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Alle hier aufgeführten Medien und Materialien sind von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung für den schulischen Einsatz besonders empfohlen.

Sie stellen aber nur eine kleine Auswahl der Medien dar, die Ihnen in der SESAM-Mediathek zu diesem Fach zur Verfügung stehen. Dort sind empfohlene Medien mit einem orangefarbenem Daumen gekennzeichnet.

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Bunte Pinsel

GettyImages/VikZa

Klasse 5–6

 

Videokurs I

Das Medium zeigt alles zum Filmen: Die Kamera, unterschiedliche Mikrofone und Stative werden erklärt. Die Drehvorbereitung samt Recherche und Drehbuchschreiben nimmt eine zentrale Stellung ein. Sensibilisiert wird zudem für die rechtlichen Voraussetzungen: Drehgenehmigung und Einverständniserklärung. Beim Filmdreh wird auf Regisseur/-in, Kameramann/-frau, Darsteller/, in und Toningenieur/-in eingegangen. Abschließend geht es um Bildgestaltung und Kameraführung, Kamerabewegung und Filmschnitt.

Zusatzmaterial: 13 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF]; 20 Testaufgaben Multiple-Choice in Schüler- und Lehrerfassung [PDF]; Ergänzendes Unterrichtsmaterial in Schüler- und Lehrerfassung (2 S.) [PDF]; 6 Folien; Glossar (2 S.) [PDF]; Begleitheft (119 S.) [PDF]; 6 interaktive Arbeitsblätter; Sprechertexte (9 S.) [PDF]; Bilder; Internet-Links; 5 MasterTool-Folien.

Didaktischer Hinweis: Das Medium ist für den Einsatz im Kunstunterricht verwendbar, um eine kurze Einführung in die Grundlagen eines Videoprojekts zu geben. Der Film ist detailliert unterteilt in fünf Kapitel mit weiteren, einzeln abrufbaren, kurzen Unterkapiteln und einem Summary, bestehend aus Einzelbildern und zusammenfassenden Texten. Gut einsetzbar sind die Kapitel 2-5, da alle wichtigen Voraussetzungen für ein gelingendes Filmprojekt und die damit verbundenen Arbeitsschritte prägnant und gut nachvollziehbar vorgestellt werden. Kapitel 1 (Die Kamera) hingegen ist zu speziell ausgerichtet auf die Verwendung einer Profikamera, was den aktuellen Standards an Schulen und der Mediennutzung der Schüler (Smartphone) nur bedingt entspricht. Zwei Schülerinnen, die durch den Film führen, können vor allem Lernende der Klassen 5-7 zur eigenen Arbeit motivieren.

 

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Bunte Götter

In der Münchner Glyptothek fand ein einmaliges archäologisches Experiment statt: ein Team von jungen Archäologen und Restauratoren wagte vor einigen Jahren, antiken Statuen ihre ursprüngliche Farbigkeit wiederzugeben. Der Film begleitet die einzelnen Schritte des Versuchs, den bogenschiessenden Paris aus der Figurengruppe des Tempels von Ägina originalgetreu mit antiken Farbpigmenten zu bemalen.

Didaktischer Hinweis: Nach einer kurzen Geschichte der Skulpturensammlung der Glyptothek befasst sich der Film schwerpunktmäßig mit einem Rekonstruktionsexperiment von Giebelfiguren des Aphaia- Tempels auf Ägina. Folgerichtig werden die dazu nötigen Arbeitsschritte in ruhig und gut fotografierten Filmsequenzen gezeigt. Nach einer eingehenden Untersuchung einer Originalfigur mit UV- und Streifenlicht auf Farbreste und Oberflächenstruktur wird der Betrachter Zeuge einer aufwändigen und langwierigen farbigen Rekonstruktion der Gipskopie. Gut gesprochene Kommentare und Detailaufnahmen stellen den Vorgang anschaulich dar- darüber hinaus entsteht so ein interessanter Einblick in die Arbeitsmethoden von Restauratoren im Museum. Da der Film weder eine Stilgeschichte noch eine geschichtlich-mythologische Einführung enthält, sollten diese beiden Bereiche vorab behandelt werden. Nur so kann dem Schüler bewusstwerden, dass sich durch das Ergebnis des Rekonstruktionsexperiments das bisher gängige Antikenbild verändert hat.

