Alle hier aufgeführten Medien und Materialien sind von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung für den schulischen Einsatz besonders empfohlen.

Sie stellen aber nur eine kleine Auswahl der Medien dar, die Ihnen in der SESAM-Mediathek zu diesem Fach zur Verfügung stehen. Dort sind empfohlene Medien mit einem orangefarbenem Daumen gekennzeichnet.

Eine Suche als angemeldeter Kunde zeigt Ihnen, welche weiteren Medien Ihnen in Ihrem Landkreis zur Verfügung stehen. Wir empfehlen Ihnen für die Suche zu einem bestimmten Fach die Suche nach Bildungsstandards. Bitte beachten Sie auch unsere Hilfe-Seiten zur Mediathek.

In der Kreismitte übereinander liegende Hände

GettyImages/Pixelfit

Klasse 7–8

 

Halluzinogene, Stimulanzien und NPS

Das Resümee des ehemaligen Drogenabhängigen Dominik ist klar: „Drogen haben mich höher und weiterfliegen lassen als jemals zuvor. Drogen haben mich aber auch den Punkt gebracht, an dem ich mich fast behindert konsumiert hätte und fast gestorben wäre“. Die Produktion zeigt, wie körpereigene Vorgänge durch Drogen missbraucht werden. Oft wird dabei sogar das Gehirn irreparabel geschädigt. Dank der authentischen Schilderungen des Protagonisten kommt die Produktion ohne moralische Keule aus, sondern zeigt, wie es tatsächlich ist.

Zusatzmaterial: 8 Arbeitsblätter in Lehrer- und Schülerfassung [PDF/Word]; 28 Grafiken; 13 Infotexte; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Der Lehrfilm kann im Rahmen der Suchtprävention im Ethikunterricht eingesetzt werden, auch wenn sein Schwerpunkt auf biologisch-chemischen Fragestellungen liegt. Die Interviewsequenzen mit einem ehemalig suchtkranken jungen Erwachsenen geben authentische Einblicke in Gründe und Folgen von Sucht sowie in die Schwierigkeiten eines Ausstiegs. Das Arbeitsmaterial bietet inhaltssichernde Arbeitsblätter zu den unterschiedlichen Substanzen sowie einige handlungsorientierte Fragestellungen zur Suchtprävention.

 

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Nikotin

Rauchen war lange Zeit voll in unserer Gesellschaft integriert. Egal ob im Kino, im Flugzeug oder in der Talkshow – überall durfte man rauchen. Rauchen war schließlich „cool“. Doch dieses Bild hat sich mittlerweile bei vielen geändert. Denn Rauchen birgt zahlreiche gesundheitliche Gefahren.

Zusatzmaterial: 6 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [Word/PDF]; 13 Bilder; 17 Grafiken; 15 Infoblätter; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Der Lehrfilm eignet sich sehr gut zum Einsatz im Rahmen der Suchtprävention im Bildungsstandard 8. Dazu trägt der gelassene, aber dennoch klare Grundton bei, der vor allem durch die Interview-Sequenzen mit dem Experten aus der Tabak-Ambulanz der Münchner Universität getragen wird. So werden in Kürze, aber prägnant, die Wirkung von Nikotin im Gehirn, die anderen Inhaltsstoffe einer Zigarette und ihre Wirkungen auf den Körper und die Interessen der Tabakindustrie erläutert. Das Arbeitsmaterial bietet Arbeitsblätter zur Inhaltssicherung, aber auch handlungsorientierte Aufgaben zum Thema Sucht und Umgang mit Drogen.

