Referenzschulmodell

Wer könnte überzeugender die Chancen und Möglichkeiten einer früh beginnenden Medienbildung vorleben als erfolgreiche Grundschulen, die Medienbildung bereits in ihren Schulalltag eingebunden haben. Um die positiven Erfahrungen mit pädagogischen und technischen Unterstützungsleistungen, die das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) in den zurückliegenden Jahren entwickelt hat, für alle Grundschulen im Land nutzbar zu machen, hat das LMZ sogenannte Referenzgrundschulen eingerichtet. Hier können sich Interessierte ein Bild davon machen, wie gelungene Medienintegration in der Grundschule aussehen kann.

 

Das Referenzschulmodell des LMZ begleitet einerseits ausgewählte Kollegien intensiv auf ihrem Weg zur Umsetzung von Medienbildung im Unterricht, unterstützt anderseits aber auch all die Grundschulen, die mit der Medienbildung erst jetzt beginnen und sich damit auf die Anforderungen der neuen Bildungspläne vorbereiten.

 

Dazu wurde in verschiedenen Landkreisen je eine Schule als Referenzgrundschule exemplarisch mit entsprechender Hardware ausgestattet und pädagogisch begleitet. Das Kollegium wird medienpädagogisch qualifiziert und erhielt für die Kooperationslaufzeit intensive Beratung, Begleitung und Unterstützung durch die/den Medienpädagogische/-n Berater/-in (MPB) des zuständigen Kreis- oder Stadtmedienzentrums. Diese Schule gibt allen interessierten Grundschulen im Landkreis ihre Erfahrungen weiter, liefert Anschauungsmaterial und erprobt Fortentwicklungen. Zugleich dient sie als Ort für Fortbildungen und Workshops und macht Medienbildung in der praktischen Umsetzung für Interessierte erlebbar.

 

Referenzgrundschulen können aus eigener Erfahrung beraten: Wie kann ein pädagogisch-didaktisches Konzept aussehen? Wie kann es erarbeitet werden? Was ist ein Medienbildungskonzept, ein Medienentwicklungsplan (MEP) und wie kann man diese beiden Instrumente für die eigene Schule einsetzen? Wie kann an der Schule mit der Technik pädagogisch gearbeitet werden? Wie kommt man an eine technische Ausstattung? Wann sollte der Schulträger einbezogen werden? Und vieles mehr.

 

Eine Referenzgrundschule ist ein gemeinschaftliches Unternehmen und setzt die Kooperation von fünf Partnern voraus, nämlich:

  • der Schule
  • dem Schulträger
  • des Schulamts
  • des Stadt- oder Kreismedienzentrums
  • sowie des Landesmedienzentrums.

Aufgaben der Schule und des Schulträgers

Um Referenzgrundschule zu werden, braucht es einen Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz in einfacher Mehrheit, denn das Gelingen hängt vom gesamten Kollegium ab, das gegenüber der Medienbildung aufgeschlossen ist. Es braucht die Bereitschaft zu Qualifizierungsmaßnahmen sowie zur Multiplikation und Weitergabe von Erfahrungen, Praxisideen und Beispielen sowohl im Rahmen von Veranstaltungen als auch in Form von schriftlichen Entwürfen.

 

Für den entstehenden Aufwand durch die Multiplikation erhält die Referenzgrundschule eine Anrechnungsstunde als zeitliche Entlastung.

 

Jedoch ist auch die Zustimmung und Unterstützung seitens des Schulträgers essentiell. Der Schulträger gewährleistet die stufenweise technische Ausstattung. Dazu gehört eine strukturierte Verkabelung, eine unterrichtsgerechte funktionale Internetanbindung (zukünftig in Form einer Breitbandanbindung), sowie WLAN. Die konkreten technischen Mindestanforderungen haben wir für Sie auf einer Liste zusammengestellt. Der Schulträger sorgt für die Installation einer aktuellen paedML® durch einen entsprechenden Dienstleister sowie der für den Unterricht benötigten Software. Es empfiehlt sich entweder einen vorkonfigurierten Server für die Grundschule bei einem ausgewiesenen Händler zu beziehen oder genau nach dem Datenblatt zusammenstellen zu lassen.

Leistungen des LMZ für die Referenzgrundschulen

Das LMZ berät und unterstützt die Schule gerne – insbesondere beim Medienentwicklungsplan, der Einbindung der Medienbildung in den Unterricht als auch bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben als Referenzschule. Unterstützung erhält sie zudem durch das zuständige Kreismedienzentrum.

