Alle hier aufgeführten Medien und Materialien sind von den zuständigen Fachkommissionen der Medienbegutachtung für den schulischen Einsatz besonders empfohlen.

Sie stellen aber nur eine kleine Auswahl der Medien dar, die Ihnen in der SESAM-Mediathek zu diesem Fach zur Verfügung stehen. Dort sind empfohlene Medien mit einem orangefarbenem Daumen gekennzeichnet.

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Schultafel mit Aufschrift „Prüfung – Bitte Ruhe!“

Schultafel mit Aufschrift „Prüfung – Bitte Ruhe!“ | LMZ/Sven Grenzemann, Nr. LMZ007999

Bildende Kunst

 

Transformation

Was ist die eigene Identität und was ist nur eine Rolle, in die sich jeder Mensch gewollt oder zwangsläufig begibt? Neben Cindy Sherman erweitern die Performance- und Aktionskünstler Paul McCarthy und Yinka Shonibare MBE das Spektrum dieser Fragen und präsentieren Antworten anhand ihrer Kunstwerke.

Didaktische Hinweise: Die etwa 15-minütigen Einzelbeiträge in englischer Sprache (mit deutschen Untertiteln) geben einen konzentrierten Einblick in die Denk- und Arbeitsweise der jeweiligen Künstler. Ohne zusätzlichen Kommentar kommen die Künstler selbst zu Wort und werden von einer dokumentarischen Kamera bei ihrer Arbeit begleitet. Gerade deswegen erzeugen die oftmals sehr persönlichen und daher authentischen Aussagen besondere Interpretationszugänge, die eine klassisch- kunstwissenschaftliche Perspektive nur schwer eröffnen kann. Dies führt zu einer deutlichen Intensivierung und Vertiefung im Blick auf das Werk. Neben dem Fokus auf das Oeuvre von Cindy Sherman bietet gerade die Gegenüberstellung mit den Arbeiten von Yinka Shonibare MBE eine interessante Erweiterung, während der Beitrag über Paul McCarthy für unterrichtliche Zwecke wenig relevant ist. Die Kürze der Einzelbeiträge bedingt natürlich einen nur exemplarischen Blick auf das jeweilige künstlerische Schaffen und erfordert sowohl Ergänzung als auch Nachbereitung.

 

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The Power of Art

Große Kunst wirkt nicht selten wie eine Offenbarung und besitzt die Kraft, aus festgefahrenen Sehgewohnheiten zu reißen. Wer das einmal erlebt hat, blickt nie wieder in seiner bis dahin gewohnten Weise auf ein Gesicht, eine Farbe, einen Himmel oder einen Körper  er wird mit einer neuen Sicht ausgestattet: der Einsicht. Visionen des Schönen, der Lust und des Humors sind Teil dieses Prozesses. Doch auch die des Schocks, des Schmerzes, des Verlangens, des Mitleids und sogar des Ekels. Simon Schama zeigt jedoch an acht Künstlerbiografien auf, dass dieser romantische Mythos auf einige trotz alledem zutrifft. Er gewährt Einblicke in das Schaffen von Caravaggio, Bernini, Rembrandt, David, Turner, Van Gogh, Picasso und Rothko.

Didaktische Hinweise: In einer umfangreichen Mediensammlung werden in einzelnen Film-Essays herausragende Künstlerpersönlichkeiten von der Renaissance bis zur Neuzeit vorgestellt.
Der Fokus der einzelnen Beiträge liegt dabei eindeutig auf biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergründen, die in einer Mischung aus Spielszenen, dokumentarischem Filmmaterial und zum Teil sehr persönlich gefärbten Kommentaren des Autors chronologisch entwickelt werden. Sehr weit führende, häufig psychologisch begründete Deutungen und Interpretationen lassen die vorgestellten Kunstwerke häufig so komplex erscheinen, dass der Blick auf das konkrete Werk durch diese Fülle verstellt wird. Formalästhetische Aspekte wie Farbe, Licht, Raum oder Komposition werden im Verhältnis zur Filmlänge meist zu knapp behandelt.
Der Beitrag zu Rembrandt hebt sich sehr positiv dadurch hervor, dass mit faszinierenden Detailaufnahmen und einer klaren Beschränkung auf nur ein Sujet  Porträts  eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk gelingt. Der genaue Blick auf Bildoberfläche und Malweise verdeutlicht in gut nachvollziehbarer Weise die Eigenart von Rembrandts Werk und seiner innovativen Bedeutung innerhalb der Malerei. Die Geschichte hinter den Bildern ergänzt in angemessener Weise diesen Zugang.

 

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Caravaggio; Rubens; Velazquez; Rembrandt; Vermeer (Fassung 2013)

Diese Folge zeigt die wichtigsten und bedeutendsten Maler der Barockzeit. Der Ursprung und die Stilentwicklung Barocker Auffassung in Südeuropa vor allem in Italien wird ebenso aufgezeigt, wie die nordeuropäische Variante. Die Malerei in den nördlichen und südlichen Niederlanden ist ein weiterer Schwerpunkt.

Didaktische Hinweise: Der dritte Film der fünfteiligen Reihe Große Maler beschert die ultimative Zusammenstellung der wichtigsten und bedeutendsten Maler der Barockzeit. So können einerseits Ursprung und Stilentwicklung barocker Auffassung in Südeuropa (vor allem Italien) mit der nordeuropäischen Variante sehr gut verglichen werden. Andererseits gelingt aber auch eine sehr gute Darstellung der Malerei in den nördlichen und südlichen Niederlanden, die wiederum sehr gut im Vergleich betrachtet werden können.
Mit jeweils 20 Minuten Spieldauer haben die einzelnen Beiträge eine optimale Länge für den Unterricht. Trotz ihrer Kürze vermitteln die Filme in gut verständlicher Sprache mit teilweise fesselnder Diktion alle wesentlichen Kunstwerke einschließlich aller notwendigen Hintergrundinformationen sowie nachvollziehbarer Interpretationen. Darüber hinaus fangen die Filme die besondere und jeweils typische Atmosphäre der künstlerischen Räume ein.
Da der Kommentator Tim Marlow häufig direkt vor den zu beschreibenden Werken agiert, erhält der Betrachter durch die geschickte Auswahl der Kameraperspektiven und Einstellungsgrößen zusätzlich einen richtigen Eindruck der tatsächlichen Proportion und Wirkung der Kunstwerke.

 

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Rembrandt

Rembrandt ist einer der berühmtesten Maler aller Zeiten. Das Medium gibt einen intimen Einblick auf den Meister, seine Arbeit und seine Welt. Rembrandts Ära, das Goldene Zeitalter, wird wiederbelebt. Viele seiner Meisterwerke sind erneut im Detail überprüft worden mit dem besonderen Augenmerk auf sein berühmtestes Bild die Nachtwache. Rembrandt war auch ein weltberühmter Kupferstecher. Was ist das Geheimnis von Rembrandts unnachahmlicher Technik? Eine Restauratorin zeigt es mit Hilfe von Röntgenbildern und Infrarotanalyse.

Didaktische Hinweise: Das Medium gliedert sich übersichtlich und sinnvoll in Kapitel, die sich auch unabhängig voneinander einzeln im Unterricht einsetzen lassen. Die Sprache des Kommentars ist treffend und für Schülerinnen und Schüler gut verständlich. Das erste Kapitel bietet einen gelungenen zeitgeschichtlichen Einblick, der durch einen optisch behutsamen, collageartigen Bilderreigen und einen schlüssigen, prägnanten Kommentar besticht. Im folgenden Kapitel werden das Leben und der künstlerische Werdegang Rembrandts anhand von treffend gewählten Werken und einem lakonischen Kommentar zu einem atmosphärisch dichten und persönlich ansprechenden Gesamtbild verbunden. Das malerische und graphische Werk wird kunstwissenschaftlich kompetent in technischen und gestalterischen Aspekten vorgestellt, wobei der Betrachter bei einigen interessanten Beispielen die Möglichkeit hat, mit einer Lupenfunktion jeweils drei passende Ausschnitte genau zu studieren. Während die Bildqualität bei den Gemälden weitestgehend überzeugt, zeigen sich bei einigen reproduzierten graphischen Arbeiten Unschärfen. Eine sinnvolle Ergänzung bietet eine Werkauswahl und Faksimiles von Briefen und Dokumenten. Sie ermöglicht eine intensivierte Auseinandersetzung mit Einzelwerken sowie das Ausdrucken der Bilddateien in guter Qualität.

 

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Das goldene Jahrhundert der Niederlande

Die Porträts von Hélène Fourment (ca. 30 min): Im Alter von 53 Jahren heiratete der flämische Maler Peter Paul Rubens (1577 1640) in zweiter Ehe die wesentlich jüngere Hélène Fourment. Bis zu seinem Tod fertigt er zahlreiche Porträts von ihr an. Rubens beschränkt sich jedoch nicht auf Hélènes Darstellung als Ehefrau und Mutter, sondern zeigt sie auch in Bildern, die Szenen aus der antiken Sagenwelt zum Inhalt haben. Der Film geht der Darstellung der Körperlichkeit in den Bildern nach und erläutert die allegorische Bedeutung der Motive.

Selbstporträts (ca. 30 min): Mehr als einhundert Mal machte Rembrandt van Rijn (1606 1669) sein Gesicht zum Motiv von Stichen, Zeichnungen und Gemälden. Diese Selbstbildnisse zeugen von der inneren Auseinandersetzung des Künstlers mit sich und mit seiner Vergänglichkeit. Sie enthalten aber auch zahlreiche Hinweise auf das im Wandel begriffene humanistische Europa.

Der Astronom (1668) (ca. 30 min): Die holländische Genremalerei des 17. Jahrhunderts brachte viele Darstellungen von Gelehrten hervor. Jan Vermeers Ölgemälde Der Astronom zeigt einen über einen Globus gebeugten Mann, der seine Erleuchtung aus dem Licht zu beziehen scheint. Vermeer kritisiert mit seinem Werk unter anderem die Tatsache, dass die Wissenschaft von den Sternen bis weit ins 17. Jahrhundert hinein verpönt war.

Didaktische Hinweise: Das Medium mit drei Beiträgen aus der Reihe Palettes aus den 1980er/90er Jahren zeichnet sich durch seine vorbildliche inhaltliche Qualität aus. Eine sehr präzise, sprachlich überaus anschauliche Beschreibung im Inhaltlichen wie im Formalen verbindet sich mit faszinierenden filmischen Einblicken in die Entstehung und Detailgestaltung der besprochenen Werke. Biographische, verbindende kunstgeschichtliche sowie zeitgeschichtliche Bezüge und maltechnische Demonstrationen ergänzen den Blick auf die sorgfältig ausgewählten und charakteristischen Einzelwerke der Künstler. So werden etwa bei Rembrandt und Vermeer die Bildgenese in nahezu kriminalistischer und sehr spannender Weise untersucht (Verwendung einer Camera Obscura, Analyse der Untermalungen und röntgentechnische Betrachtung) und dem Betrachter ungewöhnliche, nie zuvor gesehene Einblicke ermöglicht. Die übertragungsbedingte Unschärfe im Bild stört jedoch bei allen Beiträgen, insbesondere bei dem Kapitel über Rubens, und beeinträchtigt leider die Betrachtung.

 

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Baukunst 2

Das Johnson-Verwaltungsgebäude (ca. 26 min): Die Verwaltungsgebäude der Johnson Wax Company zählen zum Hauptwerk eines der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts: Frank Lloyd Wrights. (Frankreich 2000; Regie: Compain, Frédéric)

Die Galleria Umerto I (ca. 26 min): Die Galleria Umberto I. ist eine der letzten überdachten Passagen, die in Europa erbaut wurden. Dieses formvollendete Bauwerk ist gleichzeitig „Krönung und Schwanengesang“ einer für das 19. Jahrhundert charakteristischen und mit ihm ausgeklungenen Architekturform. (Frankreich 2000; Regie: Neumann, Stan; Produzent: ARTE France)

Satolas-TGV – Der Bahnhof auf dem Land (ca. 26 min): Der Bau dieser spektakulären Anlage für den französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV auf dem Gelände des Flughafens von Lyon war für den Architekten und Ingenieur Santiago Calatrava eine Herausforderung und zugleich Gelegenheit, der modernen Technik ein Denkmal zu setzen. (Frankreich 1998; Regie: Adda, Catherine; Produzent: ARTE France)

Die Felsentherme von Vals (ca. 26 min): Mit seinem Gebäude erneuert Peter Zumthor das Konzept des Thermalbads und hält sich gleichzeitig strikt an dessen Vorgaben. Eine Inszenierung des Wassers in all seinen Formen. (Frankreich 2000; Regie: Copans, Richard; Produzent: ARTE France)

Die Pariser Kunsthochschule (ca. 26 min): Im Herzen von Paris bietet die Pariser Kunsthochschule Felix Dubans ihren Studenten ein Résumé der Architekturgeschichte. Der Tempel des „Beaux-Arts“-Stils, der erheblichen Einfluss auf Generationen von Architekten in der ganzen Welt ausübte. (Frankreich 2000; Regie: Adda, Catherine)

Didaktische Hinweise: Wie auch im Teil „Baukunst 1“ zeigt diese Filmsammlung die Entstehung von Architektur in Spannungsfeldern von Vorgaben der Auftraggeber, geografischen und städtebaulichen Gegebenheiten und der Ideenvielfalt der jeweils ausführenden Architekten. Dadurch, dass Beispiele aus drei Jahrhunderten vorgestellt werden, ergeben sich für den Betrachter hervorragende Vergleichs- und Analysemöglichkeiten bezüglich Funktion, Absicht, Konstruktionsweisen, Materialien und deren Wirkung sowie des Erscheinungsbildes innerhalb eines Zeitstils.
Auch hier bewirken intelligente Trickanimation  sowie partielle Originalkommentare der jeweiligen Architekten eine noch stärkere Durchdringung der Architekturkomplexe.

 

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Bunte Götter

In der Münchner Glyptothek fand ein einmaliges archäologisches Experiment statt: ein Team von jungen Archäologen und Restauratoren wagte vor einigen Jahren, antiken Statuen ihre ursprüngliche Farbigkeit wiederzugeben. Der Film begleitet die einzelnen Schritte des Versuchs, den bogenschiessenden Paris aus der Figurengruppe des Tempels von Ägina originalgetreu mit antiken Farbpigmenten zu bemalen.

Didaktische Hinweise: Nach einer kurzen Geschichte der Skulpturensammlung der Glyptothek befasst sich der Film schwerpunktmäßig mit einem Rekonstruktionsexperiment von Giebelfiguren des Aphaia-Tempels auf Ägina. Folgerichtig werden die dazu nötigen Arbeitsschritte in ruhig und gut fotografierten Filmsequenzen gezeigt. Nach einer eingehenden Untersuchung einer Originalfigur mit UV- und Streifenlicht auf Farbreste und Oberflächenstruktur wird der Betrachter Zeuge einer aufwändigen und langwierigen farbigen Rekonstruktion der Gipskopie. Gut gesprochene Kommentare und Detailaufnahmen stellen den Vorgang anschaulich dar darüber hinaus entsteht so ein interessanter Einblick in die Arbeitsmethoden von Restauratoren im Museum.
Da der Film weder eine Stilgeschichte noch eine geschichtlich-mythologische Einführung enthält, sollten diese beiden Bereiche vorab behandelt werden. Nur so kann dem Schüler bewusst werden, dass sich durch das Ergebnis des Rekonstruktionsexperiments das bisher gängige Antikenbild verändert hat.

 

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Deutsch

 

Goethes Faust I

Faust von Johann Wolfgang von Goethe gilt auch heute noch als das bedeutendste Werk der deutschen Literatur. Auch nach 200 Jahren legt die immer noch sehr lebendige Rezeption Zeugnis davon ab. Der Fokus beim Urfaust liegt auf der Gretchentragödie. Neben der Beschäftigung mit dem Inhalt des Faust zeigt der Film eine moderne und aktuelle Inszenierung des Faust vom Jugendtheater Schnawwl. Die Inszenierung zeigt ganz neue Wege. Ein teuflisches Spiel aus Realitäten, Videoprojektionen, Visionen, die ineinandergreifen. Das kann durchaus provozieren. Der Film zeigt auch die Entwicklung über 200 Jahre mit der Uraufführung und den Salzburger Festspiele. Gustav Gründgens als Mephisto findet ebenso Beachtung wie die Inszenierung von Peter Stein. Er entwickelte für die Expo 2000 in Hannover sein Faust-Projekt. Es spielte eine 80-köpfige Truppe an über zwei Tagen 15 Stunden lang. Es gab keinerlei textliche Kürzung.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist für den Einsatz im Unterricht der Sekundarstufe II sehr gut geeignet, besonders auch angesichts dessen, dass Goethes Faust I als Sternchenthema im Abitur Baden-Württemberg vorgesehen ist. Die Unterteilung in vier Großkapitel vermittelt den Lernenden auf abwechslungsreiche Weise einen Überblick über Goethes Leben, seine literarischen Interessen und vor allem über Goethes Weiterentwicklung des Fauststoffes – basierend auf der Geschichte des historischen Vorbilds und dem Puppenspiel – bis hin zum Urfaust, zum Faust-Fragment und zum Faust I. Bilder, Texte, und Kommentare von Literaturwissenschaftlern wechseln sich im 1. Kapitel ab, um die unterschiedliche Fokussierung der Goetheschen Werke und nicht zuletzt den Einfluss der Epoche der Aufklärung auf die Weiterentwicklung des Stoffes deutlich zu machen. Die Erklärungen von Schauspielern, einem Bühnenbildner und einem Regisseur im 2. und 3. Kapitel bieten eine gute Diskussionsgrundlage für die Frage, inwieweit eine moderne Inszenierung die Tragödie Goethes in ihrem Kern auch heute noch als überzeitliches ‚Menschheitsdrama’ wiedergeben kann. Kapitel 4 beleuchtet in gut ausgewählten Bildern und Ausschnitten verschiedene bahnbrechende Inszenierungen seit der Uraufführung, was die Bedeutung des Klassikers ‚Faust’ für das deutsche Theater besonders hervortreten lässt.
Die Zusatzmaterialien sind vielfältig und sehr umfangreich und bieten der Lehrperson nach vorheriger Sichtung zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

 

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Faust: Johann Wolfgang von Goethe

Faust ist ein Lebenswerk Goethes – das Werk, in das er viele Erfahrungen und Interessen seines ganzen Lebens einfließen lässt und sie zu etwas Größerem verbindet. Um nachvollziehen zu können, wie das Meisterwerk entstand, erfahren die Zuschauer hier etwas über die ersten Berührungen des Dichters mit dem Thema als Kind, über die historische Figur Faust und über Goethe als Dichter und als Naturwissenschaftler. Das Werk kann für die Bühne bis heute immer wieder neu interpretiert werden.