 

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Psychomarkt und Aberglaube

Wird die nächste Prüfung gut verlaufen? Werde ich den richtigen Partner finden? Was bringt die Zukunft? Wenn es um Fragen geht, die mit dem bloßen Verstand nicht zu beantworten sind, erscheinen Angebote verlockend, die einen Zugang in die Welt des Unbewussten und Transzendenten versprechen. Der sogenannte Psychomarkt kennt diese Faszination und bietet eine bunte Vielfalt an Lösungen, etwa in Form von Entspannungstropfen, Wahrsageangeboten oder anderen, immer neuen Mitteln und Wegen. Jugendliche erleben, wie ihre Umwelt stetig komplexer wird, und müssen dabei kritisches Hinterfragen erst einüben. Die Produktion begleitet sie dabei, einen verantwortungsbewussten Umgang mit den eigenen spirituellen Bedürfnissen zu entwickeln, und zeigt auf, wo Vorsicht angesagt ist.

Zusatzmaterial: 9 Arbeitsblätter teilweise in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 8 Bilder; 3 Texte; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Filmkommentar/Filmtext; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Mit einer Psychologiestudentin geht der Zuschauer auf die Suche nach einer Abgrenzung von Glauben und Aberglauben. Dabei werden verschiedene Praktiken des Esoterik-Marktes vorgestellt, ein Schamane und eine Kartenlegerin kommen zu Wort und auch bestimmte christliche Rituale werden in das Kaleidoskop aufgenommen. Ein evangelischer Theologe und Psychologe kommentiert einige der Praktiken, indem er ihre Mechanismen in Ansätzen erklärt oder auf ihre Gefahren hinweist. Somit kann das Medium einen Überblick bieten, eine schärfere begriffliche Abgrenzung von Glaube, Aberglaube, Funktion von „Psychopraktiken“, Spiritualität und Religion wäre aber wünschenswert. Diese ist ab Bildungsstandard 8 mit dem angebotenen Arbeitsmaterial nur schwer zu leisten und bedarf einer ergänzenden Strukturierung durch die Lehrkraft.

 

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Butterfly Circus

Amerika zur Zeit der Weltwirtschaftskrise: Der berühmte „Butterfly Circus“ reist unter der Leitung von Zirkusdirektor Mr. Mendez von Stadt zu Stadt. Ihr Ziel: Den Menschen inmitten von Unsicherheiten und allgemeiner Niedergeschlagenheit Freude und neue Hoffnung zu bringen. Bei seinen Reisen durchs Land trifft er auf einem Rummel auf Will, einen jungen Mann, der weder Arme noch Beine hat und gezwungen ist, als „Rarität“ in einer Freakshow seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nach Jahren der Demütigung wird Will von Mendez in den „Butterfly Circus“ aufgenommen. Dort erfährt er zum ersten Mal in seinem Leben Wertschätzung. Und er entdeckt ungeahnte Fähigkeiten, die seinem Leben Sinn und ihm selbst neue Hoffnung geben.

Zusatzmaterial: Behind the Scenes; Outtakes; Material zum Weiterdenken/Denkanstöße (PDF).

Didaktische Hinweise: Der Kurzspielfilm beeindruckt durch seine opulente Bildsprache und seine emotionalisierende Filmmusik, die den Zuschauer in eine vergangene fabelhafte Welt im weiten Westen Amerikas entführen. Mit großer Kraft vermittelt er dabei die Botschaft von der Schönheit und Stärke in jedem Menschen, die nur darauf wartet, entfaltet zu werden. Dabei kommt dem Zirkusdirektor Mr. Mendez aber zunehmend die Rolle eines Messias zu, der die Menschen auserwählt, ihnen die Augen für die eigene Wertigkeit öffnet und sie zu ihrer Metamorphose befähigt. Vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte des Hauptdarstellers Nicholas James Vujicic, der als Evangelist und Motivationstrainer durch die Welt reist und vom Wunder seiner eigenen „Ent-Hinderung“ erzählt, wirkt der Spielfilm leicht manipulativ. Dieser Eindruck wird durch die Materialien zum Weiterdenken, die stark evangelikal-religiös ausgerichtet sind, bestärkt.

