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Spielgenres

Spiele können in verschiedene Genres unterteilt werden, die sich vor allem in ihren Spielmechaniken unterscheiden. Neben eindeutig zuordenbaren Spielen existieren auch Mischformen, die sich einzelnen Spielmechaniken verschiedener Genres bedienen. Hier finden Sie eine Übersicht über die populärsten Spielgenres mit aktuellen Beispielen.

Actionspiele

In Actionspielen steuern die Spieler/-innen meist eine einzelne Figur oder ein Fahrzeug. Die Spielmechanik fordert vor allem Geschicklichkeit und Reaktionsschnelligkeit. Typische Ziele von Actionspielen sind das Ausschalten von Gegnern (beispielsweise durch Waffen oder Kampfsport) oder das Erreichen eines bestimmten Punkts im Level. Ein bekanntes Beispiel für ein Actionspiel ist die Spielereihe GTA.

Beat ’em ups

In sogenannten Beat ’em ups treten die Spieler/-innen im direkten Aufeinandertreffen gegen andere Spieler/-innen oder Computergegner an und müssen diese durch den Einsatz verschiedener Kampfstile besiegen. Überschneidungen gibt es bei den Beat ‚em ups hinsichtlich der Spielmechaniken vor allem mit den Fighting Games. In diesen gilt es ebenfalls, die oder den Gegner durch den Einsatz von Kampfstilen zu besiegen. Die Kämpfe finden dabei häufig rundenbasiert statt. Bekannte Vertreter dieses Genres sind Street Fighter, Mortal Kombat oder Super Smash Bros.

Ego-Shooter

In Ego-Shootern agieren die Spieler/-innen in der Egoperspektive in einer dreidimensionalen Spielwelt und bekämpfen virtuelle Gegner oder andere Spieler/-innen meist mit Schusswaffen. Bekannte Beispiele für Ego-Shooter sind Call of Duty, Battlefield oder Far Cry.

Geschicklichkeitsspiele

Geschicklichkeitsspiele haben in der Regel einen höheren strategischen Anteil und fördern vor allem die Auge-Hand-Koordination. Eines der bekanntesten Geschicklichkeitsspiele ist Tetris.

Jump ‘n‘ Runs

In Jump ‘n‘ Runs steuern die Spieler/-innen eine Spielfigur, die sich in der Regel laufend und springend fortbewegt. Viele Jump ‘n‘ Runs basieren auf einer 2D-Ansicht. Ziel des Spiels ist häufig das Erreichen des Levelendes. Bekannte Genre-Vertreter sind Super Mario Bros. und die Donkey Kong Reihe.

Open World Spiele

Bei Open World Spielen kann es bezüglich der Spielmechaniken durchaus Überschneidungen mit anderen Spielgenres geben, beispielsweise den Actionspielen. Im Zentrum der Open World Spiele steht aber stets eine offen begehbare Spielwelt, in der die Spieler/-innen bestimmte Aufgaben erledigen müssen und die Spielwelt meist frei erkunden können. Populäre Beispiele für Open World Spiele sind GTA (mit Überschneidungen zum Action-Genre), Assassin’s Creed, Watch Dogs und Minecraft.

Musik- und Tanzspiele

In diesem Genre stellen Musik oder das Tanzen zentrale Elemente des Spielablaufs dar. Häufig ist es Aufgabe der Spieler/-innen, einen bestimmten Ablauf an Tönen oder Tanzschritten nachzumachen. Dies kann beispielsweise über das Drücken von Tasten(-kombinationen) oder das Bewegen auf einer Tanzmatte geschehen. Bekannte Musik- und Tanzspiele sind Guitar Hero und Just Dance.

Rollenspiele

In Rollenspielen steuern die Spieler/-innen einen Charakter, dessen Fähigkeiten und Ausrüstung sie im Laufe des Spiels verbessern können und ihn somit bei seiner Entwicklung begleiten. Die zentralen Aufgaben von Rollenspielen werden auch häufig als Quests bezeichnet. Rollenspiele sind meist in einer fiktionalen Welt angesiedelt. Bekannte Rollenspiele sind The Witcher, Pokémon und The Elder Scrolls.

