Die Medienbeispiele wurden von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung gesichtet und für den schulischen Einsatz empfohlen.

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Medienbegutachtung

Medienzentren

Flüchtlinge im ersten Weltkrieg

Flüchtlinge im ersten Weltkrieg | Landesmedienzentrum, Nr. LMZ970081

1. Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

14-18: Der Erste Weltkrieg in Farbe

Zwischen 1914 und 1918 stürzte sich die Welt in eine völlig neue Art von Krieg. Diese Dokumentation versucht das Unerklärliche zu erklären: Wie konnten Millionen von Männern vier Jahre lang die unglaubliche Härte des Lebens in den Schützengräben ertragen, Jahreszeit für Jahreszeit, Tag für Tag, Nacht für Nacht? Wie konnten sie die Vorstellung des fast sicheren Todes akzeptieren, wenn sie den genauen Grund, warum sie kämpften nicht einmal benennen konnten? Vorbesichtigung empfohlen.

Zusatzmaterial: Trailershow.

Adressaten: A(8-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Diese sehr anschauliche Dokumentation verbindet mehrere farbig nachbearbeitete Dokumentaraufnahmen mit einem Sprechertext eines angeblichen französischen Kriegsteilnehmers, der in der Rückschau von seinen Kriegserlebnissen aus einer pazifistischen Grundhaltung heraus erzählt; dabei ist sein Tonfall verhalten bis sarkastisch. Das Archivmaterial ist vorwiegend französischer Herkunft. Die Bilder sind der Thematik entsprechend ausgesprochen grausam. Trotz der Gesamtlänge des Films von 100 Minuten empfiehlt sich nicht die Darbietung eines einzelnen Kapitels, da sonst der rote Faden der Erzählung verloren geht. Insgesamt handelt es sich hier um eine ungewöhnliche und wertvolle Dokumentation. Der Film erfordert eine besonders umfangreiche Vor- und Nachbearbeitung.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Erster Weltkrieg

ERSTER WELTKRIEG I (20:44 min): Der Film geht der Frage nach, wo die Ursachen für den Ersten Weltkrieg zu suchen sind. Beginnend mit der Gründung des Deutschen Reiches und der Außenpolitik werden die Bündnissysteme erklärt. Auch die Bedeutung der Kolonien als Rohstoff- und Absatzmärkte werden aufgezeigt. Wirtschaftlich war Deutschland führend und das Kräfteverhältnis in Europa geriet ins Wanken. Was waren die Ziele der einzelnen Großmächte? Wie standen die Chancen, ausgehend vom Kräfteverhältnis der Bündnisse, bei Kriegsausbruch 1914?

ERSTER WELTKRIEG II (32:45 min): Der Film zeigt die mittlerweile erstarrten Fronten zwischen den Mittelmächten und den Alliierten von 1915-1918. Man sieht, welche Schrecken der moderne Krieg bedeutete und wie sich die Rolle des einzelnen Kämpfers auf dem Schlachtfeld grundlegend veränderte.

Zusatzmaterial: Arbeitsblätter; Testaufgaben; ergänzende Materialien; Arbeitsblätter für interaktive Whiteboards.

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die Filme bieten eine anschauliche und gut verständliche Darstellung des Themas mit zeitgenössischen Filmaufnahmen und Bildquellen. Sie werden ihrem Anspruch, gemäß Titel einen gesamteuropäischen Blick auf den Krieg zu werfen, gerecht. Die Entwicklung zum Krieg wird auf der Basis einer ausführlichen Betrachtung des 19. Jahrhunderts gezeigt. Die häufige Veranschaulichung mit Hilfe von Kartenmaterial und Diagrammen erleichtert die Übersicht. Das Zusatzmaterial im ROM-Teil beinhaltet sinnvolle Aufgabenstellungen, die auch über den Film hinausgehen (z. B. Kreativaufgaben).

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Imperialismus & Erster Weltkrieg

Die Multimediale CD-ROM enthält fertige Unterrichtseinheiten, einen multimedialen „Tafelanschrieb“, elektronische Arbeitsblätter, flexibel einsetzbare Quellen, original Film- und Tondokumente, Prüfungsaufgaben mit Antworten, ausdruckbare Folien und Materialsammlungen zu folgenden Themen, die den „Imperialismus“ und den „Ersten Weltkrieg“ betreffen: Imperialismus bis 1914; Wilhelminisches Kaiserreich; Julikrise 1914; Kriegsverlauf; Politik im Krieg; Kriegserfahrung & Heimatfront; Kriegsende & Revolution; Folgen des Ersten Weltkriegs.