Didaktische Hinweise: Die Produktion eignet sich für den Einsatz im Leistungsfach Deutsch in der Sekundarstufe II. Das Medium bietet ausführliche Einblicke in Goethes Leben, das geprägt war von Wohlstand, Bildung und Bürgerlichkeit. Sichtbar wird dies in Sequenzen, die sich mit Architektur, Kunst, Wohnkultur, Kleidung und Reisen beschäftigen und somit den Menschen Goethe für ein jugendliches Publikum greifbarer machen. Unterstützt wird dies durch eine einfühlsame Produktionsweise, welche Goethes Lebensumfeld auf ästhetische und detaillierte Weise gut nachvollziehbar darstellt. Zur Einordnung des Gezeigten, das von Experten immer wieder auf unterschiedliche Weise kommentiert wird, ist Vorwissen über Goethes Leben und Werk vonnöten. Die in Ausschnitten gezeigte Inszenierung des Deutschen Nationaltheaters Weimar entspricht nicht den gängigen Interpretationsansätzen, da sie Faust nicht als Wissenschaftler, sondern vielmehr als gescheiterten „einfachen Mann von der Straße“ zeigen. Damit können sich interessante Diskussionsanlässe für einen kritischen Rückblick der Unterrichtseinheit ergeben. Die Produktion wird ergänzt durch zusätzliche Materialien, die eine Installation auf einem PC erfordern.

 

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Schwerpunktthemen Abitur 2020 Deutsch Baden-Württemberg

Materialien und Handreichungen zur Pflichtlektüre im baden-württembergischen Abitur 2020 für das Fach Deutsch.

Didaktische Hinweise: Das Medienpaket eignet sich hervorragend für den Einsatz in der Kursstufe zur fundierten Vorbereitung des Deutsch-Abiturs. Klar strukturierte Arbeitsblätter mit Lösungen, Film- und Bildmaterial, hervorragende Links sowie weiterführende Literaturangaben ermöglichen die direkte Verwendung im Unterricht und unterstützen die Lehrkraft in ihrer Vorbereitung. Zusätzlich motivieren die gut und anschaulich gestalteten Materialien die Lernenden in der Oberstufe zur intensiven Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen und Werken.

 

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Englisch

 

Teen life in Britain

Britische Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren geben Auskunft über ihr Lebensgefühl, ihre Gewohnheiten, ihre Selbstwahrnehmung, ihre Wünsche und Zukunftsperspektiven. In der Zusammenschau geben die Einzelbeobachtungen, die auf dem Medium als Module aufgerufen werden können, ein realistisch kontroverses Bild dieser Generation in England, das sprachlich erschlossen und inhaltlich mit der Erfahrungswelt deutscher Jugendlicher verglichen werden kann.

Didaktische Hinweise: Das Medium bereitet die Ergebnisse einer Umfrage unter britischen Jugendlichen auf. Die Selbstauskünfte der Jugendlichen im Film liegen im Erfahrungsbereich der Schüler und bieten sehr gut Gesprächsanlässe. In 3-5 min. schnell geschnittenen Clips äußern sich junge Briten zu jeweils einem der folgenden Schwerpunktthemen: Körpergefühl, Karriere, Beziehung und Familie sowie Homosexualität und Immigration.
Einen guten Zugang und Einstieg ins Thema bietet der 2 min. Film-Rap „This Teen Life“, welcher Zitate aus allen fünf Kapiteln in Form eines mit Rap-Musik unterlegten Musikvideos präsentiert. Sowohl der Rap als auch alle anderen Kapitel können problemlos einzeln behandelt werden. Sprechtempo und Sprachniveau sind für die Mittelstufe anspruchsvoll. Da keine Untertitel vorliegen, empfiehlt sich der Einsatz des Scripts bzw. der Vokabelangaben (nach Kapiteln und chronologisch geordnet).

 

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The Tea Party – I want my country back

Worum handelt es sich bei der Tea Party? Wer sind ihre Anhänger und was treibt diese US-Bürger politisch an den rechten Rand der republikanischen Partei? Auf der Suche nach Antworten begibt sich die Dokumentation auf eine Reise in das Seelenleben der konservativen Amerikaner im „Heartland“ der USA – wo uramerikanische Werte hochgehalten werden, wo lokale Politik, Föderalismus und Unabhängigkeit gepredigt werden. Dieses Amerika steht in vielen Belangen im genauen Gegensatz zur europäisch geprägten Ost- und Westküste.

Didaktische Hinweise: Der Film kann ab der Kursstufe empfohlen werden. Er ist sprachlich sehr anspruchsvoll und verfügt über englische Untertitel. Auch die sehr umfangreich vorhandenen Arbeitsmaterialien verlangen ein hohes sprachliches Niveau. Die unkommentierten Selbstdarstellungen einiger radikal rechtskonservativer Aktivisten der „tea party“-Bewegung verlangen bei der Verwendung im Unterricht ein hohes Maß an Reflexionsfähigkeit von den Schülern und Lehrern. Die verführerisch einfachen ideologischen Argumentationsmuster könnten sonst unkritisch übernommen und als wahr betrachtet werden. Das reichhaltige Arbeitsmaterial sollte deshalb unbedingt genutzt werden; es unterstützt die Vor- und Nachbearbeitung diesbezüglich sehr gut. Das Material ist in fünf thematische Schwerpunkte unterteilt: Guns, home-schooling, health care, environment, socialism.

 

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Shell-shocked

New Orleans hat die höchste Mordrate in den USA. Gewalt und bewaffnete Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Die Opfer sind mehrheitlich schwarze Jugendliche. Laut Statistik werden in New Orleans vier- bis sechsmal so viele Morde begangen wie im Rest der USA. Und: 80 Prozent der Opfer sind männliche schwarze Jugendliche. Dieses Ausmaß an Gewalt stellt ein ernstes Problem für das Zusammenleben der Einwohner dar. Der Film forscht nach den Ursachen und möglichen Lösungen und lässt Angehörige der Opfer, Jugendliche sowie Polizei und Politik zu Wort kommen.

Didaktische Hinweise: Der äußerst beeindruckende und besonders am Anfang (Mordopfer auf offener Straße, Wiederbelebungsversuche) sehr beklemmende Dokumentarfilm über die brutale Waffengewalt in New Orleans, zeigt die Vielschichtigkeit und Problematik der liberalen Waffenpolitik in den USA. In Interviews mit hauptsächlich schwarzen Jugendlichen oder Angehörigen der Mordopfer, wird die Hilflosigkeit und Ohnmacht der Betroffenen deutlich. Gleichzeitig zeigen sich Lösungsansätze durch stärkere Polizeipräsenz, sowie härtere Gesetze als kontraproduktiv, da diese die Perspektivlosigkeit und den Leidensdruck der schwarzen Jugendlichen verstärken. Als erfolgsversprechende Alternativen werden Jugendprogramme und – konzepte im Rahmen der Jugendhilfe, verbunden mit höheren Kosten für den Erwerb und Besitz von Waffen, angeboten. Am Rande kann auch unter medienbildnerischen Aspekten die US TV typische Art der Berichterstattung über Gewaltverbrechen besprochen werden. Der Film bietet sich aufgrund der Thematik und Sprache ausschließlich für die Kursstufe an. Englische Untertitel sind vorhanden. Das sehr umfangreiche Arbeitsmaterial ist didaktisch durchdacht und gut strukturiert, so dass es sofort im Unterricht verwendet werden kann.

 

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Latinos: The new americans [OmU]

Sie verändern die Gesellschaft der USA: Bis 2040 wird der Anteil der lateinamerikanischen Einwanderer auf 35 Prozent der US-Bevölkerung anwachsen. Ihr Einfluss auf Kultur, Politik und Wirtschaft der USA steigt unaufhörlich. Beispiel Nevada: in dem Wüstenstaat stammt mehr als jeder vierte Einwohner aus Mexiko. In vielen Geschäften wird spanisch gesprochen, in Las Vegas werden sogar Führerscheinkurse auf Spanisch angeboten.

Didaktische Hinweise: Der sehr anschauliche Film zeigt anhand mehrerer Protagonisten die Situation lateinamerikanischer Immigranten in Amerika. Häufig wird Spanisch gesprochen, jedoch sind immer englische Untertitel verfügbar. Das verwendete Englisch ist anspruchsvoll, wird aber durch die umfangreichen Arbeitsmaterialien, die sich in pre-, while- und post-listening Aktivitäten gliedern, zum Teil entlastet. Durch die Aufgabenstellungen können Parallelen zur aktuellen Einwanderungssituation in Deutschland gezogen werden. Der Film eignet sich eher für die Kursstufe, kann aber auch abschnittsweise ab Klasse 8 genutzt werden.

 

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I am not your negro

Als der Schriftsteller James Baldwin 1987 verstarb, hinterließ er ein unfertiges Manuskript mit dem Titel „Remember This House“. Darin beschäftigt er sich mit der Geschichte des Rassismus im modernen Amerika und greift dabei auch auf persönliche Erinnerungen an seine Freunde zurück: die Bürgerrechtsaktivisten Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King, die alle drei ermordet wurden. Regisseur Raoul Peck arbeitet dieses Material in seinem Dokumentarfilm auf und verwendet dafür vornehmlich die originalen Worte Baldwins, die Ausschnitte aus dem Manuskript werden dabei von Schauspieler Samuel L. Jackson vorgelesen. Dazu kommen Aufnahmen von öffentlichen Auftritten des Schriftstellers im Fernsehen und auf Bürgerrechtsveranstaltungen sowie Ausschnitte aus den Hollywood-Filmen, die ihn inspirierten und antrieben.

Didaktische Hinweise: Der beeindruckende Dokumentarfilm verdeutlicht mit Hilfe zahlreicher authentischer Film-, Radio- und Fernsehaufnahmen die race relations in den USA der vergangenen Jahrzehnte die Perspektive des afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin. Das verwendete Originalmaterial vermittelt Authentizität aus einem eher unbekannten Blickwinkel und ist sprachlich anspruchsvoll. Aufgrund der großen Komplexität der Thematik empfiehlt es sich den Film ausschnitthaft im Unterricht einzusetzen. Englische Untertitel und Unterrichtsmaterial sind nicht vorhanden.

 

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Teenagers in the U.S.

Dokumentation über heranwachsende Jugendliche, die in der frühen Kindheit in die USA immigriert sind. Gwenth aus Vietnam, Prottush aus Bangladesch und Cristian aus Mexico wurden über 15 Jahre mit der Kamera begleitet. In den daraus entstandenen Kurzportraits berichten sie aus ihrem Alltagsleben und über ihre Sorgen und Träume in den USA.

Didaktische Hinweise: Der emotional bewegende Dokumentarfilm begleitet drei Teenager über einen Zeitraum von 15 Jahren. Anhand von sprachlich gut verständlichen und reflektierten Interviews wird deutlich, wie komplex sich die Entwicklung der Migrationsjugendlichen durch die Zerrissenheit zwischen der eigenen Kultur und der amerikanischen gestaltet. Verstärkt wird dieser Konflikt auch stark durch die Erwartungshaltungen der Eltern. Als Themenbereich für den Unterricht bieten sich Traditionen, American Dream, Identitätsfindung und Immigrant Experience an. Vielfältige didaktisch aufgearbeitete Arbeitsmaterialien sowie englische Untertitel sind vorhanden. Thematisch aufgrund der Protagonisten, sowie der Komplexität für die Oberstufe geeignet.

 

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Segregation is Back

53% der afro-amerikanischen Schüler besuchen Schulen ohne weiße Mitschüler. Seit 2007 ist dieser Anteil um 10% gestiegen. Anhand der amerikanischen Schullandschaft zeigt der Film wie die Rassentrennung in die USA zurück kommt. Die Stadt Selma in Alabama ist beispielhaft für diese neue soziale Realität. Die Stadt, die ehemals eine Schlüsselrolle in der Menschenrechtsbewegung innehatte, ist erneut geteilt und die beiden großen örtlichen High Schools sind ein Abbild dieser Teilung: Auf der einen Seite die Selma High School, eine öffentliche Schule mit rund 1000 Schülern, ausschließlich schwarzer Hautfarbe. Auf der anderen Seite die John T. Morgan Academy, eine private Einrichtung, die den Namen eines der Gründer des Ku Klux Klan trägt und die von 500 Schülern besucht wird, die alle weiß sind. Gezeigt wird das tägliche Leben der High School-Kids beider Gemeinschaften.

Didaktische Hinweise: Der aktuelle Film zeigt auf erschreckende Weise die Rückkehr der Rassentrennung in den USA anhand von Schulen in Selma, Alabama. Dabei werden gesellschaftliche und historische Entwicklungen in den Blick genommen, kontrastiert und mögliche Auswirkungen aufgezeigt. Didaktisch sehr gut aufbereitete Arbeitsblätter sowie englische Untertitel sind vorhanden. Sprachlich ist der Film gut zu verstehen und vom Wortschatz her anspruchsvoll. Thematisch lässt sich der Film zwar ab Klasse 8 verorten, ist aber aufgrund des hohen und komplexen Sprachanteils erst ab Klasse 11 geeignet.

 

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Ein Tag im Vereinigten Königreich

In über 20 Kapiteln zeigt der Film das Großbritannien und Nord-Irland der Gegenwart: Populationsentwicklung und Gesellschaft, Arbeit und Wirtschaft, Natur und Umwelt, Energieversorgung u.v.m.

Didaktische Hinweise: Der sehr aktuelle Dokumentarfilm zeigt auf anschauliche und sachliche Weise ein breites Spektrum innerpolitischer und kultureller Aspekte des Vereinigten Königreiches. Sprachlich und inhaltlich ist der Film für die Oberstufe geeignet. Arbeitsmaterialien für pre-, while- und post-viewing activities, sowie englische Untertitel sind vorhanden. Eine Kapitelwahl ist möglich, so dass der Film ausschnittsweise verwendet werden kann.

 

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The fight for a black middle class

Ein halbes Jahrhundert nach dem Kampf um Gleichberechtigung und der Erlangung des Wahlrechtes für alle Amerikaner bestehen die Probleme afro-amerikanischer Familien im Alltag weiter fort. Mehr als 40% der schwarzen Kinder sind arm. Und die schwarze Mittelschicht ist wesentlich kleiner und weniger wohlhabend als die weiße Mittelschicht. Anhand historischen Filmmaterials und persönlicher Lebensgeschichten werden die Hintergründe dieser Problematik erforscht und die oft frustrierenden Anstrengungen schwarzer Familien bei dem Versuch, den amerikanischen Traum zu verwirklichen gezeigt. Der Film verdeutlicht, dass Benachteiligung aufgrund der Hautfarbe in den USA nach wie vor System hat.

Didaktische Hinweise: Der Dokumentarfilm untersucht anhand von Originalaufnahmen und Interviews den schwierigen sozialen Aufstieg von Afroamerikanern in die Mittelklasse Amerikas. Sprachlich und inhaltlich ist der Film anspruchsvoll und bietet aufgrund seiner Komplexität Grundlagen für Diskussionen über Gesetze, Meinungen, Lebenswirklichkeiten und -perspektiven, die sich auch mit unserer Gesellschaft vergleichen lassen. Ebenso sind Anknüpfungspunkte an das Thema des American Dream gegeben. Die didaktisch gut aufbereiteten Materialien mit Pre-, While- und Postviewing activities können im Unterricht verwendet werden. Der Film kann abschnittsweise bearbeitet werden. Englische Untertitel sind vorhanden.

 

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The American Dream

Der Begriff American Dream wurde erstmalig 1931 im Buch „The Epic of America“ von James Truslow Adams verwendet. Was umschreibt dieser Begriff? Wie ist der American Dream historisch einzuordnen? Und was ist aus ihm geworden? Sechs ausgewählte historische und aktuelle Filmclips beleuchten den American Dream aus unterschiedlichen Perspektiven: 1. Die Anfänge: Siedler & Co., 2. Politische Visionen, 3. Levi Strauss: „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, 4. Ein Afghane in den USA: American Dream & Einwanderung heute, 5. Amerikanischer Traum und African-Americans, 6. Soziale Realität heute.

Didaktische Hinweise: Die Filmclips gehen der Anziehungskraft und dem Mythos des American Dreams von der Gründungszeit der USA bis heute auf den Grund. Dabei wird die Bedeutung des American Dreams kurz angerissen und sollte im Vorfeld noch genauer geklärt werden. Einzelne Clips wie z.B. „An Empire in Decline“ oder „American Dream & African-Americans“ sind aus längeren Dokumentarfilmen entnommen und können somit nur einen Teil des American Dreams darstellen. Die ersten drei historischen Clips bieten wenig Identifikationsmöglichkeiten für Schüler und beleuchten historische Ereignisse. Sprachlich und inhaltlich sind die Clips für die Oberstufe geeignet. Didaktisches Begleitmaterial mit pre-, while- und post-viewing activities ist in Word vorhanden und können auch zum Teil unabhängig vom Film eingesetzt werden. Untertitel sind keine vorhanden, wären aber aufgrund des hohen sprachlichen Niveaus wünschenswert.

 

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Ethik

 

Atheismus und Religionskritik

Atheismus und Religionskritik gehören, als Herausforderungen des Gottesglaubens, zur Signatur der Moderne. Am Beispiel Friedrich Nietzsches wird diese Thematik in Form des fiktionalen Kurzfilms „Der tolle Mensch“ aufgegriffen. In seinem Zentrum stehen Friedrich, ein Mann mittleren Alters, und der junge Student Niko. Zwischen den beiden Männern besteht eine eigenwillige Freundschaft, die jedoch durch Friedrichs intensive Beschäftigung mit der Philosophie Nietzsches zunehmend auf die Probe gestellt wird. Er verwickelt Niko immer häufiger in Gespräche über den Tod Gottes und den Stellenwert der Moral und lehnt Nikos Hilfe „aus Mitleid“ schroff ab. Zunehmend verschwimmen die Grenzen zwischen Friedrich und dem Philosophen Nietzsche. Am Ende steht Niko vor einer schweren Entscheidung.

