Alle hier aufgeführten Medien und Materialien sind von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung für den schulischen Einsatz besonders empfohlen.

Sie stellen aber nur eine kleine Auswahl der Medien dar, die Ihnen in der SESAM-Mediathek zu diesem Fach zur Verfügung stehen. Dort sind empfohlene Medien mit einem orangefarbenem Daumen gekennzeichnet.

Eine Suche als angemeldeter Kunde zeigt Ihnen, welche weiteren Medien Ihnen in Ihrem Landkreis zur Verfügung stehen. Wir empfehlen Ihnen für die Suche zu einem bestimmten Fach die Suche nach Bildungsstandards. Bitte beachten Sie auch unsere Hilfe-Seiten zur Mediathek.

Schultafel mit Aufschrift „Prüfung – Bitte Ruhe!“

Schultafel mit Aufschrift „Prüfung – Bitte Ruhe!“ | LMZ/Sven Grenzemann, Nr. LMZ007999

Unterhaltungsmedien im Internet

Dieser Film verbindet zwei Perspektiven auf Unterhaltungsmedien im Internet. Zum einen die Perspektive derer, die Videos auf Portalen wie zum Beispiel youtube hochladen um möglichst viele Abonnenten für ihren Kanal zu gewinnen. Sie kämpfen um eine möglichst lange „Watchtime“ ihrer Videos. Sie möchten die Abonnenten so lange wie möglich auf Ihrem Kanal halten. Damit verbessern sie ihr Ranking auf dem jeweiligen Portal. Um zu zeigen wie gezielt sie dabei vorgehen, wird ein Youtube-Creator porträtiert. Die zweite Perspektive beleuchtet Risiken, welche die Strategien der Unterhaltungsmedien im Internet für den User/Abonnenten haben können. Es werden mögliche Folgen des heute ständig steigenden Medienkonsums gerade von Jugendlichen angesprochen. Praktische Tipps von Wissenschaftlern zeigen, wie man den Konsum von Unterhaltungsmedien selbst beeinflussen kann ohne dem ständigen „Zeit totschlagen“ zu verfallen.

Fächer: Deutsch

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medienpaket eignet sich sehr gut für den Einsatz im Deutschunterricht ab Klasse 7. Die einführende Reportage, in der ein jugendlicher YouTuber sich und seine Arbeit präsentiert, entspricht den aktuellen Sehgewohnheiten der Lernenden und bietet erste Redeanlässe zum Thema Medienkonsum. Daran schließen sich drei einzeln anwählbare Erklärfilme („Medienkonsum“, „Unterhaltung“, „Wie tickt unser Gehirn?“) an, die aufgrund ihrer Kürze gut in den Unterrichtsverlauf zu integrieren sind. Die teilweise abstrakten Informationen und Begrifflichkeiten sind dabei visuell hervorragend aufbereitet durch eine grafisch reduzierte, optisch ansprechende und einprägsame Darstellung. Der zielgruppengerecht gesprochene Kommentar unterstützt das Verständnis. Foto- und Bildstrecken zu den jeweiligen Filmen ermöglichen eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem jeweils vorgestellten Aspekt. Das Arbeitsmaterial, bestehend aus drei Einheiten, die sich auf die Erklärfilme beziehen, ist didaktisch und methodisch bis ins Detail strukturiert und somit direkt im Unterricht einsetzbar. Das Gesamtpaket zeichnet sich zusätzlich aus durch große Methodenvielfalt, hilfreiche Tipps für die Lehrperson, gut ausgewählte Links zu schülergerechten Websites und unterstützt auf unterhaltsame und motivierende Weise den Kompetenzerwerb im Bereich Medienerziehung.

Didaktische Hinweise Jugendmedienschutz: Anhand eines YouTube-Influencers wird die Erstellung von Videos und deren Produktion gezeigt. Im zweiten Teil äußert sich eine Psychologin zu einem von ihr entwickelten Training für Studenten, um den Medienkonsum zu kontrollieren. Zusätzlich gibt es drei weitere Erklärfilme zu den Begriffen Medienkonsum, Unterhaltung und Gehirnfunktionen. Ziel des Materials ist mehr Kontrolle über das eigene Nutzungsverhalten zu entwickeln. Material und Filme benötigen ein höheres Reflexionsvermögen der Schülerinnen und Schüler und eignen sich deswegen erst ab der achten Klasse. Das Material ist dabei ansprechend gestaltet, bezieht sich aber nur teilweise auf die Filme.

 

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Cover von Unterhaltungsmedien im Internet

Digitale Gewalt

Neue Handytechniken, Apps und soziale Netzwerke machen es schnell und einfach möglich, privates Bild- und Tonmaterial, Verleumdungen oder Hasskommentare in die Welt zu posten und zu vervielfältigen. Auf diese Weise wird digitale Gewalt ausgeübt. Der Film definiert verschiedene Formen digitaler Gewalt. Sie thematisiert falsche Behauptungen und Beleidigungen in sozialen Netzwerken, Nacktaufnahmen im Internet sowie live ins Netz übertragene Straftaten. Es werden praktische Tipps zur Prävention und den Opfern Hilfestellungen im Umgang mit digitaler Gewalt gegeben. Auch mögliche straf- und zivilrechtliche Konsequenzen werden aufgezeigt. Insbesondere definiert der Film Begriffe und Sachverhalte wie Cybermobbing, Stalking, Shitstorm, Missbrauch von digitalen Aufnahmen, digitale Kontrolle und Übergriffe und gibt einen Einblick in Methoden organisierter digitaler Kriminalität. Insgesamt informiert er umfassend und sensibilisiert für Internetsicherheit. Sie versetzt Opfer in die Lage, sich richtig zu verhalten und Hilfe organisieren zu können.

