Einzelansicht

In Platos Höhle.

  • Autorin: Sontag, Susan
  • Erschienen: 1989
  • Quelle: Susan Sontag: Über Fotografie. Aus dem Amerikanischen von Mark W. Rien und Gertrud Baruch.
  • Verlag: Carl Hanser Verlag

Abstract

Fotos sind Abbilder der Realität. Oder sind sie, wie Susan Sontag in diesem Essay vermutet, nur Bruchstücke der Welt, nur Miniaturen und Interpretationen der Realität, denen der Fotografierende seine eigenen Maßstäbe aufzwingt? Doch Fotos reflektieren nicht nur unsere Wahrnehmung, sie verändern sie auch: „Indem sie uns einen neuen visuellen Code lehren, verändern und erweitern Fotografien unsere Vorstellung von dem, was anschauenswert ist und was zu beobachten wir ein Recht haben [...] Fotografieren heißt sich das fotografierte Objekt aneignen. Es heißt sich selbst in eine bestimmte Beziehung zur Welt setzen, die wie Erkenntnis – und deshalb wie Macht – anmutet.“ Susan Sontag zeigt die Macht und zugleich Ohnmacht der Fotografie – ob sie nun zu politischen, moralisch-appellativen oder privaten Zwecken gebraucht wird. Diesen Text können Sie auch in englischer Sprache lesen.
Der Text als: pdf (160 KB)

Sontag, Susan

Susan Sontag ist Essayistin, Schriftstellerin, Filmemacherin und Kritikerin aus den USA. Sie wurde 1933 in New York geboren und studierte in Berkley, Chicago, Harvard und Oxford. Am 28. December 2004 starb Susan Sontag in New York. Zu ihren bekanntesten Werken zählen "In America" (2000), "AIDS and its metaphors" (1989), "Death kit" (1967), "The benefactor" (1963), und "On Photography" (1977).