Medienpädagogik in der KiTa – 20 Impulskarten für die Praxis

Madeleine Hankele-Gauß
Ein kleines Mädchen mit Sonnenhut, Badeanzug und Schwimmreifen steht vor einem Greenscreen und lässt sich mit einem Smartphone auf einem Stativ fotografieren.

Andrii Iemelyanenko via Getty Images

„Zaubern“ mit Tablet, digitalem Lesestift, Roboter und Co.

Mit technischen Geräten und digitalen Medien auf Weltreise gehen, sich an andere Orte „zaubern“ oder Pflanzen im Wald bestimmen: Aus dem Pilotprojekt „Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ sind 20 Impulskarten hervorgegangen, die die medienpädagogische Arbeit in der frühkindlichen Bildung unterstützen. Im Rahmen des Projekts hatten sich Bibliotheken, KiTas und Kommunale Integrationszentren aus sechs nordrhein-westfälischen Kommunen zu Bündnissen zusammengeschlossen.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg beschäftigten sie sich schwerpunktmäßig mit medienpädagogischen Inhalten rund um Mehrsprachigkeit und Vielfalt. Gemeinsam entwickelten und erprobten sie die Impulskarten für die Praxis. Diese regen Erzieher/-innen dazu an, Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren technische Geräte – von Tablets über digitale Lesestifte bis hin zu Robotern – spielerisch näherzubringen. Dabei werden digitale Medien wie Fotos, Audios, Filme und Apps genutzt oder selbst erstellt. Auch analoge Medien wie Bilderbücher, Lexika oder Kamishibai-Theater kommen zum Einsatz.

Auf Weltreise mit dem Bienenroboter Bee-Bot

Eine der Impulskarten schlägt beispielsweise vor, mit dem Bienenroboter Bee-Bot eine Weltreise zu den Lieblingsorten der Kinder zu machen. Hierfür müssen die Zöglinge den Roboter mit den Pfeiltasten auf seinem Rücken über eine zugehörige Matte mit Sensoren steuern, unter der eine Weltkarte liegt. Eine andere Impulskarte regt dazu an, die Kinder in Tierverkleidung vor einem Green Screen zu fotografieren. Anschließend wird mithilfe einer Green-Screen-App ein Wald-Hintergrund in die Fotos montiert. Dadurch werden die Kleinsten auf den Fotos wie durch Zauberhand an einen anderen Ort katapultiert. Ein weiterer Impuls besteht darin, gemeinsam mit den Kindern Pflanzen zu fotografieren, deren Namen bei Bedarf mit einer App zu finden sind. Im Anschluss werden die Fotos gedruckt, laminiert und zu einem Memory-Spiel zusammengefasst.

Jede Impulskarte definiert auf der Vorderseite die geeignete Zielgruppe und die mit dem Impuls geförderten Bildungsschwerpunkte – Sprache, Medien, Kreativität, Sozialkompetenz, MINT oder Bewegung. Außerdem werden die benötigten Räumlichkeiten und Materialien sowie die erforderlichen Schritte zur Vorbereitung stichpunktartig erläutert. Auf der Rückseite steht eine ausführliche Verlaufsbeschreibung, die die aufeinanderfolgenden Aktivitäten beschreibt. Im Bereich „Tipps und Tricks“ finden Erzieher/-innen zudem technische, didaktische und methodische Hinweise sowie Regeln für die Kleinsten zum Umgang mit der verwendeten Technik.
 

Zu den Impulskarten

Zum Bericht über das Pilotprojekt Sprachschatz

Madeleine Hankele-Gauß

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