Fächer: Deutsch, Ethik

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medium sollte aufgrund seiner hohen Informationsdichte und der schnellen Text- und Bildabfolge nur in der Sekundarstufe 2 eingesetzt werden. Der Film eignet sich insbesondere als Einstieg in das Thema „Digitale Gewalt“. Die einzeln anwählbaren Kapitel bieten dabei Anlässe zur weiteren Recherche oder zu Diskussionen. Die begleitenden Arbeitsblätter und interaktiven Übungen können im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden.

Didaktische Hinweise Ethik: Das Medium bietet in 15 Minuten einen Überblick über alle Formen digitaler Gewalt von Cybermobbing bis hin zu Cyberterrorismus, ihre juristische Relevanz sowie mögliche Schutzmaßnahmen. Der Abstraktionsgrad und die Informationsdichte (z. B. schnelle Aufzählung von Begriffen) sind für den Bildungsstandard 8 eigentlich zu hoch. Dennoch kann das Medium im Ethikunterricht einen Überblickstext ersetzen. Die für die Schülerinnen und Schüler zentralen Aspekte des Themas digitaler Gewalt (Cybermobbing) müssen jedoch im Unterricht vertieft werden. Hierzu bietet das Arbeitsmaterial eine Linksliste. Die übrigen Arbeitsaufträge sind nicht operatorengestützt und bieten nur Möglichkeiten zur Reproduktion des Filminhalts.

 

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Manipulation von Bildern

Im Zeitalter digitaler Bearbeitung und weltweiter Verbreitung ist die Manipulation von Bildern leicht und die Flut an gefälschten Nachrichten und Bildern grenzenlos. Der Film sensibilisiert für falsche Darstellungen in Bildern im Netz oder in anderen Informationsquellen. An historischen und zeitgeschichtlichen Beispielen wird gezeigt, wie Politik und öffentliche Meinung durch die Manipulation von Bildern beeinflusst werden. Der Film geht dabei auf Beispiele aus dem Nationalsozialismus sowie der Sowjetunion und der DDR ein. Er zeigt auch manipulierte Bilder der Neuzeit in Zeitungen und Fernsehen. Ein eigenes Kapitel erläutert, welche Rolle in zwei Golfkriegen Bilder von angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak und ein von einer PR-Agentur inszeniertes Massaker in einem kuwaitischen Krankenhaus spielten. Der Film macht nicht nur Manipulationen sichtbar und sensibilisiert den kritischen Blick, er gibt auch praktische Tipps zur Medienkompetenz: Wer lanciert mit welchem Interesse Bilder? Wie erkenne ich die Seriosität von Quellen?

Fächer: Bildende Kunst, Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise Bildende Kunst: Das Medium ist absolut unentbehrlich für den Einsatz in allen unterrichtlichen Bereichen, die mit Bild und Information arbeiten. Gut gegliedert und sinnvoll strukturiert in einzeln anwählbare kurze Kapitel geht die Produktion auf nahezu alle Bereiche der Medienmanipulation ein und wählt dabei treffende und prägnante Beispiele. Die komplexen Sachverhalte werden konsequent auf die Erfahrungswelt der Lernenden abgestimmt und sind inhaltlich auf aktuellstem Stand (2018). Den Abschluss bilden nützliche und gut durchdachte Hinweise zum lebenspraktischen Umgang mit der Medienmanipulation. Die Berücksichtigung von vertrauenswürdigen Referenzen, entsprechenden Quellen und Bewertungen sowie der Hinweis auf Urheberschaft und Identität (Impressum) sind mehr als hilfreiche Handreichungen zur kritischen Einschätzung von Informationen. Sinnvoll ergänzt wird der Filmbeitrag, der fächerübergreifend einsetzbar ist, durch gut strukturiertes und anregendes Arbeitsmaterial (Bild- und Filmmaterial, Arbeitsblätter, Lösungen und weiterführende Hinweise). Ein überaus gelungenes Medium für zentrale Bereiche der Medienbildung!

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Der Film bietet eine gute Auswahl verschiedener, z.T. aus der jüngsten Geschichte bekannten Manipulationen von Filmen und Bildern (z.B. der Irak-Krieg und die angeblichen Massenvernichtungswaffen, die zur Kriegsentscheidung der USA führten). Anhand dieser Beispiele kann im Unterricht das Thema „Manipulation von Bildern“ vertieft werden.
Das Arbeitsmaterial ist wenig motivierend, da die Aufgabenformate wenig Abwechslung bieten und die Schülerinnen und Schüler oft überfordert werden. (z.B. werden die S.u.S. aufgefordert, sich selbst am Computer in ein historisches Bild hineinzumontieren oder Beispiele zu finden, bei denen Informationen vorenthalten werden).

 

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Soziale Medien

Ein neuartiges Phänomen ist in den sozialen Netzwerken zu beobachten – das demonstrative Zurschaustellen des Reichtums der Eltern. Plattformen wie die „Rich Kids of Instagram“ haben Hunderttausende Abonnenten. Die Reportage stellt in kontroverser Form drei „Rich Kids“ vor und lässt Psychologen und Eltern zu Wort kommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verhalten in sozialen Medien und auf die Ungleichverteilung von Wohlstand und Chancen. Ein weiterer Schwerpunkt auf den Möglichkeiten und Methoden filmischer Wertung.

Fächer: Deutsch

Didaktische Hinweise: Die Filmsequenzen eignen sich gut für den Einsatz im Deutschunterricht, wenn es darum gehen soll, die eigene Meinung zu begründen (lineare/kontroverse Erörterung).
Die Persönlichkeit und die Aussagen der Protagonisten sowie die Sprecherkommentare polarisieren in verschiedener Hinsicht, so dass Jugendliche problemlos zum Formulieren einer eigenen Meinung zur Thematik motiviert werden können. Die modern produzierte zwölfminütige Reportage, bei der sich Sachlichkeit, Ironie und Emotionalität immer wieder abwechseln, wirkt insgesamt kurzweilig und lässt sich auch sinnvoll in Einzelsequenzen abspielen.
Das umfangreiche Begleitmaterial, das in verschiedenen Dateiformaten vorliegt, bietet der Lehrkraft eine vielfältige Auswahl an Arbeitsblättern zum Filmmaterial.

