Facebook

Angefangen hat Facebook mit einer Art modernem, interaktiven und onlinebasiertem Freundschaftsalbum. Heute wiederum ist es deutlich mehr und bietet den Nutzern mit seinen zahlreichen Funktionen u.a. die Möglichkeiten, Beiträge zu posten, Fotos, Videos und interessante Links einzustellen, sein Unternehmen zu bewerben, Umfragen zu starten, sich Interessensgemeinschaften anzuschließen, per Facetime miteinander Videotelefonate zu führen, Termine zu vereinbaren oder Live-Aufnahmen zu machen und den Nutzern zur Verfügung zu stellen, die diese in Echtzeit bewerten und kommentieren können. All diese Gadgets sind unterhaltsam und können kinderleicht bedient werden, doch bilden sie auch die Basis für Probleme wie Cybermobbing oder Hatespeech-Parolen. Zudem besteht die Gefahr von Verstößen gegen das Urheber und Persönlichkeitsrecht. Die Plattform wiederum arbeitet sehr undurchsichtig, wenn es um die Nutzung und Weitergabe der zur Verfügung gestellten, persönlichen Daten geht. So kann nicht nachvollzogen werden , wie umfangreich die entstehenden Datenprofile der einzelnen Nutzer tatsächlich sind und welcher Dienste sich die Betreiber dazu ebenfalls bedienen. Hier erfahren Sie beispielsweise mehr zum Fall Cambridge Analytica.

 

Facebook

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WhatsApp

WhatsApp, ein Messenger für das Smartphone und seit 2014 im Besitz der Facebook Inc., ermöglicht das Chatten mit den Kontakten, die im Adressbuch des Smartphones hinterlegt sind und die ebenfalls die App installiert haben. Neben Nachrichten und Dokumenten können auch GIFS, Videos und Fotos verschickt werden. Seit 2015 kann mit der Funktion „WhatsApp Web“ zudem das Smartphone mit dem Computer verbunden werden. Dies ermöglicht dem Nutzer vom Computer aus auf bestehende WhatsApp-Nachrichten zuzugreifen und dort neue zu verfassen. Besonders interessant für Jugendliche sind die Gruppenunterhaltungen: Mehrere Nutzer können in eine Gruppe eingeladen und eine veröffentlichte Nachricht somit für alle Gruppenmitglieder sichtbar gemacht werden. Es gibt auch eine Anruffunktion, mit der Videotelefonate oder klassische Anrufe per Internet anstatt über das Mobilfunknetz getätigt werden können.

Aufgrund von Datenschutzbedenken ist WhatsApp immer wieder in die Kritik geraten. Wir haben Ihnen daher eine Übersicht mit Alternativen zum beliebten Messenger zusammengestellt.

WhatsApp

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Instagram

Während WhatsApp vornehmlich auf Textkommunikation abzielt, steht eine andere Netzwerk-App ganz im Zeichen der Fotografie: Instagram. Der 2012 von Facebook aufgekaufte Dienst ermöglicht es, Fotos zu veröffentlichen. Besonderes Markenzeichen von Instagram sind die „Vintage“-Effekte, die die quadratischen Digitalfotos aussehen lassen wie retroartige Polaroids. Wie bei Twitter sind auch hier sogenannte Hashtags weit verbreitet. Der Nutzer fügt seinen Bildern Wörter bei, denen er ein „#“ voranstellt. Dadurch können weitere Bilder, die mit dem gleichen #Wort gekennzeichnet sind, gesucht werden.

Instagram hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Selbstdarstellungsplattform für Jugendliche entwickelt. Neben den zahlreichen Effekten, die Raum für einen kreativen Umgang mit dem Bildmaterial geben, veröffentlichte Instagram zahlreiche neue Funktionen, um die Nutzer noch stärker an ihren Dienst zu binden: So können mittlerweile „Fragen-Sticker“ in Fotos integriert werden, mit denen die Nutzer ihren Abonnenten Fragen stellen können. Diese haben die Möglichkeit, darauf frei zu antworten. Außerdem kann Musik in die Instagram-Stories  eingebunden werden, um die eigenen Stories und festgehaltenen Momente noch interessanter zu gestalten. Neben Instagram geht nun auch die App „IGTV“ an den Start, eine Art Konkurrenz für die Plattform YouTube, auf der man Videos vertikal und in Vollbild ansehen kann.

