Fragen und Antworten zu Referenzschulen BW

Falls Sie Fragen zum Konzept haben, die auf dieser Seite noch nicht beantwortet wurden, freuen wir uns über ihre E-Mail. Wir werden diese FAQ-Seiten dann entsprechend ergänzen.

Wer kann mitmachen?

Das Modell richtet sich an alle Schulträger öffentlicher Schulen, sowie privater Ersatzschulen im Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums.

Die Bewerbung erfolgt über dieses Anmeldeformular, das während des Bewerbungszeitraums auf der Webseite des LMZ verfügbar ist. Mit der Eingangsbestätigung erhalten die Schulen Informationen bezüglich des weiteren Bewerbungsverfahrens.

Mit der Bewerbung signalisieren Schulen die Bereitschaft, dass Digitalisierung - unter Berücksichtigung des geltenden Datenschutzrechts - künftig bei der Weiterentwicklung der Schule eine wichtige Rolle spielen soll und Interesse an einer Öffnung und Vernetzung für und mit anderen Schulen vorhanden ist.

Aktualisierung: Der Bewerbungszeitraum für Kooperationsstufe 2 und 3 ist mittlerweile beendet. Die Bewerbungen für die Kooperationsstufe 1 ist für alle Schulen weiterhin möglich.

Welche Schularten können am Modell teilnehmen?

An der Kooperationsstufe 1 können aktuell alle Schularten teilnehmen. Für die Kooperationsstufen 2 und 3 stehen aktuell lediglich für Gemeinschaftsschulen Anrechnungsstunden zur Verfügung.

Aktualisierung: Der Bewerbungszeitraum für Kooperationsstufe 2 und 3 ist mittlerweile beendet. Die Bewerbungen für die Kooperationsstufe 1 ist für alle Schulen weiterhin möglich.

Wie läuft die Bewerbung ab?

Ihre eingegangene Bewerbung wird durch ein Gremium, zusammengesetzt aus Mitarbeitenden des Landesmedienzentrums und des Medienzentrenverbunds bewertet. Dabei wird vor allem auf das Entwicklungsziel und dessen Übertragbarkeit auf andere Schulen der gleichen oder weiterer Schularten geachtet.

Welche Unterlagen benötige ich zur Bewerbung?

Für die Bewerbung benötigen wir von Ihnen Ihre allgemeinen Schuldaten, Informationen zur Medien- und Internetausstattung Ihrer Schule, Ihre Zuordnung zu einer Kooperationsstufe sowie eine grobe Schilderung Ihres Entwicklungsziels


In welche Richtung wollen sie sich entwickeln?

Mit der Beschreibung eines Entwicklungsziels der Schule wird zu Beginn des Bewerbungsprozess die Vorstellung und Perspektive zur Weiterentwicklung der Schule festgelegt. Die Zielstellung und der Arbeitsweg der Schule sollte daher auch für andere Schulen interessant sein.

  • Unterrichtlich orientierte Entwicklungsziele (UE) verschränken eine didaktische oder pädagogische Prämisse mit dem Einsatz digitaler Medien wie individualisiertes Lernen, kollaborative Lehr- und Lernformen, asynchrones Lernen, selbstgesteuertes Lernen oder wissenschaftsorientiertes Arbeiten.
  • Schulorganisatorisch orientierte Entwicklungsziele (PE) fördern Arbeitsabläufe und Arbeitsumgebungen innerhalb der Institution Schule unter Einsatz digitaler Arbeitsformen. Sie tragen zum Beispiel zu einem verbesserten Austausch innerhalb des Kollegiums, sowie zu Kommunikations- und Arbeitsabläufen innerhalb der Schule bei.
  • Personalorientierte Entwicklungsziele (OE) fördern die Entwicklung, Fortbildung und Kollaboration von Lehrkräften zur Förderung von Medienkompetenzzielen oder unter Einsatz digitaler Kommunikations- und Kollaborationsszenarien.

