Die Medienbeispiele wurden von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung gesichtet und für den schulischen Einsatz empfohlen.

Diese Medien erscheinen in der SESAM-Mediathek mit dem orangefarbenen Daumensymbol.

Nicht alle der aufgeführten Medien sind überall in Baden-Württemberg erhältlich, einzelne Medien können Sie auch nur als DVD in Ihrem Medienzentrum vor Ort ausleihen und nicht online nutzen. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

SESAM-Mediathek

Medienbegutachtung

Medienzentren

Brennende Teelichter

GettyImages/deepblue4you

Loser

Drei Kinder zwischen 10 und 12 haben etwas Wichtiges verloren: das Lieblingskuscheltier, einen wichtigen Wettkampf, die größere Schwester. Sie gehen durch ein Fundbüro und suchen einen Gegenstand, der diesen Verlust symbolisiert. Danach erzählt jeder seine eigene Geschichte vom Verlieren. Obwohl diese Geschichten ganz unterschiedlich sind, eint die Kinder, dass sie nach einer Zeit der Trauer wieder Vertrauen und Zuversicht für das Leben gewinnen, das vor ihnen liegt.

Zusatzmaterial: Kurzbeschreibung; Vorschläge zur Unterrichtsplanung [Word]; Tipps und Hinweise für Multiplikatoren; 5 Arbeitsblätter in Schülerfassung [Word] Bilder. Filmtext (6 S.) [PDF].

Fächer: Deutsch, Religion
Klassenstufen: GS 3/4; GYM, Sek I: 5-8

Didaktische Hinweise:
Deutsch: In einfühlsam erzählten Geschichten werden verschiedene Facetten von Verlust und Verlieren thematisiert. Die erzählenden Kinder wirken sehr authentisch und berühren dadurch den Zuschauer. Dies erleichtert es über eigene Verlusterfahrungen zu sprechen. Trotz der inneren Verbindung der drei Episoden kann jede auch einzeln je nach Unterrichtsvorhaben eingesetzt werden.
Religion: […] Für den Religionsunterricht ist der in Kapiteln anwählbare Film deshalb ein wichtiges Medium, weil „Loser“ ja bedauerlicherweise unter Kindern als Schimpfwort kursiert und weil Gleichnisse von Jesus explizit Verlusterfahrungen aufgreifen. Das Medium leistet mitsamt seinen gut ausgearbeiteten Begleitmaterialien eine ausgezeichnete Schulung der Empathiefähigkeit, und, über den Umweg der drei Selbstschilderungen, ein notwendiges Aufarbeiten eigener Gefühle beim Verlust. Besondere Beachtung verdient das dritte der Schicksale, weil es um den Tod der Schwester und kindgemäße Formen des Trauerns geht[…].

 

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Die besten Beerdigungen der Welt

Drei Kinder wissen nichts mit sich anzufangen. Da findet die Älteste, Ester, eine tote Hummel und schlägt vor, das arme Wesen zu beerdigen. Der etwas jüngere Ich-Erzähler gruselt sich ein wenig vor dem toten Tier, erklärt sich aber bereit, ein Abschiedsgedicht zu sprechen. Auf ihrer geheimen Lichtung findet die Zeremonie statt. Dann suchen sie weitere arme Tiere, die im Wald verstorben sind und entdecken eine tote Spitzmaus. Auch die wird feierlich beigesetzt. Dem kleinen Putte wird nebenbei erklärt was es bedeutet, tot zu sein. Sie beschließen, ein Beerdigungsunternehmen zu gründen und trösten eine Freundin, deren Hamster gerade gestorben ist. Doch dann erleben sie per Zufall den direkten Übergang vom Leben in den Tod, als eine Amsel gegen die Scheibe prallt.

Zusatzmaterial: Making of; Bilderbuchkino; Bilder; Infos zum Film und Materialien; Infoblätter; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Methodische Tipps; Arbeitsblätter; Medientipps; Drehbuch zum Film; Textheft.

Fächer: Religion
Klassenstufen: GS 3/4

Didaktische Hinweise: Das wichtige Thema Tod wird auf eine kindgemäße Weise angesprochen, das Medium regt zum Austausch eigener Erfahrungen und Fragen an. Die filmische Umsetzung des Bilderbuches ist nett und unterhaltsam. Das Bilderbuchkino selbst ist ansprechender. Für den Einsatz im Religionsunterricht entsprechend den Bildungsstandards setzen beide keine Impulse im Blick auf christliche Deutung.

