innerjüdische Diskussion zum Umgang mit Antisemitismus und mit dem Palästinenserproblem zu schaffen. Auch ein Einsatz in fächerübergreifenden Projekten zusammen mit Geschichte und Gemeinschaftskunde ist gut vorstellbar.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10

Didaktische Hinweise Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde: Die Antwort auf die Frage, was Antisemitismus heutzutage sei, wird in diesem Film eher als eine Art Appell formuliert: Dass es durchaus zu unterscheiden gilt zwischen einer Kritik an der Politik des Staates Israel gegenüber den Palästinensern und einer irrationalen Diffamierung des Judentums. Diese politische Aussage des Films wird dem Zuschauer jedoch nicht oktroyiert, sondern sie ergibt sich aus einer Reihe von Interviewsequenzen, die durchaus beiden Seiten genügend Raum bieten, ihre Positionen darzustellen. Daraus ergibt sich ein sehr facettenreiches Bild, das Verständnis für beide Seiten nahe legt: Sowohl für die jüdische Seite, deren Reaktion von einer traumatisierenden Vergangenheit bestimmt ist, als auch für die Seite, die den instrumentalisierenden Gebrauch dieser Vergangenheit ablehnt.
Da die Interviewsequenzen durchweg nur mit Untertiteln angeboten werden, wird eine erhöhte Aufmerksamkeit von den Schülern eingefordert. Es bietet sich daher an, den Film in kürzeren Sequenzen zu zeigen, um das Verständnis zu sichern. Der Inhalt des Filmes ist auch verständlich, wenn er nicht in voller Länge gezeigt wird. Die Stärke des Films liegt darin, dass er ein sehr emotionales Thema analytisch und rational durchleuchtet, was hohe Ansprüche an die Moderation des nachfolgenden Unterrichtsgespräches stellt.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Judenverfolgung und Holocaust

 

Judenverfolgung im NS-Staat, Teil 1

Der Film schildert den Alltag der Familie Bertini in den ersten Jahren nach der Machtergreifung. Lea Bertini ist Jüdin, ihr Mann Alfredo ist Arier, die drei Söhne gelten als Halbjuden. Neben den materiellen Sorgen der ausklingenden Weltwirtschaftskrise erleben die Bertinis einen zunehmenden Antisemitismus: Benachteiligungen in der Schule, Anfeindungen durch Nachbarn, Hausdurchsuchung durch die Gestapo und Ausschreitungen gegen jüdische Geschäfte. (Deutschland, 1988)

Zusatzmaterial: 3 Arbeitsblätter; Links; Unterrichtsblatt.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Es handelt sich bei dem zweiteiligen Medium um Ausschnitte aus der Verfilmung des Romans von Ralph Giordano „Die Bertinis“, die hier zum Teil mit zeitgenössischen Fotodokumenten verknüpft werden. Außer einem einleitenden Kommentar, der die handelnden Personen vorstellt, sprechen die Bilder für sich selbst. Der Zuschauer kann sich mit den Mitgliedern der Familien identifizieren. Die Lebensumstände für jüdische Mitbürger von Beginn der NS-Herrschaft bis zum Jahr 1942 werden so nachvollziehbar. Diese Mischung aus emotionaler und informativer Gestaltung kommt den Schülern entgegen. Die beigefügten Arbeitsblätter – mit Lösungen – beziehen sich größtenteils auf den Film selbst, liefern sonst aber auch Text- und Bildquellen mit Fragestellungen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10
 

Zur Mediensammlung

Judenverfolgung im NS-Staat, Teil 2

In der Zeit von 1938 bis 1942 werden die Lebensbedingungen der Bertinis – obgleich sie nur als „jüdisch versippt“ gelten – immer bedrückender und unerträglicher. Lea Bertini muss ihre Tätgikeit als Klavierlehrerin aufgeben, die Familie wird von Hausbewohnern diffamiert, ohne sich wehren zu können. Die „Reichskristallnacht“ 1938, der Ausschluss jüdischer Kinder von deutschen Schulen, die zeitweilige Verhaftung Cesar Bertinis und die Deportation einer befreundeten jüdischen Familie zeigen das menschenverachtende Vorgehen des NS-Regimes gegen die Juden – den sogenannten „Erbfeind“. (Deutschland, 1988)