Für welche Leistung bekommt die Schule Anrechnungsstunden?

Die Anrechnungsstunden sind abhängig von der Einordnung Ihrer Schule zu einer Kooperationsstufe. Die Anrechnungsstunde erfolgt vor allem zur erfolgreichen Umsetzung Ihres Entwicklungsziels und unterstützend für die Planung und Umsetzung von Öffnungsformaten. Daher erhalten Sie Anrechnungsstunden in den Kooperationsstufen K2 und K3. Derzeit besteht die Möglichkeit der Anspruchnahme von Anrechnungssstunden nur für Gemeinschaftsschulen. Eine Ausweitung dieser Möglichkeiten streben wir an.

Aus welchen Angeboten können teilnehmende Schulen wählen?

Das Modell bietet Schulen die Möglichkeit ihre Kooperation zur Förderung und Vernetzung selbst festzulegen. Die Angebote der einzelnen Kooperationsstufen sind für Schulen kostenfrei.

 

Fortbildungs- und Veranstaltungsportfolio des LMZ 

Basisschulungen für Lehrkräfte 

Für alle Lehrkräfte, die sich gemeinsam im Lehrerkollegium oder in der Fachschaft der eigenen Schule fortbilden möchten, eignen sich unsere schulinternen Fortbildungen. Sie vermitteln beispielsweise den Einstieg in die Arbeit mit Videokonferenzen, die Bedienung von Tablets oder die Arbeit mit Audio- und Videodateien. 

Veranstaltungsformate zum Jugendmedienschutz

Über 101 Schulen der Initiative Kindermedienland können Schulen Schüler-Workshops, Elternabende und Elternworkshops beantragen. Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltungen sind Themen des Jugendmedienschutzes, wie Umgang in sozialen Netzwerken, Prävention von Cybermobbing und Weitere. Ergänzend werden Schülerworkshops zu aktiver Medienarbeit angeboten. An Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiter/-innen richten sich Angebote wie pädagogische Tage, Fortbildungen, Workshops und Teamteachings.

In SMEP (Schüler-Medienmentoren-Programm) werden Schülerinnen und Schüler von unseren Referentinnen und Referenten ausgebildet, um selbst im Medienbereich an ihrer Schule aktiv zu werden und Jüngere in vielfältiger Weise zu unterstützen. Im Schwerpunkt Classic (insgesamt 40 Stunden) werden die Jugendlichen in aktiver Medienarbeit geschult (Fotografie, Video, Audio, Programmieren u.v.m.). Im 20-stündigen Schwerpunkt JMS (Jugendmedienschutz) werden ihnen Informationen zum Medienschutz vermittelt (Datenschutz, Lizenzeinhaltung, problematische Themen wie Cybermobbing, Hatespeech u.v.m.). 

Das Eltern-Medienmentoren-Programm der Initiative Kindermedienland legt den Fokus auf Eltern und einen besonderen Schwerpunkt auf Eltern mit Migrationshintergrund. In Schulungen werden Eltern ausgebildet, um Eltern in ihrem Umfeld bei der Medienerziehung unterstützen zu können. Ebenfalls unter das Programm fallen Vorträge und Workshops für Eltern zu verschiedenen Themen und an verschiedenen Institutionen/Firmen etc.

 

Kostenfreie Materialien für den Unterricht

Sesam

Sie erhalten Zugang zur SESAM-Bibliothek. Dort finden Lehrkräfte digitale Unterrichtsmaterialien, die laufend aktualisiert und ergänzt werden. Dazu zählen Filme, Bilder und Grafiken, Animationen, E-Learning-Kurse, Fachtexte, bearbeitbare Arbeitsblätter und Unterrichtsmodule für Stundenverläufe. Sämtliche SESAM-Medien können unbedenklich im Unterricht eingesetzt werden, denn diese sind lizenz- und urheberrechtlich geprüft.