 

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Complett: Ente, Tod und Tulpe

Seit längerer Zeit hat die Ente schon so ein Gefühl, dass ihr jemand folgt. Als sie sich umdreht und diesen „Jemand““ anspricht, merkt sie, dass es sich um den Tod handelt. Der Tod wird als Skelett dargestellt, das in einen karierten Kittel gekleidet ist. Anfangs erschrickt die Ente sehr über seine Gegenwart, doch nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden durch die Gespräche unten am See und hoch oben in einer Baumkrone eine zarte Freundschaft, bis der Tod die Ente am Ende ihrer Tage sanft entschlafen lässt, sie mit einer kleinen Tulpe geschmückt in den Fluss legt und ihr so lange nachsieht, bis er sie aus den Augen verloren hat.

Zusatzmaterial: Hörbeispiele; Lieder; 5 Vorschläge zur Unterrichtsplanung, für einen Kindergottesdienst, für einen Elternabend; 20 Arbeits-, Info- und Materialblätter; Bilder; Medientipps.

Fächer: Religion
Klassenstufen: GS 3/4; Sek I, GYM 7-10

Didaktische Hinweise: Der liebevoll inszenierte Zeichentrickfilm spricht das Thema Tod unter verschiedenen Aspekten auf eine sehr ruhige und anrührende Art an. Gerade weil so ein wichtiges Thema wie Sterben und Tod so einfach heruntergebrochen wird, ist das Medium in vielen Altersstufen einsetzbar. Die Geschichte eröffnet eine Reflexionsebene und lädt zur vertiefenden Weiterarbeit ein. Es gibt umfangreiche, ansprechende Text- und Arbeitsblätter.

 

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Oskar und die Dame in Rosa

Oskar ist zehn Jahre alt und Patient in einem Kinderkrankenhaus. Weder die Ärzte noch seine Eltern bringen es übers Herz, dem Jungen zu sagen, wie es wirklich um ihn steht. Nur die entwaffnend ehrliche Pizzabäckerin Rose nennt die Dinge beim Namen und holt Oskar so aus seiner Isolation. Sie ermuntert den kleinen Jungen, sich vorzustellen, dass jeder einzelne Tag so viel zählt wie zehn Jahre, und schlägt ihm vor, Briefe an Gott zu schreiben.

Zusatzmaterial: Making Of (de, fr); Interview mit dem Regisseur; Kurzfilm: Von guten Mächten; Infos zum Film und den Materialien; Methodische Tipps; 6 Infoblätter; 11 Arbeitsblätter; 28 Bilder; Medientipps; Themen A-Z; Audiodatei; Infoblatt (fr); 5 Arbeitsblätter (fr).

Fächer: Französisch, Religion, Ethik
Klassenstufen: Sek I/GYM 7-12

Didaktische Hinweise:
Französisch: Der Spielfilm Oskar und die Dame in Rosa ist aufgrund der französischen und deutschen Tonspur sowie der Möglichkeit, Untertitel in deutscher Sprache einblenden zu können, für den Französischunterricht ab der ausgehenden Mittelstufe gut geeignet und bietet sich insbesondere zum parallelen Einsatz mit der Lektüre des gleichnamigen Romans an. Die Romanvorlage wie auch ihre filmische Umsetzung rufen eindringlich dazu auf, Krankheit und Tod nicht zu tabuisieren und offen und ehrlich mit sterbenskranken Kindern umzugehen. Auf ungewöhnliche Art versucht er, dem Zuschauer die Angst vor Krankheit, Tod und Trauer zu nehmen. Insbesondere die immer wieder eingeblendeten Szenen von Mamie Rose als Catcherin gegen abwechselnde Partnerinnen, von denen eine skurriler ist als die andere, sorgen für Abwechslung und Humor, ohne aufgesetzt zu wirken oder dem Film seine Tragik zu nehmen. Das beigefügte Material (Arbeitsblätter zum Film und zu vertiefenden Themen – auch für das Fach Französisch) sind zwar recht anspruchsvoll, aber brauchbar.
Religion/Ethik: Der Spielfilm „Oskar und die Dame in Rosa“ ruft eindringlich dazu auf, Krankheit und Tod nicht zu tabuisieren und offen und ehrlich mit sterbenskranken Menschen umzugehen. Auf ungewöhnliche Art versucht er dem Zuschauer die Angst vor Krankheit, Tod und Trauer zu nehmen. Zum einen sind da die geradezu märchenhaft-schönen Bilder, die in ihrer artifiziellen Ästhetik an „Die wunderbare Welt der Amelie“ erinnern, zum anderen gibt es Sequenzen mit grellen, slapstickartigen Catcherszenen in ungeschminkter Sprache. Vor allem Rose verkörpert diese beiden Seiten, einerseits erfindungsreich-philosophisch und voller Lebensweisheit, andererseits schroff-abweisend, scheinbar brutal. Dieses Spiel mit Gegensätzen sowie der humorvolle Grundton machen für Jugendliche den Zugang zur ernsten Thematik leichter und bieten die Chance zu einer unbefangenen Auseinandersetzung mit ihr. Die Spielfilmlänge schränkt den Einsatz im Unterricht allerdings etwas ein bzw. legt eine Beschäftigung mit dem Film über mehrere Unterrichtsstunden nahe, wobei das beigefügte Material (Arbeitsblätter zum Film und zu vertiefenden Themen) hilfreich ist.