 

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Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert

Die Arbeitswelt befindet sich in einem gewaltigen Umbruch. Eine Expertin erklärt die Begriffe Arbeit und Erwerbsarbeit. Eine Animation verdeutlicht die Entstehung unserer Arbeitsgesellschaft. Umfragen verraten, welchen Stellenwert Arbeit in der Gesellschaft hat. Szenen geben Einblicke, wie die Digitalisierung unsere gesamte Arbeitswelt verändert. Ob auf dem Acker, in der Fabrik, im Büro, im Pflegeheim oder im Operationssaal, kleine, intelligente Roboter und Computer werden zu „smarten“ Assistenten, aber auch zu unseren Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt. Digitale Nomaden und Clickworker haben keine festen Arbeitsorte, Arbeitszeiten oder Arbeitsverträge mehr. Wie können wir unsere künftige Arbeitswelt mitgestalten?

Fächer: Ethik, Gemeinschaftskunde, Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde, Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung: Der Film zeigt nicht nur den Strukturwandel der Arbeitswelt (hier vor allem die Industrie 4.0) in anschaulichen Bildern, sondern er vermitteln den Schülerinnen und Schülern auch einen Eindruck davon, dass Arbeit als solche nicht immer ein zentrales Messinstrument für gesellschaftliche Anerkennung war, sondern dass diese Bewertung der Arbeit seit der Antike einem kulturellen Wandel unterlag.
Der philosophisch-historische Exkurs zu Beginn des Filmes stellt diesen Umstand klar heraus und sollte bei einer weiteren Behandlung der Chancen und Risiken der Industrie 4.0 nicht ganz aus den Augen verloren werden.
Insofern liefert der Film interessante Denkanstöße und Informationen, welche sich durch das gut strukturierte Arbeitsmaterial vertiefen und erarbeiten lassen.

Didaktische Hinweise Ethik: Der Hauptfilm des interaktiven Mediums (ca. 17 min) bietet einen mit Experteninterviews und Animationen unterfütterten Abriss über den Begriff Arbeit und seine gesellschaftlichen Implikationen und skizziert, wie sich durch die Digitalisierung unsere Arbeitswelt in Zukunft verändern könnte. Aufgrund der hohen Informationsdichte kann der Hauptfilm nur als Einstieg oder zur Wiederholung herangezogen werden. Das Arbeitsmaterial weist Arbeitsblätter mit operatorengestützten Arbeitsaufträgen zur Inhaltssicherung und Vertiefung auf. Außerdem gibt es vier inhaltssichernde interaktive Arbeitsmaterialen sowie ein großes Repertoire an Bildmaterial. Auf der ROM-Ebene bietet das Medium außerdem alle Einzelpassagen des Hauptfilms mit dem passenden Arbeitsauftrag, Diagramme, Texttafeln etc. Anhand des sehr reichhaltigen Materialteils lassen sich alle Informationen des Hauptfilms – auch teilweise selbstständig von den Schülerinnen und Schülern interaktiv – erarbeiten.

 

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Fake News?!

Gerade Jugendliche informieren sich häufig in sozialen Netzwerken oder Blogs über aktuelle Ereignisse und stoßen dabei auch auf sogenannte Fake News. Der Begriff ist derzeit in aller Munde – doch um was geht es hier eigentlich? Die Produktion vermittelt, was Fake News, Social Bots und Echokammern sind, wie dieses Prinzip funktioniert und wer davon profitiert. Zudem wird gezeigt, wie man Fake News erkennt und sich vor Manipulation schützen kann.

Fächer: Gemeinschaftskunde, Deutsch

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Der Film stellt kurzweilige Beispiele für gern geglaubte Fakenews vor, wie wir sie im Netz finden können. Analyse (bedient unsere Vorurteile, verfolgt eindeutige politische Interessen) und Ratschläge (misstrauisch sein bei allem, was Vorurteile bedient) erfolgen durch Experteninterviews und stellen das Problem in einen größeren, auch historischen Rahmen (retuschierte Lenin- oder Hitlerbilder). Wichtig sind, gerade für die Schüleraktivität, vor allem auch die Anleitungen zur Überprüfung von Falschmeldungen. Hier werden auch die wichtigsten Internetseiten erwähnt. Insgesamt geht der Film über sein Thema hinaus und behandelt mit „Echokammer“ und „Social Bots“ andere Phänomene des Internets, die in manipulativer Absicht genutzt werden können, dies allerdings weniger ausführlich. Hier wäre eine Vertiefung ebenfalls sinnvoll, wenn man beispielsweise an die Diskussionen über die Rolle des Internets bei Wahlentscheidungen, gerade in den USA, denkt. Das Arbeitsmaterial liefert sinnvolle Anregungen zur Weiterarbeit, allerdings sind die Arbeitsaufträge manchmal etwas offen formuliert. Einzelne Arbeitsblätter können mit eindeutigen Linkzuweisungen vielleicht noch zielführender eingesetzt werden.

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medium eignet sich gut für den Einsatz im Deutschunterricht aller Schularten ab der neunten Klassenstufe, wenn es darum geht, das eigene Medienverhalten zu reflektieren und Informationen aus Medien hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit zu prüfen.
Der anschaulich gestaltete Film zeigt in einzeln abrufbaren Kapiteln anhand konkreter Beispiele Merkmale, Absichten, Mechanismen und Auswirkungen von Fake-News.
So vermittelt die Produktion der jugendlichen Zielgruppe ein Instrumentarium zum kritischen Umgang mit digital verbreiteten Nachrichten. Das ergänzende Arbeitsmaterial gibt zusätzliche Impulse zur Thematik und ist kann von der Lehrkraft individuell an die Lerngruppe angepasst werden.

