Perspektivwechsel beim Mobbing

Alle gegen einen oder eine ganz allein. Wie fühlt es sich an, wenn sich eine Gruppe gegen eine oder einen verschworen hat? Und wie, wenn man Teil der Gruppe ist? Bei der Mexikanischen Welle versetzen sich Schülerinnen und Schüler in verschiedene Positionen. Durch diesen Perspektivwechsel eignet sich die Methode als Reflexion über die verschiedenen Rollen beim Mobbing: das Opfer, die Betroffenen, die Anführerin oder den Anführer, die Mobberin, den Mobber, die Mitmobber und Mitmobberinnen und die Zuschauerinnen und Zuschauer.

Teotihuacán

GettyImages/f9photos

Vorbereitung

 Gegebenenfalls Platz für einen Stuhlkreis schaffen.

Ablauf

Die Gruppe bildet einen Stuhlkreis. Eine Freiwillige oder ein Freiwilliger geht in die Mitte, sodass dieser Platz frei bleibt. Auf ein Zeichen der Lehrkraft oder der Gruppenleitung rücken die Schülerinnen und Schüler auf den Stühlen jeweils einen Platz nach rechts. Der Schüler oder die Schülerin in der Mitte des Kreises muss dabei versuchen, einen Platz zu ergattern. Schafft er odersie es nicht, geht das Spiel weiter; schafft er oder sie es, muss der die Schüler oder die Schülerin, der oder die zu langsam war, in die Mitte. Das Ganze erfolgt in drei bis fünf Durchgängen.

Auswertung/Reflexion

Nach den Spieldurchgängen fordert die Lehrkraft oder Gruppenleitung die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Eindrücke wiederzugeben. Wie hat sich das angefühlt, allein in der Mitte zu sein und nicht in den Kreis hineinzukommen? Wie war es, Teil einer Gruppe zu sein und eine einzelne Person auszuschließen? Und wie geht es einem oder einer, wenn man gar nicht mehr herauskommt aus der Mitte?

Hinweise

  • Gruppengröße: zehn bis 30 Personen
  • Zeitrahmen: ca. 30 Minuten
  • Zielgruppe: vor allem Schülerinnen und Schüler

Christine Sattler

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Themen