 

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Was kommt danach?

Warum müssen wir sterben und was passiert nach dem Tod? Die jugendlichen Moderatoren Sabrina und Torsten stoßen auf unterschiedlichste Antworten. Auch die Philosophen Platon und Martin Heidegger sind sich bei dieser Frage nicht ganz einig und tragen ihre kontroversen Thesen in unterhaltsamer Mini-Animation vor. Das Medium zur kinderphilosophischen Reihe „Nächster Halt“ ermöglicht den Schülerinnen und Schülern sich dem heiklen ThemaTod auf sensible, ehrliche und unverkrampfte Weise zu nähern.

Zusatzmaterial: 9 Arbeitsblätter (AB 1 Lebenslasten; AB 2 Warum wir sterben?; AB 3 Quiz; AB 4 Exkursion zum Friedhof; AB 5 Platons Seelenlehre; AB 6 Heidegger; AB 7 Nach dem Tod; AB 8 Bräuche rund um den Tod; AB 9 Und jetzt?); Filmtext; Links; 3 Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

Fächer: Religion
Klassenstufen: Förderschule, Sek I/GYM

Didaktische Hinweise: Der Bildungsplan sieht das Thema „Sterben, Tod und Auferstehung“ abgesehen vom Förderschulbereich für die Bildungsstandards 9 bzw. 10 vor. Das Medium ist eher für die Jahrgangsstufen 5-7 vorgesehen. Damit werden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 (RS, GY, WRS) nicht in ausreichendem Maße angesprochen und herausgefordert.

 

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Der Opa wohnt jetzt im Himmel

Der sechsjährige Paul erfährt, dass der Opa jetzt im Himmel wohnt. Das ist alles, was der Junge über den Tod seines Großvaters erfährt. Die Mutter geht zur Beerdigung und bringt das Kind so lange zu einem benachbarten älteren Ehepaar. Natürlich stellt der Junge Fragen. Die Frau erzählt ihm vom Tod in christlichem Zusammenhang. Der Mann hilft ihm, zu begreifen und ein eigenes Abschiedsritual zu finden.

Zusatzmaterial: Didaktische Hinweise; Arbeitsmaterialien; Tipps; Internet-Links.

Fächer: Religion
Klassenstufen: GS 3/4

Didaktische Hinweise: Zu einem emotional fordernden Thema kann der Kurzfilm ein gutes Angebot machen und es mit einer tröstlichen Note versehen. Ein Vogel (kulturell angebahnte Metapher für die Seele) ist dabei ein positiv besetzter Vermittler. Die Arbeitsmaterialien sind sich des heiklen familiären Kontextes begrüßenswerterweise bewusst und legen den Unterricht entsprechend sorgsam und sensibel an.

 

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Tod und Leben

Wenn man einen geliebten Menschen verliert, bleibt meist eine Leere zurück. Trotzdem gehört der Tod zum Leben dazu. Doch was kommt nach dem Tod? Wie kann man mit der Trauer umgehen?

