Heute nimmt man in Schulen verstärkt wahr, dass die inhaltsbezogene Prüfungskultur oft dazu führt, dass nicht der Prozess des Lernens wichtig erscheint, sondern lediglich das Ergebnis. Das heißt, dass Schülerinnen und Schüler im Grund oft nicht aus Begeisterung lernen, sondern weil sie eine gute Note bekommen möchten. Die notwendige Anstrengung ist also eine rationale Reaktion auf eine extrinsische Motivation, den Test.

Was macht ein gutes Spiel aus?

Daher baut die momentan vieldiskutierte Idee, Spiele zum Zweck des Lernens in den Unterricht zu integrieren, auf von Spieleforschern wie Jane McGonigal  identifizierte grundlegende Eigenschaften zurück.

  • Ziele, Meilensteine, Herausforderung
  • Regeln, Informationstransparenz
  • Feedback-System
  • Entscheidungsfreiheit

Denn durch sie entsteht ein Kreislauf von intrinsischer Motivation, die eine emotionale Reaktion (Begeisterung) auslöst. Wenn die Schülerinnen und Schüler während des Problemlösungsprozesses einen Fortschritt bemerken, da sie sich individuell genau richtig gefordert fühlen und das Problem lösen möchten, bleiben sie dem Spiel gegenüber loyal, was einer intrinsischen Motivation gleichkommt. Damit schließt sich der Kreis.

Bedeutung der Story

Besonders wenn man fächerübergreifend und problemorientiert arbeiten möchte, bietet es sich an, einen weiteren Faktor von Spielen mit in das schulische (und außerschulische) Lernen einfließen zu lassen: die Bedeutung der sogenannten „Story“, die einen Kontext fürs Lernen schafft. Diese Story ist mit ein Grund, weshalb sich viele Spieler/-innen auf ein Spiel einlassen. Kann man das, was gelernt werden soll, also in eine gute Geschichte einbinden, bei der es darum geht, ein möglichst realitätsnahes Problem zu lösen (Problemorientierung) und die dem Lernenden einen Grund gibt, Wissen und Kompetenzen aus verschiedenen Disziplinen (fächerübergreifendes Lernen) zu nutzen, bietet man ein ideales Lernsetting für nachhaltiges Lernen.

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