 

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Klasse 7–9

 

Filmanalyse

Filme haben ihre eigene „Sprache“, um Geschichten zu erzählen und Stimmungen zu erzeugen. Sie arbeiten mit visuellen, auditiven und narrativen Elementen, deren Analyse und Interpretation einen zentralen Bestandteil der Medienkompetenz darstellt. Die Produktion vermittelt wichtige Elemente der Filmsprache (Einstellungsgrößen, Kameraführung, Ton, Schnitt und Montage) und regt zur Analyse und Interpretation an. In einem Interview mit Regisseuren und Produzenten wird zudem auf das Genre Literaturverfilmung eingegangen.

Zusatzmaterial: 9 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 8 Bilder; 3 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktischer Hinweis: Das Medium zur Filmanalyse enthält alle wichtigen Aspekte, die zur umfassenden Beurteilung filmischer Werke sinnvoll und notwendig sind. In knapper, anschaulicher und unterhaltsamer Form werden die wesentlichen filmsprachlichen Mittel (Einstellungen, Kamerabewegung und -perspektive, Musik und Ton, Filmschnitt) vorgestellt, in ihrer Wirkung untersucht und durch eine zusammenfassende Wiederholung hervorragend nachvollziehbar gemacht. Die recht anspruchsvollen Arbeitsblätter können zu einer weiteren Vertiefung beitragen und regen zu eigener praktischer Filmarbeit an. Für den Kunstunterricht lassen sich überdies einzelne Kapitel herauslösen und gesondert betrachten. Die gewählten Beispiele sind aktuell und streifen zudem die wichtigsten Filmgenres. Das Medium ist daher ideal geeignet für den unterrichtlichen Einsatz in allen Schularten sowie der Erwachsenenbildung.

 

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Videokurs I

Das Medium zeigt alles zum Filmen: Die Kamera, unterschiedliche Mikrofone und Stative werden erklärt. Die Drehvorbereitung samt Recherche und Drehbuchschreiben nimmt eine zentrale Stellung ein. Sensibilisiert wird zudem für die rechtlichen Voraussetzungen: Drehgenehmigung und Einverständniserklärung. Beim Filmdreh wird auf Regisseur/-in, Kameramann/-frau, Darsteller/, in und Toningenieur/-in eingegangen. Abschließend geht es um Bildgestaltung und Kameraführung, Kamerabewegung und Filmschnitt.

Zusatzmaterial: 13 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF]; 20 Testaufgaben Multiple-Choice in Schüler- und Lehrerfassung [PDF]; Ergänzendes Unterrichtsmaterial in Schüler- und Lehrerfassung (2 S.) [PDF]; 6 Folien; Glossar (2 S.) [PDF]; Begleitheft (119 S.) [PDF]; 6 interaktive Arbeitsblätter; Sprechertexte (9 S.) [PDF]; Bilder; Internet-Links; 5 MasterTool-Folien.

Didaktischer Hinweis: Das Medium ist für den Einsatz im Kunstunterricht verwendbar, um eine kurze Einführung in die Grundlagen eines Videoprojekts zu geben. Der Film ist detailliert unterteilt in fünf Kapitel mit weiteren, einzeln abrufbaren, kurzen Unterkapiteln und einem Summary, bestehend aus Einzelbildern und zusammenfassenden Texten. Gut einsetzbar sind die Kapitel 2-5, da alle wichtigen Voraussetzungen für ein gelingendes Filmprojekt und die damit verbundenen Arbeitsschritte prägnant und gut nachvollziehbar vorgestellt werden. Kapitel 1 (Die Kamera) hingegen ist zu speziell ausgerichtet auf die Verwendung einer Profikamera, was den aktuellen Standards an Schulen und der Mediennutzung der Schüler (Smartphone) nur bedingt entspricht. Zwei Schülerinnen, die durch den Film führen, können vor allem Lernende der Klassen 5-7 zur eigenen Arbeit motivieren.

 

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Die Entstehung einer Bronzeplastik

Dokumentiert wird der Prozess der Entstehung einer Bronzeplastik vom ursprünglichen Entwurf bis zum fertigen Kunstwerk. Am Beispiel des „Georgsbrunnens“ der Stadt Burglengenfeld werden der Ablauf und die einzelnen Arbeitsschritte des Verfahrens erklärt.