Adressaten: A(8-12)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Die CD-ROM ist ein gelungenes Unterrichtsmedium, das einen vielseitigen Einsatz ermöglicht. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit ist der Lehrer in der Lage, das für seine Schulart und Klassenstufe geeignete Material auszuwählen und Zusammenzustellen. Mit den angebotenen Arbeitsmodi, die den vielfach wirklich bereichernden Originalquellen, Bildern und Videos neben den darstellenden Texten, sind jedoch auch Schüler befähigt, damit selbständig und in wechselnden Lernformen zu arbeiten. Dabei eignet sich die CD sowohl zur reinen Wissensvermittlung und -Erkundung als auch zur Erstellung eigener Präsentationen. Das angebotene Material geht teilweise weit über die Möglichkeiten eines Schulbuches hinaus. Die Netzwerktauglichkeit der CD-ROM ermöglicht ein gleichzeitiges arbeitsteiliges Verarbeiten ihres umfangreichen Datenbestands. Die Notwendigkeit einer einschränkenden Vorauswahl gilt insbesondere für die Haupt- und Förderschule.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS 9 ; RS: BS 10; GY: BS 8
 

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Auf zu den Waffen

Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 war der erste „totale Krieg“. Der Einsatz neuester Techniken, wie z. B. Flugzeuge, U-Boote, Panzer, Gas führten zu einem Krieg unbekannten Ausmaßes, der Soldaten und Zivilisten gleichermaßen traf. Der Film spannt einen Bogen von der Kaiserzeit 1913 bis zum Abschluss des Krieges durch den Versailler Vertrag. Filmaufnahmen von Ost- und Westfront, See- und Luftkrieg, sowie von der Heimatfront stellen das Ausmaß der Ereignisse dar. Leid und Alltag des Krieges werden durch Tagebücher und Briefe als individuelles Erleben geschildert.

Zusatzmaterial: Bonusfilm: Großvaters Tagebuch (15 min )

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Hauptfilm gibt einen chronologischen Abriss des Kriegsgeschehens unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Alltagsleben. Dabei werden alte Bild-, Film-, und Briefdokumente gezeigt und zitiert. Es werden auch politische Hintergründe angesprochen. Die Gesamtlänge von 60 Minuten erfordert eine thematische Auswahl, die anhand der Einteilung in 13 Unterkapitel gut umgesetzt werden kann. Der Bonusfilm „Großvaters Tagesschau“ ist durch seine ironisierende Kommentierung von Filmszenen der Epoche für den Unterricht nicht geeignet.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Vom Reich zur Republik: Europas letzter Sommer

Geschildert werden die dramatischen fünf Wochen zwischen dem Attentat von Sarajewo, Ende Juni 1914, auf den Österreichischen Thronfolger Erzherzog Ferdinand und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, Anfang August 1914. Die Handlung beschränkt sich auf die beiden verbündeten kontinentalen Mächte: Deutschland und Österreich. Während die Welt das Attentat, bei dem der Thronfolger und seine Frau zu Tode kommen, eher beiläufig aufnimmt, spult sich hinter den Kulissen, in den Machtzentren Berlin und Wien ein Ränkespiel ab, das hier erstmalig filmisch beleuchtet wird. Das Deutsche Reich, in Person des Kanzlers Bethmann- Hollweg und der hohen Militärs, drängt Österreich-Ungarn zum Krieg gegen Serbien. Da Serbien mit Russland verbündet ist und dieses mit Frankreich und England (Triple-Entente), entsteht eine Kettenreaktion, die schließlich zum Weltkrieg führt. Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz-Josef von Österreich erscheinen hier als Randfiguren, an denen die Politik Richtung Krieg vorbeigeht.

Zusatzmaterial: Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Internet-Links; Hintergrunddokumentation „Noch 30 Tage bis zum Krieg“.

Adressaten: A(8-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Das Dokumentarspiel ist konzipiert für ein breites Fernsehpublikum: Es ist durch die aufwändige Produktion, durch gute Schauspieler, zahlreiche Ortswechsel und eine minutiöse Darstellung der Ereignisse unterhaltsam. Die Aufspaltung in zahlreiche Handlungen und Einzelthemen und das hohe Sprachniveau verlangen vom Schüler die Bereitschaft zur hohen Informationsverarbeitung. Der Einsatz des Films als Gesamtwerk würde eine Überforderung im Geschichtsunterricht bedeuten. Hingegen ist der Einsatz einzelner Filmsequenzen möglich, wenn die Lehrkraft sich mit dem Gesamtfilm intensiv auseinandergesetzt hat und konkrete Arbeitsanweisungen bietet. Einzelne Szenen sind bereits im Zusatzmaterial (DVD 2) enthalten und mit Zusatzinformationen zu den Hintergründen und den Personen und mit Literaturhinweisen und mit Internetlinks zu einschlägigen Wissensseiten versehen.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8, KS
 

