Digitale Selbstverteidigung stärken!

Ulrike Boscher
Jugendliche zuhause im Zimmer mit Blick in ihr Smartphone.

Jugendliche nutzen Social Media. | SolStock/Eplus via GettyImages

Sei achtsam und schütze Dich!

Die Rat- und Hilfeplattform jugend.support gibt mit der Videoreihe „Digitale Selbstverteidigung“ Tipps zu Datenschutz und Accounteinstellungen. Jugendliche können so ihre Sicherheit und Privatsphäre besser schützen.

Wer viel im Internet und in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte sich um die Sicherheit seiner Daten sowie um seine Privatsphäre kümmern. Datenklau, Hackerangriffe, Cybermobbing und Belästigungen sind nur einige Nebenwirkungen der Digitalisierung. Umso wichtiger ist es, dass Jugendliche aufmerksam bleiben, sich mit möglichen Gefahren auseinandersetzen und sich wappnen. Auf der Rat- und Hilfeplattform von jugend.support finden Kinder und Jugendliche eine Videoserie zur Stärkung der „Digitalen Selbstverteidigung“. In kurzen und leicht verständlichen Folgen erklärt Alexander Baetz Sicherheitstipps zur Nutzung von Social Media. Er informiert zu Datenschutz, Passwort-Sicherheit, anonymen Surfen, Pishing und Schadsoftware. Baetz ist Wirtschaftsinformatiker und Experte für Privatsphäre und Sicherheit im Internet. Auf seiner Webseite privacyTutor findest Du weitere Tipps für den digitalen Alltag.

Digitales Leben: Manchmal ist weniger mehr!

In einem weiteren Video erklärt er den Begriff des „Digitalen Minimalismus“. Dahinter steckt die Idee, den Umgang mit neuen Technologien auf das Wesentliche zu reduzieren, sodass die Onlinezeit auch im Einklang mit den eigenen Zielen und Wertvorstellungen steht. Etwas zugespitzt formuliert Alexander Baetz das so: „Social Media ist wie Fast Food geworden. Es ist überall verfügbar und wir konsumieren zu viel. Es macht uns süchtig und es hat nicht wirklich Nährwerte beziehungsweise bietet uns langfristig irgendeinen Mehrwert.“ (Video zu Digitaler Minimalismus). Meistens geht es nur darum, bei uns Aufmerksamkeit zu erzeugen, die dann wiederum über Facebook und Instagram an Werbetreibende verkauft wird (Ökonomie der Aufmerksamkeit).

Beim digitalen Minimalismus werden die eigenen Aktivitäten kritisch reflektiert. „Was ist mir wirklich wichtig? Welche digitalen Geräte, Tools, Apps und Programme brauche ich zwingend und auf was kann ich verzichten? Wozu brauche ich drei Wetter-Apps, wenn ich auch über den Browser das tägliche Wettergeschehen abrufen kann? Welche Alternativen gibt es zu Facebook, WhatsApp und Co, die datensparsamer und sicherer sind? Wie kann ich YouTube-Videos herunterladen, ohne einen Premium Account anlegen zu müssen? Diese und andere Fragen werden in der Videoreihe von jugend.support behandelt. Die Plattform wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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Ulrike Boscher

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