Unterstützungsangebote im Netz zum Thema Cybermobbing gibt es viele. Deshalb ist es gar nicht so einfach, hier den Überblick zu behalten. Wir haben einige wichtige Online-Angebote für die Präventions- sowie Interventionsarbeit zusammengetragen.

Mobbingopfer holt sich Hilfe bei Lehrerin

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Apps & Videos

Sie sind auf der Suche nach Apps und Videos zum Thema Cybermobbing? Unsere Übersicht zeigt Medien, die sich sowohl für den Unterrichtseinsatz, als auch für die Unterstützung von Mobbingopfern eignen.

Cybermobbing Erste-Hilfe-App

Die vom klicksafe Youth-Panel entwickelte App soll betroffene Jugendliche dabei unterstützen, Cybermobbing zu verarbeiten und dagegen vorzugehen. In Videoclips geben Heranwachsende konkrete Verhaltenstipps, sprechen Mut zu und begleiten die Nutzer/-innen bei den ersten Schritten, um gegen Cybermobbing vorzugehen. Neben rechtlichen Hintergrundinformationen und Links zu Beratungsstellen finden Jugendliche auch Tutorials zum Melden, Blockieren oder Löschen von beleidigenden Kommentaren auf Social Media-Plattformen.

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Erklärvideo: Was ist eigentlich Cybermobbing? (3 min)

Anhand des Cybermobbing-Opfers Tom und seinen ersten Reaktionen auf das gegen ihn gerichtete Mobbing im Netz erklärt das Video von Handysektor, welche Handlungsmöglichkeiten Betroffene haben. Dazu zählen z.B. das Sichern von Beweisen und die Annahme von Hilfe durch Freunde und Erwachsene. 

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Doku-Comic: Cybermobbing – Was tun? (29 min)

Megan und Joshi sind Opfer von Cybermobbing geworden. Ein Doku-Comic von Planet Schule erzählt ihre Geschichten. Die Medienscouts der Gesamtschule Essen-Borbeck zeigen, wie man Cybermobbing verhindern kann und was zu tun ist, wenn man gemobbt wurde. Eine Cyberpsychologin, ein Jurist und eine Beraterin der Telefon-Hotline ordnen die Fälle und auch die Ansätze der Medienscouts psychologisch und juristisch ein.

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Netzangriff – der Film über Cybermobbing (44 min)

In diesem Krimi des SWR Kindernetzes verliert die Teenagerin Clara an ihrem ersten Tag an einer neuen Schule ihr Handy. Am Tag danach tauchen ein Fake-Profil und intime Fotos von ihr auf einem sozialen Netzwerk auf – und alle Schüler/-innen ihrer Schule erhalten eine Freundschaftsanfrage hierfür.

Begleitend zum Film stellt das „Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ ein Filmbegleitheft mit einer Szenen- und Handlungsübersicht sowie Hintergrundinformationen zu Cybermobbing, Intervention und Prävention zur Verfügung. Mithilfe der Arbeitsmaterialien können drei Workshop-Module zum Film, zu Cybermobbing und zum Umgang mit Cybermobbing an der Schule umgesetzt werden.

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Zum Filmbegleitheft

Zu den Arbeitsmaterialien

Videoreihe „Ich war's“

Fünf prominente YouTuber berichten von ihren persönlichen Erfahrungen zum Thema Mobbing und Cybermobbing, in denen sie entweder Mobbing-Opfer, -Täter/-in oder -Zuschauer/-in waren. An der Kampagne „Ich war’s“ von klicksafe beteiligen sich Jonas vom gleichnamigen YouTube-Kanal, Lisa von „ItsColeslaw“, Robin von „RobBubble“, Maike Nissen von „Vegas Films“ und Mirko Drotschmann von „MrWissen2go“.

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Themenseiten & Materialien

Vom Infoflyer über Unterrichtsmaterialien bis zum Handbuch: Auf einen Blick haben wir hier nützliche Materialien und Informationen für den Unterricht und den Umgang mit Cybermobbing im Schul- und Jugendalltag zusammengestellt.

Was tun bei (Cyber-)Mobbing? – Handbuch für die Schule

Das von klicksafe entwickelte Handbuch bietet neben Grundlagen zum Thema Mobbing auch Präventions- und Interventionsansätze für die schulische Arbeit. Das Handbuch ist in erster Linie für Pädagoginnen und Pädagogen gedacht und soll mit Strategievorschlägen, Projektideen sowie Unterrichtsmaterialien dabei helfen, Präventionsarbeit zu leisten und im (Cyber-)Mobbing-Fall professionell zu handeln. Das Handbuch kann entweder heruntergeladen oder kostenlos in Printform bestellt werden.

Zum Handbuch

Themenseiten von Handysektor

Hilfreiche Beiträge und Videos zu den Formen von Cybermobbing, aber auch konkrete Tipps für Betroffene finden Sie auf den Themenseiten von Handysektor. Die Seite ist übersichtlich und ansprechend gestaltet, sodass sie auch für Jugendliche eine gute Anlaufstelle darstellt.

Zu den Themenseiten

Unterrichtsmodul zum Film „Gemeinsam allein“

Das Unterrichtsmodul (4-6 Stunden) der Kampagne „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ zum Kurzfilm „Gemeinsam Allein“ analysiert die Figurenkonstellation und filmischen Gestaltungsmittel wie etwa Requisiten und Kostüme. Mittels verschiedener kreativer Schreibaufträge nähern sich die Schüler/-innen den Filmfiguren an und nehmen deren Perspektive ein. Die Einheit schließt mit einer Gruppenarbeit zum Thema Cybermobbing ab.