Didaktische Hinweise: Der Versuch, Grundgedanken der Religionskritik Nietzsches in einer im Jetzt verorteten Spielhandlung darzustellen, ist anregend. Er bietet Schülerinnen und Schülern der Kursstufe, die über Textauszüge einen ersten Zugang zu den geläufigsten Thesen Nietzsches gefunden haben, hierfür einprägsame Bilder und regt über die spannungsreiche Beziehung zwischen den beiden Protagonisten zu einer personalisierten Auseinandersetzung mit diesen Thesen an. Ob die Schülerinnen und Schüler durch diese Dramatisierung Nietzsche besser verstehen können, bleibt auszutesten. Die Arbeitsmaterialien bieten Textauszüge mit handlungsorientierten und originellen textanalytischen Arbeitsaufträgen.

 

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Ethische Aspekte globaler Ökonomie

Der Film sensibilisiert für das eigene Konsumverhalten, den Zusammenhang zwischen Preis und Produktionsbedingungen sowie für die Mitverantwortung der Industrienationen für Lebens- und Arbeitssituation in Schwellen- und Entwicklungsländern. Er zeigt an Beispielen die Mechanismen auf, die zu Kinderarbeit führen. Kriterien für ein faires Wirtschaften werden vorgestellt.
Abhängigkeiten von internationalen Markenproduzenten oder beispielsweise Saatgut- und Düngerlieferanten oder Wasserversorgern werden thematisiert. Dabei wird auf die besondere Verantwortung beim Zugang zu Wasser und bei der Spekulation mit Nahrungsmitteln eingegangen. Die Welthandelsorganisation WTO, Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) werden vorgestellt. Die Diskussion über ein Für und Wider eines Schuldenerlasses für Entwicklungsländer wird aufgegriffen.

Didaktische Hinweise: Der Lehrfilm vermittelt in großer Dichte die Ungerechtigkeit eines globalen kapitalistischen Wirtschaftssystems. Die inhaltliche Komplexität führt dazu, dass das Medium nur in der Kursstufe eingesetzt werden sollte. Dazu kann der in Druckform vorliegende Sprechertext als Entlastung dienen. Das Medium kann sowohl inhaltssichernd und zusammenfassend am Ende einer Einheit zur Wirtschaftsethik oder aber als Impuls zu Beginn einer solchen Einheit eingesetzt werden. In beiden Fällen bedarf es einer vielfältigen inhaltlichen Vertiefung, die die Arbeitsmaterialien zwar als Basis nutzen kann; diese sollten jedoch von der Lehrkraft zusätzlich erweitert werden.

 

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Von Aristoteles bis Habermas – Grundpositionen der Ethik

Auf dem Weg zum Erwachsensein erfahren Jugendliche: Es gibt Situationen, in denen gibt es kein eindeutiges „Richtig“ oder „Falsch“. Gleichzeitig trägt es zum gelingenden Zusammenleben in der Gesellschaft bei, die Begründungsmuster hinter dem Handeln anderer zu reflektieren und Taten vor diesem Hintergrund einzuordnen. In der Produktion wird deutlich, dass unterschiedliche Grundpositionen philosophischer Ethik dabei zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Ob Aristoteles, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, John Stuart Mill und Jürgen Habermas sich als gute Ratgeber für die Praxis erweisen? Mithilfe ihrer Ansätze können eigene Maßstäbe bewusst gemacht und durch Hinterfragung die eigene moralische Entwicklung gefördert werden.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist hervorragend für einen Einsatz im Ethikunterricht geeignet. Es erläutert die vier Hauptpositionen philosophischer Ethik anschaulich sowie begrifflich sauber und klar und stellt diese anhand eines schülernahen Falles einander gegenüber. Die sehr ansprechende Illustration dient hierbei der Vereinfachung und als Memorierhilfe, da sie auch abstrakte Begriffe einleuchtend visualisiert. Die Arbeitsmaterialien dienen sowohl der Inhaltssicherung als auch der Vertiefung in der Kursstufe. Dies macht das Medium für alle möglichen Unterrichtssituationen (Einstieg, Erarbeitung, Wiederholung und Festigung) sehr geeignet.

 

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Französisch

 

Les jeunes

UN ÉLÈVE EN DIFFICULTES, Teil 1 (02:08 min), Teil 2 (01:08 min): Auszug aus dem Film „35 kilos d'espoir“ (2009). TV-Version des gleichnamigen Romans von Anna Gavalda über die schulischen und familiären Probleme eines 13jährigen Jungen.

PASSE TON BAC D'ABORD! (04:20 min): Auszug aus dem Film „Jeunes à Marseille“ (2013). Vierteilige Reportage über den Lebensalltag von jungen Menschen in einer südfranzösischen Großstadt sowie über den Stress von Abiturienten an einem Gymnasium.

LA VIE N'EST PAS FACILE, Teil 1 (01:31 min), Teil 2 (01:48 min), Teil 3 (02:59 min): Auszug aus dem Film „Simple“ (2011): heiter-ernste Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marie-Aude Murail über die Erlebnisse des Studenten Kléber Maluri und seines geistig behinderten Bruders Barnabé in einer Wohngemeinschaft.

JE [NE]T'AIME [PLUS] (05:00 min): Auszug aus dem Film „Ados en question“ (2003): Interviews mit Heranwachsenden in Frankreich, die sich im Film zu jugendspezifischen Themen wie Liebe und Freundschaft äußern.

LE BONHEUR FAMILIAL (07:12 min): Auszug aus dem Film „Il faut sauver Saïd“ (2007): Verfilmung des gleichnamigen und preisgekrönten Jugendromans von Brigitte Smadja über den harten Alltag des 10jährigen Sohnes einer algerischen Einwandererfamilie an einem Collège in der Pariser Banlieue.

Didaktische Hinweise: Diese fünf gut verständlichen Filmausschnitte aus fünf verschiedenen Spiel- und Dokumentarfilmen sind thematisch ausgewählt, sprechen Jugendliche an und eignen sich hervorragend zum Einsatz und Training des Hör-Sehverstehens in der ausgehenden Mittelstufe.
Leider fehlt eine Angabe des sprachlichen Niveaus; die Aufgaben bewegen sich aber zwischen A2 und B1 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen).
Das Medium beinhaltet (sowohl im Word-, als auch im PDF-Format) interessante, ansprechend aufbereitete und gut einsetzbare Arbeitsblätter mit Lösungen, die auch Screenshots mit einbeziehen und vielleicht Lust darauf machen, beim einen oder anderen Filmausschnitt den jeweiligen Film als Ganzes zu betrachten.

 

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Immigration & Integration

Filmausschnitte aus unterschiedlichen Dokumentarfilmen und Spielfilmen:

PAS D'HISTOIRES! (ca. 7 min): Alltägliche Begegnungen mit dem Rassismus.

LE VOYAGE DE LOUISA (ca. 7 min): Eine schwer kranke 13-jährige Tunesierin, die auf Heilung in einer französischen Klinik hofft, macht sich mit ihrem Bruder auf den hindernisreichen Weg nach Lyon.

SAMIA (ca. 7 min): Verfilmung nach Soraya Nini über eine 16-jährige Französin algerischer Abstammung in Marseille, die sich im Konflikt zwischen arabischer und westlicher Kultur nach einem selbstbestimmten Leben sehnt. 4 Filmausschnitte.

L'EMBRASEMENT (ca. 7 min): Deutscher Titel: Wut in den Städten. Gewalt und Verzweiflung bestimmen das Leben von Jugendlichen in den Pariser Vorstädten. 2 Filmausschnitte.

LA DESINTEGRATION (ca. 7 min): Radikalisierung junger Muslime in Frankreich. 4 Filmausschnitte.

Didaktische Hinweise: Das Medium vereint fünf Ausschnitte aus den empfohlenen Filmen 4667518 Le Voyage de Louisa, 4651737 Pas d'histoires, 4653490 Samia, 46510691 La Desintegration und behandelt authentisch die aktuelle Rassismus-, Integrations- und Banlieuproblematik in Frankreich unter den verschiedensten Aspekten. Unterschiedliche sprachliche Schwierigkeitsgrade und die Reduktion auf kurze Auschnitte ermöglichen vielseitige und differenzierende Einsatzszenarien ohne dass auf die Langfilmversionen zurückgegriffen werden müsste.

 

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La francophonie

Sechs didaktisierte Film-Ausschnitte zur Übung des Hör-Seh-Verstehens.

LA FRANCOPHONIE, L’AUTRE MONDIALISATION (02:21 min): Aktuelle Bedeutung und Verbreitung des Französischen in der Welt.

LA FRANCE D’OUTRE MER (04:43 min): Überblick über die frankophone Welt im Pazifik, Atlantik und Indischen Ozean.

LE SÉNÉGAL (05:47 min): Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und koloniale Folgen im heutigen Senegal.

CONTINENT AFRIQUES – LA CÔTE D’IVOIRE (04:34 min): Afrika leidet bis heute unter den Folgen der Kolonialherrschaft durch Frankreich und andere europäische Nationen.

PARADIS AMERS I (03:25 min): Hugos Mutter Isabelle sieht sich im Fall einer ihrer Schülerinnen (Fatima) mit der Zwangsverheiratung eines Mädchens mit einem 20 Jahre älteren Mann konfrontiert. Ihre Versuche, diese Heirat durch eine direkte Kontaktaufnahme mit den Eltern und mit einem islamischen Friedensrichter (cadi) zu verhindern, bleiben völlig erfolglos; sie muss sich sogar dem Vorwurf stellen, die Schülerin zum Ungehorsam gegenüber den Eltern aufgefordert zu haben.

PARADIS AMERS II – MARRIAGE A MAYOTTE (01:54 min): Am Beispiel der gegen ihren Willen verheirateten jungen Fatima wird über die sozioökonomischen Gründe für Zwangsehen informiert.

Didaktische Hinweise: Die sechs Filmausschnitte (je ca. 5 Min.) aus unterschiedlichen Genres (5 Dokumentarfilme und ein Spielfilm) sind gut verständlich und bieten Schülern ab der ausgehenden Mittelstufe die Möglichkeit, ihre Kompetenzen im Bereich des Hör-Seh-Verstehens zu erweitern und zu vertiefen. Gleichzeitig erwerben sie ein brauchbares Übersichtswissen über die Francophonie.
Die Arbeitsmaterialien enthalten methodisch abwechslungsreiche Angebote sowie eine Transkription und Musterlösung zur Arbeit mit dem jeweiligen Filmausschnitt vor, während und nach dem Betrachten der Filmsequenzen.

 

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Ein Tag in Frankreich

Dieser Dokumentarfilm über das Frankreich der Gegenwart in über 20 Kapiteln betrachtet einen Tag lang Frankreich aus der Vogelperspektive – vom Montblanc bis Toulouse und von den Pyrenäen bis Paris. Es werden verschiedenste Themen aus Geschichte, Geografie, Natur und Kultur angesprochen und zueinander in Beziehung gesetzt, etwa Relief, Klima, Landschaft, Energie, Städtebau oder Kommunikation. Durch den Abstand, der durch diesen Perspektivenwechsel gewonnen wird, können viele der Veränderungen und auch der Herausforderungen besser nachvollzogen werden, die im Frankreich von heute vor sich gehen. Weitere Themen: Populationsentwicklung und Gesellschaft, Arbeit und Wirtschaft, Paris, französische Nationalparks, Umwelt, Mont Blanc, Brest u.a.

Didaktische Hinweise: Das Medium gibt einen guten landeskundlichen Überblick über das moderne Frankreich. Sie ist sprachlich recht anspruchsvoll, eignet sich jedoch wegen der deutschen und französischen Tonspur (sowie zusätzlich einblendbarer Untertitel in deutscher und französischer Sprache) gut für den Französischunterricht der ausgehenden Mittelstufe und vor allem der Kursstufe.
Der Film kann als Ganzes betrachtet werden. Die einzelnen Filmkapitel können jedoch auch gezielt angewählt und separat thematisiert werden.
Der Zusatzteil bietet ein umfangreiches Dossier mit gut einsetzbaren Arbeitsblättern und Lösungen (in französischer und deutscher Sprache) sowie diversen Unterrichtsvorschlägen, die auch darauf eingehen, welche Kapitel zueinanderpassen und zusammen behandelt werden können.

 

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Camus

Am Silvesterabend 1959 schreibt Albert Camus seiner Mutter und bittet sie, Algerien zu verlassen und nach Frankreich zu kommen. In Rückblenden werden Episoden aus seiner Kindheit und der letzten 10 Jahre seines Lebens gezeigt. Camus stirbt 4 Tage später, am 4. Januar 1960, bei einem Verkehrsunfall.

Didaktische Hinweise: Dieser durchaus bewegende Film ist gut verständlich und eignet sich für den Einsatz im Französischunterricht der Kursstufe. Er ist eine gute Ergänzung zu den literarischen Pflichtwerken des Lektürekanons, da er ein interessantes Porträt des Autors mit seinen Stärken und Schwächen bietet und dazu beitragen kann, sein Werk, seine Philosophie und seine innere Zerrissenheit besser zu verstehen.
Einblendbare Untertitel und ein didaktisches Dossier sind nicht vorhanden.

 

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Geschichte

 

Geheimes Kuba, Teil 2

SCHWEINEBUCHT UND NEUE LIEBE (ca. 45 min): Während ihres Kampfes gegen das Batista-Regime verkündeten Fidel Castro und seine Kampfgenossen immer wieder, dass ihr Ziel die Wiederherstellung der Verfassung von 1940 sei. Doch als sie an der Macht waren, geschah nichts dergleichen. Im Gegenteil: Tausende ehemaliger Anhänger des Batista-Regimes sowie Mitglieder seiner Regierung wurden gleich in den ersten Monaten nach der Revolution verhaftet, gefoltert und umgebracht. Die US-Regierung unter Präsident Eisenhower unterstützte Castro zunächst als neuen kubanischen Machthaber, ließ ihn jedoch sehr schnell wieder fallen. Die Feindschaft zwischen beiden Ländern verstärkte sich noch, als Castro bei seiner USA-Reise, seiner ersten offiziellen Auslandsreise überhaupt, nicht von Präsident Eisenhower persönlich, sondern lediglich von Vizepräsident Richard Nixon empfangen wurde. Am 3. Januar 1963 brachen die USA sämtliche diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Kuba ab.

RUBEL UND RAKETEN (ca. 45 min): Bevor Fidel Castro an die Macht kam, hatte er immer betont, er sei kein Kommunist. Als er an der Macht war, sah er sich durch die USA immer stärker isoliert – und brauchte neue Verbündete. Die Sowjetunion war sofort bereit, ein Regime zu unterstützen. Sie gaben Kuba Militärhilfe, unterstützten das Land aber auch durch den Aufbau von Handelsbeziehungen. Und schon bald hielt die Kubakrise die Welt in Atem. Um einen Trumpf gegen künftige Invasions-Versuche der USA in der Hand zu haben, erlaubte Castro der Sowjetunion, Atomwaffen auf Kuba zu stationieren. Als die USA davon erfuhren, forderte das Militär eine sofortige, großangelegte Invasion Kubas. Dies hätte jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit den Ausbruch eines Atomkriegs zur Folge gehabt. Um dies zu verhindern, ordnete US-Präsident Kennedy stattdessen eine Seeblockade Kubas durch die US-Marine an. Fidel Castro forderte den sowjetischen Machthaber Nikita Chruschtschow daraufhin auf, die Raketen abzuschießen und die USA anzugreifen. Doch Chruschtschow weigerte sich und beschloss stattdessen, die Raketen abzuziehen.

MILITÄRMACHT UND DROGENSUMPF (ca. 45 min): Über 1,2 Millionen Kubaner, zehn Prozent der Gesamtbevölkerung, flohen unter Castros Regime aus dem Land. Viele flohen in kleinen, nicht seetauglichen Booten und suchen Zuflucht in den USA. 30.000 bis 80.000 Menschen starben auf der Flucht. Die Repressionen für Kritiker des Castro-Regimes waren hart. In den Gefängnissen von Castros Geheimpolizei waren jedes Jahr mindestens 20 000 Kubaner inhaftiert. Das Volk lebte mit Hungersnöten. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1989 war Kuba auf sich allein gestellt. Die Rettung für das kubanische Volk und für Castro lag in dem Entschluss, das Land für den internationalen Tourismus zu öffnen. Seither stellt der Zufluss internationaler Devisen ein beständiges Einkommen für das Land dar und hat zu einer merklichen Verbesserung der Lebenssituation geführt.

STAATSWILLKÜR UND FERNE HOFFNUNG (ca. 45 min): Fidel Castro beherrschte Kuba uneingeschränkt bis 2006. Wegen seines immer schlechteren Gesundheitszustandes war er gezwungen, sich aus den Regierungsgeschäften zurückzuziehen. Er gab immer mehr Macht an seinen Bruder Raúl Castro ab. 2008 trat er endgültig zurück und erklärte Raúl zu seinem Nachfolger im Amt. Die schrittweise Öffnung des Landes, die bereits mit dem internationalen Tourismus begonnen hatte, wurde unter Raúl Castro fortgesetzt.

Didaktische Hinweise: In 8 Teilen von je 45 Minuten wird die Geschichte Kubas von den Anfängen der Kolonialisierung bis zur Gegenwart erzählt. Die Dokumentation ist sehr anschaulich gestaltet durch zeitgenössische Filmaufnahmen und Experteninterviews. Anhand von Kuba werden Kolonialismus, Imperialismus und Kapitalismus in seinen Auswirkungen verständlich. Die Informationsdichte ist allerdings hoch.