 

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Filmanalyse

Filme haben ihre eigene „Sprache“, um Geschichten zu erzählen und Stimmungen zu erzeugen. Sie arbeiten mit visuellen, auditiven und narrativen Elementen, deren Analyse und Interpretation einen zentralen Bestandteil der Medienkompetenz darstellt. Die Produktion vermittelt wichtige Elemente der Filmsprache (Einstellungsgrößen, Kameraführung, Ton, Schnitt und Montage) und regt zur Analyse und Interpretation an. In einem Interview mit Regisseuren und Produzenten wird zudem auf das Genre Literaturverfilmung eingegangen.

Fächer: Bildende Kunst, Deutsch

Didaktische Hinweise Bildende Kunst: Das Medium zur Filmanalyse enthält alle wichtigen Aspekte, die zur umfassenden Beurteilung filmischer Werke sinnvoll und notwendig sind. In knapper, anschaulicher und unterhaltsamer Form werden die wesentlichen filmsprachlichen Mittel (Einstellungen, Kamerabewegung und -perspektive, Musik und Ton, Filmschnitt) vorgestellt, in ihrer Wirkung untersucht und durch eine zusammenfassende Wiederholung  hervorragend nachvollziehbar gemacht. Die recht anspruchsvollen Arbeitsblätter können zu einer weiteren Vertiefung beitragen und regen zu eigener praktischer Filmarbeit an. Für den Kunstunterricht lassen sich überdies einzelne Kapitel herauslösen und gesondert betrachten. Die gewählten Beispiele sind aktuell und streifen zudem die wichtigsten Filmgenres. Das Medium ist daher ideal geeignet für den unterrichtlichen Einsatz in allen Schularten sowie der Erwachsenenbildung.

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medium „Filmanalyse“ fasst Informationen zu den wichtigsten Gestaltungsmitteln kurz und unterhaltsam zusammen und dient damit als Basis für Filmbildung in jeder Schulart und Klassenstufe.
Die klare Struktur, ein hohes Maß an Anschaulichkeit sowie die durchdachte didaktische Aufbereitung durch Wiederholung und Zusammenfassung ermöglichen einen schnellen Lernerfolg bei den Schülern. Die zahlreichen und übersichtlich gestalteten Arbeitsmaterialien mit vielfältigen, methodisch abwechslungsreichen Aufgabenstellungen ermöglichen eine punktuelle Vertiefung ausgewählter Bereiche.
Die Filmsequenzen werden durch ein Interview „Wie entsteht eine Literaturverfilmung?“ ergänzt. Diese zusätzliche Option richtet sich vom Niveau und vom Inhalt an Schüler der Sekundarstufe II.

 

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Hass im Internet

Hasskommentare überfluten das Internet und die sozialen Netzwerke. Der Film Hass im „Internet“ porträtiert vier Personen, die solchen Angriffen ausgesetzt sind und zeigt, wie sie sich dagegen zur Wehr setzen. Dabei kommen auch die strafrechtlichen Folgen zur Sprache, die unbedachte Äußerungen nach sich ziehen können. Unterstützt durch umfangreiches Unterrichtsmaterial werden konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Hass im Netz aufgezeigt, aber auch die Probleme im Umgang mit der Online-Hetze diskutiert.

Fächer: Gemeinschaftskunde, Ethik, Religion

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Die betroffenen Politiker gewinnen in diesem Film durch die vorgeführten Hassparolen eindeutig an Sympathiepunkten. Gemeinsam mit der ebenfalls vorgestellten Unternehmerin, die durch ihr einwandfreies ökologisches und soziales Engagement geradezu Vorbildfunktion für sich reklamieren kann, sind sie die eindeutigen moralischen Gewinner dieses verbalen Kriegsschauplatzes, den das Netz hier darstellt. Aufbauend darauf unterbreitet das Arbeitsmaterial verschiedene Vorschläge, wie die Gründe (gesellschaftliche und psychologische Dimension) und Auswirkungen (rechtliche Seite) dieser Hassbotschaften im Unterricht behandelt werden können.
Die Arbeitsaufträge sind kombiniert mit weiterführenden Links, die teilweise amüsant, immer aber informativ und aktuell sind.
Insofern lässt sich das Medium gut in einer Einheit zum Thema „Medien“ im Unterricht einsetzen.

Didaktische Hinweise Ethik: Der Lehrfilm eignet sich sehr gut für den Einsatz im Ethikunterricht der Kursstufe. Durch sinnvoll ausgewählte Interviewpartner aus den Bereichen Politik und Wirtschaft ist er nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Er vermeidet es, reißerisch zu sein, obgleich er in plastischer Weise die Dimensionen von Hass im Internet zeigt. Durch seinen klaren Appellcharakter und zeigt er den Schülerinnen und Schülern Handlungsmöglichkeiten auf und nimmt sie damit in die Verantwortung. Das Zusatzmaterial ist eher für den Bildungsstandard 10, gibt aber auch für die Kursstufe hilfreiche Impulse.

Didaktische Hinweise Evangelische Religion: Der Lehrfilm eignet sich sehr gut für den Einsatz im evangelischen Religionsunterricht. Durch sinnvoll ausgewählte Interviewpartner aus Politik und Wirtschaft ist er für die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler im Bereich des Vorstellbaren. Er vermeidet es, reißerisch zu sein, obgleich er in plastischer Weise die Dimensionen von Hass im Internet zeigt. Durch seinen klaren Appellcharakter zeigt er den Schülerinnen und Schülern Handlungsmöglichkeiten auf und nimmt sie damit auch selbst in die Verantwortung für ihr Online-Verhalten. Das Unterrichtsmaterial ist eher für den Bildungsstandard 10 (besonders das Arbeitsblatt zu christlicher Ethik), gibt aber auch noch für die Kursstufe hilfreiche Impulse.

 

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Hasskommentare und falsche Likes

In den sozialen Medien wird kräftig getrickst. Man kann alles kaufen, was Kunden im Netz erfolgreicher erscheinen lässt. Ein Unternehmen aus Hamburg beispielsweise vermittelt Likes, Kommentare und Klicks. Wer viel zahlt, kriegt auch viel künstliche Resonanz. Wenn es besonders schnell gehen soll, werden auch Social Bots eingesetzt.