Didaktischer Hinweis: Das Medium zeichnet sich durch eine geschickte und sinnvolle Gliederung aus, wodurch dem Betrachter die Komplexität und der außergewöhnliche Aufwand bei der Herstellung einer Bronzeplastik gut nachvollziehbar vor Augen geführt werden. Gute filmische Einstellungen führen den Betrachter in die Realität des Ateliers und der Gießerei. Demzufolge liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung des traditionellen handwerklichen Prozesses. Animationen verdeutlichen über die informativen Kommentare hinaus die einzelnen Vorgänge besonders bei der Formherstellung und dem Ausschmelzverfahren und sorgen so für ein besseres Verständnis. Überflüssig und leicht störend ist die Musikuntermalung.

 

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Bunte Götter

In der Münchner Glyptothek fand ein einmaliges archäologisches Experiment statt: ein Team von jungen Archäologen und Restauratoren wagte vor einigen Jahren, antiken Statuen ihre ursprüngliche Farbigkeit wiederzugeben. Der Film begleitet die einzelnen Schritte des Versuchs, den bogenschiessenden Paris aus der Figurengruppe des Tempels von Ägina originalgetreu mit antiken Farbpigmenten zu bemalen.

Didaktischer Hinweis: Nach einer kurzen Geschichte der Skulpturensammlung der Glyptothek befasst sich der Film schwerpunktmäßig mit einem Rekonstruktionsexperiment von Giebelfiguren des Aphaia- Tempels auf Ägina. Folgerichtig werden die dazu nötigen Arbeitsschritte in ruhig und gut fotografierten Filmsequenzen gezeigt. Nach einer eingehenden Untersuchung einer Originalfigur mit UV- und Streifenlicht auf Farbreste und Oberflächenstruktur wird der Betrachter Zeuge einer aufwändigen und langwierigen farbigen Rekonstruktion der Gipskopie. Gut gesprochene Kommentare und Detailaufnahmen stellen den Vorgang anschaulich dar- darüber hinaus entsteht so ein interessanter Einblick in die Arbeitsmethoden von Restauratoren im Museum. Da der Film weder eine Stilgeschichte noch eine geschichtlich-mythologische Einführung enthält, sollten diese beiden Bereiche vorab behandelt werden. Nur so kann dem Schüler bewusstwerden, dass sich durch das Ergebnis des Rekonstruktionsexperiments das bisher gängige Antikenbild verändert hat.

 

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Klasse 10

 

Filmanalyse

Filme haben ihre eigene „Sprache“, um Geschichten zu erzählen und Stimmungen zu erzeugen. Sie arbeiten mit visuellen, auditiven und narrativen Elementen, deren Analyse und Interpretation einen zentralen Bestandteil der Medienkompetenz darstellt. Die Produktion vermittelt wichtige Elemente der Filmsprache (Einstellungsgrößen, Kameraführung, Ton, Schnitt und Montage) und regt zur Analyse und Interpretation an. In einem Interview mit Regisseuren und Produzenten wird zudem auf das Genre Literaturverfilmung eingegangen.

Zusatzmaterial: 9 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 8 Bilder; 3 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktischer Hinweis: Das Medium zur Filmanalyse enthält alle wichtigen Aspekte, die zur umfassenden Beurteilung filmischer Werke sinnvoll und notwendig sind. In knapper, anschaulicher und unterhaltsamer Form werden die wesentlichen filmsprachlichen Mittel (Einstellungen, Kamerabewegung und -perspektive, Musik und Ton, Filmschnitt) vorgestellt, in ihrer Wirkung untersucht und durch eine zusammenfassende Wiederholung hervorragend nachvollziehbar gemacht. Die recht anspruchsvollen Arbeitsblätter können zu einer weiteren Vertiefung beitragen und regen zu eigener praktischer Filmarbeit an. Für den Kunstunterricht lassen sich überdies einzelne Kapitel herauslösen und gesondert betrachten. Die gewählten Beispiele sind aktuell und streifen zudem die wichtigsten Filmgenres. Das Medium ist daher ideal geeignet für den unterrichtlichen Einsatz in allen Schularten sowie der Erwachsenenbildung.