 

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Alltag im Deutschen Kaiserreich um 1900 [Erweiterte Fassung mit interaktivem Lernmodul}

Anna, eine Bauernmagd, wandert um 1900 vom Land in die Stadt. Wie so viele damals, erhofft sie sich hier ein besseres Leben. Spielfilmszenen zeigen ihren anstrengenden Alltag als Dienstmädchen in einer Berliner Unternehmerfamilie. Bei ihren Einkaufsfahrten, aber auch im Haushalt staunt sie über den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt in der aufstrebenden Hauptstadt des neuen Deutschen Reiches. Sie erlebt aber auch das Elend in den dunklen Hinterhöfen der Arbeiterviertel. Anna gelingt schließlich der Aufstieg zur Küchengehilfin im Hotel Adlon. Für die meisten Zuwanderer endet die Landflucht jedoch in der Armut.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist sehr anschaulich und verständlich gestaltet und gut strukturiert. Es verwendet zeitgenössisches Bildmaterial und Spielszenen, die didaktisch reduziert sind, aber auch den Sehgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Das Arbeitsmaterial wiederholt sinnvoll die Inhalte des Filmes. Ein interaktives Quiz bietet eine weitere Möglichkeit die Inhalte stichpunktartig zu wiederholen.

 

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Diktaturen im 20 Jahrhundert

Das „kurze 20. Jahrhundert“ ist geprägt von verschiedenen Ideologien und den daraus folgenden gewaltsamen Diktaturen, die in Europa entstanden: der Faschismus in Italien, der Nationalsozialismus in Deutschland und der Kommunismus in Russland. Die Produktion gibt anhand von fünf kurzen Filmen Einblicke in den Aufstieg, die Funktionsweise und die Besonderheiten dieser drei Diktaturen und vergleicht deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Didaktische Hinweise: In relativ kurzen Filmen können die vom Bildungsplan geforderten Kompetenzfelder abgedeckt werden; der guten Verständlichkeit dienen die zeitgenössischen Bildmaterialien und die Interviewauszüge mit dem Historiker Sabrow. Das Arbeitsmaterial ist gut strukturiert; es wiederholt und vertieft, unter anderem mit Quellenmaterial, die Filminhalte.

 

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Zwischen Abgrenzung und Annäherung

Die Produktion vermittelt die Entstehung der beiden deutschen Staaten und die einzelnen Etappen der zögerlichen, aber schrittweisen Annäherung aneinander, die letztlich – angetrieben durch die Friedliche Revolution in der DDR – zur Deutschen Wiedervereinigung führte. Außerdem stehen 18 Zeitzeugeninterviews als Videos zur Verfügung, die jenseits der „großen Politik“ einen Einblick in das Leben der Menschen während dieser Jahre gewähren.

Didaktische Hinweise: Der Film strebt nach einer parallelen Geschichtsdarstellung beider deutscher Staaten. Dieser Ansatz ist zu begrüßen, da er nicht erlaubt, die DDR-Geschichte als eine Randerzählung zu rezipieren. Mit seinem Zeitumfang von 25 Minuten, kann der Film nicht alle historischen Abläufe ausführlich darstellen. Der Kommentar und die Experten im Film begleiten das zeitgenössische Filmmaterial mit sachlichen und prägnanten Aussagen, die für eine historische Orientierung gut gewählt wurden und den Film einerseits als Arbeitsgrundlage für die Förderung der Sach- und Orientierungskompetenz und andererseits zur anschaulichen Wiederholung sehr geeignet machen. Neben dem historischen Rückblick im Hauptfilm, beschreiben Zeitzeugeninterviews auszugsweise Lebensgefühle und Lebenssituationen der Bürger der DDR und BRD. Die Kürze der Interviews und die unterschiedlichen Thematiken erlauben hier einen individuellen und vertiefenden Einsatz, der gelöst vom Hauptfilm erfolgen kann. Das Arbeitsmaterial wiederholt die Filminhalte und geht teilweise über diese hinaus.

 

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Histoclips: Deutschland vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges (1945 – 1949)

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich. Millionen sind in Gefangenschaft oder auf der Flucht. Als die Wehrmacht kapituliert, liegt Deutschland in Trümmern. In Jalta und Potsdam beraten die Alliierten über die Zukunft Deutschlands und die Machtverteilung in Europa. Doch schon bald nehmen die Spannungen zwischen Ost und West zu, der Kalte Krieg beginnt. Enthalten sind 15 Filmclips zum Thema.

Didaktische Hinweise: Die Videoclips haben unterschiedliche Längen und unterschiedliche Macharten, meist bearbeitete Originalaufnahmen. Der Informationsgehalt ist dementsprechend knapp und kann nicht die Grundlage der Wissensvermittlung bilden. Das didaktische Begleitmaterial liefert nicht das Hintergrundwissen, sondern gibt lediglich kurze Zusammenfassungen der Inhalte. Die Videoclips eignen sich gut zur Illustration der Fakten, die im Vorfeld erarbeitet wurden.

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Geographie

 

Die äußeren Kräfte der Erde – Verwitterung

Alle Gesteine an der Erdoberfläche sind Veränderungen ausgesetzt. Die natürlichen Prozesse der physikalischen und chemischen Verwitterung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie sind wichtige Faktoren der Landschaftsgestaltung. In der Produktion werden Temperaturverwitterung, Frostsprengung, Salzsprengung, Wurzelsprengung, Lösungs-, Kohlensäure- und Rauchgasverwitterung in Realaufnahmen und Animationen dargestellt und erläutert.

Didaktische Hinweise: Das Medium zeichnet sich durch eine hohe Komplexität aus, komplizierte Prozesse werden in schneller Abfolge erklärt. Daher kann es beispielsweise als Ansatz zur Wiederholung oder als Teil einer Ergebnissicherung in lernstarken Gruppen der Sekundarstufe 2 und in der Kursstufe verwendet werden. Das Arbeitsmaterial ist vom Niveau der einzelnen Aufgaben her ist stark unterschiedlich gestaltet und geht zum Teil weit über den Inhalt des Films hinaus (z.B. bei den Themen Rauchgasverwitterung, Wüstenlack).

 

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Karstlandschaften

Kalk ist ein wichtiger „Baustoff“ der Natur. Er bildet gewaltige Gebirge, fantastische Tropfsteine, bizarre Kristalle und ist der Grundstoff der Gehäuse vieler Lebewesen. Trotzdem ist Kalk in einen immerwährenden Kreislauf eingebunden. Mithilfe von Animationen und beeindruckenden Realaufnahmen erklärt die Produktion die natürlichen Prozesse der Kalkbildung und Kalkverwitterung und stellt den natürlichen Kreislauf des Kalkes dar.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist einsetzbar in Sekundarstufe II, da hierfür die wesentlichen Inhalte in angemessenen Niveau dargestellt sind. Dennoch bestehen bei einzelnen Teilthemen Unklarheiten durch unvollständige Erklärungen oder fehlende Darstellungen: So sind die Sinterformen Kalktuff und Travertin nicht deutlich abgegrenzt, die Erklärung von Karsthöhlenentstehung an Kluftkreuzungen und mit zugehörigen Ausfällungsformen bleibt oberflächlich. Griffige schematische Darstellungen und Animationen sind zum Teil nicht im Film eingebettet, sondern finden sich im Zusatzmaterial. Der Einstieg in Karstphänomen und Karstformen in der 1. Sequenz liefert wenige Beispiele ohne ausreichende Erläuterungen. Das Arbeitsmaterial ist zielführend gestaltet und gut anwendbar.

 

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Die äußeren Kräfte der Erde – Abtragung und Ablagerung

Die exogenen Kräfte der Erde – also fließendes Wasser, Eis, Wind und Meer – gestalten und bestimmen die Oberflächenformen der Erde. Die Schwerkraft sowie die Arbeit der Flüsse, der Gletscher, des Windes oder der Brandung haben unsere Landschaften seit Millionen von Jahren geformt und formen sie noch heute. Die Produktion zeigt und erklärt die Prozesse von Abtragung, Transport und Ablagerung in anschaulichen Animationen und Realaufnahmen.

Didaktische Hinweise: Der Film gibt einen komplexen Überblick über den großen Bereich der exogenen Dynamik. Die Informationsdichte ist sehr hoch, und die Menge der behandelten Phänomene ist ausreichend für eine umfangreiche Unterrichtseinheit. Somit werden auch die griffigen Erklärungen in sehr schneller Abfolge präsentiert. Die Bilder illustrieren die Vorgänge äußerst anschaulich und sind gut gewählt. Ein Einsatz des Films ist wegen des hohen Niveaus in der Sekundarstufe I nicht denkbar, in der Sekundarstufe II bietet sich der Einsatz lediglich in Sequenzen an. Das Arbeitsmaterial ist anwendbar, zum Teil fehlt die Anschaulichkeit.

 

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Braunkohle

In Deutschland wird in mehreren Revieren Braunkohle abgebaut. Ihre leichte Erreichbarkeit nur wenige Meter unter der Erdoberfläche macht sie einerseits gut abbaubar, führt andererseits jedoch zu massiven Eingriffen in die Landschaft durch den Tagebau. Wie Braunkohle entsteht, wie es mit ihrer CO²-Bilanz aussieht, welche Renaturierungsmaßnahmen ergriffen werden und was es mit dem Kohleausstieg auf sich hat, das stellt der Film dar.

Didaktische Hinweise: Das Medium stellt die Bedeutung der Braunkohle im Überblick grundlegend und strukturiert dar. Die Sachinformationen sind auf aktuellem Stand und werden durch gut gewähltes Bildmaterial unterstützt. Allerdings werden viele Fachbegriffe verwendet, die von der Lehrkraft erklärt werden müssen. Insgesamt ist der Film sehr textlastig. Kritische Aspekte (Umsiedlung ganzer Dörfer, Renaturierung, „Kohlekompromiss“) werden nur schwach beleuchet. Die Arbeitsmaterialien sind verwendbar und abwechslungsreich gestaltet.

 

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Wirtschaftsraum Ozean

Die Weltmeere werden von den Menschen in vielfältiger Weise genutzt. Sie dienen uns als Nahrungs-, Energie- und Rohstoffreservoir, aber auch als Erholungs- und Verkehrsraum. Immer weiter wagen wir uns auf die Meere hinaus, um fossile Lagerstätten und neue Energieträger zu erschließen. Die Produktion stellt die vielfältigen Nutzungsformen vor und zeigt, welche Umweltrisiken diese mit sich bringen.

Didaktische Hinweise: Die  Mediensammlung behandelt die Weltmeere als Wirtschaftsraum und widmet sich damit einem sehr umfangreichen Thema. Daraus ergibt sich der aufzählende Charakter des Films. Es ist schwer vorstellbar, dass man ihn als Ganzes vorführt. Aber dank der einzelnen klar strukturierten Kapitel ist dies auch nicht notwendig. Jeder der Schwerpunkte befasst sich mit den Chancen, die das Meer bietet, aber auch mit den ökologischen Risiken, die von der Übernutzung des Menschen ausgehen. Hier liegt aber auch die Schwäche des Produkts: Die große Anzahl der Themen verhindert den Tiefgang. Das wird jedoch durch das gute Arbeitsmaterial zum Teil aufgefangen, sodass die  Mediensammlung insgesamt für den Einsatz im Unterricht empfohlen werden kann. Es ist schwierig, den Film eindeutig einem Bildungsstandard zuzuordnen. In dieser Breite werden die Ozeane nur in der Kursstufe des Gymnasiums behandelt.

 

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Meere und Ozeane II

Die Filme befassen sich mit den typischen Gegebenheiten der Ökosysteme und der wirtschaftlichen Nutzung von Nord- und Ostsee. Der erste Film stellt das Ökosystem Wattenmeer vor. Er beschreibt ausführlich die Gezeiten und ihre Ursachen und veranschaulicht den Lebensraum Wattenmeer mit seiner vielfältigen Fauna und Flora. Der zweite Film beschäftigt sich mit der Ostsee, insbesondere mit der Ostseeküste. Die verschiedenen Küstenformen und Küstenarten werden gezeigt. Ihre Entstehung wird mithilfe von Animationen erläutert. Der dritte Film behandelt die Naturgewalten an Nord- und Ostsee. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf den Küstenschutzmaßnahmen. Die Energiegewinnung durch Nutzung des Windes wird ebenfalls thematisiert. Der vierte Film schildert den Wandel der wichtigsten Wirtschaftszweige an der Nord- und Ostseeküste. Er zeigt die Nutzungskonflikte auf und erklärt die Funktion eines Nationalparks und seiner Schutzzonen.

Didaktische Hinweise: Vier Aspekte der menschlichen Nutzung der Weltmeere sind getrennt voneinander und insgesamt gut strukturiert dargestellt. Die Inhalte sind sachlich richtig und recht umfassend wiedergegeben. Ohne einen durchgehenden Realbezug oder konkrete Beispiele wirken die Aussagen aber wenig lebhaft und sind eher aufzählungshaft dargestellt. Durch eine Konzentration auf die menschlichen Interessen an Fischfang, Rohstoffen und dem Verkehrsraum Meer gehen die wenigen leicht kritischen Anmerkungen zur resultierenden Belastung der Lebensräume unter.

 

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Windsysteme

Die Filme erklären mithilfe von 3D-Computeranimationen die allgemeine Zirkulation der Erde sowie verschiedene Windsysteme. Der erste Film gibt zunächst einen Überblick über die allgemeine Zirkulation, wobei auch erläutert wird, wie Luftdruckunterschiede und Winde entstehen und welche Kräfte dabei wirken. Der zweite Film stellt die Passatwind-Zirkulation, den Monsun und die Walker-Zirkulation samt dem El Niño-Phänomen vor. Im dritten Film erfährt man mehr über die Winde in der außertropischen Westwindzone und die generelle Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Der vierte Film befasst sich mit vier regionalen Windsystemen: Dem Land-Seewind, dem Föhn, der Luftzirkulation in Städten und dem Hurrikan.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist in vier Teilsequenzen unterteilt, die das globale Windsystem sowie ausgewählte regionale Winde vorstellen. Vom Niveau her richtet es sich überwiegend an die Sekundarstufe II, einzelne kürzere Ausschnitte, etwa zum Land-Seewind-Phänomen, können auch in der Sekundarstufe I zum Einsatz kommen. Aufgrund der hohen Informationsdichte ist der Einsatz nur in Abschnitten empfehlenswert. Es werden überwiegend gute und nachvollziehbare Erklärungen der Zirkulationen anhand von 3D-Animationen geboten, zum Teil wären allerdings noch besser verständliche Erklärungen wünschenswert: So stehen im Teil „Winde der gemäßigten Zonen“ übermäßig detaillierte Beschreibungen didaktisch stark reduzierten Erläuterungen gegenüber (z.B. beim Thema Jetstream). An den meisten Stellen sind die Auswirkungen der Winde auch anhand von Realszenen verdeutlicht, diese fehlen aber beispielsweise in der Sequenz zur Passatzirkulation. Das mitgelieferte Arbeitsmaterial kann gut verwendet werden.

 

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Extremwetterereignisse in Mitteleuropa

Gewitter und Starkregen, Hochwasser, Orkane, wochenlange Hitzeperioden im Sommer – wie kommen solche außergewöhnlichen Wetterereignisse in Mitteleuropa zustande? Mithilfe von Satellitenbildern und meteorologischen Größen wie Luftdruck, Wind, Bewölkung und Niederschlag wird die Entstehung solcher Extremwetterlagen anhand von Beispielen erklärt. Auch die Vorhersagemöglichkeiten und Folgen dieser Ereignisse auf Mensch und Natur werden angesprochen.

Didaktische Hinweise: Das Medium bereitet das Thema „Extremwetterereignisse“ aktuell und anschaulich auf. Fachlich und sprachlich bewegt sich der Film auf hohem Niveau. Daher muss die Lehrkraft für den Unterricht in der Mittelstufe inhaltlich und fachsprachlich unterstützen und auswählen. Der Film ist sinnvoll strukturiert. Durch die Sequenzierung können einzelne Module leicht angewählt werden. Extremwetterereignisse nehmen weltweit zu. In diesem Zusammenhang setzt sich der Film kritisch und fachlich begründet mit dem Klimawandel auseinander. Die Arbeitsmaterialien haben deutlichen Bezug zu den Filmsequenzen und sind insgesamt gut einsetzbar.

 

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Klima- und Vegetationszonen

Die Filme erklären mithilfe von 3D-Computeranimationen das komplexe Klimageschehen auf der Erde. Der erste Film zeigt die vielfältigen, atmosphärischen Klimaelemente und geographischen Klimafaktoren, die allesamt das Klima beeinflussen. Im zweiten Film wird ausführlich der Aufbau und die Auswertung eines „landschaftsökologischen Klimadiagramms“ nach Walter & Lieth erklärt. Der dritte Film befasst sich mit zwei genetischen und zwei effektiven Klimaklassifikationsmodellen. Der vierte Film beschreibt den Begriff der Vegetationszone und unterscheidet die Höhenzonierung der Vegetation.

Didaktische Hinweise: Das Medium stellt klimageographische Modelle vor. Es gibt eine kleinschrittige und umfassende Erklärung von Klimadiagrammen, Klimasystemen, Klimaklassifikationen und Vegetationszonen, deren Entstehung auch demonstriert wird. Es handelt sich um informatives Anschauungsmaterial, das jedoch das Niveau in Sekundarstufe I in den meisten Fällen übersteigt. Einsatzmöglichkeit besteht deshalb hauptsächlich im vierstündigen Geographiekurs der gymnasialen Oberstufe.

 

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Global Player

Unternehmen, die weltweit Waren produzieren, kaufen und verkaufen, nennt man „Global Player“. Doch was macht einen Konzern zum „Global Player“? Am Beispiel einer multinationalen Firma wird die Entwicklung vom kleinen Familienbetrieb bis zum weltweit tätigen Unternehmen verfolgt und deren Absichten, Vorteile und Schwierigkeiten ebenso wie der Einfluss der Globalisierung – auch für die Beschäftigten – genauer beleuchtet.

Didaktische Hinweise: Merkmale von als „global players“ agierenden Unternehmen werden gut nachvollziehbar am Beispiel der Firma Fischer vorgestellt. Dieses Beispiel ist gut gewählt, da es sich um ein regionales mittelständisches Unternehmen handelt, dessen schrittweise Entwicklung zum multinationalen Konzern nachgezeichnet wird. Der Film selbst ist gut strukturiert, die Zusatzmaterialien ermöglichen eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Globalisierung. Die Arbeitsblätter sind anwendbar, auch wenn sich nicht ganz erschließt, warum ohne Erwähnung im Film die Firma Siemens zum Vergleich herangezogen wird. Ein Teil der Arbeitsblätter setzt Informationen voraus, die das Medium selbst nicht bietet.