 

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Klasse 9–10

 

Lösch Dich! So organisiert ist der Hate im Netz – Rayk Anders

Die Dokumentation verfolgt ein Team, das „undercover“ als Trolle und Hater im Netz unterwegs war und berichtet von gesteuerten Shitstorms, Mobbingattacken und Wahlmanipulationen in der Szene.

Didaktische Hinweise: Die preisgekrönte Webvideo-Dokumentation lässt sich ab Bildungsstandard 10 zum Themenkomplex Medien und Wirklichkeiten einsetzen. Durch den unvermittelten Start, die schnellen Schnitte, die hohe Informationsdichte und die Sprechgeschwindigkeit wirkt die Suche nach den Trollen zunächst diffus und ohne klare Linie. Immer wieder überlagert die Selbstdarstellung der Journalisten im schicken Hipster-Setting den komplexen Inhalt und bietet fast keinen Raum für ein sicherndes Zwischenfazit. Auf diese Weise wirkt das Medium zunächst eher emotional und manipulativ. Der Zuschauer gelangt aber im Laufe der Recherche doch zu wichtigen Erkenntnissen und da die Machart Schülerinnen und Schüler ganz unvermittelt in ihrer medialen Sprache anspricht, kann das Web Video als Impulsmedium eingesetzt werden. Das im Netz angebotene Bonusmaterial, in dem einige Inhalte vertieft werden, ist für eine Aufbereitung im Unterricht hilfreich.

 

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Familie – Zwischen Geborgenheit und Konflikt

Familienleben im 21. Jahrhundert ist von einer großen Vielfalt an Lebensentwürfen geprägt. Die Produktion porträtiert drei unterschiedliche Familien und stellt sowohl deren Alltag als auch damit einhergehende Herausforderungen dar. Thematisiert wird unter anderem das Spannungsfeld zwischen Geborgenheit und Konflikt, Familienformen der Gegenwart, Rollenbilder, Regeln im familiären Zusammenleben sowie die Bedeutung religiöser Überzeugungen. Ergänzend veranschaulicht ein historischer Überblick die Entwicklung der Familie von der Antike bis heute.

Zusatzmaterial: 6 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 10 Bilder; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Der Lehrfilm eignet sich aufgrund seiner klaren Struktur und der sinnvollen didaktischen Reduktion sehr gut für den Einsatz im Ethikunterricht in Bildungsstandard 8. Die drei gleichermaßen sympathischen Familien stehen exemplarisch für drei verschiedene Lebensformen und bieten in ihrer Unterschiedlichkeit Raum für Identifikation und Abgrenzung und somit vielfältige Diskussionsanlässe. Die Interviewsequenzen mit Eltern und Kindern werden durch verständliche Erläuterungen einer Soziologieprofessorin abstrahierend unterfüttert und durch einen grafisch dargestellten historischen Überblick ergänzt. Das Arbeitsmaterial bietet viele methodisch variantenreiche, altersangemessene und praxisorientierte Arbeitsaufträge, auch zu einem interreligiösen Vergleich.

 

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Hass im Internet

Hasskommentare überfluten das Internet und die sozialen Netzwerke. Der Film Hass im „Internet“ porträtiert vier Personen, die solchen Angriffen ausgesetzt sind und zeigt, wie sie sich dagegen zur Wehr setzen. Dabei kommen auch die strafrechtlichen Folgen zur Sprache, die unbedachte Äußerungen nach sich ziehen können. Unterstützt durch umfangreiches Unterrichtsmaterial werden konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Hass im Netz aufgezeigt, aber auch die Probleme im Umgang mit der Online-Hetze diskutiert.