 

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Fluchtpunkt: Architekturstudierende planen Wohnmodule für Flüchtlinge – ZDF

In einem Projekt Studierender der Hochschule Karlsruhe, Technik und Wirtschaft, Studiengang Architektur wurden Konzepten des „Wohnens für Alle“ entwickelt.

Didaktischer Hinweis: Der Youtube- Beitrag der Hochschule Karlsruhe bietet in sehr geraffter Form einen Einblick in die Lösung einer aktuellen Bauaufgabe (Wohnraum für Geflüchtete). Eine hohe Informationsdichte und ein nicht didaktisch ausgerichteter, schneller Sprachduktus erschwert einerseits die Rezeption, andererseits bietet der kurze Film Anregung und Beispiel für die Auseinandersetzung mit den minimalen Bedingungen des Wohnens. Daraus ableitbar wäre durchaus auch eine praktische Arbeit mit gleicher Themenstellung.

 

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Unterrichtsmaterial Verkörperungen – Landesbildungsserver BW

An Beispielen aus der griechischen Plastik der Antike und aus der modernen Bildhauerei (Antony Gormley) wird erarbeitet, welche Ideen oder Weltsichten in der Darstellung der menschlichen Figur jeweils zum Ausdruck kommen.

Didaktischer Hinweis: Die fundierte, umfangreiche und sorgfältig aufbereitete Materialsammlung zum Thema „Verkörperungen“ ist für den Einsatz im Kunstunterricht der gymnasialen Oberstufe hervorragend geeignet und dringend empfehlenswert. Klar und überzeugend strukturiert bietet das Medium nicht nur alle notwendigen Text- und Bildmaterialien, sondern zeigt anschaulich und anregend präsentiert vielfältige praktische Unterrichtsideen und -impulse. Dazu ergänzend sind gut gestaltete, direkt einsetzbare Arbeitsblätter für den Unterricht abrufbar. Besonders hervorzuheben – gerade in Zeiten des sensiblen Umgangs mit Urheberrechten – ist der bis ins Detail ausgearbeitete und leicht nachvollziehbare Quellennachweis bei Bild und Text als Basis für korrektes kunstwissenschaftliches Arbeiten im Unterricht der Kursstufe.

 

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How you learn to shoot better photos [en] – Simpleshow Foundation (Miami)

Englischsprachiges Erklärvideo zu den Basics der Fotografie und Fragen, wie sich die Ergebnisse eigener Aufnahme verbessern lassen.

Didaktischer Hinweis: Der kurze, unterhaltsame und anschauliche Filmbeitrag erläutert die wesentlichen Grundlagen des digitalen Fotografierens, erfreulicherweise ohne unnötigen Expertenballast und ausschweifende Erklärungen. Der Tricklegefilm in englischer Sprache eignet sich daher für den Kunstunterricht in der Kursstufe, auch wenn einige sprachliche Hilfen gegeben werden müssen.

 

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Cindy Sherman

App über die US-amerikanische Künstlerin und Fotografin. Bekannt ist sie vor allem für ihre Fotoserien, in denen sie sich konzeptuell mit Fragen der Identität, Rollenbildern, Körperlichkeit und Sexualität beschäftigt.

Didaktischer Hinweis: Die englischsprachige App enthält eine gut gegliederte und im Material durchaus umfangreiche Werkschau mit Beispiel aller wesentlichen Serien bis in das Jahr 2012. Jede Fotografie lässt sich einzeln und textfrei im Vollformat anschauen, ebenso gibt es zu jedem der Werke einen kurzen Text (in Englisch), z.B. aus einem Zeitungsartikel, Aufsatz, Essay oder aus entsprechender Fachliteratur – vorzugsweise US-amerikanischer Herkunft. Als Referenz zugeordnet werden diesen begleitenden Textes auch immer wieder Fotografien und sogar Filmausschnitte, die direkt aufgerufen werden können. In ähnlicher Weise und schlüssig mit der chronologisch aufgebauten Werkschau verbunden ist eine Timeline, die parallel zur entsprechenden Werkentstehung eine Fülle von Referenzfotos aus populärer Kultur und Zeitgeschehen im Nebeneinander gegenüberstellt. Die Timeline enthält – wie auch die angesprochene Einzelbildergänzung – passende Videoclips oder Filmausschnitte. Die App wird sinnvoll ergänzt durch kurze einleitende Texte, die den Serien vorangestellt sind, sowie durch eine bebilderte Biografie der Künstlerin (incl. eines ihrer frühen Kurzfilme). Dabei haben diese Texte einen eher journalistischen als einen kunstwissenschaftlichen Charakter. Die Literaturangaben haben hier den Schwerpunkt eindeutig auf US-amerikanischen Veröffentlichungen. Zum Verständnis sind gute Englischkenntnisse notwendig, da keine Übersetzungen oder deutsche Untertitel abgerufen werden können. Die Struktur der App ist übersichtlich gegliedert und ermöglicht es, sowohl die Serien komplett als auch die Bilder einzeln aufzurufen. Eine Menüleiste bietet mehrere sinnvolle Optionen z. B. zum Speichern und auch zum kollaborativen Arbeiten an.