 

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Boomtown Shanghai

Shanghai ist das wirtschaftliche Zentrum und die bevölkerungsreichste Stadt Chinas. Zugleich ist die Metropole der Motor des chinesischen Wirtschaftsaufschwungs, Standort wichtiger Industriezweige und Dienstleister und verfügt über den größten Containerhafen der Welt. Kaum woanders stehen sich das alte und das neue China so unmittelbar gegenüber wie hier. Die Produktion zeigt, wie der Boom der letzten Jahrzehnte die Stadt veränderte.

Didaktische Hinweise: Der Film stellt die Stadtentwicklung Shanghais primär positiv dar. Er zeigt an gut gewählten und beeindruckenden Bildern den aktuellen Stand auf. Nachteilige Entwicklungen und Lösungsansätze sind dargestellt, werden aber nicht weiter problematisiert. Der Film eignet sich in jedem Fall gut, Schülern einen Überblick über die Entwicklung Shanghais zu verschaffen. Film und Arbeitsblätter decken unterschiedliche Niveaus ab und richten sich an höhere Klassenstufen (ab Klasse 10).

 

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Bangladesch – Nähstube für die Welt

Kleidung ist heute weit mehr als nur Mittel zum Zweck. Die Modeindustrie boomt. Nicht zuletzt, weil Textilprodukte oftmals sehr preisgünstig zu haben sind. Doch wie kann es sein, dass ein T-Shirt, das in Asien produziert wurde und um die halbe Welt gereist ist, bei uns zehn Euro oder weniger kostet? Die Produktion stellt Bangladesch als Billiglohnland der Textilindustrie vor und zeigt, dass billige Mode am Ende meist doch einen hohen Preis hat.

Didaktische Hinweise: Der Film wirft einen kritischen Blick auf die Produktionsbedingungen in der Textilindustrie und liefert aktuelle Fakten und Daten (Stand 2013/14). Er behandelt die Thematik sachlich, gut strukturiert und nachvollziehbar anhand eines Raumbeispiels, so dass Schüler den Sachverhalt gut erfassen können. Das letzte Kapitel zu Lösungsansätzen greift etwas zu kurz, da es nur einen Aspekt anspricht. Hier muss im Unterricht nachgearbeitet werden. Das Arbeitsmaterial setzt häufig über den Film hinausgehende Themenschwerpunkte (Globalisierung, Transportwege...), ist aber methodisch wenig vielfältig. Insgesamt ist das Medium jedoch für den Einsatz im Unterricht zu empfehlen.

 

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Palmölproduktion

Viele Lebensmittel, Kosmetika, Reinigungsmittel oder Biokraftstoffe enthalten Palmöl. Die Produktion zeigt, wie durch das Konsumverhalten sowohl der nachhaltige Bestand der tropischen Regenwälder als auch die Lebensbedingungen vieler Menschen und nicht zuletzt das Weltklima beeinflusst werden. Doch auch erste nachhaltige Ansätze für den Ölpalmenanbau werden vorgestellt.

Didaktische Hinweise: Der Film stellt gut strukturiert den Anbau von Palmöl dar. Es werden dabei ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt. Der Sprechertext ist sinnvoll didaktisch reduziert und gut verständlich. Die Filmsequenzen sind einzeln zu verwenden. Gut gewählte Raumbeispiele und lebensnahe Aufnahmen vermitteln eine ganzheitliche Betrachtungsweise, bei der auch kritische Gesichtspunkte angesprochen werden. Die zusätzliche Filmsequenz ist einseitig betrachtet und beleuchtet lediglich einen Vorteil (Streichfähigkeit) des Palmöls. Die Arbeitsmaterialien können zur Festigung und zur weiteren Vertiefung verwendet werden.

 

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Gemeinschaftskunde

 

Wer rettet wen?

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Sozialleistungen werden abgebaut, öffentliche Güter verkauft. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Für große Banken ist die Finanzkrise vor allem ein Geschäftsmodell. Und die ständig „verstimmten“ und „enttäuschten“ Finanzmärkte scheinen ein besonderes Wesen zu sein, das bei Laune gehalten werden muss. Wer rettet also wen? Die Reichen die Armen? Die Troika die europäischen Staaten? Die Politiker den Euro? Die Rettungsschirme Europa? Oder die Steuerzahler die Banken? Der Film wirft einen Blick von unten auf die Probleme, die uns alle angehen. Experten und Betroffene in Griechenland, Spanien, Irland, USA, Deutschland und Island sprechen über Krisen, Gründe und mögliche Alternativen. Ein Thema, das vielen in bisherigen Diskussionen unverständlich geblieben ist, wird in seiner ganzen Tragweite greifbar.

Didaktische Hinweise: Der Film schafft es, die europäische Bankenrettung als Krise der Demokratie in den Fokus zu rücken. Diese Krise fängt an mit dem selbsternannten europäischen Rettungskommando, das als Troika nicht von den Parlamenten der Mitgliedstaaten legitimiert war. Sie geht weiter mit den getroffenen Maßnahmen, die wertlosen Papiere der Banken zu kaufen und die Kosten dafür den betroffenen Ländern in Rechnung zu stellen. Im Film erreicht der Begriff „Lobbyismus“ eine ganz neue Dimension, die auch die Einflussnahme des amerikanischen Präsidenten Obama mit einbezieht. Die wahre Krise aber spielt sich im Film nicht 2015 ab, sondern jetzt. Denn jetzt leiden die Bürger der verschiedenen betroffenen europäischen Länder unter den beschlossenen Sparmaßnahmen, die meist zu extremen Kürzungen im öffentlichen Bereich führten (beispielsweise im Gesundheits- und Bildungssektor). Der Staat hat sich selber abgeschafft oder unglaubwürdig gemacht – dies ist die endgültige Krise der Demokratie.
So ließe sich die These des Films zusammenfassen. Er ist für den Unterricht in höheren Klassen geeignet, da er ein hohes Maß an Urteilskompetenz und auch Faktenwissen voraussetzt.
Bei entsprechender Vorbereitung ist er durch seine kritische Analyse besonders geeignet, Problembewusstsein in höheren Klassen herzustellen. Indem er die verschiedenen Teilbereiche des Unterrichts (EU-Institutionen, Wirtschaftspolitik, Lobbyismus) im Falle der europäischen Schuldenkrise miteinander vereint, führt er auch die Komplexität der aktuellen Problematik vor Augen. Im Sinne der didaktischen Reduktion ist es jedoch sinnvoll, dass die Lehrkraft eine Auswahl trifft und einzelne Schwerpunkte für die Behandlung im Unterricht wählt.

 

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Bevölkerungsentwicklung – Ein Kind oder mehr?

Ist ein Kind genug? In dieser Frage waren sich Bevölkerung und Regierung Chinas nicht immer einig. Die Regierung setzte jahrzehntelang auf die strikte Durchsetzung der Ein-Kind-Politik. Nur so glaubte man, die drohende Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen. Das führte zu zahlreichen sozialen Problemen. Die Produktion geht den Folgen dieser Restriktionen nach und beschreibt den aktuellen Wandel zur Zwei-Kind-Politik.

Didaktische Hinweise: Anhand des Films lassen sich die demografische Entwicklung von Staaten und die damit einhergehende gesellschaftliche Veränderung mit ihren Problemen gut im Unterricht thematisieren. Neben der Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse in China lassen sich Bezüge zur demografischen Entwicklung in Deutschland und der Problematik der deutschen Bevölkerungspyramide herstellen. Bei einem Vergleich der beiden Gesellschaften kristallisiert sich das heraus, was allen Industriestaaten gemeinsam ist: eine zunehmende Überalterung der Gesellschaft, die Lösungsansätze benötigt, auf der einen Seite; auf der anderen Seite die Problematik der steigenden Weltbevölkerung, die auch wiederum Lösungsansätze erfordert (Stichwort nachhaltige Entwicklung). Im Arbeitsmaterial sind gute das Thema ergänzende Materialien (Diagramme, Bilder, Karten etc.) enthalten, die eine sinnvolle Weiterarbeit ermöglichen.

 

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Bruttoinlandsprodukt [Fassung 2018]

Die Modulfilme geben einen Einstieg in das komplexe Sachgebiet der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Es wird ein vereinfachter Überblick über die vielen, oft verwechselten Begriffe rund um das „Bruttoinlandsprodukt“ gegeben.

Didaktische Hinweise: Für den Einsatz in der Schule ist das Bruttoinlandsprodukt als Bezugsgröße für den Unterricht in aller Regel in seiner einfachen Form (Zusammensetzung nach Marktwert der Güter und Dienstleistungen) ausreichend. Vor diesem Hintergrund erscheinen die ersten beiden Teilfilme des Mediums (Netto-/Bruttowertschöpfung; Vom BIP zum Volkseinkommen) nur für besondere Schwerpunktsetzungen geeignet. Die letzten drei Filme beschäftigen sich mit der gerechten Verteilung des Volkseinkommens sowie dem gesellschaftlichen Wandel und sind für den Unterricht gut geeignet, da sie wichtige Impulse liefern können (manipulative Darstellungsformen von Statistiken hinterfragen; Diskussion der sozialen Schere; Art und Umfang des Wandels der Wirtschaftssektoren). Die beiden zu diesen Filmen beiliegenden Arbeitsblättern dienen weitgehend der Reproduktion der Filminhalte.

 

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Markt und Preis [Fassung 2018]

Die Modulfilme geben einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt der Funktionsweise eines Marktes. Es wird ein kompletter Überblick über verschiedene Marktformen und die (idealtypische) Preisbildung auf diesen Märkten gegeben. Alle Modulfilme erläutern abstrakte Funktionen und Abläufe des wirtschaftlichen Geschehens mit Hilfe von 3D-Computeranimationen, die in illustrierende bzw. beispielhafte Realsequenzen eingebettet sind.

Didaktische Hinweise: Die kurzen Filme erklären mit Grafiken die wichtigsten Funktionsprinzipien des kapitalistischen Marktsystems, die sich aus der Trias Angebot, Nachfrage und Preis ergeben und erklären die verschiedenen Marktformen (Oligopol, Monopol …) in Abhängigkeit von diesen Prinzipien.
Die Erklärfilme sind unterschiedlich komplex, eigenen sich aber als sinnvolle Ergänzung eines schülerorientierten Unterrichts, um vorhandenes Wissen zu vertiefen oder durch Visualisierung die Erarbeitungsphase zu unterstützen.
Die Arbeitsmaterialien greifen das im Film vermittelte Wissen mit guten Fragestellungen auf und leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, das Wissen anzuwenden und auf ihren Alltag zu beziehen. Sie sind gut verständlich und somit zu empfehlen.

 

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Das bedingungslose Grundeinkommen

Die Dokumentation beleuchtet und analysiert das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens mit seinen Vor- und Nachteilen. Kann das bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung sein, um soziale Ungleichheit, Leistungsdruck, Abstiegsängste und die negativen Auswirkungen einer sich verändernden Arbeitswelt zu reduzieren?

Didaktische Hinweise: Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens rückt bei der Diskussion um die Zukunft der Arbeit und deren Verteilung immer mehr in den Fokus. Da setzt der Film an und zeigt Vor- und Nachteile eines solchen; unter anderem am Beispiel eines Vereins, der eine Art bedingungsloses Grundeinkommen verlost, werden diese erklärt. Für den Unterricht liefern die Informationen des Films eine gute Grundlage, um sich eine eigene Meinung zum bedingungslosen Grundeinkommen zu bilden und weiterführende Diskussionen anzubahnen, denn Schülerinnen und Schülern dürfte der Gedanke eines bedingungslosen Grundeinkommens sehr fern sein. Auch lässt sich anhand des Films thematisieren, wie die Arbeit der Zukunft und deren Verteilung aussehen wird und wie die Menschen ihren Unterhalt verdienen werden, wenn die Arbeitswelt immer weiter digitalisiert und automatisiert wird.
Das Arbeitsmaterial sollte von der Lehrkraft ergänzt werden, denn die Arbeitsaufträge haben ausschließlich reproduzierende Funktion und liefern wenig Anregung zur weiteren Auseinandersetzung.

 

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Armut in Deutschland

20 % der Bevölkerung gelten in Deutschland als arm, die Lebensgeschichten und Gründe dafür sind unterschiedlich. Lebenshaltungskosten steigen, doch Löhne und Renten sind nicht im gleichen Maß gestiegen. Zeiten ohne Arbeit oder in Teilzeit, führen zu geringeren Rentenansprüchen. Große Einkommensunterschiede kommen aufgrund von Outsourcing, Leih- und Zeitarbeit im gleichen Betrieb vor. Anhand persönlicher Beispiele beleuchtet der Film die Ursachen und Zusammenhänge von Altersarmut, Armut trotz Vollzeitjob, die Probleme benachteiligter Kinder und Alleinerziehender.

Didaktische Hinweise: Der Film zeigt die verschiedenen Facetten der Armut aus der Sicht der Betroffenen. Die Ursachen der sozialen Schere sind vielfältig, werden im Film aber durchaus auch konkretisiert, wenn von der Agenda 2010, prekären Arbeitsverhältnissen, abnehmenden Arbeitnehmerrechten und anderem die Rede ist. Dadurch, dass die im Film gezeigten Personen mit ihrem Analysepotential und ihrer selbsttüchtigen Lebensweise durchaus zur Identifikation taugen, erscheint das hier dargestellte Problem als ein gesamtgesellschaftliches, denn es wird deutlich, dass es nicht um Einzelschicksale geht, sondern um die Gerechtigkeit im Staat, die Perspektiven für eine junge Generation und den Erhalt der Solidargemeinschaft. Indem der Film vieles adressatengerecht (auch mit der Bedeutung der Armutserfahrung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene) anreißt, eignet er sich dazu, Empathie zu wecken und Alltagserfahrungen abzufragen. Im Unterricht kann er Impulse geben oder Informationen liefern für eine Diskussion, zum Beispiel zu den Themen „Sozialstaat“, „Chancengerechtigkeit“, „neue Arbeitsformen“ oder „Alterssicherung“ . Die im Film geleistete Problemanalyse kann aufgegriffen und weiter vertieft werden.

 

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Europäische Zentralbank (EZB)

Der Film erklärt die Aufgaben und Funktionen der Europäischen Zentralbank, deren Einbindung in europäische Bankstrukturen, ihre Verflechtungen mit der Politik und ihre Rolle für die Wirtschaft. Die 1998 mit dem Vertrag von Maastricht gegründete Europäische Zentralbank ist die Hüterin des Euro. Die Mitgliedsstaaten haben ihre hoheitlichen Aufgaben der Geldpolitik an die EZB übertragen. Welche Instrumente hat die EZB, den Geldwert stabil zu halten? Ist sie von der Politik unabhängig? Wie kann sie mit Krisen umgehen? Wie ist ihr Verhältnis zur Deutschen Bundesbank? Diesen Fragen geht der Film in Interviews mit Experten nach.

Didaktische Hinweise: Der Film behandelt gut gegliedert und anschaulich ein zentrales Thema für unser Wirtschaftsleben und liefert damit Grundwissen über das Funktionieren und die Aufgaben der Zentral- und Bundesbanken. Der Wechsel vom Experteninterview zu den Filmbildern ist gut aufeinander abgestimmt. Die einzelnen Problembereiche (z.B. Verschuldung einzelner Euroländer) werden zwar nur angeschnitten, können aber in dem Zusammenhang der geldpolitischen Funktion der Zentralbank sinnvoll vertieft und erweitert werden. Die Schülerarbeitsblätter unterstützen das Verständnis der oft abstrakten Inhalte, indem sie dazu anregen, das im Film vermittelte Wissen zu reorganisieren und zu rekapitulieren.

 

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Global Player

Unternehmen, die weltweit Waren produzieren, kaufen und verkaufen, nennt man „Global Player“. Doch was macht einen Konzern zum „Global Player“? Am Beispiel einer multinationalen Firma wird die Entwicklung vom kleinen Familienbetrieb bis zum weltweit tätigen Unternehmen verfolgt und deren Absichten, Vorteile und Schwierigkeiten ebenso wie der Einfluss der Globalisierung – auch für die Beschäftigten – genauer beleuchtet.

Didaktische Hinweise: Das Medium thematisiert die Globalisierung am Beispiel der Firma Fischer aus Baden- Württemberg. Dies macht das Thema für Schülerinnen und Schüler gut nachvollziehbar, da ihnen die Produkte von den Dübeln bis hin zur „Fischer-Technik“ aus ihrem Alltagsleben bekannt sind. Die Firmengeschichte macht die Entwicklung von einem regionalen mittelständischen Unternehmen hin zu einem „global Player“ sehr deutlich und durch die Kommentare der Auszubildenden in der Lehrwerkstatt gut nachvollziehbar. Kriterien für die Definition „was ist ein global player“ werden deutlich gemacht. Das Arbeitsmaterial gibt Anregungen zur Weiterarbeit am Thema.

 

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Wir weigern uns Feinde zu sein

Zwölf junge Deutsche auf einer Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost. Im Zusammentreffen mit Israelis und Palästinensern erleben sie den Konflikt der beiden Parteien aus ihrer jeweiligen Sicht. Im Gepäck der 16- bis 22-Jährigen: das Schulbuch des Friedensforschungsinstituts PRIME: „Die Geschichte des Anderen kennen lernen: Israelis und Palästinenser““. Der Film erzählt aus Sicht der Jugendlichen ihre Erlebnisse in Israel und Palästina (Westjordanland), von Menschen, die sie beeindrucken, weil sie neue Wege der Verständigung gehen. Ihre Fragen, auch was sie bewegt und schockiert, besprechen sie mit ihren beiden Begleitern, der Israelin Lotty Camerman (Tochter von Holocaust-Überlebenden) und dem Palästinenser Ali Awwad (ehemals Widerstandskämpfer gegen die Besatzung).

Didaktische Hinweise: Dem Film gelingt es den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sachlich darzustellen. Er erweckt dabei Empathie für die Betroffenen, ohne allzu negative Reaktionen hervorzurufen. Im Vordergrund steht der Dialog zwischen den Konfliktparteien, der konstruktive Lösungsmöglichkeiten aufzeigen möchte. Obwohl die gezeigten Personen alle unter dem Konflikt leiden und Angehörige verloren haben, wollen sie doch eine friedliche Lösung herbeiführen.
Der Film lässt sich sehr gut im Rahmen von Projekten einsetzen, aber auch im herkömmlichen Unterricht kann man ihn verwenden, ohne ihn in Gänze zeigen zu müssen. Das Arbeitsmaterial ist sehr textlastig und ist eigentlich nur für die Oberstufe des Gymnasiums geeignet.