Aktuelle Unterrichtsmaterialen

Im Rahmen des Projekts #RespektBW und der Informationskampagne „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ wurden Lehrmaterialien zum Thema Fake und Hass im Netz erstellt. Die Materialen teilen sich in die vier Themenblöcke „Kommunikation im Netz“, „Informationskompetenz“, „Demokratiebildung“ und „Medienethik“ auf. Zu jedem Komplex gibt es Materialien für alle Klassenstufen. 

 

Medienpädagogische Beratung

Aufbereitung der Entwicklungsziele

Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung Ihrer genannten Entwicklungsziele. Dazu gibt es Arbeitsgruppen bestehend aus MPBs und SNBs der Medienzentren und medienpädagogischen Mitarbeitern sowie Lehrkräften des Landesmedienzentrums, die die Ziele evaluieren und im Austausch mit Ihnen und anderen Referenzschulen ggf. anpassen oder Sie bei der Umsetzung begleiten.

 

Vernetzungs- und Öffnungsformate

Vernetzungslandkarte BW

Ähnlich der Medienzentren-Landkarte wird eine Vernetzungslandkarte der teilnehmenden Referenzschulen angelegt. Auf dieser werden Informationen zu den Schulen und ihren Entwicklungsschritten und Schwerpunkten festgehalten. So können Sie Schulen (in Ihrer Umgebung) finden, die ähnliche Schwerpunkte wie Sie setzen oder andere Schwerpunkte kennenlernen. 

forum.bildungbw.de 

Das Forum bietet Lehrkräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bildungsbereichs im Land die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Ideen zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Nach dem Motto „Warum sollte jede Lehrkraft das Rad neu erfinden?“ soll nachhaltige, schul- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit gefördert werden. Mit jeder beantworteten Frage entsteht sukzessive ein Wissensfundus, der ohne Anmeldung frei verfügbar und durchsuchbar ist. Wer als Forums-Nutzer/-in eigene Erfahrungen teilt und selbst erstellte Materialien unter einer freien Lizenz weitergibt, hilft vielen anderen im Land, die vor ähnlichen Aufgaben und Herausforderungen stehen.
Weitere Informationen

Veranstaltungsorganisation

Ihr örtliches Kreismedienzentrum sowie der medienpädagogische Berater unterstützen Sie bei der Organisation von Vernetzungs- und Öffnungsformaten. Bei der Suche nach Referentinnen und Referenten oder nach Expertinnen und Experten können Sie auf Hilfe des Landesmedienzentrums zurückgreifen. Für die Umsetzung erhalten Sie auf Anfrage finanzielle Unterstützung des Landesmedienzentrums z. B. bei der Finanzierung des Caterings, der Werbematerialien etc. 

Vermittlung von Expertinnen und Experten 

Das Landesmedienzentrum arbeitet mit einem baden-württembergweiten Netzwerk aus freiberuflichen medienpädagogischen Referentinnen und Referenten. Durch die vielseitige Arbeit im medienpädagogischen Bereich ist das Landesmedienzentrum zusätzlich mit vielen Institutionen und Expertinnen und Experten vernetzt. Auf Anfrage werden diese Netzwerke für Ihre Öffnungsformate angefragt und eingesetzt. 

Bewerbung- und Informationenmaßnahmen

Das Landesmedienzentrum verfügt über mehrere Kanäle, die für die Vernetzung der Referenzschulen untereinander sowie mit weiteren Schulen und Interessierten genutzt werden kann. Hierfür nutzen wir unsere Social Media-Kanäle wie Instagram, Twitter und Facebook. Dort können Ihre Öffnungs- und Vernetzungsformate ebenso beworben werden wie auf unserem digitalen Veranstaltungskalender. Ein eigener Newsletter für die Referenzschulen wird aufgesetzt, um die Vernetzung der Schulen miteinander zu fördern. An dieser Stelle verweisen wir auch auf das Forum forum.bildungbw.de (s.o.). Ausgewählte Informationen über Ihre Rolle als Referenzschule werden zusätzlich zur Vernetzungskarte (s.o.) auf Unterseiten der LMZ-Webseite veröffentlicht.
 