Zusatzmaterial: 12 Arbeitsblätter teilweise in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 6 Bilder; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Der Lehrfilm eignet sich sehr gut für den Einsatz im Ethikunterricht der Kursstufe. Durch sinnvoll ausgewählte Interviewpartner aus den Bereichen Politik und Wirtschaft ist er nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Er vermeidet es, reißerisch zu sein, obgleich er in plastischer Weise die Dimensionen von Hass im Internet zeigt. Durch seinen klaren Appellcharakter und zeigt er den Schülerinnen und Schülern Handlungsmöglichkeiten auf und nimmt sie damit in die Verantwortung. Das Zusatzmaterial ist eher für den Bildungsstandard 10, gibt aber auch für die Kursstufe hilfreiche Impulse.

 

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Von Aristoteles bis Habermas – Grundpositionen der Ethik

Auf dem Weg zum Erwachsensein erfahren Jugendliche: Es gibt Situationen, in denen gibt es kein eindeutiges „Richtig“ oder „Falsch“. Gleichzeitig trägt es zum gelingenden Zusammenleben in der Gesellschaft bei, die Begründungsmuster hinter dem Handeln anderer zu reflektieren und Taten vor diesem Hintergrund einzuordnen. In der Produktion wird deutlich, dass unterschiedliche Grundpositionen philosophischer Ethik dabei zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Ob Aristoteles, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, John Stuart Mill und Jürgen Habermas sich als gute Ratgeber für die Praxis erweisen? Mithilfe ihrer Ansätze können eigene Maßstäbe bewusstgemacht und durch Hinterfragung die eigene moralische Entwicklung gefördert werden.

Zusatzmaterial: 10 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 1 Filmtext; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist hervorragend für einen Einsatz im Ethikunterricht geeignet. Es erläutert die vier Hauptpositionen philosophischer Ethik anschaulich sowie begrifflich sauber und klar und stellt diese anhand eines schülernahen Falles einander gegenüber. Die sehr ansprechende Illustration dient hierbei der Vereinfachung und als Memorierhilfe, da sie auch abstrakte Begriffe einleuchtend visualisiert. Die Arbeitsmaterialien dienen sowohl der Inhaltssicherung als auch der Vertiefung in der Kursstufe. Dies macht das Medium für alle möglichen Unterrichtssituationen (Einstieg, Erarbeitung, Wiederholung und Festigung) sehr geeignet.

 

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Liebe? Sex! Und Zärtlichkeit?

Ob im Internet, im Fernsehen oder in der Werbung – sexualisierte Bilder und Inhalte sind allgegenwärtig. Häufig vermittelt die mediale Darstellung von Sexualität allerdings völlig unrealistische „Leistungs“-Erwartungen. Junge Menschen werden dadurch unter Druck gesetzt, ein selbstbestimmter Umgang mit der eigenen Körperlichkeit erschwert. Der Kurzfilm „kalt küssen“ greift diesen Sachverhalt auf.

Zusatzmaterial: 7 Arbeitsblätter [PDF/Word]; Vorschlag zur Unterrichtsplanung; 1 Filmtext; Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Das Medium beinhaltet den Kurzspielfilm „kalt küssen““, eine 18-minütige Interviewsequenz mit den jugendlichen Schauspielern und ein 10-minütiges Interview mit der Regisseurin. Der gut gespielte Kurzspielfilm kann im Bildungsstandard 10 zum Thema „Liebe und Sexualität““ eingesetzt werden, da er sehr eindrücklich deutlich macht, wie wichtig selbstbestimmtes Handeln und das Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse beim „ersten Mal““ sind. Allerdings ist aufgrund einer sehr unerwarteten Szene, in der das 14-jährige Mädchen den gleichaltrigen Jungen oral befriedigt, damit zu rechnen, dass es zu größeren Irritationen bei den Schülerinnen und Schülern kommt, auch wenn dies filmästhetisch nur angedeutet wird. Diese Irritation kann aber durch eine verzögerte Rezeption oder antizipierendes „Lesen““ aufgefangen werden. In den Interviews plädieren die beiden Protagonisten sehr überzeugend dafür, sich weder von Medien noch von der Peergroup unter Druck setzten zu lassen, sondern auf „die eigene Stimme“ zu hören“. Der Materialteil bietet Anregungen zur Filmanalyse und zur Darstellung von Sexualität in den Medien sowie ein Arbeitsblatt zum Thema „Pornographie““, über dessen Einsatz die Lehrkraft erst nach vorheriger Prüfung entscheiden sollte.