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Imperialismus und 1. Weltkrieg: Das Streben der Mächte

Das Medium gibt mit historischen Karten, Dokumenten, Bildern und Originalfilmen einen Überblick über die Epoche des Imperialismus. Sie erklärt Interessen, Sichtweisen und Gründe für das Streben der damaligen Staaten nach Kolonien. Sie zeigt die Aufteilung Afrikas unter den europäischen Kolonialmächten und thematisiert dabei die deutsche Kolonialpolitik Kaiser Wilhelm II. mit den ersten Kolonien in Afrika, dann im Pazifischen Ozean sowie die Rolle Deutschlands im Boxeraufstand in China und bei der brutalen Niederschlagung des Herero-Aufstands in Deutsch-Südwestafrika. Im Film werden die Kolonien Großbritanniens und das politische Gefüge in Europa anhand der Bündnispolitik des „Zwei- und Dreibunds“ sowie der „Entente Cordiale und Triple Entente“ erläutert. Das Wettrüsten und die politische Situation in Europa bis zum Attentat von Sarajevo und dem Beginn des Ersten Weltkriegs sowie den Nationalismus und die Kriegsbegeisterung werden dargestellt.

Zusatzmaterial: Bildergalerie; Linkliste; Arbeitsblätter; Kommentartext; Vokabelliste.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: In schülergerechter Sprache werden Fakten zum Thema Imperialismus vermittelt; Grundlage sind Karikaturen, Fotos, einige Filmaufnahmen sowie Bilder der damaligen Zeit und dynamische Landkarten. Einsatz im (bilingualen) Englisch Unterricht möglich. Das Medium eignet sich zum Einstieg oder als Zusammenfassung; eine problematisierende Vertiefung ist auf der Grundlage dieses Materials nicht möglich. Das Zusatzmaterial umfasst fünf zusammenfassende Texte zu den Kapiteln mit jeweils einem Arbeitsauftrag. Zusammen mit Film und Zusatzmaterial könnte ein Lernzirkel gestaltet werden.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS8; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Reich und Republik – Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart 1: 1871-1933

Illustriert wird mit Filmaufnahmen und Dokumenten die Entwicklung von der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches 1871 bis zur Bildung der großen Koalition im Jahr 2005. Dokumentiert werden wichtige Ereignisse der Zeit, das alltägliche Leben, Kunst und Kultur, Sport, Persönlichkeiten, Wirtschaft und Wissenschaft.

Teil 1: Glanz und Gloria – Die Kaiserzeit 1871-1914
Teil 2: Die Urkatastrophe – Der 1. Weltkrieg 1914-1918
Teil 3: Die Goldenen Zwanziger 1918-1933

Adressaten: A(10-12)
Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Die DVD bietet drei Filme, die nicht in Kapitel unterteilt sind. Die umfangreichen und vielschichtigen Film- und Tondokumente der Epoche werden von einem modernen Sprecher kommentiert; die Ereignisse werden in rascher Abfolge chronologisch dargestellt. Durch diese Machart sind die Filme jeweils nur als Ganzes und nicht explizit als Unterrichtsmedium einsetzbar. Dennoch sind sie als Zusammenfassung in der Kursstufe des Gymnasiums verwendbar, wo die historischen Kenntnisse vorausgesetzt und der manchmal etwas knapp und auch ironisch gefasste Kommentar besser eingeschätzt werden können.

Bildungsstandards: GY: KS
 

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Wie die Menschen den Ersten Weltkrieg erlebten

Der Film veranschaulicht den Kriegsalltag an der Front (Stellungskrieg, Materialschlacht, Schützengrabenkämpfe) und in der Heimat (Frauen in der Rüstungsindustrie, Hunger, Hoffnungslosigkeit). Er zeigt die Begeisterung der Menschen bei Kriegsausbruch und das Umschlagen der Stimmung im Verlauf des Krieges. (Deutschland, 1995)

Zusatzmaterial: Texttafeln; Fotos; Karten; Arbeitsblätter; Arbeitsaufträge; Internetlinks; Unterrichtsblatt.

Adressaten: A(7-10)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Anschaulich gestalteter Überblicksfilm über den Alltag an der Front und im Deutschen Reich. Die sachliche und ruhige Kommentierung der Schreckensbilder weckt Emotionen und lässt Raum für Reflexion über die Sinnlosigkeit von Kriegen. Nicht thematisiert werden die politischen Hintergründe (Bündnisverpflichtungen des Reichs, Verhalten der Parteien oder des Kaisers, Kriegsziele, Friedensziele, Umstände der Kapitulation).