 

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Antony Gormley – antonygormley.com

Die Internetseite zeigt an vielen Beispielen das graphische, plastische und raumbezogene Werk des Künstlers Antony Gormley.

Didaktischer Hinweis: Die Webseite, die der Künstler unter seinem eigenen Namen und in eigener Verantwortung für Inhalt und Gestaltung führt, bietet einen klar geordneten und ansprechend einfach gestalteten Einblick in das Werk des zeitgenössischen britischen Künstlers. Allerdings liegen alle Angaben, Texte und Videos in englischer Sprache vor. Das zeichnerische, plastische und raumbezogene Werk des Künstlers kann an außergewöhnlich vielen Beispielen z.B. in chronologischer Folge oder geordnet nach inhaltlich verbundenen Serien aufgerufen werden. Den Werkreihen ist jeweils ein erläuternder Text beigefügt. Die Werkabbildungen sind in den, für Bilderdatenbanken üblichen kleinen Abbildungen übersichtlich erfasst; durch Anklicken lassen sich die Einzelwerke aber auf eine akzeptable Betrachtungsgröße wandeln. Der Schwerpunkt der abgebildeten Werkbeispiele liegt bei kleinen bis mittleren Werken jüngeren Datums; die bereits abgeschlossenen Projekte und eher raumbezogenen Arbeiten sind – wohl aus verständlichen kommerziellen Gründen – ein wenig unterrepräsentiert. Erweitert wird die Webseite z.B. durch biografische Angaben, eine Textsammlung und eine Bilderdatenbank mit Atelierfotos, die teilweise den Arbeitsprozess einzelner Plastiken deutlich machen können (z.B. Abgussverfahren). Zusätzlich gibt es eine Seite, die verschiedenste Videos über Werk und Künstler verfügbar hält. Die Videos sind unterschiedlicher Herkunft, Länge und Qualität und zeigen auch unterschiedliche Schwerpunkte. So finden sich etwa Filme, die anlässlich eines Projektes (Event Horizon), einer Ausstellung (Kunsthaus Bregenz) oder von der Galerie des Künstlers (White Cube) im Auftrag gedreht wurden. Entsprechend ist daher wohl auch Sichtweise und Wertung, zumal der Künstler auf seiner eigenen Webseite natürlich als Filter eine subjektive Auswahl treffen wird. Übersichtlich geordnet lassen sich diese Videos aufrufen und abspielen, wobei teilweise auch der Zugriff über einen Link auf andere Webseiten (z.B. BBC) geschieht. Die über 25 derzeit eingestellten Filme datieren von 1998 bis heute, zeigen also ausschnittweise die wesentlichen Aspekte des vielschichtigen Werkes. Auffallend ist insgesamt, betrachtet man die Seite unter den Gesichtspunkten des Kunstunterrichts, dass der allergrößte Teil der Kommentare, Texte und Erläuterungen von dem Künstler selbst stammt, ob im Video gesprochen oder geschrieben. Der Künstler übernimmt in dieser Weise sehr häufig die Auslegung, Deutung und Einordnung seiner Werke selbst. Dies kann zumindest – ohne eine Wertung zu geben – einseitig und irritierend wirken und sollte mitberücksichtigt werden. Eine angemessene Kompetenz in der englischen Sprache ist notwendige Voraussetzung für das inhaltliche Ausschöpfen der Webseite. Fehlt diese, so bietet diese aber immer noch einen guten visuellen Ein- und Überblick zu dem Werk Gormleys.