 

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Das Kopftuch und die Vielfalt religiöser Traditionen – Georg-Eckert-Institut

Religiöse Normen gelten oft als unwandelbar und überall verbindlich. So gehört für viele Musliminnen (und Muslime) das Kopftuch ganz selbstverständlich zu den islamischen Kleiderregeln. Aber wie werden religiöse Regeln im Alltag von Gläubigen gelebt und interpretiert?

Didaktische Hinweise: Die Webplattform „Zwischentöne““ bietet Unterrichtmaterialien für das globalisierte Klassenzimmer an, das heißt, es werden klassische Themen durch die muslimische Perspektive ergänzt. Mit dem auf drei Stunden angelegten Unterrichtsmodul „Im Islam ist das so – oder etwa nicht? Das Kopftuch und die Vielfalt religiöser Traditionen““ können anhand drei unterschiedlicher Texte mit überschaubarer Länge und mittlerem Schwierigkeitsgrad informative Grundlagen zum Thema erarbeitet werden. Der gekürzte Mitschnitt einer Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema „Jung, modern, muslimisch““ erschließt sich Schülerinnen und Schüler nur schwer, da die einzelnen Gesprächspartnerinnen mit ihren jeweiligen Positionen nur schwer zu differenzieren sind.

 

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Kinder des Kalifats

Der Film untersucht an ausgewählten Beispielen, die Motive und Beweggründe junger Menschen, die sich dem islamistischen Terror verschreiben und den bewaffneten Kampf aufnehmen. Vor allem aus Österreich kommen viele Jugendliche, die sich dem „Islamischen Staat“ anschließen und im Nahen Osten als Terror-Kämpfer operieren. Dabei handelt es sich meist um Einwanderer aus Tschetschenien und dem Balkan, die mit Krieg und Terror aufgewachsen sind und auf diese Weise in den Krieg zurückkehren. Allein in Syrien und im Irak befinden sich Hunderte von ihnen im „Heiligen Krieg“. Um die 2000 junge Österreicher sympathisieren mit den radikalen Dschihad-Kämpfern. Der Berliner Islamwissenschaftler Guido Steinberg kommentiert das Ausmaß dieser erschreckenden Entwicklung in Österreich und – im direkten Vergleich – in Deutschland.

Zusatzmaterial: Didaktisches Material (34 S.) (Word/PDF); Thematische Einführung (3 S.); Didaktische Einführung (1 S.); 11 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung (Word/PDF).

Didaktische Hinweise: Der Film schildert mit vielen aktuellen Bezügen das Phänomen, dass die Teilnahme am „Dschihad“ für etliche junge Menschen aus europäischen Staaten“ attraktiv“ geworden ist. Anlässe für Medienbildung ergeben gezeigte Beispiele von Fan-Chats und YouTube-Propaganda-Filmen der Extremisten. Die Beispiele und Interviews haben im Wesentlichen einen Bezug zu Österreich und der dortigen, spezifischen Situation mit vielen Flüchtlingen aus Tschetschenien und Ex-Jugoslawien, die prozentual einen hohen Anteil der in den „Dschihad““ reisenden Jugendlichen ausmachen. Der Bezug zur deutschen Situation ist aber herstellbar, zumal das überlegt und gut gearbeitete Arbeitsmaterial dazu Hilfestellungen anbietet. So kann der Film im Ethikunterricht ab Bildungsstandard 10 im Zusammenhang mit dem Thema Gewalt und Gewaltlosigkeit eingesetzt werden.