Fächer: Religion, Ethik, Gemeinschaftskunde, Deutsch

Didaktische Hinweise Evangelische Religion: Die ZDF-Dokumentation von 2016 beschäftigt sich mit politischer Einflussnahme in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Dabei werden Manipulationen investigativ aufgedeckt (oder zumindest aufzudecken versucht). Auch wenn Schülerinnen und Schüler sich zumeist nicht in diesen Netzwerken aufhalten, kann eine dem Grunde nach aufklärerische Wirkung allgemein erzielt werden. Zustimmung zu Meinungen und Haltungen kann gekauft werden. Zwischen Betrug und intensiver persönlich überzeugter Einflussnahme kann bei dieser Darstellung immerhin noch bei genauer Betrachtung (wozu auch die Arbeitshilfe dankenswerterweise anleitet) unterschieden werden. Es ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler nicht automatisiert erzeugten Fake-News aufsitzen, deren Wahrheit man durch manipulierte Massenzustimmung erzeugen will.  Die Gefahr der Beeinflussung der öffentlichen Meinung wird hier allerdings doch deutlich aus dem Blickwinkel der herkömmlichen mainstream-Medien gebrandmarkt. Diese selbst werden mit ihrem eigenen Beitrag zur „politischen Willensbildung“ nicht thematisiert. Deren Darstellungsmacht ist aber genau das Problem aus der Sicht der rechtsgerichteten Gegenseite. Der arbeitslose Ostdeutsche, der mit hyperaktivem Posten und Liken politisch im Sinne der Populisten Einfluss nimmt, ist ein hervorragendes Beispiel: er erfährt sich als wirksam, und die Mainstream-Medien sollten ihm dies auch nicht absprechen wollen. Dass seine Aktivität die öffentliche Meinung zu verzerren droht, ist vor allem eine Angst des etablierten Journalismus, der seine eigenen Felle wegschwimmen sieht. Die Arbeitshilfe macht korrekterweise solche Widersprüche des Films in pädagogische kreativer und informativer Weise thematisierbar, wie sie auch zur Aktualisierung (Stand 05/2018) beiträgt.

Didaktische Hinweise Ethik: Die in Einzelkapitel unterteilbare Dokumentation kann sehr gut ab Bildungsstandard 10 eingesetzt werden, da sie die komplexeren Zusammenhänge von sozialen Medien und falschen Likes aufzeigt und sich deshalb insbesondere dazu eignet, über Werte und Normen in sozialen Medien zu diskutieren. Unter Einbezug von Experten, z. B. einem Professor für politische Datenwissenschaft, einem Journalisten, einem Like- und Kommentarvermittler sowie einem Ex-Troll erfahren Schülerinnen und Schüler, wie leicht man über die Zuschaltung von Social Bots oder menschlichen Trollen ein gefälschtes gutes Image im Netz erzielen kann, um so auf das (politische) Meinungsbild in sozialen Medien Einfluss zu nehmen. Sie lernen, dass es nicht ausreicht, sich ausschließlich über soziale Medien zu informieren, da diese nicht Grundlage einer differenzierten Meinung sind, und dass es eine gesellschaftliche Aufgabe ist, darüber aufzuklären. Die Arbeitshilfe bietet neben didaktischen Hinweisen operatorengestützte Arbeitsaufträge aus allen Anforderungsbereichen zur Inhaltssicherung und handlungs-und produktionsorientierte Möglichkeiten zur Vertiefung (z. B. die Funktionsweise von Algorithmen) sowie ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen. Auf diese Weise deckt das Medium alle Kompetenzstufen des Fachs Ethik bis hin zu Handlungsalternativen sehr gut ab.

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Der Film vernetzt das Thema der Meinungsbeeinflussung durch Social Bots stark mit den Propagandamitteln einzelner politischer Parteien. Innerhalb dieses großen politischen Rahmenthemas finden sich konkrete Informationen dazu, wie die politische Meinungsmache durch gefälschte oder gekaufte Likes oder Statements im Einzelnen funktioniert.
Um die Schülerinnen und Schüler gerade der unteren Klassenstufen nicht zu überfordern, ist es ratsam, den Film in einzelnen Sequenzen zielgerichtet einzusetzen. Denkbar wäre beispielsweise den Einsatz von Fake-Likes oder Trollen an schülernahen Themen zu besprechen. Die Übertragung auf die Politik könnte als zweites größeres Kapitel des Films getrennt davon besprochen werden.

Didaktische Hinweise Deutsch: Die in Kapitel gegliederte Dokumentation setzt sich mit der Wirkung von politischen Kommentaren und Diskussionen in sozialen Netzwerken auseinander und eignet sich daher für den Einsatz im Deutschunterricht ab der zehnten Klassenstufe. Die einzelnen Themenbereiche werden in Form von Interviews mit Experten, Politikern, Privatpersonen und Journalisten präsentiert. Im Mittelpunkt steht dabei die allgegenwärtige Meinungsbeeinflussung durch verschiedene Formen digitaler Kommentare (Likes, Lob, Beschimpfungen, Beleidigungen, rassistische Äußerungen etc.), die durch den Einsatz von „Social Bots“ und „Fake-Accounts“ unkontrollierbar wird. Daraus können sich vielfältige Diskussionsanlässe ergeben, wobei die Lehrkraft im Vorfeld gezielt Kapitel mit entsprechendem Arbeitsmaterial auswählen sollte. Die Bilder und Texte erfordern aufgrund ihres Inhalts unbedingt eine gründliche Prüfung vor dem unterrichtlichen Einsatz.

 

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Nachrichten clever gecheckt

Sind wir heutzutage gut informiert? Wie wird unser Weltbild von unserem eigenen Surfverhalten und fremden Algorithmen beeinflusst? Und welchen Informationen können wir noch vertrauen? Der Film gewährt Einblicke in aktuelle Herausforderungen seriöser Online Journalisten, hinterfragt ihre Filterblasen und übt, Fake News zu durchschauen.

