Medien – aber sicher: Vorwort Ministerin Dr. Susanne Eisenmann

Dr. Susanne Eisenmann

Liebe Eltern,

liebe Leserinnen und Leser,

 

digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags geworden. Sie spielen eine wichtige Rolle im Sozialisationsprozess und sind bedeutende Faktoren in der Gesellschaft und Wirtschaft. Hinzu kommt, dass die Medienlandschaft raschen Veränderungen unterliegt.

 

Ich bin viel in Schulen unterwegs, führe viele Gespräche mit Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Dabei begegnet mir immer wieder die Frage: Wie bereiten wir unsere Kinder am besten auf die Anforderungen dieser komplexen Mediengesellschaft vor?

 

Schule soll Fachwissen vermitteln und gleichzeitig dazu beitragen, junge Menschen gut auf ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben als mündige Bürger vorzubereiten. In einer Welt, in der digitale Medien wie selbstverständlich zum Lebens- und Arbeitsalltag gehören, muss der kompetente und verantwortungsvolle Umgang mit diesen Medien deshalb auch in der Schule eine wichtige Rolle spielen.

 

Mit Beginn des Schuljahrs 2016/17 sind die neuen Bildungspläne für Grundschulen und weiterführende allgemein bildende Schulen in Kraft getreten. Über die Leitperspektive Medienbildung ist das Thema nun in allen Fächern und Klassenstufen verbindlich verankert. Dabei muss – und das ist mir besonders wichtig – diese Medienbildung immer altersangemessen erfolgen. In der Grundschule steht beispielsweise ein spielerischer und entdeckender Umgang mit Medien im Vordergrund, die auch eine Unterstützung beim Erlernen der Grundfertigkeiten Lesen, Rechnen und Schreiben sein können. In weiterführenden Schulen und im beruflichen Schulwesen steht der kompetente Umgang mit digitalen Medien zur Vorbereitung auf das Berufsleben und das Bestehen in einer mediatisierten Welt im Vordergrund.

 

Kinder und Jugendliche nutzen digitale Medien heute wie selbstverständlich, sie sind damit aber nicht automatisch medienkompetent. Zur Medienbildung gehört beispielsweise auch das Verständnis für die Wirkungen von Medien, für ökonomische und politische Hintergründe und Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, Informationen kritisch bewerten zu können und mit eigenen Daten sorgsam umzugehen. Mit der Fortsetzung der Initiative Kindermedienland hat die Landesregierung ein klares Zeichen gesetzt, das Informationsangebot in diesem Bereich weiter auszubauen. Das Landesmedienzentrum führt im Rahmen der Initiative jährlich über 2.000 Veranstaltungen und Workshops für ca. 40.000 Eltern, Kinder und Jugendliche wie auch Lehrkräfte durch und wird diese erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

 

Medienkompetenz zu vermitteln, ist nicht allein Aufgabe der Schule, sondern eine gemeinsame Aufgabe mit Ihnen - den Eltern, die mithelfen unsere Kinder und Jugendlichen bei der Mediennutzung zu erziehen, zu unterstützen und zu begleiten. Diese Broschüre, die das Landesmedienzentrum im Rahmen der Angebote zum pädagogischen Jugendmedienschutz für Eltern entwickelt hat, soll Ihnen dabei eine wertvolle Hilfe sein. Anhand von konkreten Beispielen gibt sie Ihnen wertvolle Tipps und Anregungen.

 

Ich wünsche Ihnen gute Erkenntnisse und eine anregende Lektüre.

 

Dr. Susanne Eisenmann

Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Diese Seite ist Teil der vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) herausgegebenen Broschüre Medien – aber sicher. Ein Ratgeber für Eltern.