Zum Unterrichtsmodul

Digitale Gewalt – Infoflyer für Jugendliche

Der Infoflyer der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt ist in erster Linie an Jugendliche gerichtet. In ihm werden die verschiedenen Formen von Cybermobbing einfach und anschaulich erklärt. Gleichzeitig finden Jugendliche direkte Handlungstipps sowie rechtliche Hintergrundinformationen.

Zum Infoflyer

Flyer / Plakat: Stop Cybermobbing

Dieser Flyer der Digitalen Gesellschaft e.V. fasst auf einen Blick zusammen, wie man sich vor Cybermobbing schützt, was man im akuten Fall am besten tut und wo man Hilfe findet. Aufgrund der kompakten Informationen eignet sich der Flyer auch dafür, in vergrößerter Form als Plakat im Klassenzimmer aufgehängt zu werden.

Zum Flyer / Plakat

Beratung & Prävention

Ob Online- oder Telefonberatung, Prävention im Klassenzimmer oder die Ausbildung von Schüler-Medienmentorinnen und -mentoren an der Schule: Hier finden Sie Projekte und Ansprechpartner/-innen rund Cybermobbing.

Juuuport – Onlineberatung von Jugendlichen für Jugendliche

Das Portal Juuuport folgt dem Peer-to-Peer-Ansatz. Jugendliche können sich hier mit ihren Anliegen direkt an andere Jugendliche wenden, die sich ehrenamtlich engagieren und zu Themen wie Cybermobbing beraten.

Zur Onlineberatung

Projekt „Gemeinsam Klasse sein“

Das Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ der Beratungsstelle Gewaltprävention und der Techniker Krankenkasse widmet sich der Prävention von Mobbing und Cybermobbing. Auf der Klassenebene werden Projekttage mit gruppendynamischen Übungen durchgeführt. Bei einem Elternnachmittag präsentieren die Schüler/-innen ihre Projektergebnisse in Form von Rollenspielen oder Plakaten. Außerdem ist ein Treffen der Schüler/-innen mit der Schulleitung vorgesehen, um das Projekt in der Schule bekannt zu machen und zugehörige Fortbildungen sowie Multiplikatoren-Schulungen anzustoßen.

Zum Projekt

Zum Erklärfilm

Präventionsprogramm Surf-Fair

Das Präventionsprogramm für Schüler/-innen der 5. bis 7. Klassen verfolgt den Ansatz, durch die Stärkung von Medienkompetenz Vorfälle von Cybermobbing vorzubeugen. Hierfür nimmt es den medienspezifischen Teil des Cybermobbings in den Blick. Ausgehend von einem Film über einen fiktiven Cybermobbing-Fall stehen 17 verschiedene Trainingsübungen zur Auswahl, um die gesehen Filminhalte aufzuarbeiten.

Zum Programm

No Blame Approach – Infoportal

Der No Blame Approach ist eine lösungsorientierte Methode gegen Cybermobbing, bei der auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Stattdessen ist es Ziel, (Cyber-)Mobbing möglichst schnell und nachhaltig zu stoppen.

Zum Infoportal

Präventionsbeauftragte des Landes

Präventionsbeauftragte des Landes sollen Schulen dabei helfen, die Weiterentwicklung ihrer Präventionsarbeit zu begleiten. Darüber hinaus können sie Lehrkräfte fortbilden und bei der Gestaltung von pädagogischen Tagen und Elternabenden mitwirken. Präventionsbeauftragte können über die jeweils zuständigen Regierungspräsidien angefragt werden.

Zu den Präventionsbeauftragten

Kampagne „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“

In sozialen Netzwerken kommen Kinder und Jugendliche vielfach mit Hass, Hetze und Falschnachrichten in Kontakt. Dabei werden sie mit Fragen konfrontiert wie: Darf ich im Internet ungestraft beleidigt werden? Wie kann ich mich gegen Hass oder Cybermobbing wehren? Woran kann ich Fake News erkennen? Mit dem Projekt #RespektBW und der Informationskampagne „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ möchte die Landesregierung Baden-Württemberg Kinder und Jugendliche aktivieren, sich respektvoll im Netz zu verhalten und auf diese Weise für ein gutes gesellschaftliches Miteinander einzutreten. Eine Social-Media-Kampagne, Workshops und Veranstaltungen für Schüler/-innen, Lehrkräfte und Eltern sowie Unterrichtsmaterialien begleiten die Kampagne durchs ganze Land.

Zur Website der Kampagne

Schüler-Medienmentoren-Programm

Vom Landesmedienzentrum ausgebildete Schüler-Medienmentorinnen und -mentoren dienen als „Medienexperten“ an ihrer Schule und können bei akuten (Cyber-)Mobbingfällen Ansprechpartner für andere Heranwachsende sein.

Zum Schüler-Medienmentoren-Programm

Medienpädagogische Beratungsstelle

Das Landesmedienzentrum bietet mit seiner Medienpädagogischen Beratungsstelle Eltern und Lehrkräften Rat und Unterstützung zum pädagogischen Jugendmedienschutz. Dazu zählen auch Tipps, wie aktiv gegen Cybermobbing vorgegangen werden kann.

Zur Medienpädagogischen Beratungsstelle

Sascha Schmidt & Madeleine Hankele-Gauß

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