Die Medienbeispiele wurden von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung gesichtet und für den schulischen Einsatz empfohlen.

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Architektur von Daniel Libeskind

GettyImages/Gblakeley

Art documentary: Daniel Libeskind

Daniel Libeskind gehört zu den wichtigsten und zugleich umstrittensten Architekten des 21. Jahrhunderts. Seine Architektur spielt mit der Geometrie der Wahrnehmung, ist sinnlich und intellektuell zugleich. Zur Einheit von Form und Funktion tritt das philosophische Gespräch mit der Kultur der Bauten und ihrer Geschichte. Der Film beleuchtet Libeskinds Arbeit und folgt dem Entstehungsprozess seiner Bauten. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Entstehung des Jüdischen Museums in Berlin und der Debatte um „The Spiral“, dem einst geplanten Anbau für das Victoria and Albert Museum in London.

Zusatzmaterial: Trailer.

Adressaten: A(11-13)
Fächer: Bildende Kunst

Didaktische Hinweise: Ausgehend vom Entwurf für „The Spiral“, dem Anbau für das Victoria and Albert Museum London, über das Jüdische Museum in Berlin und das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück bis hin zum Anbau für das Imperial War Museum in London entwickelt der Film ein informatives und aufschlussreiches Portrait des Architekten Daniel Libeskind und einiger seiner bekanntesten Werke. Obwohl der Film bereits 1999 produziert wurde und deshalb viele wichtige danach entstandene Entwürfe, wie z. B. für das Militärhistorische Museum in Dresden oder für Ground Zero in New York („Freedom Tower“) natürlich nicht berücksichtigt sind, bietet das Medium dennoch eine ganze Reihe von interessanten Informationen und Anregungen für den Unterricht. Abwechslungsreiche Einblicke in den Architekturbürobetrieb verdeutlichen für den Betrachter die Vielzahl, Bedeutung und Verantwortung der einzelnen Arbeitsvorgänge, wie z. B. das Anfertigen von Ideenskizzen und computerunterstützten Planzeichnungen oder das Herstellen von Anschauungsmodellen und die Diskussion zwischen leitendem Architekten und seinen Angestellten. Dadurch, dass die Regisseurin dem Architekten meistens sogar direkt vor Ort jede Menge Raum zur Erläuterung seiner Vorstellungen und Konzeptionen einräumt, werden dem Betrachter viele Verständnis- und Interpretationsmöglichkeiten von zum Teil heftig umstrittenen Beispielen dekonstruktivistischer Architektur angeboten. Besonders interessant ist die im Film deutlich herausgestellte Streitfrage, ob denn Libeskinds Entwürfe die traditionellen Funktionen des Museumsbaus überhaupt noch erfüllen oder nur zur Selbstverwirklichung des Architekten dienen und das historisch gewachsene Bild einer Stadt verunstalten. Der Film stellt einige Argumente dieser beiden diametralen Positionen vor, so dass die Diskussion direkt im Klassenzimmer weitergeführt werden kann. Ein ebenfalls interessanter Aspekt ist auch die Tatsache, dass „The Spiral“ nicht verwirklicht wurde, wodurch Schüler erkennen, dass selbst ein weltbekannter Architekt Rückschläge erleiden und mit seiner Vision scheitern kann.

Bildungsstandards: GY: KS
 

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Baukunst: Baukunst 3

DAS JÜDISCHE MUSEUM IN BERLIN – ZWISCHEN DEN ZEILEN (ca. 26 min): Eine außergewöhnliche, gebrochene Linie, die sich über die ganze bebaute Fläche erstreckt. Dies versinnbildlicht für den Architekten die Gewalt und die tiefen Brüche in der Geschichte der Juden in Deutschland. Das Jüdische Museum Berlin – von den Berlinern „Blitz“ genannt – ist das wohl erstaunlichste Gebäude des neuen Berlin. (Frankreich 2002; Regie: Richard Copans, Stan Neumann; Produzent: ARTE France)

DIE PARISER OPÉRA GARNIER (ca. 26 min): Der größte und wohl anspruchsvollste Bau im Paris des 19. Jahrhunderts. Die Vollendung des „beaux-arts“-Stils durch einen Architekten, der vernarrt war in die Welt des Theaters und so zum entschiedenen Vertreter einer spektakulären und theatralen Architektur wurde. (Frankreich 2000; Regie: Stan Neumann)

DAS KLOSTER LA TOURETTE (ca. 26 min): Ein Kloster für den Dominikanerorden in Eveux bei Lyon, ein Ort für Studium und Gebet, erbaut von Le Corbusier, dem Mann, dessen einzige Religion die Architektur ist. (Frankreich 2002; Regie: Richard Copans; Produzent: ARTE France)

DIE CASA MILA (ca. 26 min): Das ehemalige Wohnhaus ist eines der originellsten Bauwerke Gaudís: ein monumentales Gebäude, eine plastische Masse; im Volksmund auch „la Pedrera“ („der Steinbruch“) genannt, von Gaudí für die Familie Milà erbaut. (Frankreich 2003; Regie: Frédéric Compain)

AUDITORIUM BUILDING, CHICAGO (ca. 26 min): Luis Sullivan – der Vater der amerikanischen Architektur – verwirklichte mit dem Auditorium Building in Chicago sein erstes großes Projekt. Er baute es in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Dankmar Adler. Für einige Monate war es das höchste Gebäude Chicagos. In dem Gebäudekomplex befinden sich ein Luxushotel, Büroräume und der größte Opernsaal der Welt. (Frankreich 2002; Regie: Stan Neumann; Produzent: ARTE France)

DAS GEMEINDEZENTRUM VON SÄYNÄTSALO (ca. 26 min): Alvar Aalto, einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, realisierte den Bau des Gemeindezentrums von Säynätsalo – einer kleinen Gemeinde im Herzen Finnlands. Aalto machte daraus ein Meisterwerk, ein wahres Manifest des Städtebaus, eine Hommage an den Backstein.

Adressaten: A(9-13)
Fächer: Fächerverbund Musik-Sport-Gestalten, Bildende Kunst

Didaktische Hinweise: Einige Beispiele dieser Filmsammlung ermöglichen den direkten Vergleich von Räumen der Besinnung (Jüdisches Museum, Kloster La Tourette) und Orten des öffentlichen Vergnügens (Pariser Oper, Auditorium). Wie in den anderen Teilen der Reihe „Baukunst“ wird auch hier die Entstehung von Architektur im Spannungsfeld von Vorgaben der Auftraggeber, geografischen und städtebaulichen Gegebenheiten und der Ideenvielfalt der jeweiligen ausführenden Architekten verdeutlicht. Ebenso können auch hier aufgrund hervorragender Durchgestaltung der einzelnen Zusammenhänge wie Funktion, Absicht, Konstruktion, Materialien und Lichtwirkung besonders gute Analyse- und Vergleichsarbeiten hergestellt werden. Intelligente Trickanimation sowie partielle Originalkommentare der jeweiligen Architekten bewirken eine noch stärkere Durchdringung der Architekturideen. Besonders hervorzuheben ist der Beitrag „Das Jüdische Museum in Berlin“, da der Architekt Daniel Libeskind auf beeindruckende, überzeugende und gut verständliche Weise die Lösung der Bauaufgabe in geschichtlich- philosophischer und formal-ästhetischer Hinsicht darstellt.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

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