DER SCHATZ (ca. 10 min): Ein kleines Mädchen, das ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Großvater hat, erlebt eine schöne Zeit mit ihm. Sie ist immer bei ihm, auch als er im Sterben liegt. Vor seinem Tod schenkt er ihr ein Kästchen. Darin bewahrt das Mädchen nun all die Dinge auf, die sie an ihren geliebten Großvater und die schöne Zeit mit ihm erinnern. Damit wird das Kästchen nach dem Tod des Großvaters ihr größterSchatz. (Regie: Nippe, Francie; Kamera: Ina Findeisen; Musik: Christian Helm, Andreas Vorwerk)

LEBENKOMISCHTOD (FEAT. ENTE, TOD UND TULPE) (ca. 18 min): Die Geschichte spielt an einem Abend im Gästezimmer von Jan Golda, dem Onkel der Schwestern Tinchen und Merle. Alle drei versuchen die Trauer um Hendrieke, die Mutter der Kinder und Schwester von Jan, zu bewältigen. Fürsorglich, liebevoll und mutig, aber auch nervtötend, konfus und unbeholfen versuchen sie das Fehlen von Hendrieke auszuhalten und miteinander zurechtzukommen. Ein Bilderbuch, das Tinchen aus dem Rucksack zaubert, eröffnet ihnen eine Möglichkeit. Die Parabel von der Ente und dem Tod lässt sie während des Lesens auf einer imaginären Ebene erleben, was in der Realität unmöglich scheint. Dieser Teil wird von einem Tanzensemble dargestellt. (Regie: Andrea Simon; Kamera: Andreas J. Etter, Fabio Stoll; Musik: Boris Bergmann, Johannes Drescher)

Zusatzmaterial: 8 Bilder; 10 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 4 Texte; Bilder; Filmtext; Begleitheft; Internet-Links.

Fächer: Religion
Klassen: GS 1-4

Didaktische Hinweise: Der erste Animationskurzfilm ermöglicht in ruhiger Bild- und Tonführung einen kindgemäßen Zugang zum Thema Tod und Sterben, indem er ihn in das alljährliche Geschehen des herbstlichen Vegetationszyklus einbettet. Diese Einbettung beinhaltet zwar die Hoffnung auf neues Leben, tritt aber so sehr in den Vordergrund, dass manches Kind vielleicht den Tod des Großvaters nicht wirklich mitbekommt. Aber vielleicht ist das auch die Absicht des Films, um das Sterben seelisch akzeptierbar zu machen und dem Tod seinen Schrecken zu nehmen. Der zweite Kurzfilm 'Ente, Tod und Tulpe' setzt in Tertiärverwertung das bereits in Trickverfilmung zugrunde liegende Bilderbuch (LMZ Nr.4665273 und 4665845) eher etwas umständlich um. Die Erzählhandlung wird in wenig zugänglichen Ballettszenen dargeboten. Die Arbeitsmaterialien liegen mit Bildern, Arbeitsblättern usw. auf erwartbarem herkömmlichem Niveau.

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Complett: Die Maus und der Tod

Katharina litt an einer äußerst seltenen Krankheit, die jeglichen Muskelaufbau verhindert. Sie musste nach ihrer Geburt künstlich beatmet werden und als die Maschine abgestellt wurde, atmete sie von selbst. Ab da hielt sie ihre Eltern auf Trab, die ihr Leben komplett umstellen mussten, um ihr behindertes Kind zu versorgen und zu fördern. Sie besuchte die erste Klasse einer Grundschule, als sie eines Sonntagsmorgens nicht mehr aufwachte. Von Anfang an macht der Beitrag klar, dass er eine Geschichte berichten will, die mit dem Tod endet.

Zusatzmaterial: Zwei kurze Animationsfilme „Gehört das so?“ und „Lakritzbonbons“; Lieder; Bildergalerie; Unterrichtsentwürfe; Vorschläge für einen Elternabend; Text zur Entwicklung von Todesvorstellungen bei Kinder bis zum Grundschulalter; Gedanken zur Ewigkeit und ihre Umsetzung in der Unterrichtseinheit.

Fächer: Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur, Religion
Klassen: GS 3/4; Sek I 5/6