Zusatzmaterial: 3 Arbeitsblätter; Links; Unterrichtsblatt.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Es handelt sich bei dem zweiteiligen Medium um Ausschnitte aus der Verfilmung des Romans von Ralph Giordano „Die Bertinis“, die hier zum Teil mit zeitgenössischen Fotodokumenten verknüpft werden. Außer einem einleitenden Kommentar, der die handelnden Personen vorstellt, sprechen die Bilder für sich selbst. Der Zuschauer kann sich mit den Mitgliedern der Familien identifizieren. Die Lebensumstände für jüdische Mitbürger von Beginn der NS-Herrschaft bis zum Jahr 1942 werden so nachvollziehbar. Diese Mischung aus emotionaler und informativer Gestaltung kommt den Schülern entgegen. Die beigefügten Arbeitsblätter  – mit Lösungen – beziehen sich größtenteils auf den Film selbst, liefern sonst aber auch Text- und Bildquellen mit Fragestellungen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10
 

Zur Mediensammlung

Judenverfolgung und Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg

Das Medium zeigt die verschiedenen Aspekte der Judenvernichtung. Es werden Filme präsentiert über das Ghetto von Warschau, das KZ Auschwitz, das Lager Theresienstadt, sowie Ton- und Bilddokumente über Täter und Opfer.

Zusatzmaterial: 17 Bilder; 2 Karten; Unterrichtsmaterialien; Zusammenstellung mehrerer Filme der Jahre 1987-1993 sowie Auszüge aus Victor Klemperers Tagebüchern.

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Das Angebot an Filmsequenzen eignet sich gut für den gezielten Einsatz im Unterricht. Die Zusatzmaterialen sind nur beschränkt einsetzbar, weil sie zu wenig schülergerecht und didaktisch aufbereitet sind.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Geschichte des Holocaust, Teil 9: Die Aufarbeitung der Holocaust-Verbrechen

Sammlung von Filmclips:

1. Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess
2. Nürnberger Ärzteprozess
3. Nürnberger Juristenprozess
4. Nürnberger Einsatzgruppenprozess
5. Holocaust vor Gericht (1946–1963)
6. Deutsche und Juden. Aufarbeitung und Aussöhnung

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Zeitgenössische Filmaufnahmen und ein ruhiger Sprecher ermöglichen eine schnelle und rein sachliche Wissensvermittlung. Die Gliederung in sinnvolle Kapiteleinheiten ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen verständlichen Zugang zum Thema. Damit ist es möglich eine Wissensbasis zu schaffen, um das Thema weiterzuführen und differenziert zu betrachten.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Holocaust – Die Kinder von Auschwitz

Der Künstler Manfred Bockelmann wurde 1943 geboren – ein Jahr, in dem unzählige Menschen von den Nationalsozialisten in den Vernichtungslagern ermordet wurden. Mit Kohlestift zeichnet der Maler Porträts der getöteten Kinder und begibt sich auf Spurensuche nach Auschwitz und zu Holocaust-Überlebenden. Neben diesem Film bietet ein Interview mit einem Historiker eine kritische Reflexion und Einordnung der Hintergründe der Vernichtungspolitik des NS-Regimes.

Zusatzmaterial: 12 Bilder, Grafik; Karte; 11 Arbeitsblätter (PDF/Word); Text, 2 Filmkommentare/Filmtexte; Begleitheft.

