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Goebbels' Rede zum „Totalen Krieg“.

  • Autor: Bohse, Jörg
  • Erschienen: 1988
  • Quelle: Jörg Bohse: Inszenierte Kriegsbegeisterung und ohnmächtiger Friedenswille. Meinungslenkung und Propaganda im Nationalsozialismus.
  • Verlag: J. B. Metzler Verlag

Abstract

Jörg Bohse unterzieht Goebbels' Rede zum Totalen Krieg einer gründlichen rhetorischen Analyse. Neben einer verinnerlichenden, spiritualisierenden Tendenz in der Goebbelschen Demagogie findet der Autor sowohl anbiedernde Klassenkampfrhetorik als auch liturgische Elemente, wobei „der Führer“ bzw. die NS-Regierung mit Gott und Kirche gleichgesetzt werden. Allerdings bezweifelt Bohse die häufig konstatierte „Durchschlagkraft“ der NS-Propaganda. Die jubelnde Zustimmung, die der Rede 1943 zuteil wurde, sei vielmehr der geschickten Inszenierung und dem unmittelbaren Gruppendruck zuzuschreiben als echter innerer Überzeugung. Ein praktischer Mobilisierungseffekt ließ sich nicht feststellen.
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Bohse, Jörg

Dr. Jörg Bohse (1943 - 2011), Germanist, Rhetoriker, Politikwissenschaftler und Historiker, war Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen West-Ost-Gesellschaften e.V.