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Verdun

Vorgeschichte, Verlauf und Ausgang der Schlacht werden skizziert und die historische Bedeutung für den Ersten Weltkrieg sowie die Nachwelt erläutert. Auf die allgemeine Kriegsbegeisterung von 1914 folgte 1916 das grausame Erwachen in Verdun: 10 Monate lang lieferten sich Deutsche und Franzosen eine der bedeutendsten und brutalsten Schlachten im Ersten Weltkrieg. Im Verlauf der erbitterten und grausamen Kämpfe rund um Verdun ließen Hunderttausende ihr Leben für ein paar Meter Geländegewinn. In der „Hölle von Verdun“ wurden durch den Einsatz moderner Waffen wie Maschinengewehr, Giftgas und Flammenwerfer mehr als 600.000 Männer auf beiden Seiten getötet oder verwundet. Der Film zeigt, wie Verdun zum Symbol für die Sinnlosigkeit des Krieges wurde.

Zusatzmaterial: Dossier (30 S.); 6 Arbeitsblätter.

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Die Originalfilmaufnahmen und Fotografien, die ruhige Erzählerstimme und die vorgetragenen Frontbriefe ergeben ein eindrucksvolles Bild der Kriegswirklichkeit aus der Sicht der Soldaten. Dadurch können Schülerinnen und Schüler neben einem kognitiven auch einen affektiven Zugang zu dem Thema 1. Weltkrieg finden. Die Bilder der Kriegsschauplätze werden auch durch heutige Aufnahmen widergespiegelt. Der Film hat eine Gesamtlänge von 21 min und besitzt nach Themen eingeteilte Kapitel, somit lässt sich das Format gut in eine Unterrichtsstunde einbinden. Das Arbeitsmaterial besteht aus 6 Arbeitsblättern, die den Filmsequenzen zugeordnet sind und zu einer vertiefenden Auseinandersetzung führen sollen, welche aber überwiegend für die Sekundarstufe II konzipiert wurden.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS8
 

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Aghet

Der Film erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. „Aghet“ beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des Völkermordes aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert.

Adressaten: A(8-13)
Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Ein beeindruckendes Medium, das sich dem Völkermord am armenischen Volk während des 1. Weltkrieges widmet. Der halbdokumentarische Film zeigt sowohl Aussagen heutiger Politiker zur Armenienfrage als auch mit deutschen Schauspielern nachgestellte Interviews damaliger Zeitzeugen auf der Grundlage des vorhandenen Archivmaterials (sehr oft deutsches Bundesarchiv) und Schauspielszenen. Der Einsatz des Films im Unterricht erfordert solide Kenntnisse über die Zusammenhänge, Hintergründe und Auswirkungen der imperialistischen Politik vor allem des Deutschen und des Osmanischen Reiches sowie des 1. Weltkrieges. Deshalb ist eine intensive Vor- und Nachbereitung des Films zu empfehlen. Das Medium regt auch, über das gezeigte Thema hinaus, zum Nachdenken über die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte an; bezogen auf die Türkei hieße das auch, ob deren Umgang mit historischen Fakten ein Kriterium der Zugehörigkeit zu Europa darstellen kann.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS8, BS10, KS
 

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Vom Reich zur Republik: Gewaltfrieden I

Der erste Teil des auf Originaldokumenten basierenden, zweiteiligen Dokumentarspiels schildert die bewegende Zeit ab dem Herbst 1918: Waffenstillstandsabkommen, Kieler Matrosenaufstand, Ermordung der Marxisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Zusatzmaterial: Von der Geschichte zum Film (ca. 30 min). DISC 2: Literaturliste; Internet-Links; Hintergrundinformationen; Biographien; Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(7-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft:

Didaktische Hinweise: Das Dokumentarspiel ist konzipiert für ein breites Fernsehpublikum: Es ist durch die aufwändige Produktion, durch gute Schauspieler, zahlreiche Ortswechsel und eine minutiöse Darstellung der Ereignisse unterhaltsam. Die Aufspaltung in zahlreiche Handlungen und Einzelthemen und das hohe Sprachniveau verlangen vom Schüler die Bereitschaft  zur hohen Informationsverarbeitung. Der Einsatz des Films als Gesamtwerk würde eine Überforderung im Geschichtsunterricht bedeuten. Insbesondere da die Veranschaulichung der Lage der deutschen Gesamtbevölkerung in den Jahren 1918/19 fehlt; dafür werden sehr ausführlich die Ansichten der einzelnen Politiker herausgestellt. Der Einsatz einzelner Filmsequenzen ist jedoch möglich, wenn die Lehrkraft sich mit dem Film intensiv auseinandergesetzt hat und konkrete Arbeitsanweisungen bietet. Einzelne Szenen sind bereits im Zusatzmaterial (DVD 2) enthalten und mit Zusatzinformationen zu den Hintergründen und den Personen, mit Literaturhinweisen und Internet Links zu einschlägigen Wissensseiten versehen.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Vom Reich zur Republik: Gewaltfrieden II