Die Plattform wird mittlerweile auch von Unternehmen und Organisationen zu Marketingzwecken benutzt. Fotokünstler nutzen sie ebenso wie Zeitungen und Zeitschriften. Wie auch bei YouTube sind Influencer ein großes Thema auf Instagram.

Instagram

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Snapchat

Wie WhatsApp oder Instagram, reiht sich der 2011 gegründete Dienst „Snapchat“ in die Reihe der Instant-Messenger-Apps ein. Das Besondere an dieser App ist die Möglichkeit, Fotos zu versenden, die nur für einige Sekunden einsehbar sind und sich dann von selbst entfernen. Außerdem können die gewählten Bilder oder Videos mit zusätzlichen Filtern und Effekten bearbeitet werden. Aus einem einfachen Selfie wird so ein Portrait mit Hundekostüm, ein Regenbogen-speiendes Wesen oder eine niedliche Prinzessin mit viel Rosa und Glimmer-Effekten. Wenn man gleich mehrere Fotos mit seinen Freunden teilen möchte, bietet sich die Snapchat Story an, für ein direktes Gespräch die Funktion des Videoanrufs. Allerdings gibt es auch bei dieser Instant-Messenger-Apps datenschutzrechtliche Grauzonen.

Twitter

Twitter ist ein Microbloggingdienst, der 2006 ins Leben gerufen wurde. Viele erkennen sofort den blauen Vogel des „Twitter“-Anbieters (engl. „Gezwitscher“), bei dem mit Kurznachrichten von maximal 280 Zeichen gezwitschert wird (Fotos, Videos oder zitierte Tweets fallen wiederum nicht unter diese Einschränkung). Eine weitere Besonderheit sind die sogenannten Hashtags „#“, mit denen einzelne Tweets miteinander verknüpft werden. Sucht man beispielsweise auf Twitter nach dem Hashtag „#catcontent“, findet man alle Tweets, in denen dieses Hashtag zum Einsatz kam. Wie bei anderen Anbietern kann auch bei Twitter geliked werden (hier in Form eines Herzchens oder eines Retweets, sprich dem Teilen des entsprechenden Tweets mit den eigenen Followern).

Twitter

hocus-focus

Mentoren-net

Seit Ende 2017 stellt das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg allen Mentoren-Programmen eine Austauschplattform, eine Art eigenes soziales Netzwerk, zur Verfügung, das mentoren-net.

Kurse des Schüler-Medienmentoren-Programms (SMEP) finden häufig klassen- und teilweise auch jahrgangsübergreifend statt. Durch unterschiedliche Stundenpläne werden regelmäßige Treffen der SMEP-Gruppe häufig erschwert. Mit dem mentoren-net haben die Smepper nun eine Möglichkeit, sich abzusprechen, Dateien auszutauschen, die SMEP-Angebote zu organisieren und sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Entsprechend müssen sie nicht mehr auf Messenger wie WhatsApp oder soziale Netzwerke wie Facebook ausweichen.