Fächer: Gemeinschaftskunde, Deutsch, Ethik

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Der Film informiert leicht verständlich und gut strukturiert über den Online-Journalismus und das Zustandekommen von Nachrichten.
Er eignet sich beim Themenbereich „Medien“ als Einstieg und Grundlage für Problematisierungen, gerade was die Unterthemen „Recherche“, Presserecht und – kontrastierend zur seriösen Berichterstattung –  „Fake News“ betrifft.
Das Arbeitsmaterial ist ansprechend und eignet sich zur Vertiefung.
Eher entbehrlich sind hingegen die Erklärfilme mit teilweise trivialem Inhalt.

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medienpaket eignet sich sehr gut für den Einsatz im Deutschunterricht der Sekundarstufe aller Schularten. Die Vernetzung der einzelnen Module (Video, Erklärfilme, Foto- und Bildstrecken, Arbeitsmaterial) ist gut durchdacht und vermittelt den Lernenden die Kompetenz, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten fundiert zu untersuchen. Die vorhandenen Arbeitsblätter eignen sich aufgrund der klaren, motivierenden Aufgabenstellung und Gestaltung sowie des engen Bezugs zu den Filmsequenzen für den direkten Einsatz im Unterricht verschiedener Klassenstufen.

Didaktische Hinweise Ethik: Das interaktive Medium eignet sich sehr gut für den Einsatz im Ethikunterricht. Die darin enthaltene Reportage zeigt Schülerinnen und Schülern, wie man das Internet zur sicheren Informationsbeschaffung nutzen kann. Als Interaktionspunkte sind drei Fragen in die Reportage eingefügt, die die Jugendlichen dazu anregen, über die Herkunft ihres Weltbildes, den Stellenwert von Transparenz und die Frage, welche Schlagzeilen sie ansprechend finden, nachzudenken. Auf diese Weise lernen die Jugendlichen die im Film angesprochenen Aspekte auf ihren Lebensalltag bezogen zu hinterfragen oder anzuwenden. Neben der Reportage bietet das Medium drei kurze und gelungene Erklärvideos zu den in die Reportage eingewobenen Begriffen Weltbild, Newsfeeds und Fake News. Auf der ROM-Ebene findet sich die DVD nicht nur Foto- und Bildstrecken zu allen Filmen, sondern auch Übungen und Grafikpools zu den Erklärvideos. Die Materialreichhaltigkeit macht das Medium ab Bildungsstandard 8 vielfältig einsetzbar.

 

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Die Trolle

Vor ein paar Monaten erschüttert eine Nachricht den kleinen Ort Meßstetten: Ein Polizist soll entführt worden sein. Ein Verdacht liegt nahe: In dem Ort auf der Schwäbischen Alb leben 5.000 Einwohner und fast noch mal genauso viele Flüchtlinge. Wer könnte es sonst gewesen sein? Lokalreporter Michael Würz fängt an zu recherchieren und hat den Polizisten plötzlich an der Strippe. Der ist nicht entführt worden – sondern liegt krank im Bett. Solche Lügengeschichten geistern derzeit massenhaft vor allem durch die sozialen Medien: Bordellgutscheine für Flüchtlinge, entführte Kinder, geklaute Ziegen und Schafe. Alles frei erfunden. Oft sind es Internettrolle, die die Gerüchte in Umlauf bringen. Wie verändern sie die Stimmung im Land? Ein Aufklärungsfilm zum Thema Fake-News.

Fächer: Deutsch, Gemeinschaftskunde, Ethik

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medium eignet sich für den Einsatz im Deutschunterricht ab Klasse 8. Die Kapiteleinteilung ermöglicht das gezielte Abspielen einzelner Sequenzen, die verschiedene Aspekte der Thematik „Trolle in den sozialen Netzwerken“ in den Mittelpunkt rücken. So hat die Lehrperson die Möglichkeit, mit Unterstützung des äußerst umfangreichen und gut strukturierten Materials, die Problematik der Nachrichtenmanipulation nach eigenem Ermessen zu behandeln. Die Moderation durch die Kunstfigur eines Trolls erleichtert den Zugang zum Thema und sensibilisiert die Lernenden zu einem kritisch hinterfragenden Umgang mit Informationen in sozialen Netzwerken.

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Der Film greift ein aktuelles Thema auf und stellt dieses über die Darstellung von Trollfabriken in Russland in einen größeren gesamtpolitischen Zusammenhang. Wichtig für den Unterricht in der Schule ist die Thematisierung der gezielten Beeinflussung durch das Internet. Hilfreich ist die Erwähnung von Seiten wie Hoaxmap oder Mimikama, die auch auf anderen mediendidaktischen Plattformen oder in Handreichungen genannt werden. Die Zusatzmaterialien sind mäßig nutzbar, um zielgerichtet den Umgang mit Falschmeldungen im Internet zu behandeln. Hier sollte die Lehrkraft ergänzen. Der Film selbst kann jedoch gut motivieren, einen Zugang zum Thema zu finden.

Didaktische Hinweise Ethik: Das Medium zeigt eine Dokumentation der NDR-Reihe Panorama – Die Reporter, die sich sehr gut für den Ethikunterricht ab Bildungsstandard 10 eignet. Sie stellt differenziert, fundiert und komprimiert (30 min) die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas dar: Strategien und Motive der Trolle beim Verbreiten von Fakenews werden ebenso deutlich wie der Kampf von Polizei, Journalisten und Aktivisten gegen die Verbreitung von Gerüchten, Falschmeldungen und Hate-Speach. Die politische Wirkung nationaler und internationaler Ebene wird besonders deutlich anhand eines Interviews mit einem ehemaligen Troll, der über die Mechanismen politischer Manipulation berichtet. Die Reportage appelliert nachdrücklich an das kritische Bewusstsein der User und ruft dazu auf, sich aktiv gegen Fakenews zu positionieren. Das reichhaltige Arbeitsmaterial bietet operatorengestützte Arbeitsaufträge sowohl mit kreativ-handlungsorientiertem als auch mit analytisch vertiefendem Charakter. Die Infoblätter dienen nicht nur Lehrkräften bei der Vorbereitung, sondern können auch in der Kursstufe eingesetzt werden.