Der zweite Teil des auf Originaldokumenten basierenden, zweiteiligen Dokumentarspiels schildert die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags im Jahr 1919, der in Deutschland von vielen als ein von den Siegermächten oktroyierter „Diktatfrieden“ quittiert wurde. (Deutschland 2009)

Zusatzmaterial: Von der Geschichte zum Film (ca. 30 min). DISC 2: Literaturliste; Internet-Links; Hintergrundinformationen; Biographien; Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

Adressaten: A(7-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft:

Didaktische Hinweise: Das Dokumentarspiel ist konzipiert für ein breites Fernsehpublikum: Es ist durch die aufwändige Produktion, durch gute Schauspieler, zahlreiche Ortswechsel und eine minutiöse Darstellung der Ereignisse unterhaltsam. Die Aufspaltung in zahlreiche Handlungen und Einzelthemen und das hohe Sprachniveau verlangen vom Schüler die Bereitschaft  zur hohen Informationsverarbeitung. Der Einsatz des Films als Gesamtwerk würde eine Überforderung im Geschichtsunterricht bedeuten. Insbesondere da die Veranschaulichung der Lage der deutschen Gesamtbevölkerung in den Jahren 1918/19 fehlt; dafür werden sehr ausführlich die Ansichten der einzelnen Politiker herausgestellt. Der Einsatz einzelner Filmsequenzen ist jedoch möglich, wenn die Lehrkraft sich mit dem Film intensiv auseinandergesetzt hat und konkrete Arbeitsanweisungen bietet. Einzelne Szenen sind bereits im Zusatzmaterial (DVD 2) enthalten und mit Zusatzinformationen zu den Hintergründen und den Personen, mit Literaturhinweisen und Internet Links zu einschlägigen Wissensseiten versehen.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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„Im Felde unbesiegt!“

Nach dem 1. Weltkrieg tauchte die Legende auf, die deutschen Truppen seien „im Felde unbesiegt“ und nur der „Dolchstoß“ der Heimat hätte die Niederlage gebracht. In den innenpolitischen Debatten spielte diese „Dolchstoßlegende“ eine wichtige Rolle.

Adressaten: A(8-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Anhand von Originalaufnahmen, Karikaturen der Zeit, Spielfilmszenen und Interviews (Zeitzeugen, Historiker) zeigt der anspruchsvolle Film die grundlegende Bedeutung dieser Verschwörungstheorie für die Weimarer Republik. Es gelingt dem Film, ausgehend vom Kriegsgeschehen, anschaulich zu zeigen, wie die Tatsachen von den Gegnern der Demokratie verdreht und für ihre Zwecke eingesetzt werden und wie diese Propaganda über Jahre hinweg wirkt. Der Film erklärt also die Zusammenhänge in einem langen Bogen, was beim Betrachter gewisse Vorkenntnisse über die genannten Personen und Ereignisse voraussetzt. Daher empfiehlt sich der Einsatz nicht als Einstieg in das Thema „Weimarer Republik“.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 10, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Im Westen nichts Neues [Fassung 1979]

Geschildert wird das das Schicksal einer Gruppe von jugendlichen Kriegsfreiwilligen, die 1914 nach anfänglicher Begeisterung für das Vaterland kämpfen zu dürfen, bald die grausamen Erfahrungen von Soldaten im Kriegsgeschehen machen.

Zusatzmaterial: Director's Cut (ca. 150 min, teilweise in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln).