Adressaten: A(11-13)
Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Der Film ist zunächst eine Dokumentation des Projekts von Manfred Bockelmann, der damit eine Form der Erinnerungskultur für die NS-Opfer versucht. Durch die Gespräche des Künstlers mit überlebenden Zeitzeugen entsteht eine sensible Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust. In den beigefügten Filmclips erläutert der Historiker Magnus Brechtken die historischen Hintergründe. Das Medium erfordert eine gewisse Reife der Schüler und Schülerinnen, daher wird der Einsatz in der Kursstufe des Gymnasiums empfohlen. Das Arbeitsmaterial gibt Fragestellungen, die mit dem Film allein nicht beantwortet werden können.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

Holocaust light gibt es nicht! [Fassung 2014]

Sara Atzmon überlebt als 12-jährige Ghetto, Arbeitslager und das KZ Bergen-Belsen. Fast 70 Jahre später besucht sie mit ihrer Enkelin Shahaf die Orte ihres Leidens in Deutschland. Dabei begegnet sie Jugendlichen, die nichts mehr von den Verbrechen der Nazis und den Folgen für die Opfer hören wollen. Sara Atzmon begegnet in Deutschland auch Juden, die aufgrund des zunehmenden Antisemitismus wieder auf gepackten Koffern sitzen. Enthalten sind eine Langfassung (ca. 60 min) und eine Kurzfassung (ca. 42 min).

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Der Film hält dem Betrachter einen Spiegel vor, indem immer wieder Passanten auf der Straße befragt werden zu ihrem Wissensstand über den Holocaust und jedes Mal deutlich wird, dass es im Allgemeinen nur ein geringes Wissen über die Fakten und auf der anderen Seite wenig Interesse oder Verständnis besteht, daran etwas zu ändern. Der Film eignet sich zum Einstieg in das Thema der Verfolgung der Minderheiten, unter der Leitfrage „Warum sollen wir uns noch 70 Jahre nach dem Weltkrieg mit dem Thema der Shoa befassen?“

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS
 

Zur Mediensammlung

KZ Natzweiler-Struthof

Unterrichtsmodul

Unterrichtseinheit zur Vorbereitung und Durchführung einer Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof in den französischen Vogesen.

Fächer: Geschichte

Bildungsstandards: GY: BS10
 

Zum Unterrichtsmodul

Anne Frank

Die Geschichte der Anne Frank, die als deutsche Jüdin in den 30er-Jahren mit ihrer Familie in Amsterdam Unterschlupf fand, jedoch kurz vor Kriegsende verraten und zunächst nach Auschwitz, dann nach Bergen-Belsen deportiert wurde, wo sie im März 1945 an Typhus starb. Der Film weitet seine Geschichte auch auf diese Zeit der Gefangenschaft aus. (filmdienst)

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Deutsch; Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Die Verfilmung basiert auf der Biographie von Melissa Müller über Anne Frank. Die im Tagebuch dargestellte Handlung ist einerseits ergänzt durch Szenen, die Annes unbeschwerte Kindheit zeigen, andererseits durch die tragische Entwicklung ihres Schicksals nach der Festnahme und Deportation. Deshalb können im Deutschunterricht ausgewählte Sequenzen des dreistündigen Films die Behandlung der literarischen Vorlage auf sehr berührende Weise bereichern und das Wissen über Annes Lebensweg und die historischen Gegebenheiten vervollständigen. Im Gegensatz zu neueren Filmproduktionen orientiert sich die vorliegende Fassung nicht am Originaltext des Tagebuchs, was eine erweiterte Sichtweise auf die Tragik der Gesamtsituation ermöglicht.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10
 

Zur Mediensammlung

Hitlerjunge Salomon

Salomon Perel, oder Sally wie ihn seine Freunde nennen, verlebt eine glückliche Kindheit. Doch diese endet jäh, als er eines Tages zum Direktor seiner Schule bestellt wurde, der ihm sagt, dass Juden an dieser Schule nichts mehr zu suchen haben. Er flieht während des „Dritten Reiches“ nach Polen, landet in einem russischen Waisenhaus, wird als „Volksdeutscher“ befreit und in einer elitären Hitlerjugend-Schule erzogen. Bis zum Kriegsende hält er das Versteckspiel durch. (Deutschland 1989)