 

Basierend auf dem gemeinsam erarbeiteten, schulscharfen Medienbildungskonzept werden Qualifizierungsmaßnahmen geplant und umgesetzt. Das Kollegium der Referenzgrundschule wird durch einen medienpädagogischen Berater oder eine medienpädagogische Beraterin mit Schwerpunkt Grundschule (MPB GS) regelmäßig und intensiv betreut und beraten. Diese Person begleitet das Kollegium im Unterricht und unterstützt es bei der Umsetzung der Medienbildung schwerpunktmäßig im Alltag, aber auch mal bei Projekten.

 

Falls die Schule dies wünscht, kann das LMZ Impulse und Workshops durch eigene qualifizierte Referenten anbieten. Der Schulnetzberater (SNB) berät die Schule auch bei der sinnvollen Verzahnung der verschiedenen Netzwerke in Schulen, die unterschiedliche Aufgaben abbilden wie das Verwaltungsnetz, das Lehrernetz und das pädagogische Netz; wobei letzteres die Unterrichtsumgebung ist, in der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler aktiv sein können. Der externe Support-Dienstleister führt Wartungsarbeiten vor Ort durch.

Beratungsleistungen der Referenzgrundschulen für andere Schulen

Das Kollegium der Referenzgrundschule qualifiziert sich für die Medienbildung und ihre Umsetzung im neuen Bildungsplan. Diese wertvollen Erfahrungen gibt die Schule als Multiplikatorin an andere Schulen in der Umgebung weiter. Sie berät interessierte Schulen, Lehrkräfte und Schulträger beim Einstieg in eine Medienbildung in der Grundschule vor Ort. Dies kann im Rahmen von Besuchen, Hospitationen und Beratungsgesprächen stattfinden. Zudem informiert die Schule auf ihrer eigenen Website über Entwicklungen im medienpädagogischen Bereich und stellt erarbeitete Unterrichtsmaterialien zur Multiplikation an andere Grundschulen bereit.

 

Eine Steuerungsgruppe an der Schule klärt die Weiterentwicklung des Medienentwicklungsplans sowie die Entwicklung und Überarbeitung des schuleigenen Medienbildungskonzeptes. Sie formuliert Zielsetzungen, koordiniert Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Kollegium, wie zum Beispiel den technischen Support mit der Hotline des LMZ und unterstützt in Fragen des Medieneinsatzes.

 

Ein- bis zweimal mal im Jahr finden an den Referenzgrundschulen Medienkompetenznachmittage („Referenzschulnachmittage“) für andere Schulen und Interessierte aus dem Umkreis statt. Dabei gibt es Workshops und Vorträge, teilweise mit Beteiligung von LMZ-Referenten.

 

Eine aktuelle Liste der Referenzschulen in Baden-Württemberg finden Sie hier.

Wer könnte überzeugender die Chancen und Möglichkeiten einer früh beginnenden Medienbildung vorleben als erfolgreiche Grundschulen, die Medienbildung bereits in ihren Schulalltag eingebunden haben und ihre Schülerinnen und Schüler so gut auf medial geprägtes berufliches und privates Leben vorbereiten. Um die Erfahrungen mit pädagogischen und technischen Unterstützungsleistungen im Projekt Medienbildung in der Grundschule für andere Schulen nutzbar zu machen, richtet das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) sogenannte Referenzschulen ein.

 

Das Referenzschulmodell des LMZ wird einerseits ausgesuchte Kollegien intensiv begleiten auf ihrem Weg zur Umsetzung von Medienbildung im Unterricht, soll anderseits aber auch all den Grundschulen Unterstützung bereitstellen, die Medienbildung erst noch einführen wollen – und sich damit auf die Anforderungen der neuen Bildungspläne vorbereiten.

 

Dazu wird in verschiedenen Landkreisen je eine Schule als Referenzschule vom LMZ und dem jeweiligen Kreismedienzentrum pädagogisch begleitet und vom Schulträger exemplarisch mit entsprechender Hardware ausgestattet. Das Kollegium wird medienpädagogisch qualifiziert und erhält für die Projektlaufzeit regelmäßige Beratung durch den Medienpädagogischen Berater (MPB) des zuständigen Kreis- oder Stadtmedienzentrums. Diese Schule gibt allen interessierten Grundschulen im Landkreis ihre Erfahrungen weiter, liefert Anschauungsmaterial und erprobt Fortentwicklungen. Zugleich dient sie als Ort für Fortbildungen und Workshops und macht Medienbildung in der praktischen Umsetzung für Interessierte erlebbar.