 

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Internetkriminalität und Internetsicherheit

Vorgestellt wird die breite Grauzone von strafrechtlichen Vergehen über Straftatbestände bis hin zu schweren Verbrechen im Netz. Beginnend mit der Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten bewegt man sich beispielsweise beim Cybermobbing bereits im Bereich des Strafrechts. Der Film klärt darüber auf, wie man vermeidet zum Opfer oder gar zum Täter im Netz zu werden. Es wird deutlich gemacht, wie schnell man Grenzen überschreiten kann, die strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen. Gleichsam lauern Fallen wie bei „Fake-Shops“, wodurch man zum Opfer von Internetbetrug, Phishing und Identitätsdiebstahl werden kann. Herabwürdigende Darstellungen, Stalking, Beleidigung, Hasskommentare, die Darstellung verfassungsfeindlicher Symbole und Volksverhetzung sind weitere Themen.

Fächer: Religion, Deutsch

Didaktische Hinweise Religion: Der konzentriert-knappe Erklärfilm gibt einen allgemeinen Überblick über derzeit aktuelle Aspekte von Fehlverhalten und Kriminalität im Internet. Dabei hat er die Lebenswelt Jugendlicher zwar im Auge, könnte aber wegen deutlich erwachsenenorientiertem moralischem Unterton Akzeptanzprobleme in der Klasse haben. Insbesondere unüberlegtes Fehlverhalten Jugendlicher im Netz in einem Aufwasch (im selben Film) zusammen mit gezielter organisierter Internetkriminalität anzuführen kann problematisch wirken und die Intention zunichte machen. Die Lehrkraft wird sich im Klaren darüber sein müssen, dass sie mit diesem Film ihre eigene Rolle des Warnens und des Appells an Verantwortungsbereitschaft verstärkt. Die offensichtliche Zielgruppe mittleren Bildungsniveaus wird eventuell durch gehäufte Erwachsenensprache überfordert, das versucht das Glossar des Arbeitsmaterials auszugleichen. Das Arbeitsmaterial wartet zumeist mit Verständnissicherung und nachhaltiger (Gruppen-)Bearbeitung des Filminhalts auf, führt an einigen Stellen aber mit Konkretionen und Anwendungen darüber hinaus. Die Bildungsplan-Leitperspektiven „Prävention und Gesundheitsförderung“ sowie „Verbraucherbildung“ werden bedient, bei der Leitperspektive „Medienbildung“ sind es „Jugendmedienschutz, Persönlichkeits-, Urheber-, Lizenzrecht und Datenschutz“.

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medium ist für den Einsatz im Deutschunterricht aller Schularten geeignet. In ihrer Kompaktheit vermitteln die Filmsequenzen äußerst umfangreiche Informationen zum Umgang mit möglichen Gefahren der digitalen Medienwelt. Trotz hoher Informationsdichte auf hohem Sprachniveau animiert das Medium zum Nachdenken über persönliche Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit dem individuellen Vorwissen zum Thema. Dabei schaffen die dargestellten authentischen Alltagssituationen (Stand 2017)  ein hohes Maß an Identifikationsmöglichkeiten für die jugendlichen Zuschauer. Das durchdachte Arbeitsmaterial mit ansprechenden Fragestellungen hilft den Schülerinnen und Schülern, das schwer überschaubare Themenfeld zu strukturieren und neue Verknüpfungen herzustellen. Des Weiteren bietet das Medium eine Vielzahl von Sprech-, Schreib- und Rechercheanlässen.

 

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Voicemail

Die Jugendliche Lilly ist verschwunden und wird von der Polizei gesucht. Die Medien stürzen sich auf das Thema und suchen nach neuen Informationen. Der junge Redakteur Stefan Färber nutzt eine zufällige Begegnung mit Lillys Mutter, um beruflich aufzusteigen. Schließlich hört er illegal die Mailbox des Mädchens ab, was von der Polizei als Lebenszeichen Lillys gedeutet wird. Die glückliche Mutter kontaktiert Färber und verkündet die vermeintlich tollen Neuigkeiten. Färber realisiert die Tragweite seiner Handlungen, klärt das Missverständnis jedoch nicht auf.

Fächer: Deutsch

Didaktische Hinweise: Das Medium ist für den Einsatz im Deutschunterricht ab Klasse 8 sehr gut geeignet. Abstrakte Themen wie Presserecht, Pressekodex und Pressefreiheit werden auf äußerst spannende und auch für jugendliche Zuschauer gut nachvollziehbare Weise angesprochen. Zu jedem Zeitpunkt des Films ist man gefordert, zu den Entscheidungen der Protagonisten Stellung zu beziehen. Hierbei steht im Mittelpunkt, inwieweit journalistische Tätigkeit ethischen und moralischen Regeln folgen sollte und ab welchem Zeitpunkt diese überschritten werden. Ohne belehrend zu wirken entlarvt die Filmhandlung die Mechanismen der Boulevardpresse, die rücksichtslos mit Blick auf die Verkaufszahlen die Menschenwürde missachtet. Das Schicksal des verschwundenen Mädchens bleibt bis zum Filmende im Unklaren. Durch diesen dramaturgischen Schachzug ergeben sich gehaltvolle Diskussions- und Schreibanlässe. Die klar gegliederten und didaktisch angemessen reduzierten Zusatzmaterialien unterstützen gewinnbringend den Einsatz des Films im Unterricht.