Welche Vernetzungs- und Öffnungsformate können umgesetzt werden?

Damit Schulen von- und miteinander lernen können, stehen entsprechend der gewählten Kooperationsstufe vielfältige Formate zur Verfügung. Diese werden mit Unterstützung des Landesmedienzentrums und des örtlichen Medienzentrums organisiert und durchgeführt.

 

Auftaktveranstaltung

Verpflichtende Teilnahme an der Auftaktveranstaltung „Referenzschulen BW“.

Rückblick

Erstellen eines Abschlussberichts über die Umsetzung der Entwicklungsziele am Schuljahresende. 

Bericht im Forum

Austausch mit anderen Schulen, Beratenden und LMZ über den aktuellen Entwicklungsstand, zu Problemen, Ideen und Lösungen.

OER-Material

Erstellung von freiem Lern- und Lehrmaterial mit offener Lizenz.

Blickpunkt

Veranstaltung der Schule für andere interessierte KollegInnen anderer Schulen.

Blickpunkt mit Fortbildung

Schulnahe Fortbildung, in die auch umliegende Schulen mit einbezogen werden.

Vernetzungstreffen

(Aktive) Teilnahme an einem Kennenlern- und Austauschtreffen der Referenzschulen BW.  

Rundblick

Mitwirkung und Beteiligung an einer schulübergreifenden Tagesveranstaltung zu aktuellen Themen der Schul- und Unterrichtsentwicklung in Absprache mit dem Kreismedienzentrum und Unterstützung des Landesmedienzentrums. Programmpunkte können unter anderem sein: Impulsvorträge, Foren, Workshops, u. v. m.

Barcamp

Barcamps bilden ein thematisch offenes Tagungskonzept, bestehend aus offenen Workshops, deren Inhalte von den Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung selbst entwickelt und gestaltet werden. Primäres Ziel eines Barcamps ist der inhaltliche Austausch und offene Diskussionen, bei der sich die Schule aktiv mit einem oder mehreren Beiträgen (Workshop, Diskussion, …) in die Gesamtveranstaltung einbringt, unterstützt vom Kreismedienzentrum und des Landesmedienzentrums.

 

Hinweis: In jeder Kooperationsstufe gibt es einzelne Formate, die es umzusetzen gilt, d. h. je höher die Kooperationsstufe, desto mehr Öffnungs- und Vernetzungsformate. Unabhängig davon können Schulen diese nahezu beliebig, entsprechend ihren Möglichkeiten und Präferenzen wählen und kombinieren.

Wie ausführlich sollte das Konzept sein?

Die Fragestellungen der Schulen sind unterschiedlich umfassend und auch zeitlich unterschiedlich angelegt, so dass es hier keinen allgemeingültigen Umfang gibt. Wichtig ist, dass die Schule mit der schriftlichen Fassung des Konzepts arbeiten kann und dem Leser die Problemstellung, Lösungsschritte und Reflexion verständlich wird. Ein Konzept darf gerne kurz und prägnant gefasst sein.

Wie weit muss die Schule bereits bzgl. Digitalisierung sein?

Die Schule verfügt bereits über die technische Ausstattung, die es ermöglicht, die Leitperspektive Medienbildung im Unterricht umzusetzen und Entwicklungsziele zu verfolgen. Die Schule hat bereits Schritte zur Digitalisierung unternommen. Dabei sind sie in den drei Bereichen Infrastruktur, Lehrkräfteweiterbildung und pädagogische Konzepte bereits erste Schritte gegangen. Digitalisierung - unter Berücksichtigung des geltenden Datenschutzrechts - soll künftig bei der Weiterentwicklung der Schule eine wichtige Rolle spielen.

Was ist Referenzschulen BW?

Zur Projektbeschreibung

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