Geforderte Kompetenzen des Aufbaukurses Informatik

Seit dem Schuljahr 2017/2018 ist der Aufbaukurs Informatik am Gymnasium verbindlich in Klassenstufe 7 (an G9-Schulen in Klasse 8) umzusetzen. Die Landesregierung wird den Informatikunterricht an den weiterführenden Schulen auch weiter ausbauen. Das Konzept sieht vor, den mit Beginn des Schuljahres 2017/18 in Klasse 7 der allgemein bildenden Gymnasien eingeführten Aufbaukurs Informatik ab dem kommenden Schuljahr auf alle weiterführenden Schularten auszudehnen. Aufbauend wird an den Haupt-/Werkrealschulen und Realschulen ab dem Schuljahr 2019/20 schrittweise ein neues Wahlfach Informatik eingeführt, das die Schülerinnen und Schüler in den Klassen 8 bis 10 freiwillig zusätzlich belegen können. An den allgemein bildenden Gymnasien wird ab dem kommenden Schuljahr als Vertiefungsmöglichkeit für die Klassenstufen 8 bis 10 ein neues Profilfach Informatik, Mathematik, Physik (IMP) angeboten. Im Schuljahr 2019/20 folgt die Einführung dieses Profilfachs auch an der Gemeinschaftsschule.

Der Aufbaukurs Informatik schließt an den seit dem Schuljahr 2016/2017 ebenfalls verbindlichen Basiskurs Medienbildung in Klasse 5 an und soll gegebenenfalls auf das Profilfach IMP und/oder Informatik in der Oberstufe vorbereiten.

Beim Aufbaukurs Informatik geht es selbstverständlich nicht „lediglich“ ums Programmieren, sondern es sollen laut Bildungsplan ganz unterschiedliche Kompetenzen behandelt werden:

  • Strukturieren und Vernetzen
  • Modellieren und Implementieren
  • Kommunizieren und Kooperieren
  • Analysieren und Bewerten

Ganz konkret geht es um folgende Inhalte:

  • Daten und Codierung
  • Algorithmen
  • Rechner und Netze
  • Informationsgesellschaft und Datensicherheit
Frau mit Tablet

Pixabay.com/PourquoiPas. | CC0

Interesse für Informatik wecken

Ziel des Ganzen soll es also keineswegs sein, dass Jugendliche bereits früh zu Programmierern ausgebildet werden, sondern es soll zum einen Interesse für die Informatik geweckt werden, indem den Schülerinnen und Schülern vermittelt wird, wie sehr ihre Umwelt von der Informatik durchdrungen ist. Zum anderen soll es darum gehen, den Jugendlichen Fertigkeiten im Bereich der Analyse von Problemen zu geben, die dann durch eine strukturierte Problemlösung gemeistert werden können, und dies unter Zuhilfenahme der erlernten informatischen Grundkenntnisse.

Da es an baden-württembergischen Schulen momentan noch nicht genügend ausgebildete Informatiklehrkräfte gibt, werden bereits seit letztem Schuljahr interessierte Lehrerinnen und Lehrer in einer zweitägigen Fortbildung für die Durchführung des Aufbaukurses Informatik weitergebildet. Außerdem gibt es eine zweijährige Qualifizierung für Lehrkräfte, die im Anschluss daran dann neben dem Aufbaukurs Informatik auch im ab 2018/2019 einzuführenden neuen Profilfach IMP (Informatik, Mathe, Physik) einsetzbar sein sollen.

Da sicher nicht alle Lehrerinnen und Lehrer, die den Aufbaukurs Informatik unterrichten sollen, die angebotenen Fortbildungen besuchen können, stehen auf der Seite der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg die Materialien der Fortbildungen zum Download bereit. Diese Materialien sind, falls nötig in einer an die Zielgruppe angepassten Form, direkt im Unterricht einsetzbar. Sie bemühen sich um einen sehr niederschwelligen Einstieg in die Thematik, beispielsweise beim Programmieren mit Scratch, und kommen teilweise sogar ganz ohne Computer aus. So zum Beispiel wenn der Aufbau eines Netzwerks und das Verschicken von Nachrichten mit Hilfe von Wollfäden simuliert, Morse- und Eiercodes entschlüsselt oder sogar QR-Codes selbst gezeichnet werden.

Allgemeine Links

SwissEduc

Hier finden Sie vielseitiges Unterrichtsmaterial zur Umsetzung von Informatik-Inhalten im Unterricht.

Zur Website

Stephanie Wössner

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