 

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Ich folge dir

Anna trifft am Morgen im Zug auf Jesper. Sie hat ihn noch nie gesehen, aber es stellt sich heraus, dass er alles über sie weiß. Er hat sie im Alltag und über soziale Medien beobachtet und sich sogar als falscher Freund einem ihrer Bekannten angedient, damit der Intimes über sie ausplaudert. Anna ist schockiert.

Fächer: Religion, Deutsch, Ethik

Didaktische Hinweise Religion: Der Kurzspielfilm bietet anhand einer scheinbaren Alltagssituation einen wirksamen und jugendnahen Impuls zum Problem der Privatsphäre beim Mediennutzungsverhalten in social media. Durch die Entwicklung der Handlung sind ethische Urteile und Massstäbe zum Bildungsplan-Stichwort „Online-Verhalten“ gefragt. Für ältere Klassen können auch strukturkritische Momente des „Big data“ einbezogen werden. Insofern die Sphäre der Beziehungsgestaltung angesprochen ist, sind auch Partnerschaftsthemen möglich. Das Begleitmaterial ist zu wenig unterrichtspraktisch und fängt mit der eigentlichen Pointe des Films nichts an.

Didaktische Hinweise Deutsch: Das Medium ist hervorragend für den Einsatz in der Sekundarstufe geeignet. In der dreiminütigen Filmsequenz entwickelt sich eine Alltagssituation in der U-Bahn zum Alptraum für die Protagonistin, die am Ende verstört und ratlos zurückbleibt. Im Zentrum steht der Gebrauch von sozialen Medien, die unsere moderne Welt prägen. Dabei spielen Themen wie Stalking sowie die Vermischung von Öffentlichkeit und Privatheit eine zentrale Rolle. Die beiden Protagonisten bieten Identifikationsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. Das gut strukturierte didaktische Zusatzmaterial zur Filmproduktion bietet umfangreiche Möglichkeiten für den Einsatz im Unterricht.

Didaktische Hinweise Ethik: Der dreiminütige Kurzspielfilm eignet sich sehr gut als Impulsfilm zum Thema „soziale Medien“. Er findet ein eindrückliches und wirksames Bild für die Öffnung und den Verlust des Privatraums und zeigt gleichermaßen das Bedürfnis, das Private zu teilen wie die Gefahr des Kontrollverlusts. Er kann ab Bildungsstandard 8 eingesetzt werden und bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit einer Einführung in die Filmanalyse. Das didaktische Begleitmaterial beinhaltet neben einigen filmerschließenden Informationen und Film-Stills Arbeitsaufträge zu diesen Themen sowie zum Thema Stalking. Allerdings sind die meisten Aufträge als W-Fragen formuliert.

 

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Invention of trust

Der junge Gymnasiallehrer Michael Gewa bekommt eine rätselhafte Nachricht – Das Unternehmen „b.good“ hat seine Internet- und Handydaten gekauft und stellt ihm aufgrund seines digitalen Fußabdrucks ein Rating aus – über seine persönlichen und beruflichen Fähigkeiten, über seine Beziehung zu seiner Freundin. Nachdem er das Angebot ausschlägt das Rating gegen einen monatlichen Beitrag privat zu halten, entsteht schnell ein Flächenbrand. Er findet sich in der Situation wieder, bei Freunden, Kollegen und Schülern, um seinen Ruf und das beschädigte Vertrauen in ihn zu kämpfen.

Fächer: Ethik

Didaktische Hinweise: Der preisgekrönte Kurzspielfilm eignet sich sehr gut für den Einsatz im Ethikunterricht ab Bildungsstandard 10, da das fiktionalisierte Gedankenexperiment Schülerinnen und Schüler zu einer Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Schutz von Privatsphäre, Menschenwürde und Persönlichkeitsrechten im Internet-Zeitalter anregt. Besonders spannend ist dabei das Konstrukt der Firma „b.good“, die aus unserem laxen Umgang mit persönlichen Daten und unserer Bewertungsmanie Profit schlägt. Hier bietet der Handlungsraum Schule, die ja auch ein „analoger“ Bewertungsraum ist, einen weiteren Diskussionsanstoß und Möglichkeiten zur Identifikation. Neben der Reflexion von medienethischen Fragestellungen werden die Schülerinnen und Schüler aber auch zum Nachdenken über den für unser Zusammenleben so wichtigen Wert des „Vertrauens“ angeregt. Der sehr umfangreiche Materialteil beinhaltet viele informierende und weiterführende Zusatztexte und sinnvolle Fragestellungen, die die Schülerinnen und Schüler immer wieder dazu auffordern, die Perspektive zu wechseln und Position zu ergreifen.

 

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Journalismus & Pressefreiheit

Der Hauptfilm „Pressefreiheit“ geht der Frage nach, wie es heute um die oft gepriesene und noch öfter missachtete Pressefreiheit steht. Können und wollen die Medien heute noch ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nachkommen, die für die demokratische Meinungsbildung unentbehrliche Vielfalt an Informationen und Meinungen bereitzustellen?

Fächer: Gemeinschaftskunde

Didaktische Hinweise: Ein gelungenes Plädoyer für unabhängigen Journalismus und Pressefreiheit. Der Film spannt mit Hilfe zweier Interviewpartner einen Bogen von den historischen Zusammenhängen des Kampfes um freien Journalismus bis hin zur aktuellen Bedrohung desselben. Rationalisierungsbestrebungen im Journalismus und die Machtkonzentration bei einigen wenigen Konzernen führen zu einem „Mainstreamjournalismus“; so lauten die Thesen der Interviewpartner. Die Themenstellung ist anspruchsvoll, durch die Klarheit der Positionen, die die Interviewpartner beziehen, von den Schülern allerdings jederzeit nachvollziehbar. Diese aktuelle Problematisierung des Grundrechtes auf Presse- und Meinungsfreiheit eignet sich gut als Ausgangspunkt für weitergehende Vertiefungen und Diskussionen. Die Zusatzfilme im Anhang geben über konkrete journalistische Beispiele und Aufgabenstellungen weitere Anstöße zur kritischen Auseinandersetzung.

 

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