Simulationen

Simulationsspiele bauen auf eine realitätsnahe Umgebung und versuchen einen realen Sachverhalt möglichst originalgetreu im Spiel wiederzugeben. Bekannte Beispiele sind der Eisenbahnsimulator oder Railroad Tycoon.

Sportspiele

In Sportsimulationen können die Spieler/-innen virtuell eine bestimmte Sportart ausüben. Das erste Sportspiel war das 1958 erschienene Tennis for Two, das allgemein als eines der ersten Computerspiele überhaupt gilt. Populäre Sportspiele der heutigen Zeit sind beispielsweise FIFA, NBA2K oder Madden.

Strategiespiele

Dieses Spielgenre basiert auf strategischen Mechaniken und lässt die Spieler/-innen entweder rundenbasiert oder in Echtzeit bestimmte Aktionen durchführen. Ein Beispiel für eine solche Aktion ist die Angriffskoordination einer virtuellen Armee. Bekannte Beispiele sind StarCraft und Die Siedler.

Verschiedene Endgeräte für Computerspiele

GettyImages/baloon111

Spiele-Plattformen

Digitale Spiele können auf verschiedenen Plattformen gespielt werden. Die bekanntesten sind  

Konsolen

Diese kleinen Computer werden meist per Kabel an einen Fernseher oder Monitor angeschlossen. Sie laufen in der Regel sehr stabil, können jedoch meistens technisch nicht aufgerüstet werden. Dies hat zur Folge, dass ihre Technik relativ schnell altert und die Entwickler in regelmäßigen Abständen eine neue Konsolengeneration auf den Markt bringen. Spielkonsolen sind heutzutage häufig multimediale Alleskönner und bieten neben dem Spielerlebnis selbst auch einen Internetzugang, den Zugriff auf Apps und Shopping-Funktionen. Aktuell bekannte Beispiele sind die PlayStation 4, die Xbox One und die Nintendo Switch.

Retro-Konsolen

Retro-Konsolen sind spätestens seit der Veröffentlichung des Nintendo Classic Mini wieder im Trend. Die Mini-Computer emulieren alte Spiele-Software, sodass Spieler/-innen wieder in den Genuss von nostalgischen Spielen der 80er, 90er und frühen 2000er kommen können.

Handhelds

Handhelds sind portable Konsolen, die aufgrund ihrer Größe flexibel zu transportieren sind und häufig sogar in die Hosentasche passen. Bildschirm, Lautsprecher/Kopfhöreranschluss und Controller sind dabei meist kompakt in einem Gerät verbaut. Handhelds verfügen aufgrund ihrer Größe in der Regel über eine geringere technische Leistung als Konsolen. Die Nintendo Switch ist eine Art Mischform. Das Hauptgerät – eine Art Mini-Tablet – kann sowohl als Handheld als auch mit dem TV-Gerät verbunden als stationäre Konsole dienen.  

Desktop-Computer

Desktop-Computer können technisch in der Regel aufgerüstet werden, was sie leistungsfähiger als Konsolen macht. Generell ist jedoch ein Rückgang des Verkaufs von Gaming-PCs festzustellen.  

Smartphones

Das inzwischen meist genutzte Endgerät für digitale Spiele ist das Smartphone. Die Technik der Geräte ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass die Grafikeinheiten auch technisch aufwendigere Spiele darstellen können. Hinzu kommt, dass viele Spiele-Apps zunächst kostenfrei über die App-Stores erhältlich sind, sich dann aber häufig durch Werbeanzeigen oder In-Game-Käufe finanzieren.

Cloud Gaming

Eine wichtige Rolle könnte in Zukunft das sogenannte Cloud Gaming spielen. Hierfür benötigen die Spieler/-innen keinerlei rechenstarke Hardware, sondern lediglich ein Endgerät mit stabiler Internetverbindung. Die eigentliche Rechenleistung zum Betreiben der Spiele findet dann in zentralen Rechenzentren statt und wird per Stream auf das jeweilige Endgerät übertragen. Google hat mit Stadia bereits einen solchen Cloud Gaming Dienst angekündigt, der per Abo-Gebühr bezahlt wird.

Sascha Schmidt

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