 

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Airbus – Europa baut ein Flugzeug

Take-off für über 500 000 Kilo: Ein Airbus A380 hebt ab. Das derzeit größte Passagierflugzeug ist ein internationales Puzzle – gefertigt, montiert und ausgestattet an über zehn verschiedenen Airbus-Standorten in Europa. Aufnahmen aus den Werkshallen und vom spektakulären Transport der Bauteile quer durch Europa sowie animierte Karten zeigen, wie der Großraumflieger entsteht – eine Produktionskette „just in time“. Anschließend fliegt das „Rohflugzeug“ vom Montagewerk Toulouse nach Hamburg zur Kabinenausstattung und Lackierung. Lärm, Luftverschmutzung und Flächenverbrauch zeigen die Kehrseite der Flugzeugindustrie. Archivmaterial ermöglicht den Rückblick auf die Entstehung des europäischen Industriekonzerns Airbus.

Didaktische Hinweise: Der Film zeigt anschaulich ein Beispiel wirtschaftlicher Zusammenarbeit anhand der Flugzeugproduktion bei Airbus. Das konkrete Beispiel erleichtert Schülern das Verständnis, wie ein europäisches Unternehmen europaweit zusammenarbeitet. Interessante Bilder und Karten zeigen einzelne Arbeitsschritte und Produktionsstandorte. Die Bedeutung der Flugzeugproduktion und der Zuliefererfirmen für einzelne Regionen wird ebenso kurz thematisiert wie auch daraus entstehende Abhängigkeiten und Probleme. Die Frage, welche Rolle die Politik bei der Entscheidung spielt, was wo produziert wird, kommt zu kurz.
Das Zusatzmaterial enthält weiteres Informationsmaterial zum Beispiel zum Wirtschaftsstandort Deutschland in Europa oder der Fragestellung „Flugzeugproduktion im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie“, aber auch konkret zur Produktion des A380 und bietet somit viele Anregungen zur Weiterarbeit.

 

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Konzerne als Retter?

Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite für Anleger in Deutschland zu erzielen. Der aufwendig recherchierte Film zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist die Zusammenarbeit von privat und Staat in der Entwicklungszusammenarbeit möglich, so dass die lokale Bevölkerung auch wirklich von ihr profitiert?

Didaktische Hinweise: Der Film thematisiert die schädlichen Auswirkungen einer Entwicklungshilfe, die staatlich gefördert wird, im Grunde aber privatwirtschaftlich (also gewinnorientiert) agiert. Er eignet sich, um das kritische Verständnis der Schülerinnen und Schüler für globale wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu schulen.
Anhand von konkreten Einzelbeispielen aus Kenia, Sambia und Tansania macht er deutlich, dass die afrikanischen Kleinbauern, die eigentlich gefördert werden sollen, oftmals die Verlierer dieser Politik sind und veranschaulicht die negativen Folgen dieser Politik: Landraub, Stärkung des Exports statt Subsistenzwirtschaft, Kapitalkonzentration zugunsten großer Konzerne, Abhängigkeit der Kleinbauern von Großkonzernen und Überschuldung. Er zeigt eigentlich nur ein positives Beispiel privatwirtschaftlicher Entwicklungspolitik aus Sansibar.
Die Einzelbeispiele können exemplarisch, also einzeln, behandelt werden, da sich die Kritikpunkte ähneln. Dies ist durch die Sequenzierung in Filmkapitel sehr gut möglich. Leider sagen die Kapitelüberschriften wenig aus über den Inhalt der Kapitel und führen in die Irre, denn sie sind meistens positiv formuliert und spiegeln somit nicht den kritischen Ansatz des Films. Gut brauchbar, auch als Hintergrundwissen für die Lehrkraft, ist das Fazit am Ende unter dem Begriff „Abspann“. Hier werden Alternativen zur der gezeigten staatlich-privaten Entwicklungspolitik angesprochen: Eine Stärkung der afrikanischen staatlichen Strukturen und eine genossenschaftliche Organisierung der Kleinbauern.

 

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Mathematik

 

Stochastik 2

Bedingte Wahrscheinlichkeiten begegnen uns jedes Mal, wenn wir eine neue Information erhalten, die ein Ereignis unseres Interesses beeinflusst, beispielsweise einen Börsenkurs. Der Unterrichtsfilm löst die typischen Denkblockaden und vermeintlichen Widersprüche auf. Er vermittelt die Struktur der zugrunde liegenden Probleme mit vielen Beispielen. Der Unterrichtsfilm zeigt anhand von Beispielen, dass der menschliche Verstand, die Intuition sehr leicht negativ beeinflusst.

Didaktische Hinweise: Der Film setzt sich aus drei gut aufgearbeiteten, schülerverständlichen Sequenzen zusammen. Am „Ziegenproblem“ werden die Grenzen der menschlichen Intuition aufgezeigt. Über Schnittmengen wird schrittweise am Beispiel die Formel zur Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit erarbeitet.
Die Angabe der Ergebnismenge Ω ist an einer Stelle des Films mathematisch nicht korrekt.
Dennoch ist der Film gut geeignet, um in die Thematik einzuführen. An die Erarbeitung schließt sich ein umfangreicher Teil mit Arbeitsblättern steigenden Schwierigkeitsgrades und vorhandenen Lösungen an. Die Testaufgaben sind ebenfalls mit Lösungen und beziehen sich auf das Medium und die anhängenden Texte.

 

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Evangelische Religion

 

Die Hütte

Seit der Familienvater Mack Miller vor vielen Jahren seine jüngste Tochter verlor, ist er in Trauer und Schuldgefühlen versunken. Ihre letzte Spur fand man in einer Schutzhütte im Wald – nicht weit von dem Campingplatz, auf dem die Familie damals Urlaub machte. Eines Tages kommt ein Brief mit der Post: Es ist eine Einladung in eben jene Hütte – und ihr Absender ist Gott. Mack ist schockiert und voller Angst, all die schmerzhaften Erinnerungen kommen erneut hoch. Trotzdem bricht er auf, unsicher, was er in der Hütte finden wird.

Didaktische Hinweise: Die Verfilmung des gleichnamigen sensationell erfolgreichen Buch-Bestsellers ist im Rahmen eines ausgeprägten evangelikalen christlichen Glaubens US-amerikanischer Prägung zu verstehen. Davon setzt sich das hier in Szene gesetzte Gottesverständnis ab in Richtung eines liebenden Vaters ohne Gericht und Strafe. Schwerwiegende Glaubensprobleme wie etwa die Theodizeefrage werden im Gespräch mit den Personen der göttlichen Dreieinigkeit erörtert. Die Bildgebung ist bisweilen etwas gewollt bis künstlich. Immerhin, es gelingt schon, die ursprüngliche Kraft und den Kern des Christentums freizulegen, welche in Beziehungen der Liebe besteht. Schuld, Trauerarbeit, Vergebung und (mit sich selbst) Versöhntsein kann der Film als Vorzüge eines sich ins Weite öffnenden Glaubens herausstellen. Über den Geschmack der Darstellungsform mag man streiten, allerdings wird aufgrund der deutlichen Option für Emotionalität dies entscheidend sein dafür, ob der Film positive Aufnahme findet. Es ist heutzutage wohl unausweichlich, dass „native people“ die Gottheit und WASPs die Problemträger als Rolle repräsentieren. Den Film wird man nur im Ganzen anbieten können, die Mittelpassagen könnten in ihrer Dialoglastigkeit für schulische Zielgruppen dabei etwas ermüdend wirken.

 

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Kirchenasyl – und dann?

Für manche Flüchtlinge ist das Kirchenasyl die letzte Chance, einer Abschiebung zu entgehen. Aber was geschieht dann, wenn sie den geschützten Raum wieder verlassen können? Im Film geht es nur vordergründig um die Kirche und das von ihr ermöglichte Kirchenasyl. Der Schwerpunkt des Films zeigt Schicksale von Menschen und gelebte Nächstenliebe (Jury-Begründung Kath. Medienpreis).

Didaktische Hinweise: Besonders wertvoll ist die in Kapiteln anwählbare Dokumentation nicht nur durch die Langzeitbeobachtung von persönlichen Flüchtlingsschicksalen, sondern auch durch Hintergrundinformationen durch Experten und Engagierte aus der kirchlichen Flüchtlingsarbeit. Sehr anschaulich und konkret wird dadurch erfahrbar, was Kirchenasyl bedeutet und welcher Status im Zusammenwirken von Kirche und Staat ihm zukommt. Emotional mitgehen können vor allem Jugendliche mit der gezeigten Entwicklung der vier Flüchtlinge (auch wenn sie altersmäßig jenseits des schulischen Lebenshorizontes liegen) von den Traumata der Flucht bis hin zu Zukunftsplänen in der neuen Heimat. Die politisch umstrittene Frage des Familiennachzuges wird nicht ausgespart - die Haltung dazu fällt positionell deutlich im humanitären Sinne aus. Das solide Arbeitsmaterial liefert Hintergründe und Bearbeitungsaufgaben zu erforderlichen Sachinformationen (z.B. Asylrecht).

 

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Mehr als mein Gehirn

Neurowissenschaftler versuchen, der Funktionsweise des Gehirns auf die Spur zu kommen und stoßen dabei auf fundamentale Fragen des Menschseins: Wie hängt unsere Persönlichkeit mit der Struktur unseres Gehirns zusammen? Können Computer Bewusstsein hervorbringen? Ist das „Ich“ im Gehirn lokalisierbar? Hat der Mensch einen freien Willen? Gibt es Bewusstsein ohne Gehirn? Sind Transzendenzerfahrungen und Gott nur Illusionen der Neuronen?

Didaktische Hinweise: Das Hauptverdienst der Dokumentation besteht darin, wissenschaftlich seriös und mit Experteneinschätzungen gut begründet die herkömmliche Reduktion auf den Materialismus auch der Neurowissenschaft aufzubrechen und die Frage nach der Herkunft des Geistigen offenzuhalten. Insofern passt die Intention des Films zu den Bildungsanliegen des Religionsunterrichts. Das entscheidet sich besonders an der Frage des freien Willens, die dadurch hinreichend vorsichtig einschätzbar wird, ohne die Naturwissenschaft mit „Beweisen“ zu überfordern. Auch theologische Experten sind gesprächsfähig eingebunden. Zum kirchlichen Bekenntnis der Auferstehung von den Toten am Jüngsten Tag gehört allerdings nach Ansicht der Begutachtung die Überzeugung vom Ganztod des Menschen in allen seinen Bestandteilen. Eine immateriell-unsterbliche extrakorporale Seele / Bewusstsein o.ä., die durch im Film angesprochene Nahtoderlebnisse zwar nicht bewiesen, aber nahegelegt wird, hätte darin keinen Platz. Es bleibt der Lehrkraft überlassen, dies geeignet im Unterricht der Sekundarstufe 2 einzubringen.

 

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Abgestempelt

Ein junger Vater wartet mit seinem sechsjährigen Sohn auf den Bus, als Polizeibeamte seinen Rucksack untersuchen wollen. Sie finden nichts Auffälliges, doch der Sohn fragt sich, wie sie auf seinen Vater verfallen sind. Dieser ist arabischer Herkunft, scheut sich aber, seinem Sohn dies als Grund zu nennen.

Didaktische Hinweise: Die dramaturgisch gekonnt geführte Handlung bezieht Erwartungen und Fragen des Publikums wirksam mit ein. Weil die Spielzeit in die Abendstunden fällt, herrscht künstliche Beleuchtung (Haltestelle, Waggoninneres) vor, die zusammen mit Überwachungsmonitoreinblendungen eine gefährliche Stimmung aufkommen lässt. Jugendliche werden bei ihren Alltagserfahrungen (öffentliche Verkehrsmittel, Haltestelle, Fahrscheinkontrolle) gut abgeholt. Ein gelungener Reflex auf die Handlung sind die Fragen des kleinen Jungen im Gespräch mit seinem Vater. Das schreckliche Ende eines Selbstmordattentates, von dem das Publikum im Gegensatz zu den Hauptprotagonisten Kenntnis gewinnt, dringt auf Gespräche nicht nur über Solidarität, Vorurteile und Rettung, sondern auch über das Warum des Bösen. Die Arbeitshilfe bietet erste Ansätze zur unterrichtlichen Behandlung.

 

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Was zählt im Leben?

ONE MINUTE FLY (ca. 4 min): Der Animationsfilm erzählt vom Leben einer Ein-Minuten-Fliege, die verzweifelt versucht, nach einer To-do-Liste möglichst viel aus ihrem kurzen Leben zu machen. (Deutschland 2008; Regie: Michael Reichert)
WAS KOSTET DAS LEBEN (ca. 17 min): Ben stirbt in der Notaufnahme einer Unfallklinik. Als er wenig später wieder aufwacht, sieht er sich einem Mann in grauem Anzug gegenüber, der ihm die Bilanz seiner vergangenen Leben vorrechnet. Er muss erkennen, dass er für sein nächstes Leben keinen Kredit mehr hat und deswegen als Straßenkind in einem Elendsviertel wiedergeboren werden soll. (Deutschland 2008; Regie: Anne Berrini)
HARD BOILED CHICKEN (ca. 5 min): Ein Huhn und ein Hahn retten ihr Ei und damit ihre Nachkommenschaft vor dem Bauern. (Niederlande 2006; Regie: Arjan Wilschut)

Didaktische Hinweise: In einer großen Bandbreite von Witz bis Ernst wird in diesen sehr unterschiedlichen Kurzfilmen der Wert des Lebens an seiner Grenze, dem Tod, deutlich: Sowohl was danach geschieht (zum Teil gleichnishaft wie ein Planspiel), als auch das Leben selbst kommen so auf den Prüfstand. Die Lehrkraft hat so die Möglichkeit, das Thema Mensch (Sinn des Lebens) wie auch die Themen Tod und Auferstehung, Gerechtigkeit und Gott anregend zu begleiten. Aus der Sicht der evangelischen Rechtfertigungslehre ist der Zusatzfilm „6000 Punkte für den Himmel“ mit Vorsicht zu genießen, kann aber gewinnbringend als Vergleich zu „Was kostet das Leben“ dienen.

 

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Theodizee – Gott und das Leid

Wie kann Gott angesichts des Leids in der Welt als zugleich gut und allmächtig gedacht werden? Diese Frage, die unter dem Begriff „Theodizee“ verhandelt wird, gilt als eine der größten theologischen Herausforderungen. Am Beispiel zweier Menschen, deren Glaube auf eine existenzielle Probe gestellt wurde, wird die Thematik einerseits konkret-biografisch aufgegriffen und andererseits mit zentralen theoretischen Positionen zur Theodizeefrage ins Gespräch gebracht.

Didaktische Hinweise: Für das schwierige Thema ist der Film durchweg angemessen gestaltet: als Erklärfilm, wo es um die Aufarbeitung der Theodizee in Philosophie und Theologie geht, in der beispielhaften emotionalen Konkretisierung, wo Betroffene im Interview selbst zu Wort kommen und Bild- und Musikimpressionen nachdenkliches Miterleben ermöglichen. Die mitgelieferten Arbeitsblätter machen das Medium zu einem umfassenden Gesamtpaket für die unterrichtliche Behandlung der Theodizee ab dem Ende von Sek.I
Angesichts der zunehmend multireligiösen gesellschaftlichen Wirklichkeit wäre vielleicht noch ein Blick auf die Antworten anderer großen Religionen auf die Theodizee-Frage hilfreich gewesen.

 

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Rechtsethik

„Wie viel Gerechtigkeit steckt im Recht?“ fragt der Film und vollzieht anhand des Beispiels Sachbeschädigung um Sprayer Dennis nach, wie im Rechtssystem der BRD Gerechtigkeit verstanden wird und welche Wege und Mittel diese sicherstellen sollen. Ein Staatsanwalt und eine Berliner Jugendrichterin zeigen auf, wie sie in ihrer Funktion dazu beizutragen versuchen, dass es gerecht zugeht. Eine Sozialethikerin verweist auf ethische Fragestellungen. Diese kumulieren im Spannungsfeld zwischen Naturrecht und Rechtspositivismus. Es wird deutlich: Eine absolute Gerechtigkeit kann es nicht geben. Aber ist die Zufriedenheit der Beteiligten im Rückblick auf ein Verfahren ein Indikator dafür, dass es gerecht zuging?

Didaktische Hinweise: Der hilfreiche Lehrfilm ruft mit dem Sprayer-Phänomen zielsicher ein für Jugendliche anschauliches und konkretes Beispiel auf und kehrt am Schluss konsequent wieder dahin zurück. Er liefert die Lehrkraft erleichternde und für das jugendliche Rechtsbewusstsein entwicklungsförderliche kategoriale Unterscheidungshilfen und ist bei aller Sachlichkeit abwechslungsreich und gut verständlich gemacht. Das in der filmischen Behandlung mehrfach relevante Rechtsgut des Eigentums, das der interviewte Jugendliche hinterfragt, könnte im Unterricht allerdings noch kritischer aufgearbeitet werden. Im Religionsunterricht der Kursstufe kann das Medium beim einschlägigen Themenfeld sehr gute Dienste leisten, die religionspädagogischen Anschlüsse wird die Lehrkraft dabei leicht selbst einbringen können. Die Arbeitsmaterialien führen mit überlegten didaktischen Informationen zur nachhaltigen Vertiefung in Form von konzentrierten Arbeitsblättern. Erfreulich, dass dabei als Extra auch die im Unterricht beliebte Behandlung der Todesstrafe ermöglicht wird, und erhellend, wie informiert die jüngste Rechtsentwicklung beim sog. „Sprayerparagrafen“ transparent gemacht wird.

