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Die Gleich- und Ausschaltung Schillers.

  • Autor: Ruppelt, Georg
  • Erschienen: 1979
  • Quelle: Georg Ruppelt (Hrsg.): Schiller im nationalsozialistischen Deutschland. Der Versuch einer Gleichschaltung.
  • Verlag: J. B. Metzler Verlag

Abstract

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Werke Schillers erst als politisch-ideologische Waffe der Propaganda eingesetzt und später von den Nazis verfemt und verboten. Hitler selbst galt lange Zeit als Schiller-Bewunderer, der auf etlichen Gedenkfeiern dem heldischen deutschen Geist Schillers huldigte. Bruchstücke aus Schillers Werken wurden aus ihrem Kontext gerissen und an das nationalsozialistische Gedankengut angeglichen. Reden Hitlers und Goebbels waren mit Schiller-Zitaten durchzogen, bis die Nazis erkannten, dass Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ den Tyrannenmord rechtfertigt und „den Verlust eines wertvollen Gebietes für das deutsche Reich“ zum Gegenstand hat. Anfang Juni 1941 war daher die Lektüre Schillers und die Aufführung seiner Stücke streng verboten.
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Ruppelt, Georg

Geboren am 3.10.1947 in Salzgitter (Niedersachsen). Studium Geschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie. Promotion mit einer Doktorarbeit über "Schiller im nationalsozialistischen Deutschland". Zwei Jahre Bibliotheksreferendar an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Neun Jahre Abteilungsleiter und Fachreferent an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. 15 Jahre Stellvertretender Direktor der Herzog August Bibliothek. Seit Juli 2002 Direktor der Niedersächsischen Landesbibliothek Hannover. Veröffentlichungen: Der große summende Gott (2003), Buchmenschen in Büchern (2002), Von den Gefahren des Lesens (2002), Die Kunst des Selbstrasierens: Tarnschriften gegen die nationalsozialistische Diktatur (2002), Von Adlerknödeln und Maikäfersuppe (1994).