Didaktische Hinweise:
Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur: Das Besondere an dieser DVD ist, wie ohne Pathos und in leicht verdaulichen kurzen Filmsequenzen vom Leben und Aufwachsen von Katharina berichtet wird. Viele Schwierigkeiten, die durch ihre Behinderung verursacht sind, werden dabei beschrieben und von ihrer Familie, den begleitenden Ärzten und Anderen kommentiert. Katharinas kurzes Leben erscheint durch die Herausstellung ihrer Lebensfreude und ihres Lebenswillens als völlig normal, auch wenn es viele Umstellungen für die Eltern bedeutete. Der plötzliche Tod am Ende des Filmes muss für Grundschulkinder durch die Lehrkraft besonders sensibel vor- und nachbereitet werden. Dafür und für viele unterschiedliche Möglichkeiten der Aufarbeitung des Themas „Tod“ steht umfangreiches Zusatzmaterial im CD-ROM-Teil zur Verfügung.
Religion: Der Film erzählt in mehreren Stationen aus der Biographie eines schwerbehinderten Mädchens, das im Alter von sieben Jahren stirbt. Ausführliche Berichte der Eltern, medizinisch-therapeutische Erläuterungen von Ärzten, die Erklärungen des Kommentators zum Film sowie weitere Wortbeiträge geben die vielen Informationen, die für das Verständnis der im Film präsentierten Lebens- und Krankheitsgeschichte notwendig sind. Das Material des ROM-Teils setzt einen deutlichen Schwerpunkt beim Thema „Tod“; es knüpft zwar an die letzte Filmsequenz an, lässt aber das durchgängige Thema „Gelingendes Leben mit Behinderung“ weitgehend außer Betracht. Der Unterrichtsentwurf über insgesamt zwölf Unterrichtsstunden enthält Vorschläge und Materialien für eine vertiefende Weiterarbeit; sie sind auch geeignet, die Nacharbeit zu Filmen, die von Sterben und Tod grundschulgerecht berichten, zu akzentuieren, z.B. „Abschied von der Hülle“, „Willi will‘s wissen: Wie ist das mit dem Tod?“, „Papierflieger“ u.a.

 

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Tabuthema Tod

Der Film zeigt, dass Jugendliche mit Sterben und Tod in ihrer näheren Umgebung konfrontiert werden können, zum Beispiel durch den Tod der geliebten Großmutter oder eines Mitschülers. Er zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten zu trauern und gibt Hinweise, wie man sich als Freund oder Freundin oder als Klasse einem Trauernden gegenüber verhalten kann. Außerdem beschreibt er die Entstehung von Trauer- und Bestattungsritualen in den großen Weltreligionen, beispielsweise auf muslimischen und jüdischen Friedhöfen in Deutschland, und widmet sich schließlich der Frage nach einem Weiterleben nach dem Tod.

Zusatzmaterial: Kapitelanwahl, Stichwortanwahl, Bildergalerie, Linkliste, Arbeitsblätter, Kommentartext.

Fächer: Religion
Klassen: Sek I 7-9

Didaktische Hinweise: Der Film spricht allgemein und kurz einige Aspekte des Themas Tod und Trauer an. Diese Erstinformationen, die vor allem über den Kommentar vermittelt werden, sind geeignet, einen Einstieg in das Thema zu finden, der Wert auf Erklärung/Erläuterung legt. Sie müssen im Unterricht je nach gewählten Schwerpunkten sowohl inhaltlich als auch im Blick auf die persönlichen Erfahrungen / Situationen ergänzt und vertieft werden.

 

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Die Geschichte des Todes

Die vierteilige ZDF-Arte-Koproduktion von 2008 stellt Begräbnisstätten aus vier Epochen vor: aus der Antike, dem Mittelalter, dem Barock und der Moderne, vor allem in und um Rom, die Basiliken von Trient und Pisa, mittelalterliche Wallfahrtskirchen etwa in Autun und in Brixen, die Kapuzinergrüfte in Wien und Palermo, den Friedhof Père Lachaise in Paris oder den Zentralfriedhof in Wien. An Hand dieser Begräbnisstätten wird für jede der genannten Epochen dargestellt, wie man sich den Tod bzw. das Jenseits vorstellte, wie Tod und Vergänglichkeit erklärt, verklärt und für die Nachwelt instrumentalisiert oder zelebriert wurden und werden. Es kommen Historiker, Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler zu Wort. So entsteht ein vielschichtiges Bild vom Wandel der Todesvorstellung und vom sich ändernden Umgang mit der Sterblichkeit.