 

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Katholische Religion

 

Theodizee – Gott und das Leid

Wie kann Gott angesichts des Leids in der Welt als zugleich gut und allmächtig gedacht werden? Diese Frage, die unter dem Begriff „Theodizee“ verhandelt wird, gilt als eine der größten theologischen Herausforderungen. Am Beispiel zweier Menschen, deren Glaube auf eine existenzielle Probe gestellt wurde, wird die Thematik einerseits konkret-biografisch aufgegriffen und andererseits mit zentralen theoretischen Positionen zur Theodizeefrage ins Gespräch gebracht.

Didaktische Hinweise: Für das schwierige Thema ist der Film durchweg angemessen gestaltet: als Erklärfilm, wo es um die Aufarbeitung der Theodizee in Philosophie und Theologie geht, in der beispielhaften emotionalen Konkretisierung, wo Betroffene im Interview selbst zu Wort kommen und Bild- und Musikimpressionen nachdenkliches Miterleben ermöglichen. Die mitgelieferten Arbeitsblätter machen das Medium zu einem umfassenden Gesamtpaket für die unterrichtliche Behandlung der Theodizee ab dem Ende von Sek.I
Angesichts der zunehmend multireligiösen gesellschaftlichen Wirklichkeit wäre vielleicht noch ein Blick auf die Antworten anderer großen Religionen auf die Theodizee-Frage hilfreich gewesen.

 

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Atheismus und Religionskritik

Atheismus und Religionskritik gehören, als Herausforderungen des Gottesglaubens, zur Signatur der Moderne. Am Beispiel Friedrich Nietzsches wird diese Thematik in Form des fiktionalen Kurzfilms „Der tolle Mensch“ aufgegriffen. In seinem Zentrum stehen Friedrich, ein Mann mittleren Alters, und der junge Student Niko. Zwischen den beiden Männern besteht eine eigenwillige Freundschaft, die jedoch durch Friedrichs intensive Beschäftigung mit der Philosophie Nietzsches zunehmend auf die Probe gestellt wird. Er verwickelt Niko immer häufiger in Gespräche über den Tod Gottes und den Stellenwert der Moral und lehnt Nikos Hilfe „aus Mitleid“ schroff ab. Zunehmend verschwimmen die Grenzen zwischen Friedrich und dem Philosophen Nietzsche. Am Ende steht Niko vor einer schweren Entscheidung.

Didaktische Hinweise: Der Versuch, Grundgedanken der Religionskritik Nietzsches in einer im Jetzt verorteten Spielhandlung darzustellen, ist anregend. Er bietet Schülerinnen und Schülern der Kursstufe, die über Textauszüge einen ersten Zugang zu den geläufigsten Thesen Nietzsches gefunden haben, hierfür einprägsame Bilder und regt über die spannungsreiche Beziehung zwischen den beiden Protagonisten zu einer personalisierten Auseinandersetzung mit diesen Thesen an. Ob die Schülerinnen und Schüler durch diese Dramatisierung Nietzsche besser verstehen können, bleibt auszutesten. Die Arbeitsmaterialien bieten Textauszüge mit handlungsorientierten und originellen textanalytischen Arbeitsaufträgen.

 

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Gibt es einen Gott?

Theologen und Philosophen haben immer wieder versucht, den Glauben mit der menschlichen Vernunft zusammenzubringen. Alle Ansätze, sich Gott kraft des Verstandes zu nähern, sind dabei abhängig von der Zeit und der kulturellen Erfahrungswelt ihrer Denkväter. Die Produktion beleuchtet Meilensteine in der Geschichte der Gottesbeweise, vom „denknotwendigen“ Aufweis Gottes durch Anselm von Canterbury und Thomas von Aquin über Blaise Pascals und Immanuel Kants „Chancen“ durch den Glauben für Individuum und Gesellschaft, hin zum modernen Ansatz Hans Küngs. Komplexe Gedankengänge werden in Legetrick-Animationen auf das Wesentliche reduziert. Eine Kirchenhistorikerin und ein Fundamentaltheologe erläutern die Gottesbeweise und ordnen sie in ihren jeweiligen philosophie- und kulturgeschichtlichen Kontext ein.

Didaktische Hinweise: Der Erklärfilm ist abwechslungsreich gestaltet und fasst in einem komprimierten philosophiegeschichtlichen Überblick die wichtigsten Gottesbeweise zusammen. Die animierten Grafiken sind dabei hilfreich, ersparen aber eine ergänzende Textarbeit nicht, die allerdings mit dem niveauvollen Arbeitsmaterial möglich ist. Die Erläuterungen der beiden Theologen sind zwar anspruchsvoll, aber klar formuliert und ergänzen die Zusammenfassungen gut.

 

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Jeder Tag zählt

Der junge Musiker Chris Lass sprüht nur so vor Lebensfreude, Energie und Leidenschaft. Eigentlich unvorstellbar, wenn man seine Geschichte kennt. Als Teenager hat er bereits mehr Schweres erlebt als manch einer in seinem ganzen Leben: Eine Krankheit macht seine Karrierepläne zunichte, eine schreckliche Tragödie trifft seine Familie, und er selbst wird Opfer einer Geiselnahme. Es ist sein Vertrauen auf Gott, das ihn letztlich gestärkt aus diesen Krisen hervorgehen lässt. Chris erkennt: Jeder Tag zählt, denn jeder Tag ist ein Geschenk.

Didaktische Hinweise: Das dokumentarische Portrait zeigt authentisch einen jungen Mann, der trotz einiger Schicksalsschläge seinen Weg im Leben gefunden hat und es versteht, mit seiner christlichen Überzeugung andere Menschen anzusprechen und sie zu ermutigen, auch ihren eigenen Weg zu suchen und dem Leben zu trauen.
Zur Sprache kommen die Themen: „Und wovon träumst du? – Wünsche und geplatzte Lebensträume“, „Wie ein Erdbeben – Schlimme Erfahrungen in unserem Leben“, „Der Wunsch nach dem Tod – Suizid und depressive Gedanken“, „Jeder Tag zählt, und DU zählst auch! – Das Leben ist ein Geschenk“, „Wenn Hoffnung mehr als Leben ist – Dem Tod ins Auge schauen“, „Weglaufen gilt nicht – Unsere Verantwortung in dieser Welt“. Es lohnt sich zunächst, den Film ganz zu schauen, die Lehrkraft kann sich aber auch mit Hilfe der Kapiteleinteilung einzelne Szenen herausgreifen und sich dann im Unterrichtsverlauf von den im Begleitmaterial angeschnittenen Themen und Fragestellungen zu weiteren methodischen Arbeitsschritten anregen zu lassen.
Interessant sind auch die Extras: die sogenannten entfallenen Szenen bieten sich als Impulse zur Weiterarbeit an.

 

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Rechtsethik

„Wie viel Gerechtigkeit steckt im Recht?“ fragt der Film und vollzieht anhand des Beispiels Sachbeschädigung um Sprayer Dennis nach, wie im Rechtssystem der BRD Gerechtigkeit verstanden wird und welche Wege und Mittel diese sicherstellen sollen. Ein Staatsanwalt und eine Berliner Jugendrichterin zeigen auf, wie sie in ihrer Funktion dazu beizutragen versuchen, dass es gerecht zugeht. Eine Sozialethikerin verweist auf ethische Fragestellungen. Diese kumulieren im Spannungsfeld zwischen Naturrecht und Rechtspositivismus. Es wird deutlich: Eine absolute Gerechtigkeit kann es nicht geben. Aber ist die Zufriedenheit der Beteiligten im Rückblick auf ein Verfahren ein Indikator dafür, dass es gerecht zuging?

Didaktische Hinweise: Der sehr dichte Lehrfilm kann im Religionsunterricht der Kursstufe am besten wiederholend-zusammenfassend zum Thema Recht und Gerechtigkeit eingesetzt werden. Neben Interviewsequenzen mit dem Sprayer und mit verschiedenen Rechtsexperten gibt es einen erklärenden Sprechertext, der durch grafische Zusammenfassungen ergänzt wird. Aus dieser Informationsdichte kristallisieren sich aber doch einige Fragestellungen heraus, die im Unterricht kontrovers diskutiert werden können, z.B. die Fragestellung, wie viel subjektive Einschätzung der Richter einem Urteil zugrunde liegen darf. Die Arbeitsmaterialien sind eher anspruchsvoll und bieten Ergänzungen, z.B. zur Todesstrafe.

 

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Physik

 

Der Mond

Der Mond ist der einzige natürliche Himmelskörper, der um die Erde kreist. Der Erdtrabant beeinflusst nicht nur die Entstehung von Ebbe und Flut. Zahlreiche Lebewesen – nicht zuletzt der Mensch – haben ihren Lebensrhythmus nach dem auffälligen Himmelsgestirn ausgerichtet. Aufbau und Eigenschaften des Mondes, seine Phasen, sein Einfluss auf die Erde und seine Erforschung stehen im Mittelpunkt dieser Produktion.

Didaktische Hinweise: Das vorliegende Medium hebt sich in wohltuender Weise von ähnlichen Unterrichtsfilmen zum Thema Mond ab. Sie ist didaktisch gut aufbereitet, obwohl eine Vielzahl von Fachbegriffen vorgestellt wird, überfordert sie den Lernenden nicht. Die Inhalte gehen deutlich über die übliche Behandlung der Thematik, vor allem für die Sekundarstufe 1, hinaus. Geeignet ist das Medium auch in Vertiefungsphasen oder zur Vorbereitung und Unterstützung einer GfS.

 

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Polarlichter

Polarlichter faszinieren und beeindrucken die Menschen seit jeher. Schon in der Antike rankten sich zahlreiche Mythen um dieses farbenreiche Naturschauspiel. Heute weiß man, dass Polarlichter durch Teilchen, die von der Sonne kommen – dem Sonnenwind – hervorgerufen werden. Das Medium gibt Einblick in die Erforschung des Polarlichtes und geht seiner Entstehung mithilfe von Realaufnahmen und Animationen auf den Grund.

Didaktische Hinweise: Der Film ist sehenswert und bietet eine Horizonterweiterung in Forschungsgebiete, die nicht alltäglich sind. Das Phänomen der Polarlichter wird anschaulich dargestellt und mit Hilfe faszinierender Bilder erklärt.
Das Arbeitsmaterial geht zum Teil weit über die gezeigten Inhalte hinaus und ist allenfalls in der Kursstufe einsetzbar.

 

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Die Sonne

Sie wärmt, sorgt für Tag und Nacht und spendet Energie – ohne die Sonne wäre Leben auf der Erde nicht möglich. Doch was genau geschieht eigentlich auf und in dem Zentralgestirn des Planetensystems? Der Film erklärt mithilfe von Realaufnahmen und Animationen die entscheidenden Phänomene und Vorgänge in und auf der Sonne und setzt sie mit den alltäglichen Beobachtungen und Erfahrungen in Beziehung.

Didaktische Hinweise: Das Medium beschreibt in sieben Filmsequenzen anschaulich den Aufbau und die Funktionsweise der Sonne. Dabei wird zunächst auf die Besonderheiten unserer Sonne eingegangen und ihre Daten vorgestellt. In der zweiten Sequenz liegt der Fokus auf der Sonne als Energielieferanten. Die beiden folgenden beschäftigen sich mit dem inneren Aufbau und der Atmosphäre. Sonnenaktivitäten und ihre Auswirkungen sind die nachfolgenden Sequenzen. Die Auswirkungen auf unser Leben auf der Erde werden im abschließenden Kapitel angesprochen. Die Originalphotos sind beeindruckend, der Sprechertext angenehm und gut verständlich. Die hinzugefügten Animationen unterstützen das Gesagte in anschaulicher Art und Weise. Mehrere Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Anforderungsbereichen ermöglichen die Festigung und Anwendung des Gelernten. Negativ anzumerken ist lediglich, dass das mathematische Multiplikationszeichen stets als x dargestellt wird. Der Film eignet sich für den Einsatz in der Kursstufe.

 

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Das elektromagnetische Spektrum

Was lässt Sonnenbrand entstehen? Woher bekommt mein Handy ein Signal? Wie entsteht ein Regenbogen? Wieso glüht heißes Eisen? Wie funktioniert eine Mikrowelle? Was macht ein Nacktscanner? Und haben diese Dinge etwas gemeinsam? Ja – sie beruhen alle auf elektromagnetischer Strahlung. Ordnet man sie nach ihren verschiedenen Wellenlängen beziehungsweise Frequenzwerten, erhält man das elektromagnetische Spektrum.

Didaktische Hinweise: Das Medium gibt einen gelungenen Überblick über die wesentlichen Bereiche des elektromagnetischen Spektrums. In zehn gut animierten Sequenzen werden die Strahlungsarten, ihre Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten erklärt. Der Ausgangspunkt ist jeweils die Grafik des elektromagnetischen Spektrums. Der Zusammenhang zwischen Frequenz, Wellenlänge und Lichtgeschwindigkeit wird gut nachvollziehbar erläutert.
Im Materialteil stehen gut gestaltete Arbeitsblätter unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades sowie Grafiken zur Verfügung.

 

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Photoeffekt

Licht hat die Menschheit schon seit jeher fasziniert. Und schon immer hat man mit ihm auch experimentiert. Dabei wurde festgestellt, dass durch Lichteinstrahlung Elektronen aus Metalloberflächen oder Halbleiteroberflächen herausgelöst werden können. Man nennt dies den „Photoeffekt“. Für seine Erklärung erhielt Einstein im Jahr 1921 den Nobelpreis für Physik. In dieser Produktion werden der Photoeffekt und seine Anwendungen genauer beleuchtet.

Didaktische Hinweise: Das Medium erklärt auf interessante und nachvollziehbare Weise den photoelektrischen Effekt und seine zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Dabei wird sowohl seine Entdeckung als auch die heutige Deutung vorgestellt. Die besonders gelungene Sequenz „Gegenfeldmethode und Austrittsarbeit“ ist nicht im Hauptfilm enthalten, sollte zum besseren Verständnis aber unbedingt gezeigt werden. Das ergänzende Material auf dem Medium enthält anschauliche Grafiken zu den einzelnen Sequenzen, den vollständigen Sprechertext und unterschiedliche Arbeitsblätter (Word- und PDF-Dateien), deren Einsatz aber fraglich ist.

 

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Gravitationswellen

Einstein hat sie vor hundert Jahren vorhergesagt und war selbst skeptisch, ob man sie je messen kann - Gravitationswellen. Doch nach jahrzehntelanger Suche hat ein internationaler Forscherverbund sie endlich nachgewiesen und damit ein völlig neues Fenster ins Universum geöffnet. Weitere Themen: Radioteleskopie zur Erforschung schwarzer Löcher und neue Erkenntnisse zum Planeten Pluto.

Didaktische Hinweise: Das Medium zeigt auf faszinierende und spannende Weise den Forschungsdrang der Wissenschaftler. Ranga Yogeshwar führt zu verschiedenen Forschungsstationen in den USA, Deutschland und Frankreich und lässt dort Wissenschaftler zu Wort kommen und die jeweiligen Experimente gut verständlich erklären. Gut gestaltete Arbeits- und Infoblätter vervollständigen das Medium. Das Medium eignet sich am ehesten für den Einsatz in der Oberstufe.

 

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Gefahr Elektrosmog?

Die Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen sind regelmäßig ein Thema in den Medien. Diese Produktion erklärt zunächst, was man unter Elektrosmog versteht und geht dann auf die Grundprinzipien der naturwissenschaftlichen Forschung ein. Anhand des Beispiels Elektrosmog wird gezeigt, wie Wissenschaftler vorgehen, um eine Forschungsfrage beantworten zu können. Beim Forschungsgegenstand Mensch ergeben sich jedoch Probleme, da Experimente, die Menschen gefährden könnten, ethisch nicht vertretbar sind. Der Film gibt einen Einblick in die naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweise, stellt verschiedene Studiendesigns vor und geht auf Probleme ein, die immer wieder bei der Veröffentlichung von neuen Forschungsergebnissen auftreten.

Didaktische Hinweise: Ausgehend von der Fragestellung, ob der so genannte Elektrosmog für Menschen eine Gefahr darstellt, wird gut nachvollziehbar und verständlich die Vorgehensweise bei naturwissenschaftlichem Forschen erläutert. In allgemeiner Form werden alle Teilschritte ausführlich erklärt und anschließend auf die Ausgangsfrage angewendet. Der aktuelle Stand der Forschung wird objektiv einbezogen, dabei wird auch die Problematik der zur Verfügung stehenden Messverfahren angesprochen. Daher kann das Medium auch keine abschließende Antwort auf die Frage geben.
Im Unterricht ist ein Einsatz im naturwissenschaftlichen Projektunterricht sowie im Fach Physik bei der Behandlung von elektromagnetischer Strahlung gut möglich. Die zur Verfügung stehenden Arbeitsblätter und Grafiken unterstützen das und liefern weiter reichende Diskussionsansätze.

 

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Spanisch

 

Rebelión o emigración

Spanien in der Krise: Jeder zweite Jugendliche ist arbeitslos! Aus Sorge um ihre Zukunft gehen immer mehr Berufsanfänger auf die Straße oder ins Ausland – vor allem nach Deutschland. Der Film begleitet junge Menschen auf ihrem schwierigen Weg und beschreibt die Hoffnungen, Hürden und Erfahrungen. Während Aurora, Beatriz und Pablo in Madrid demonstrieren, sind Miguel und Patricia nach Deutschland ausgewandert. Miguel hat eine Stelle als Ingenieur in einem mittelständischen Unternehmen in Süddeutschland gefunden. Mit seiner Freundin Victoria baut er sich hier ein neues Leben auf. Die junge Krankenschwester Patricia hofft auf eine feste Anstellung in einem Krankenhaus in der Nähe von Stuttgart. Doch ihr Freund ist in Spanien geblieben und nun soll sie allein in einen kleinen Ort im Schwarzwald gehen.

Didaktische Hinweise: Interessant gestalteter Dokumentarfilm, der über die Folgen – wenn auch nicht über die Ursachen – der Wirtschaftskrise informiert und zu Diskussion und Weiterbehandlung des Themas anregt. Die Szenen sind auf Spanisch gesprochen, können aber wahlweise spanisch oder deutsch untertitelt werden. Die Protagonisten sprechen ihr Alltagsspanisch und bringen sogar die andalusische Dialektfärbung mit ein, was aber das Verständnis nicht bedeutsam erschwert.
Das Medium verfügt über didaktisches Material, das in den Kategorien „Vor dem Anschauen“, „Während des Anschauens“ und „Nach dem Anschauen des Films“ vielfältige Übungen und Leitfragen anbietet und so die „mediale“ Unterrichtsphase gut abrundet.

