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Zum Beispiel Günter Eich: Von der schuldlosen Schuld der Literatur.

  • Autor: Wessels, Wolfram
  • Erschienen: 1996
  • Quelle: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sünden sind Maulwürfe": Die Günter-Eich-Debatte.
  • Verlag: Rodopi

Abstract

Günter Eich ist vielleicht der prominenteste Vertreter des Hörspiels der 1950er Jahre und galt lange Zeit als künstlerische wie moralische Autorität. So sprach man lange auch in der Hörspielforschung ehrfürchtig vom „Eich-Maß“. Doch als im Herbst 1993 sein verschollen geglaubtes Hörspiel „Rebellion in der Goldstadt“ aus dem Jahr 1940 wieder aufgefunden und der originale Plattensatz neuerlich ausgestrahlt wird, flammt der Streit um die politische und künstlerische Einschätzung Günter Eichs vor 1945 erneut auf. Wolfram Wessels stellt in seinem Aufsatz unterschiedliche Bewertungen dieses als anti-englisch geltenden Hörspiels vor und berücksichtigt dabei die Biografie des Hörspielautors sowie die Zeit- und Mediengeschichte. Zahlreiche Funde von Manuskripten und Korrespondenzen geben zudem wichtige Einsichten in die Produktions-Hintergründe und die Genese von Hörspielen zur Zeit des „Dritten Reichs“. Wolfram Wessels schließt mit dem Hinweis und Zitat, dass Eich zwar nicht „Teil des Getriebes“ war, „Öl“ jedoch schon.
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Wessels, Wolfram

Wolfram Wessels ist Rundfunk-Historiker und Rundfunk-Redakteur beim SWR und promovierte über das Hörspiel im "Dritten Reich".