Zusatzmaterial: Interview mit Sally Perel (ca. 45 min); 13 Arbeitsblätter (PDF); 8 Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Vergleich Buch-Film; Literaturliste; 9 Bilder; Didaktische Hinführung (4 S.); Internet-Links.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre, Geschichte

Didaktische Hinweise Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre: Der Film ist eine deutsch-polnisch-französische Co-Produktion aus dem Jahre 1989 auf der Grundlage des autobiografischen Romans „Ich war Hitlerjunge Salomon“ von Salomon Perel, der 1991 erstmals in deutscher Sprache erschien.
Da sich die polnische Regisseurin Agnieszka Holland sehr eng an die literarische Vorlage dieser schier unglaublich erscheinenden Vorlage hält, wirkt die Inszenierung stellenweise seltsam gezwungen und konstruiert, was den Betrachter an der Authentizität der Geschichte fast zweifeln lassen könnte. Trotzdem entwickelt sie für Schülerinnen und Schüler gut nachvollziehbar im Laufe von Perels Odyssee mit dem Hauptdarsteller eine Figur, die sich permanent im Überlebenskampf befindet, der einerseits den augenblicklichen politisch-existentiellen Verhältnissen und andererseits dem Identitätskonflikt zwischen Judentum und herrschender NS-Ideologie geschuldet ist. Die irrwitzig widersprüchliche Situation, dass das Bekenntnis zum jüdischen Glauben eigentlich Leben verheißt, in der Realität aber den Tod bedeuten würde und die Annahme nationalsozialistischer Attitüde, die den Tod impliziert, in Wirklichkeit aber das Überleben garantiert, ist das durchgängige Thema, welches in seiner Dramatik die Schülerinnen und Schüler nicht unberührt lassen wird. Trotz eher durchschnittlicher schauspielerischer Leistungen lässt sich die innere Zerrissenheit im Wissen um den Verlust der eigenen Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit des Protagonisten in Mimik, welche in häufigen Close Ups studiert werden kann, und Gestik jederzeit ablesen.

Es gibt eine Fülle von vielseitigen Arbeitsmaterialien:
Acht Unterrichtseinheiten bieten Möglichkeiten zur vertiefenden Beschäftigung mit dem Film unter unterschiedlichen Aspekten (historisch, religionswissenschaftlich, psychologisch...); ein Vorschlag zur Filmanalyse sowie viele Arbeitsblätter mit Leitfragen und Textzitaten aus dem Buch Perels ermöglichen beispielsweise die vergleichende Betrachtung der literarischen Vorlage und ihrer filmischen Umsetzung.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10

Didaktische Hinweise Geschichte: Der spannende Film erlaubt sich dem Thema Nationalsozialismus aus verschiedenen Perspektiven zu nähern, da die Dilemma-Situation des Titelhelden zur Identifikation des Betrachters herausfordert. Diese außergewöhnliche, geradezu absurde Geschichte ist nicht geeignet um grundsätzliche Zustände und Gesetze im Nationalsozialismus zu verstehen. Auch das sehr gut gestaltete Arbeitsmaterial bietet nicht die Ergänzung zur Erarbeitung historischen Faktenwissens. Daher empfiehlt sich der Einsatz des Filmes bevorzugt bei älteren Schülerinnen und Schüler, die bereits einen historischen Überblick haben, insbesondere fächerübergreifend mit Religion/Ethik und/oder Deutsch. Ebenso ist das beigefügte 47-minütige Interview mit Sally Perel vorwiegend für Schülerinnen und Schüler der Kursstufe des Gymnasiums gewinnbringend einzusetzen.

Bildungsstandards: GY: KS
 

Zur Mediensammlung

Diese Seite teilen: