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„Die janze Richtung paßt uns nicht.“ Biographische Bruchstücke zu einer Geschichte der Medienzensur in Deutschland. Teil 9.

  • Autoren: Freitag, Burkhard / Zeitter, Ernst
  • Erschienen: 2003
  • Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (Hrsg.): tv diskurs - Verantwortung in audiovisuellen Medien. Heft 26.
  • Verlag: Nomos Verlagsgesellschaft

Abstract

„Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten.“ Damit erklärt Karl Kraus (1876-1936), Herausgeber der streitbaren Zeitschrift „Die Fackel“, warum er so selten unter der Zensur zu leiden hatte. Erst nach Ausbruch des 1. Weltkriegs geriet auch Kraus, als einer der wenigen österreichischen Schriftsteller, die sich nicht von der allgemeinen patriotischen Begeisterung anstecken ließen, in das Visier der überwachenden Behörden. Der neunte Teil von Ernst Zeitters Serie zur Geschichte der Medienzensur führt nach „Kakanien“ – in die untergehende Kaiserlich-Königliche Donaumonarchie Habsburgs. Er skizziert den Weg des Publizisten und Dramatikers Kraus, dessen Aphorismen und Glossen kaum einen Lebensbereich mit ihrem unnachsichtigen Spott verschonten, bis ihn der Siegszug des Nationalsozialismus für immer verstummen ließ: „Das Wort entschlief, als jene Welt erwachte“. In unserer Bibliothek sind auch Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12 und Teil 13 dieser Serie zu finden.
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Zeitter, Ernst

Prof. em. Ernst Zeitter war Schulfunkredakteur beim Südwestfunk und Professor für Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Veröffentlichungen: " Fragmente zu einer Ideen- und Sozialgeschichte des Filmes und des Kinos und zu einer Geschichte ihrer vorbereitenden Praxis" (1998/'99), "Medienerziehung in Kindergarten und Grundschule" (1997), "Die Sprache der Gewalt" (1996)

Freitag, Burkhard

Burkhard Freitag studierte Psychologie und ist seit 1996 wissenschaftlicher Angestellter an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.