Adressaten: A(7-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die zweite Verfilmung des Romans von Erich Maria Remarque muss den Vergleich mit dem Original aus dem Jahr 1930 nicht scheuen. Auch hier wird das Anliegen Remarques nicht zugunsten einer ästhetischen Überhöhung von Gewalt und Kriegsgeschehen vernachlässigt. Manche Kritiker behaupten, dass das Original im Vergleich zur Neuverfilmung mehr Intensität besäße, die Sinnlosigkeit des Krieges deutlicher wäre. So kommt jedoch die neuere Version, obwohl nun auch mehrere Jahrzehnte alt, durch Einstellungen, Schnitt und Tonqualität den heutigen Betrachtungsgewohnheiten der Jugendlichen entgegen. Der Einsatz des Films im Geschichts- und WZG-Unterricht ist sowohl im Ganzen, als auch in Ausschnitten denkbar und daher zu empfehlen. Aus filmhistorischer Sicht und im Hinblick auf medienbildnerische Kompetenzen ergibt sich hier darüber hinaus eine Möglichkeit der Analyse, bzw. des Vergleichs zwischen Neuverfilmung und Original, einem der ersten Filme, die für den deutschen Markt synchronisiert wurden.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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Weihnachten 1914

Erster Weltkrieg, 24.12.1914: Zu Heiligabend ist die Stimmung an der Westfront ganz und gar nicht festlich, hier herrschen Not, Elend, Grausamkeit und Hunger. Sie haben Heimweh und stellen sich vor, was es wohl daheim an Heiligabend als Festessen gibt. In dieser Not bleibt dem diensthabenden Truppenführer nur noch eine Möglichkeit: Er nähert sich den französischen Truppen und bringt ihnen seine friedliche Absicht und die Notsituation seiner Männer zum Ausdruck. Der französische Offizier lädt daraufhin die deutschen Soldaten zum Essen ein. So kommt es dazu, dass vermeintliche Gegner entgegen allen Befehlen gemeinsam Weihnachten feiern und für einen einzigen Abend während des Krieges Frieden herrscht und Feinde zu Gleichgesinnten werden.

Zusatzmaterial: Arbeitsmaterialien.

Adressaten: A(7-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Kurzspielfilm erzählt mit wenigen Mitteln und in unaufgeregter Weise über die Ereignisse am Heiligabend 1914. Der Film schildert zwar nur eine Episode aus den Geschehnissen des 1. Weltkrieges, zeigt jedoch auch in schlichter und eindrucksvoller Weise die bedrückende Situation des Wartens und des Mangels der Soldaten. Inhalt und Machart eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten für den Einsatz im Geschichtsunterricht, wie z. B. als Impuls für ein Unterrichtsgespräch, als Ergänzung bzw. Illustration der Kriegswirklichkeit.
Die Arbeitsmaterialien sind nicht für den Geschichtsunterricht geeignet.

Bildungsstandards: RS: BS 10, GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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2. Deutsch

 

Deutsch interaktiv: Literatur des 20. Jahrhunderts I

Der Film zeichnet die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse zwischen 1910 und 1945 nach: Von der konservativen Kulturpolitik des Kaiserreichs über die schillernde Entfaltung von Kunst und Kultur in der Weimarer Republik bis zur Vernichtung von Demokratie und geistiger Freiheit durch die Nationalsozialisten.

Zusatzmaterial: 5 Module; Arbeitsmaterialien (Unterrichtsentwürfe, Arbeitsblätter); Lesungen; Rezitationsveranstaltungen; Aufnahmen von Originalschauplätzen; Interviews. ROM-Teil: didaktisch-methodisches Material und Tipps für den Einsatz im Unterricht (Arbeitsblätter und Texte).

Adressaten: A(9-12)
Fächer: Deutsch

Didaktische Hinweise: Die DVD ist so gegliedert, dass im Mittelpunkt ein umfangreicher Hauptfilm steht, der die jeweilige Epoche in den Bereichen Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur darstellt. Dabei werden die wesentlichen Ereignisse der Zeit kurz, aber verständlich und mit anschaulichen Bildern, Filmsequenzen und erläuternden Kommentaren dargestellt. Es werden immer wieder Bezüge zur literarischen Arbeit hergestellt, so dass es für Schülerinnen und Schüler gut möglich wird, die entsprechenden Zusammenhänge zu Begreifen. Der kritische Ansatz macht vor allem die Auseinandersetzungen und Konflikte der jeweiligen Zeitgeschichte deutlich und kann den Unterricht bereichern. Außerdem bietet das Medium zahlreiche Textdokumente für die Verwendung im Unterricht: Originaltexte der Autoren, Arbeitsblätter für die Analyse im Unterricht, didaktische Hinweise etc. Einzelne Texte werden, thematisch sortiert, von Sprechern vorgetragen und können einzeln aufgerufen werden.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS 10; RS: BS 10; GY: BS 10, KS
 

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Im Westen nichts Neues [Fassung 1979]

Geschildert wird das das Schicksal einer Gruppe von jugendlichen Kriegsfreiwilligen, die 1914 nach anfänglicher Begeisterung für das Vaterland kämpfen zu dürfen, bald die grausamen Erfahrungen von Soldaten im Kriegsgeschehen machen.