Xing

Hinter Xing steht ein 2003 gegründetes soziales Netzwerk, das vordergründig auf der Vernetzung beruflicher Kontakte beruht. So können im eigenen Profil sowohl private als auch berufliche Informationen wie Berufserfahrung, Top-Fähigkeiten, Ausbildung oder Qualifikationen hinterlassen werden, um sich nach außen hin zu präsentieren und möglicherweise konkrete Jobangebote/-anfragen zu erhalten. Gleichzeitig bietet die Nachrichtenfunktion des Business-Netzwerks die Möglichkeit, direkt mit möglichen Arbeitgebern/Arbeitnehmern in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Mit einem kostenpflichtigen Premium-Profil können die Mitglieder bei Interesse zusätzliche Funktionen auf Xing freischalten, so auch die Einsicht in alle Profilbesucher mit dazugehörigen Suchstatistiken, ein verbessertes Portfolio, einschließlich einer besseren Auffindbarkeit im sozialen Netzwerk oder auch die Kompletteinsicht in den Xing-Stellenmarkt.

YouTube

YouTube, bereits 2006 von Google übernommen, wird üblicherweise als Videoportal wahrgenommen, doch handelt es sich auch hier um ein soziales Netzwerk: Man kann sich ein Profil anlegen, Kontakte hinzufügen, Privatnachrichten versenden und Kommentare posten. Zwar nutzen die meisten YouTube in erster Linie rezeptiv, doch viele Jugendliche posten dort ihre eigenen Videos und vor allem Kommentare. Hoch im Trend sind derzeit auch die sogenannten Influencer: YouTube-Stars, die mit ihren Videos (Werbe-)Botschaften verbreiten und dabei eine große Zahl an Zuschauergruppen erreichen. Oftmals sind sie Meinungsführer, denen großes Vertrauen entgegengebracht wird. Dies kommt zahlreichen Wirtschafts-Unternehmen zu Gute, die gezielt YouTuber sponsern, um ihr Produkt nicht nur in klassischen Werbeanzeigen, sondern auch innerhalb ihrer Filme zu platzieren und so die jungen Interessenten zu erreichen. Ob Kosmetikprodukte, deren zahlreichen Vorteile man zum Beispiel auf dem YouTube-Channel von „Bibis Beauty Palace“ kennenlernen kann, Videogames, die beispielsweise von dem bekannten YouTuber Erik Range alias Gronkh in „Let’s Plays“ vorgestellt und von mehr als 4,7 Millionen Abonnenten verfolgt werden, oder spannende Informationen und Fragen rund um das politische Tagesgeschehen, die YouTuber LeFloid näher analysiert – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

YouTube

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Google Plus

Google Plus ist das soziale Netzwerk des Google-Unternehmens, das seit 2011 erreichbar ist. Eingangs war eine Partizipation innerhalb des Netzwerks nur nach Erhalt einer Einladung durch ein bereits vorhandenes Mitglied möglich. Drei Monate später wurde Google Plus schließlich für alle Interessenten zugänglich gemacht. Für die Nutzer von Google-Anwendungen, wie Gmail oder YouTube, wurde wiederum automatisch ein Konto innerhalb des sozialen Netzwerks erstellt und öffentlich gemacht. Durch diesen auferlegten „Zwang“ ist es keine Überraschung, dass im Jahr 2015 von den 2,2 Milliarden registrierten Menschen 90 Prozent noch nie etwas auf Google Plus gepostet haben und tatsächlich weniger als 1 Prozent tatsächlich aktiv tätig sind. Problematisch ist außerdem, dass sich das Netzwerk bei seiner Entwicklung zu sehr an dem Vorreiter „Facebook“ orientierte und dadurch nur wenig neue Innovationen anbieten konnte, die die Facebook-Nutzer möglicherweise zu einer Umsiedelung hätten bewegen können.

Aufgrund eines jahrelangen Datenlecks, das im März 2018 entdeckt und schließlich von Google behoben wurde, zieht der Konzern nun Konsequenzen und schließt bis Ende 2019 das soziale Netzwerk für Verbraucher (Stand: 09.10.2018). Den Berichten zufolge, soll das Datenleck bereits 2015 bestanden haben, doch befürchtete Google Vergleiche mit dem Datenskandal (Cambridge-Analytica) von Facebook und damit verbunden einem Werteverlust gegenüber der Öffentlichkeit. 

Google Plus

GettyImages/Erikona

Jennifer Madelmond

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