Fächer: Bildende Kunst, Ethik, Religion
Klassen: GYM 11-13

Didaktische Hinweise:
Bildende Kunst:
Die vier Filme der DVD laden den Betrachter zu einem stellenweise zwar etwas langatmigen, aber auf alle Fälle hochinteressanten Diskurs über die geistige und bildhafte Auseinandersetzung mit den Begriffen „Sterben“, „Tod“, „Jenseits“, „Vergänglichkeit“ und „Endlichkeit“ ein. Stimmungsvolle und dem Thema hervorragend angepasste Filmeinstellungen sowie gut verständliche Kommentare erschließen für den Betrachter über die Epochen der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit die unterschiedlichsten kulturhistorischen Sichtweisen eines eher tabuisierten Themas. Viele Abschnitte eignen sich zum direkten inhaltlichen, bildnerischen und stilistischen Vergleich in verschiedenen Epochen.
Ethik, Religion: Vier zugleich einfühlsame wie eindringliche informative Dokumentationen von jeweils bis zu 30 min (einzeln ansteuerbar) sind der Geschichte des Todes in der europäischen Kultur gewidmet und gewinnen ihre Anschaulichkeit durch die Zuordnung der kunstgeschichtlich behandelten und durch wissenschaftlichen Experten kommentierten berühmten Begräbnisstätten und Nekropolen zu den Epochen der Antike („heroischer Tod“), des Mittelalters („erzitterter Tod“), des Barock („intimer Tod“) und der Moderne („versöhnlicher Tod“). Unter den besprochenen und gezeigten Manifestationen des Todes sind antike Sarkophage, Mausoleen und heroische Inszenierungen an der römischen Via Appia, Christengräber der Katakomben, der „Schlafsaal des Todes“ des Pisaner Campo Santo, mittelalterliche Kathedralen wie die von Autun und Kreuzwege „ad sanctos“ (in der Nähe von Märtyrergräbern), Darstellungen des Jüngsten Gerichts und von Totentänzen, barocke Papstgräber im Petersdom z.B. von Bernini, die Begräbnisstätte der Habsburger Dynastie, die Wiener Michaeler-Gruft, Mumien in der Kapuzinergruft Palermos, Grabmäler kommunal-bürgerlicher Friedhöfe wie des Pariser Père-Lachaise und des Wiener Zentralfriedhofs, Monstrositäten anatomischer Präparate im Namen der modernen Wissenschaft, Soldatenfriedhöfe, ein Friedhof an der Berliner Mauer, die Begräbnisstadt in Barcelona, Reminiszenzen an „Ground Zero“ und die Trauer um den ermorderten israelischen Staatspräsidenten Jitzchak Rabin. Manche Anblicke sind in ihrem konfrontativen „memento mori“ nichts für schwache Nerven und bedürfen eventuell der überlegten Vorauswahl durch die Lehrkraft, der die Vorabsichtung generell zu empfehlen ist. In Ermangelung von Begleitmaterial empfiehlt sich eine Nacharbeit durch Recherche der im Film erwähnten Stätten im Internet (websites, wikipedia). Die sprachliche Gestaltung ist anspruchsvoll auf klassisch-bildungsbürgerlichem Niveau.

 

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Tabu Tod?

Der Film erzählt die Geschichte der Bestattung von ihren Anfängen bis in unsere Gegenwart. Der Film soll helfen, das, was heute als Trauer- und Bestattungskultur gelebt, hinterfragt und postuliert wird, im Licht der Vergangenheit besser zu verstehen.

Zusatzmaterial: Michael-Jackson-Memorial (ca. 9 min); Filmmodule (ca. 16 min); Arbeitsmaterialien; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Transkripte.

Fächer: Ethik, Religion
Klassen: GYM 10-13

Didaktische Hinweise: Der dokumentarische Hauptfilm zeigt anschaulich (z.T. mit grafisch überarbeiteten Szenenskizzen), abwechslungsreich, aber auch sprachlich durchaus anspruchsvoll den Wandel unserer Bestattungskultur. Dabei fällt aus religionspädagogischer Perspektive die Außenperspektive auf, die dieses Medium einerseits gut in nichtkonfessionellem Fachunterricht einsetzbar erscheinen lässt. Andererseits ist das zentrale kulturprägende Motiv des christlichen Auferstehungsglaubens in den Herleitungen und Erläuterungen zu schwach vertreten und wird nur indirekt über den Märtyrerkult eingeholt. Manche Begriffe bleiben für ein einfaches Verständnis unerschlossen (was ist ein „Wiedergänger“?). Der Zusatzfilm über den Totenkult um den verstorbenen Popstar Michael Jackson geht sehr intensiv auf die Motive der trauernden Fans ein und zeigt anregend und nachvollziehbar ihre Gefühlslage auf. Das Begleitmaterial ist sorgfältig gearbeitet, es ist im Sinne der Nachhaltigkeit (zum Beispiel durch Verbatims) und für Lerngänge zu Gräberfeldern gut einsetzbar.

 

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