Zusatzmaterial: Director's Cut (ca. 150 min, teilweise in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln).

Adressaten: A(7-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Die zweite Verfilmung des Romans von Erich Maria Remarque muss den Vergleich mit dem Original aus dem Jahr 1930 nicht scheuen. Auch hier wird das Anliegen Remarques nicht zugunsten einer ästhetischen Überhöhung von Gewalt und Kriegsgeschehen vernachlässigt. Manche Kritiker behaupten, dass das Original im Vergleich zur Neuverfilmung mehr Intensität besäße, die Sinnlosigkeit des Krieges deutlicher wäre. So kommt jedoch die neuere Version, obwohl nun auch mehrere Jahrzehnte alt, durch Einstellungen, Schnitt und Tonqualität den heutigen Betrachtungsgewohnheiten der Jugendlichen entgegen. Der Einsatz des Films im Geschichts- und WZG-Unterricht ist sowohl im Ganzen, als auch in Ausschnitten denkbar und daher zu empfehlen. Aus filmhistorischer Sicht und im Hinblick auf medienbildnerische Kompetenzen ergibt sich hier darüber hinaus eine Möglichkeit der Analyse, bzw. des Vergleichs zwischen Neuverfilmung und Original, einem der ersten Filme, die für den deutschen Markt synchronisiert wurden.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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GreatBooks: Meisterwerke der Weltliteratur: Im Westen nichts Neues: Dokumentation über die Schrecken des Krieges

„Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque gilt als einer der größten Antikriegsromane und zeigt das sinnlose Töten im Ersten Weltkrieg aus den Augen des jungen deutschen Soldaten Paul, der an der Front Grauenhaftes erleben muss. Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus der Literaturverfilmung, Originalaufnahmen aus den Kriegen des 20. Jahrhunderts sowie Bilder und Interviews.

Zusatzmaterial: Bildergalerie
Adressaten: A(9-12)

Fächer: Deutsch

Didaktische Hinweise: Die Dokumentation lässt sich gut im Unterricht einsetzen um einen thematischen Überblick zum Buch und zur zeitgeschichtlichen Einordnung zu bekommen. Der Inhalt des Buches, die Hintergründe zum Autor und zur Zeitgeschichte werden geschickt mit Erläuterungen von Experten verknüpft. In einzeln anwählbaren Kapiteln, die thematisch gegliedert sind, wird die Bedeutung des Romans von der damaligen Zeit bis zur Gegenwart verdeutlicht. Mit Hilfe von Ausschnitten aus der Literaturverfilmung, zahlreichen Originalaufnahmen aus den Kriegen des 20. Jahrhunderts, Bildern und Interviewsequenzen wird der Stoff eindrücklich vermittelt.

Bildungsstandards: GY: BS 10, KS
 

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Der brave Soldat Schwejk

Pünktlich zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird der böhmische Hundehändler Schwejk in Prag zunächst wegen Hochverrats verhaftet und dann als Soldat in den Krieg geschickt. Dank seiner Einfältigkeit und Tollpatschigkeit gelingt es ihm, auch brenzligste Situationen ungeschoren zu überstehen, so dass er „nach dem Krieg um 6“ wieder wie gewohnt in seiner Prager Stammkneipe an der Seite seines Freundes Woditschka sitzen kann.

Adressaten: A(8-10)
Fächer: Deutsch

Didaktische Hinweise: Diese lebendig inszenierte und werkgetreu nacherzählte Inszenierung kann auch heute noch im Unterricht eingesetzt werden. Allerdings sollte sich die Lehrkraft gezielt einzelne Szenen aussuchen, die das Unterrichtsgeschehen sinnvoll ergänzen und unterstützen. Die Verfilmung des antimilitaristischen und satirischen Romans von Jaroslav Hasek kann auch in Ergänzung zu Literatur mit ähnlicher Thematik verwendet werden und ein anschauliches Bild dieser Zeit des Ersten Weltkrieges vermitteln. Das Bonusmaterial ist für den Einsatz im Unterricht nicht geeignet, da keine relevanten Inhalte zur Verfilmung oder zur Thematik angeboten werden.

Bildungsstandards: GY: KS
 

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3. Bildende Kunst

 

1000 Meisterwerke: Dada und Neue Sachlichkeit

Der Erste Weltkrieg veränderte radikal die Welt, und die Kunst reagiert mit Traditionsbrüchen und provokanten Konzepten. Während Dadaisten wie Hannah Höch die Gesellschaft im scheinbar absurden naiven Zusammenfügen von Alltagsfragmenten entlarvte, dokumentierten Künstler wie Otto Dix schonungslos realistisch die Schrecken der Schützengräben und Sündenpfuhls.