 

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Soft (OmU)

Der Zuschauer wird in das Szenario einer zunehmend eskalierenden Gewaltspirale geführt, in der er als Beobachter aber nicht neutral bleiben kann, sondern sich in fast jeder Szene fragen muss: „Und wie hättest du jetzt reagiert?“ Scott, ein etwa 16 Jahre alter Junge, wird Opfer einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit einer 7-köpfigen Jugendgang, die den Überfall mit Handykameras filmt. Zu Hause kann sich Scott seinem Vater zunächst nicht anvertrauen. Erst als dieser selbst vor einem Kiosk Opfer eines ähnlichen Angriffs derselben Gang wird, kommt es zu einem Gespräch zwischen Vater und Sohn, in dem die Ängste des Vaters ebenso offenbar werden wie die Erschrockenheit des Jungen über die Unfähigkeit seines Vaters, sich in einer solchen Konfliktsituation angemessen zu verhalten. Die Situation eskaliert, als die Gang vor dem Haus auftaucht und vor den Augen von Vater und Sohn randaliert. Vorbesichtigung empfohlen!

Zusatzmaterial: Begleitheft (PDF); 5 Arbeitsblätter (PDF).

Didaktische Hinweise: Trotz englischer Sprache und englischem Milieu ist der Kurzspielfilm sofort auf unsere Situation übertragbar. Er schildert eindrücklich den Konflikt, die Ängste und Ohnmacht von Sohn und Vater angesichts der Gewalt einer Jugendgang, mit der sie konfrontiert werden. In diesen Auseinandersetzungen verschieben sich die Rollenmuster von Vater und Sohn. Betroffen macht die fehlende Zivilcourage der Mitmenschen. Der Film eignet sich als Diskussionsanregung zu den Themen Gewalt in Schule und Alltag, Rollenerwartungen, Zivilcourage, Happy Slapping. Die detaillierte Kapiteleinteilung ermöglicht Unterbrechungen und gezielte Stellungnahmen. Umfangreiches Material bietet gute Informationen und didaktische Hilfen.

 

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Klasse 11–12

 

Der Sinn des Lebens

Die Nachricht vom nahen Weltende verändert das eintönige Leben eines älteren Paares grundlegend. Mit einem Mal sieht der Protagonist Walter die Welt neu und sich selbst mit existenziellen Fragen konfrontiert. Wie sollen er und seine Frau ihre letzten Stunden verbringen? Welche Lebenschancen haben sie verpasst?
MEGATRICK (ca. 2 min): Der Film zeigt, dass die eigenen Lebensziele nur allzu oft vom Leben selbst konterkariert werden.

Zusatzmaterial: 6 Arbeitsblätter; 2 Filmtexte; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Der Kurzspielfilm eignet sich für einen Einsatz im Ethikunterricht ab Bildungsstandard 10. Auch wenn die Lebenssituation des alten Paares zunächst weit von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler entfernt scheint, so regt das Gedankenexperiment – was würde ich tun, wenn ich wüsste, dass ich nur noch wenige Stunden zu leben hätte – doch zu einer tiefergehenden Reflexion über den Sinn des Lebens an. Dabei bietet das sehr gut strukturierte Arbeitsmaterial vielfältige Anregungen (u.a. handlungs- und produktionsorientierte Aufgaben, Grafiken, sinnvolle und unterrichtstaugliche literarische, philosophische und religiöse Primärtexte). Die liebevollen Details im Setting und die humorvollen Anspielungen auf den Spielfilm „Armageddon“ bieten Anlass für eine Filmanalyse. Der zweiminütige Animationsfilm „Megatrick“ visualisiert auf humoristische Weise eine Metapher zum Spannungsverhältnis von Lebensziel und Lebenssinn.

 

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Lösch Dich! So organisiert ist der Hate im Netz – Rayk Anders

Die Dokumentation verfolgt ein Team, das „undercover“ als Trolle und Hater im Netz unterwegs war und berichtet von gesteuerten Shitstorms, Mobbingattacken und Wahlmanipulationen in der Szene.