 

Referenzschulen können aus eigener Erfahrung beraten: Wie kann ein pädagogisch-didaktisches Konzept aussehen? Wie kann es erarbeitet werden? Was ist ein Mediencurriculum, ein Medienentwicklungsplan (MEP) und wie kann man diese beiden Instrumente für die eigene Schule einsetzen? Wie kann an der Schule mit der Technik pädagogisch gearbeitet werden? Wie kommt man an eine technische Ausstattung? Wann sollte der Schulträger einbezogen werden? Und vieles mehr.

Aufgaben des Schulträgers

Der Schulträger gewährleistet die technische Ausstattung, eine unterrichtsgerechte funktionale Internetanbindung für das pädagogische Netz, in dem Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler arbeiten. Dazu gehören eine strukturierte Verkabelung, WLAN und eine Breitbandanbindung. Er sorgt für die Installation einer aktuellen PaedML und der für den Unterricht benötigten Software. Dazu wird der vorkonfigurierte Server des LMZ verwendet. Das LMZ berät gerne – insbesondere beim Medienentwicklungsplan.


Empfehlungen zur technischen Ausstattung finden Sie hier.

Leistungen des LMZ für die Referenzschulen

Das LMZ berät und unterstützt die Schule sowohl bei der Einbindung der Medienbildung in den Unterricht als auch bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben als Referenzschule.


Das Kollegium der Referenzschule wird vom LMZ qualifiziert und durch einen medienpädagogischen Berater oder eine medienpädagogische Beraterin (MPB) intensiv betreut. Außerdem erhält die Schule Hilfe bei der Medienentwicklungsplanung (MEP), die auch die Erarbeitung eines schulscharfen Mediencurriculums umfasst.


Falls die Schule dies wünscht, kann das LMZ Impulse und Workshops durch hauseigene Referenten anbieten.


Das LMZ bietet weiter technischen Support über die LMZ-Hotline und über eine Fernwartung des pädagogischen Schulnetzes. Der Schulnetzberater berät die Schule auch bei der sinnvollen Verzahnung der verschiedenen Netzwerke in Schulen, die unterschiedliche Aufgaben abbilden wie das Verwaltungsnetz, das Lehrernetz und das pädagogische Netz; wobei letzteres die Unterrichtsumgebung ist, in der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler aktiv sein können. Die Fernwartung für die Referenzschule ist für die Projektdauer kostenfrei nutzbar.

 

Ansprechpersonen für die Referenzschulen sind die Regio-Betreuer/-innen in den vier Regierungspräsidien.

Beratungsleistungen der Referenzschulen für andere Schulen

Das Kollegium der Referenzschule qualifiziert sich für die Medienbildung und ihre Umsetzung im neuen Bildungsplan. Die Schule gibt ihre Erfahrungen als Multiplikator an andere Schulen in der Umgebung weiter. Sie berät interessierte Schulen, Lehrkräfte und Schulträger beim Einstieg in eine Medienbildung in der Grundschule vor Ort. Dies kann im Rahmen von Besuchen, Hospitationen und Beratungsgesprächen stattfinden. Zudem informiert die Schule auf ihrer eigenen Website über Entwicklungen im medienpädagogischen Bereich und stellt erarbeitete Unterrichtsmaterialien zur Multiplikation an andere Grundschulen bereit.


Eine Steuerungsgruppe an der Schule klärt die Weiterentwicklung des Medienentwicklungsplans sowie die Entwicklung und Überarbeitung des schuleigenen Mediencurriculums. Sie formuliert Zielsetzungen, koordiniert den technischen Support mit der Hotline des LMZ und unterstützt das restliche Kollegium in Fragen des Medieneinsatzes.


Ein bis zwei Mal im Jahr finden an den Referenzschulen Medienkompetenznachmittage („Referenzschulnachmittage“) für andere Schulen und Interessierte aus dem Umkreis statt. Dabei gibt es Wortshops und Vorträge, teilweise mit Beteiligung von LMZ-Referenten.