 

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Stein, Papier und Alchemie

Als der deutsche Erfinder und Tüftler Aloys Senefelder Ende des 18. Jahrhunderts die lithographische Drucktechnik zum Patent anmeldet, legt er damit den Grundstein für eine Revolution des Druckgewerbes. Als es gar gelingt, mit den schweren KaIksteinplatten mehrfarbig zu drucken, ist der Siegeszug der Lithographie nicht mehr aufzuhalten. Graphische Kunstwerke, Plakate und politische Kunstblätter konnten nun in Windeseile und in großer Anzahl unter das Volk gebracht werden. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts, wird die Lithographie zunehmend durch den Offsetdruck ersetzt. Heute versuchen innovative Künstler und Steindrucker die Lithographie mit Techniken des 21. Jahrhunderts zu verbinden. In „NZZ Swiss made“: Steindrucke aus der Wunderwelt der Fossilien (5:15 min).

Zusatzmaterial: Interviews mit: Friedel Bauer und Klaus Kroner (11:58 min); Klaus Kroner (06:21 min); Jürgen Eichenauer (04:17 min); Hans-Jörg André (03:58 min); Thomi Wolfensberger (07:35 min); Hubert Prouté (fr) (06:22 min).

Didaktischer Hinweis: Das Medium gibt einerseits einen Überblick über die Entstehung und die geschichtliche Entwicklung der noch relativ jungen Drucktechnik und lässt andererseits den Betrachter den Druckvorgang in der Werkstatt direkt und lebendig miterleben. Besonders die Darstellung der einzelnen Phasen von der Vorbereitung des Steins über die künstlerische Gestaltung bis hin zum Druck verdeutlichen sehr gut den kreativen als auch den körperlichen Aufwand, der bis zur fertigen Lithografie getrieben werden muss. Auch erkennt der Betrachter sehr gut, dass die Qualität des Endergebnisses nicht nur von der Genialität des künstlerischen Entwurfs, sondern auch von der Beherrschung des kompletten drucktechnischen Prozesses abhängt. Wenn die pädagogische Einrichtung über die entsprechenden Mittel und Geräte verfügt, kann das Medium neben einer kurzen allgemeinen Einführung gute Dienste als Ideengeber für die praktische Arbeit im Kunstunterricht leisten.

 

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Bunte Götter

In der Münchner Glyptothek fand ein einmaliges archäologisches Experiment statt: ein Team von jungen Archäologen und Restauratoren wagte vor einigen Jahren, antiken Statuen ihre ursprüngliche Farbigkeit wiederzugeben. Der Film begleitet die einzelnen Schritte des Versuchs, den bogenschiessenden Paris aus der Figurengruppe des Tempels von Ägina originalgetreu mit antiken Farbpigmenten zu bemalen.

Didaktischer Hinweis: Nach einer kurzen Geschichte der Skulpturensammlung der Glyptothek befasst sich der Film schwerpunktmäßig mit einem Rekonstruktionsexperiment von Giebelfiguren des Aphaia- Tempels auf Ägina. Folgerichtig werden die dazu nötigen Arbeitsschritte in ruhig und gut fotografierten Filmsequenzen gezeigt. Nach einer eingehenden Untersuchung einer Originalfigur mit UV- und Streifenlicht auf Farbreste und Oberflächenstruktur wird der Betrachter Zeuge einer aufwändigen und langwierigen farbigen Rekonstruktion der Gipskopie. Gut gesprochene Kommentare und Detailaufnahmen stellen den Vorgang anschaulich dar- darüber hinaus entsteht so ein interessanter Einblick in die Arbeitsmethoden von Restauratoren im Museum. Da der Film weder eine Stilgeschichte noch eine geschichtlich-mythologische Einführung enthält, sollten diese beiden Bereiche vorab behandelt werden. Nur so kann dem Schüler bewusstwerden, dass sich durch das Ergebnis des Rekonstruktionsexperiments das bisher gängige Antikenbild verändert hat.

 

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Unterrichtsmodul

Filmbildungsprojekt – The Mission

In einem Ganzjahresprojekt werden Filmbildung und praktische Filmarbeit mit Jugendlichen umgesetzt. Der Science-Fiction-Film entsteht Schritt-für-Schritt in angeleiteter Gruppenarbeit.

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