Didaktische Hinweise: Die preisgekrönte Webvideo-Dokumentation lässt sich ab Bildungsstandard 10 zum Themenkomplex Medien und Wirklichkeiten einsetzen. Durch den unvermittelten Start, die schnellen Schnitte, die hohe Informationsdichte und die Sprechgeschwindigkeit wirkt die Suche nach den Trollen zunächst diffus und ohne klare Linie. Immer wieder überlagert die Selbstdarstellung der Journalisten im schicken Hipster-Setting den komplexen Inhalt und bietet fast keinen Raum für ein sicherndes Zwischenfazit. Auf diese Weise wirkt das Medium zunächst eher emotional und manipulativ. Der Zuschauer gelangt aber im Laufe der Recherche doch zu wichtigen Erkenntnissen und da die Machart Schülerinnen und Schüler ganz unvermittelt in ihrer medialen Sprache anspricht, kann das Web Video als Impulsmedium eingesetzt werden. Das im Netz angebotene Bonusmaterial, in dem einige Inhalte vertieft werden, ist für eine Aufbereitung im Unterricht hilfreich.

 

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The Cleaners

Bitte um Beachtung: Wir empfehlen der Lehrkraft dringend, vor einem Unterrichtseinsatz den Film selbst anzusehen!

Der Film macht auf die Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem größten Outsourcing-Standort für Content Moderation, aufmerksam. Dort löschen zehntausend Menschen in 10-Stunden-Schichten belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Die Aufgaben dieser „Content Manager“ werden überwiegend von Arbeitern auf den Philippinen ausgeführt. In Sekundenschnelle müssen sie entscheiden welche Inhalte auf Internetplattformen veröffentlicht werden dürfen oder gegen die Richtlinien verstoßen.

Hinweise zum Jugendmedienschutz:
Der eindrucksvolle Dokumentarfilm „The Cleaners“ zeigt den bisher noch unbeachteten Beruf des Content-Moderators, der für die Internetdienste Facebook, Twitter und YouTube die hochgeladenen, oft zweifelhaften Videos und Bilder prüft. Hierbei bestimmen Content-Moderatoren maßgeblich mit, was die User dieser Seiten letztendlich zu sehen bekommen. Die Content-Moderatoren sichten dafür mitunter stundenlang pornographisches, gewaltverherrlichendes und hetzerisches Film- und Bildmaterial, was sich letztendlich auch auf ihre Psyche auswirkt. Der Film enthält daher Material, das für Schülerinnen und Schüler sehr verstörend wirken könnte: Bilder einer Enthauptung, Bilder von ertrunkenen Kindern, Videos von körperlicher Gewalt, Videos einer nachgestellten Kreuzigung und detailreiche Beschreibungen von sexuellen Übergriffen. Bereits die FSK Freigabe ab 16 Jahren erlaubt nur einen Einsatz in der Oberstufe. Aufgrund der intensiven Bilder wäre auch ein Einsatz des Filmes ausschließlich mit volljährigen Schülern bzw. nur ausgewählter Szenen denkbar."

Zusatzmaterial: Deleted scenes: – Unsichtbare Wunden (05:13 min); – Opfere dich (03:58 min); – Outsourcing paradise (03:05 min); – Make America great again (04:15 min); Begleitheft: Pädagogisches Begleitmaterial (19 S.) [PDF]: Credits; Aufbau und Ziel dieser Begleitmaterialien; Inhalt; Filmische Gestaltung und Dramaturgie; Themen und Ausblick auf die Arbeitsblätter; 4 Aufgabenblöcke.