 

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Habanastation

Die Geschichte zweier Jungen: einer arm, einer reich. Während Mayito als Sohn eines international erfolgreichen Musikers in materieller Sorglosigkeit aufwächst, lebt sein Mitschüler Carlos mit seiner Großmutter in einem heruntergekommenen, von Müll und Kriminellen geprägten Stadtteil Havannas. Nach einer Parade anlässlich des 1. Mai, verläuft sich Mayito auf seinem Heimweg. Mit seiner Playstation im Rucksack, irrt er orientierungslos durch die Stadt, bis er seinen Mitschüler Carlos trifft. Carlos, der ihm bislang immer fremd erschienen war, hilft ihm weiter und zeigt ihm ein Kuba, von dessen Existenz Mayito in seinem wohlbehüteten Zuhause bislang nichts ahnte. Mayito schüchtert die unbekannte Welt zunächst ein, doch schnell lernt er, dass auch hier Werte wie Hilfsbereitschaft und Solidarität hoch gehalten werden.

Didaktische Hinweise: Gut gemachtes Erzählkino, das offen die Widersprüche der kubanischen Gesellschaft aufzeigt: Den Jungen aus einer reichen, international aufgestellten Familie, deren Lebensstandard sich nicht von einer gut situierten Familie anderer Länder unterscheidet und somit in der sozialistischen Gesellschaft eine Parallelgesellschaft darstellt, die aber vom System akzeptiert ist, und der Klassenkamerad aus der Unterschicht, der sich mit Gelegenheitsarbeiten durchschlägt.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen intensiven Einblick in die Gegenwart Kubas: Soziale Unterschiede, Mangelwirtschaft und Zwang zur Improvisation contra Leben im Überfluss einiger Weniger. Der Protagonist Mario lernt in wenigen Stunden mehr über die andere Gesellschaft, über deren Überlebensstrategien und ihr Verständnis von Solidarität und Freundschaft, als es ihm in seinem beschützenden Heim möglich wäre. Die Schülerinnen und Schüler begleiten ihn dabei.
Das Medium enthält filmanalytisches Begleitmaterial auf Spanisch, das gut im Unterricht eingesetzt werden kann. Es empfiehlt sich, die spanischen Untertitel hinzuzuschalten; Untertitel in anderen Sprachen oder eine andere Audiospur als die spanische werden nicht angeboten.

 

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Perspectivas

ULTIMA PARADA (ca. 5 min): Eine junge Frau fährt wie jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit. Sie beobachtet die immer selben Leute im Bus. Nur eine fehlt: die scheinbar so glückliche und erfolgreiche Geschäftsfrau.
(Regie: Juan Miguel H. Nevado; Darsteller: Paz Quintero, Andra Piscaer)

NOS VAMOS DE ESTE MALDITO BARRIO (ca. 5 min): Die Mutter des 12-jährigen Dimas drängt den Jungen, seinen Koffer zu packen; sie will mit ihm verschwinden. Da steht plötzlich der Vater vor dem Haus. Dimas muss sich entscheiden.
(Regie: Marc Monje; Darsteller: Marcos Martínez; Maria Miguel)

TEST (ca. 12 min): Vier unterschiedliche Frauen beim Schwangerschaftstest. Im Augenblick der Wahrheit, die das Leben verändert, reagiert jede mit anderen Gefühlen: Freude, Unsicherheit, Hoffnung, Verzweiflung.

Didaktische Hinweise: Die drei Kurzfilme sind mit einfachsten Mitteln, aber offenbar mit viel Engagement hergestellt worden. Kurze, schnelle Schnitte, welchselnde Kameraperspektiven und Dialoge entsprechen zeitgemäßen jugendlichen Sehgewohnheiten: Von der off-Sprecherin in „Última parada“ über den Dialog zwischen Mutter und Sohn in „Nos vamos de este maldito barrio“ bis hin zu monologähnlichen Situationen in „Test“, in denen die Sprecherinnen mit zumeist unsichtbaren Partnern interagieren.
Die zwei letztgenannten Filme sind durch die schnellen authentischen Dialoge nicht durchgehend gut verständlich, wobei aber das Bildmaterial sehr gut hilft, die Szenen zu verstehen. Es existiert weder ein Skript zu den Dialogen, noch können Untertitel zugeschaltet werden.
Allen drei Kurzfilmen wurde didaktisches Material beigefügt, mit dem die Filme entsprechend ihrer Thematik für den Unterrichtseinsatz gut aufbereitet werden können.

 

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Wirtschaft

 

Magisches Viereck [Fassung 2018]

Die Filme geben einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt im sogenannten „Magischen Viereck“. Gezeigt wird die Bedeutung und auch die unvermeidlichen Zielkonflikte dieser 4 wirtschaftspolitischen Zielsetzungen. Alle Filme erläutern abstrakte Funktionen und Abläufe des wirtschaftlichen Geschehens.

Didaktische Hinweise: Die Kurzfilme erklären die Zusammenhänge deduktiv und in knapper Form. Für den Unterricht in den gemeinschaftskundlichen Fächern ist es unbedingt erforderlich, die Filminhalte mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit in Zusammenhang zu bringen. Dies gelingt leicht bei dem letzten Kurzfilm zum Thema „Hoher Beschäftigungsstand/Arbeitslosigkeit“, der in allen Schulformen einen interessanten Input liefern kann.
Die anderen Kurzfilme vermitteln wirtschaftstheoretisches Grundwissen, das nicht immer unmittelbar auf die eigene Lebenswirklichkeit übertragen werden kann. Schülerinnen und Schülern bringen außerdem, je nach bildungs- und Entwicklungsstand, eine unterschiedlich hohe Abstraktionsfähigkeit mit. Dies schlägt sich auch in den Formulierungen der Bildungspläne nieder. Für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums etwa ist es laut Bildungsplan vorgesehen, Lehrinhalte wie das „magische Viereck“ zu vergleichen mit der Wirtschaftspolitik in den EU-Ländern. Hierbei könnte beispielsweise der Kurzfilm über das magische Viereck eine Hilfestellung als kurzgestaltete Information geben.
Für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe eins ist es hingegen notwendig, die große Abstraktion der meisten Filminhalte aufzubrechen und in Beispiele zu übersetzen. Dies sieht auch der Bildungsplan in seinen Formulierungen so vor. Die restlichen Kurzfilme (außer dem über den Beschäftigungsstand/ die Arbeitslosigkeit) sind deshalb für diese Schülerinnen und Schüler weniger geeignet.

 

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Wirtschaftskreislauf – Staat, Ausland, Banken [Fassung 2018] [inkl. Untertitel für Hörgeschädigte]

Der einfache Wirtschaftskreislauf lässt viele wichtige Punkte außer Acht. Dieser Film erklärt, wie der Staat, das Ausland und Banken involviert sind: Der Staat bekommt Steuern, gibt Subventionen, Aufträge und Unterstützung. Unternehmen treiben Handel mit dem Ausland und Banken arbeiten mit Geld und Zinsen.

Didaktische Hinweise: Der Film ist zur Zusammenfassung des Themas Wirtschaftskreislauf gut geeignet. Eine intensive Erarbeitungsphase mit Problematisierung ist als Vorarbeit dringend notwendig, damit die Schülerinnen und Schüler die komplexen Zusammenhänge erfassen können.

 

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Aktie und Börse [Fassung 2019]

Die Modulfilme geben – unterstützt durch 3D-Computeranimationen – einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt der Eigenschaften einer Aktie und der Funktionen der Börse. Das Medium vermittelt einen Überblick über verschiedene Börsenformen und erläutert die wichtigsten Begriffe rund um das Wertanlageinstrument „Aktie“.

Didaktische Hinweise: Das Medium vermittelt Wissenswertes zum Thema gut gegliedert (in anwählbaren Einzelsequenzen) und ermöglicht damit eine schrittweise Aneignung der Funktionsweise des Aktienmarktes und seiner Bedeutung für den Wirtschaftsbürger. Der Einstieg über den Traum vom sorglosen Leben per Aktienkapital und Dividende ist gut gewählt und adressatengerecht. Das Arbeitsmaterial ist textlastig und meist reproduktiv. Wünschenswert wäre für den schülerorientierten Umgang mit dem Thema mehr Problematisierung und damit Raum zur Diskussion, z.B. über die Auswirkungen einer Kapitalisierung der Wirtschaft an der Börse und auch die Risiken des Aktienmarktes für den Einzelnen und die Gesellschaft.

 

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Kapital und Produktivität [Fassung 2019]

Die Modulfilme geben – unterstützt durch 3D-Computeranimationen – einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt der volkswirtschaftlichen Rolle des Kapitals und den vielen Spielarten von Produktivität. Das Medium vermittelt einen Überblick über die wichtigsten Zusammenhänge zwischen Arbeiten, Sparen und Investieren.

Didaktische Hinweise: Das Medium präsentiert das Thema „Kapital und Produktivität“ in mehreren Kapiteln, die einzeln anwählbar sind. Die Sachverhalte sind zum Teil recht komplex und von hoher Informationsdichte, können aber durch die Möglichkeit der Kapitelanwahl einzeln und damit unterschiedlich intensiv im Unterricht angesprochen werden. Die Filmbeispiele aus der Industrie sind aktuell und bieten einen guten Hintergrund für die jeweilige Thematik. Die sozialen Aspekte und Folgen der Thematik werden weitgehend ausgespart; hier sollte die Lehrkraft zur inhaltlichen Auseinandersetzung im Unterricht anregen. Die Arbeitsblätter ergänzen das Medium sinnvoll und können direkt am Computer bearbeitet werden.

 

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Filmlexikon der Wirtschaft: kompakt: Arbeit und Markt [Fassung 2019]

Die Filme geben einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt der Themen „Arbeit“ und „Arbeitsmarkt“. Abstrakte Funktionen und Abläufe des wirtschaftlichen Geschehens werden mit 3D Computeranimationen veranschaulicht.

Didaktische Hinweise: Sammlung von Kurzfilmen zum Thema Arbeit. Die Filme bestechen durch schnelle Schnitte und sich entwickelnde Graphiken. Immer wieder werden filmische Ausschnitte aus der Produktion moderner (Stand: 2020) Industriebetriebe gezeigt. Videosequenzen wie Graphiken werden von einem sachlich sprechenden Off-Kommentator hinterlegt. Der Kommentartext erscheint an vielen Stellen allerdings die subjektive Sichtweise der Arbeitgeberseite wiederzugeben, was beim Einsatz im Unterricht berücksicht werden sollte. So werden Schutzmechanismen am Arbeitsmarkt, die Bestandteil der sozialen Marktwirtschaft sind, ausschließlich als Barrieren dargestellt, die das freie Spiel von Angebot und Nachfrage behindern. Diese Sichtweise ist nachvollziehbar, sollte aber im Unterricht durch eine gegenteilige Stellungnahme ergänzt werden.

 

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Filmlexikon der Wirtschaft: kompakt: Betrieb I [Fassung 2019]

Das Medium gibt einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt von Betriebsorganisation und betrieblichem Leistungsprozess. Es wird ein Überblick über die Abläufe in einem modellhaften staubsaugerproduzierenden Unternehmen gegeben. Die Kooperation von Unternehmensleitung und Belegschaft wird in der Betriebsverfassung geregelt.

Didaktische Hinweise: Sammlung von fünf Einzelfilmen, bei denen die ersten vier fortlaufend und zunehmend konkret die Bedeutung und Umsetzung betrieblicher Organisation behandeln und der letzte sich mit der Mitarbeitervertretung auf betrieblicher Ebene befasst. Einzelne kurze Videoszenen – viele von ihnen werden auch in anderen Mediensammlungen des Produzenten verwendet – konkretisieren die sonst eher abstrakt behandelten graphischen Übersichten. Beides – Videoszenen wie Graphiken – werden von einem Off-Kommentar unterlegt, der die Zusammenhänge erläutert.

 

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Filmlexikon der Wirtschaft: kompakt: Einkommen [Fassung 2019]

Das Medium gibt einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt des großen Oberthemas Einkommen. Es wird ein Überblick über die verschiedenen Einkommensarten und mögliche Einkommensverwendungen gegeben. Wichtige Begriffe wie „Lohnquote“, „Sparquote“, „Brutto/Netto“ und „Real/Nominal“ werden erläutert.

Didaktische Hinweise: Sammlung von Kurzfilmen zum Thema Einkommen, vor allem Arbeitnehmer-Einkommen. Die Filme bestechen durch schnelle Schnitte und sich entwickelnde Graphiken. Immer wieder werden symbolbehaftete filmische Ausschnitte gezeigt. Videosequenzen wie Graphiken werden von einem sachlich sprechenden Off-Kommentator hinterlegt. Die Sammlung deckt ein breites Spektrum der Thematik ab, sollte aber je nach Anforderungen des Bildungsplans entsprechend eingeordnet und ergänzt werden.

 

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Europäische Zentralbank (EZB)

Der Film erklärt die Aufgaben und Funktionen der Europäischen Zentralbank, deren Einbindung in europäische Bankstrukturen, ihre Verflechtungen mit der Politik und ihre Rolle für die Wirtschaft. Die 1998 mit dem Vertrag von Maastricht gegründete Europäische Zentralbank ist die Hüterin des Euro. Die Mitgliedsstaaten haben ihre hoheitlichen Aufgaben der Geldpolitik an die EZB übertragen. Welche Instrumente hat die EZB, den Geldwert stabil zu halten? Ist sie von der Politik unabhängig? Wie kann sie mit Krisen umgehen? Wie ist ihr Verhältnis zur Deutschen Bundesbank? Diesen Fragen geht der Film in Interviews mit Experten nach.

Didaktische Hinweise: Der Film behandelt gut gegliedert und anschaulich ein zentrales Thema für unser Wirtschaftsleben und liefert damit Grundwissen über das Funktionieren und die Aufgaben der Zentral- und Bundesbanken. Der Wechsel vom Experteninterview zu den Filmbildern ist gut aufeinander abgestimmt. Die einzelnen Problembereiche (z.B. Verschuldung einzelner Euroländer) werden zwar nur angeschnitten, können aber in dem Zusammenhang der geldpolitischen Funktion der Zentralbank sinnvoll vertieft und erweitert werden. Die Schülerarbeitsblätter unterstützen das Verständnis der oft abstrakten Inhalte, indem sie dazu anregen, das im Film vermittelte Wissen zu reorganisieren und zu rekapitulieren.

 

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Real 3D: Bruttoinlandsprodukt

Das Medium erklärt das komplexe Sachgebiet der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Es wird ein Überblick über die vielen, oft verwechselten Begriffe rund um das „Bruttoinlandsprodukt“ gegeben. Enthalten sind 4 interaktive 3D-Modelle und 5 Filme. Die Filme erläutern abstrakte Zahlengrößen und Zusammenhänge mit 3D-Computeranimationen, die in illustrierende Realsequenzen eingebettet sind.

Didaktische Hinweise: Das interaktive Medium erklärt das Bruttoinlandsprodukt sehr ausführlich und anschaulich. Die Informationsdichte ist enorm; aufgrund der vielen Fachbegriffe und ökonomischen Zusammenhänge, die im Medium präsentiert werden, ist es unerlässlich, dass die Lehrkraft auswählt und die Sachverhalte mit Beispielen erläutert. Die einzelnen Module sind gut anwählbar und über die Menüleisten steuerbar. Die Arbeitsmaterialien ergänzen die Thematik gut; das Begleitheft hilft bei der Nutzung des Mediums. Aufgrund der angesprochenen Komplexität und Tiefe der Thematik (BIP, BNE, Nettonationaleinkommen…) kann der Einsatz nur für die gymnasiale Oberstufe empfohlen werden.

 

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Real 3D: Markt und Preis

Das Medium gibt einen Einstieg in jeweils einen Teilaspekt der Funktionsweise eines Marktes. Es wird ein kompletter Überblick über verschiedene Marktformen und die (idealtypische) Preisbildung auf diesen Märkten gegeben. Erläutert werden abstrakte Funktionen und Abläufe des wirtschaftlichen Geschehens mit Hilfe von 3D-Computeranimationen, die in illustrierende bzw. beispielhafte Realsequenzen eingebettet sind. Enthalten sind 4 interaktive 3D-Modelle und 6 Filme.

Didaktische Hinweise: Das Medium ist gut geeignet die abstrakten Themen um Markt und Preis mit Hilfe der kurzen Lehrfilme zu veranschaulichen. Die interaktiven Arbeitsblätter können die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, sich die Begriffe anzueignen und die Zusammenhänge zu erfassen. Hilfestellungen durch die Lehrkraft sind, je nach Leistungsstand, nötig. Die Arbeitsblätter sind gut abgestimmt mit dem digitalen Lehrmaterial und ermöglichen Reproduktion und Transfer gleichermaßen.
Indem die Lehrfilme in sinnvoller Gliederung die sich aus dem Thema ergebenden Problembereiche kleinschrittig behandeln, wird mit jeder Problematisierung des Ausgangsschemas eine zunehmende Komplexität erreicht. So lässt sich das Medium leistungsgerecht an verschiedene Lerngruppen und Bildungsplanvorgaben anpassen.

 

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Real 3D: Geld

Das Medium gibt einen kompletten Überblick über die Bedeutung und die Funktion von Geld ebenso wie die Rolle der EZB und der Geschäftsbanken. Enthalten sind 3 interaktive 3D-Modelle und 5 Filme.

Didaktische Hinweise: Das Konzept des didaktischen Mediums ist gut durchdacht und sinnvoll: Kurze Trickfilmsequenzen reduzieren die abstrakten Themen um Geldwert und Funktionen des Geldes auf ihre wesentlichen Inhalte. Arbeitsblätter sind online abrufbar und überprüfen auf der Reproduktions- und teilweise auch auf der Transferebene das Verständnis der Schülerinnen und Schüler. Kleine interaktive Aufgaben veranschaulichen die Filminhalte nochmals und leisten somit eine Verständnishilfe.
Die einzelnen Themengebiete sind gut anwählbar; insofern kann das Medium eine sinnvolle Unterstützung des Unterrichts in den gemeinschaftskundlichen und wirtschaftskundlichen Fächern darstellen.

 

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