Adressaten: A(9-12)
Fächer: Bildende Kunst

Didaktische Hinweise: Fünf Kurzbetrachtungen führen in die Malerei der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ein. Die Beiträge über Schwitters und Höch zeigen zwei in der Intention zwar unterschiedliche, aber doch typische Vertreter der Dada Kunst, die in der Gestaltungstechnik der Collage, bzw. Assemblage ihre Gemeinsamkeit haben. Den Autoren gelingt es sehr gut, mittels dieser Beispiele das Provokations- und Innovationspotential sowohl künstlerisch-ästhetischer Technik als auch politischer Aussage darzustellen. Grosz‘ und Dix‘ Gemälde verdeutlichen sehr gut die persönliche Auseinandersetzung mit den bestehenden sozialen Verhältnissen sowie die Verarbeitung von Kriegserlebnissen und repräsentieren dadurch erlebte Realität. Mit Picabias Beispiel taucht jedoch ein Werk auf, das strenggenommen weder Dada noch der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen ist. Trotzdem gelingt es dem Autor, auf überzeugende Weise eine kontrastierende Position vorzustellen, die einerseits einige Berührungspunkte zu Dada in Europa aufweist, aber zugleich auch eine ganz eigenständige Sicht auf die technisierte Umwelt entwickelt.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: KS
 

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4. Religionslehre

 

Weihnachten 1914

Erster Weltkrieg, 24.12.1914: Zu Heiligabend ist die Stimmung an der Westfront ganz und gar nicht festlich, hier herrschen Not, Elend, Grausamkeit und Hunger. Sie haben Heimweh und stellen sich vor, was es wohl daheim an Heiligabend als Festessen gibt. In dieser Not bleibt dem diensthabenden Truppenführer nur noch eine Möglichkeit: Er nähert sich den französischen Truppen und bringt ihnen seine friedliche Absicht und die Notsituation seiner Männer zum Ausdruck. Der französische Offizier lädt daraufhin die deutschen Soldaten zum Essen ein. So kommt es dazu, dass vermeintliche Gegner entgegen allen Befehlen gemeinsam Weihnachten feiern und für einen einzigen Abend während des Krieges Frieden herrscht und Feinde zu Gleichgesinnten werden.

Zusatzmaterial: Arbeitsmaterialien.

Adressaten: A(7-12)
Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Der Kurzspielfilm erzählt mit wenigen Mitteln und in unaufgeregter Weise über die Ereignisse am Heiligabend 1914. Der Film schildert zwar nur eine Episode aus den Geschehnissen des 1. Weltkrieges, zeigt jedoch auch in schlichter und eindrucksvoller Weise die bedrückende Situation des Wartens und des Mangels der Soldaten. Inhalt und Machart eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten für den Einsatz im Geschichtsunterricht, wie z. B. als Impuls für ein Unterrichtsgespräch, als Ergänzung bzw. Illustration der Kriegswirklichkeit.
Die Arbeitsmaterialien sind nicht für den Geschichtsunterricht geeignet.

Bildungsstandards: RS: BS 10, GY: BS 8, KS; HS/WRS: BS 9; SO: HS
 

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5. Französisch

 

Merry christmas

Weihnachten 1914: Deutsche, französische und schottische Soldaten stellen die Kampfhandlungen in den verschlammten Schützengräben an der Westfront für wenige Tage ein, begehen gemeinsam das Weihnachtsfest, bergen und begraben ihre Toten und gewähren sich gegenseitig Unterschlupf. Der vage Ansatz der Fraternisierung wird von den Generalen unter Strafandrohung unterbunden. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit.

Zusatzmaterial: Slideshow; Kommentare; Trailer.

Adressaten: A(9-12)
Fächer: Französisch

Didaktische Hinweise: Gelungene Aufreihung von mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen, wobei der Reiz darin liegt, dass alle Protagonisten in ihrer Muttersprache (deutsch, englisch, französisch sprechen. Sehr eindrucksvoll wird die Atmosphäre dieses Weihnachtsabends im 1. Weltkrieg wiedergegeben und die völlige Sinnlosigkeit dieses Krieges beleuchtet. Die Darstellung mehrere Einzelschicksale erzeugt eine gewisse Betroffenheit. Empfehlenswertes Dokument zur deutsch-französischen Geschichte.

Bildungsstandards: RS: BS 10; GY: BS 10, KS
 

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