Didaktische Hinweise: Die sehr ambitionierte Dokumentation gewährt verstörende Einblicke in eine Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Standort für Content-Moderation. Dabei werden nicht nur die weitreichenden gesellschaftlichen und politischen Implikationen der Expansion der sozialen Netzwerke aufgedeckt, die anstatt Demokratisierungsprozesse zu fördern, die Grundlagen der Demokratie zunehmend zerstören. Indem der Film den Zuschauer durch diesen komplexen Inhalt vom reinen Wahrnehmen über die Stufe kontroverser Argumente bis hin zu Reflexion und Urteil führt und in einen Handlungsimpuls mündet, entspricht er einerseits sehr gut den prozessorientierten Kompetenzen des Ethikunterrichts. Andererseits kann die sehr hohe Informationsdichte selbst Schülerinnen und Schüler der Kursstufe überfordern. Die Arbeitsmaterialien sind eine gute Grundlage, um die Komplexität zu strukturieren und Verstehensprozesse zu fördern. Zu beachten sind: FSK 16 (u.a. Foto eines enthaupteten Menschen).

 

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Hass im Internet

Hasskommentare überfluten das Internet und die sozialen Netzwerke. Der Film Hass im „Internet“ porträtiert vier Personen, die solchen Angriffen ausgesetzt sind und zeigt, wie sie sich dagegen zur Wehr setzen. Dabei kommen auch die strafrechtlichen Folgen zur Sprache, die unbedachte Äußerungen nach sich ziehen können. Unterstützt durch umfangreiches Unterrichtsmaterial werden konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Hass im Netz aufgezeigt, aber auch die Probleme im Umgang mit der Online-Hetze diskutiert.

Zusatzmaterial: 12 Arbeitsblätter teilweise in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 6 Bilder; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Der Lehrfilm eignet sich sehr gut für den Einsatz im Ethikunterricht der Kursstufe. Durch sinnvoll ausgewählte Interviewpartner aus den Bereichen Politik und Wirtschaft ist er nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Er vermeidet es, reißerisch zu sein, obgleich er in plastischer Weise die Dimensionen von Hass im Internet zeigt. Durch seinen klaren Appellcharakter und zeigt er den Schülerinnen und Schülern Handlungsmöglichkeiten auf und nimmt sie damit in die Verantwortung. Das Zusatzmaterial ist eher für den Bildungsstandard 10, gibt aber auch für die Kursstufe hilfreiche Impulse.

 

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Von Aristoteles bis Habermas – Grundpositionen der Ethik

Auf dem Weg zum Erwachsensein erfahren Jugendliche: Es gibt Situationen, in denen gibt es kein eindeutiges „Richtig“ oder „Falsch“. Gleichzeitig trägt es zum gelingenden Zusammenleben in der Gesellschaft bei, die Begründungsmuster hinter dem Handeln anderer zu reflektieren und Taten vor diesem Hintergrund einzuordnen. In der Produktion wird deutlich, dass unterschiedliche Grundpositionen philosophischer Ethik dabei zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Ob Aristoteles, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, John Stuart Mill und Jürgen Habermas sich als gute Ratgeber für die Praxis erweisen? Mithilfe ihrer Ansätze können eigene Maßstäbe bewusstgemacht und durch Hinterfragung die eigene moralische Entwicklung gefördert werden.

Zusatzmaterial: 10 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung [PDF/Word]; 1 Filmtext; 1 Filmkommentar/Filmtext; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 1 Begleitheft.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist hervorragend für einen Einsatz im Ethikunterricht geeignet. Es erläutert die vier Hauptpositionen philosophischer Ethik anschaulich sowie begrifflich sauber und klar und stellt diese anhand eines schülernahen Falles einander gegenüber. Die sehr ansprechende Illustration dient hierbei der Vereinfachung und als Memorierhilfe, da sie auch abstrakte Begriffe einleuchtend visualisiert. Die Arbeitsmaterialien dienen sowohl der Inhaltssicherung als auch der Vertiefung in der Kursstufe. Dies macht das Medium für alle möglichen Unterrichtssituationen (Einstieg, Erarbeitung, Wiederholung und Festigung) sehr geeignet.

 

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