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Zeit und Form. Mörikes „Um Mitternacht“ und „Am Rheinfall“.

  • Autoren: Mandelartz, Michael / Mörike, Eduard
  • Erschienen: 2002
  • Quelle: Doitsubungaku. Die Deutsche Literatur. [Zeitschrift der Japanischen Gesellschaft für Germanistik], Frühling 2002. Im Internet: www.iudicium.de/katalog/0387-2831.htm [14.01.2014].
  • Verlag: Ikubundo Verlag

Abstract

Die Analyse und Interpretation der beiden Gedichte „Um Mitternacht“ und „Am Rheinfall“ von Eduard Mörike versteht Mandelartz als „Übung in textnaher Interpretation“. Er wendet sich damit gegen eine allzu einseitige „Interessenverschiebung von der Literatur- zur Medien- und Kulturwissenschaft“, deren Ergebnisse in kulturgeschichtlicher und teils auch theoretischer Hinsicht zwar interessant seien. Im Zentrum der Germanistik solle aber weiterhin der Text stehen, so Mandelartz.
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Mandelartz, Michael

Prof. Dr. Michael Mandelartz, geb. 1958, studierte Germanistik und Philosophie an der RWTH Aachen. 1989 promovierte er mit einer Arbeit über Leo Perutz. Anschließend war er als Lektor an verschiedenen Universitäten in Japan und Südkorea tätig. Seit April 2002 ist Mandelartz Assistant Professor am Seminar für Germanistik der Meiji Universität in Tokio. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Natur und die naturwissenschaftliche Reflexion in der Literatur der Klassik, die Raum- und Motivanalyse, die Klassische Ästhetik sowie die jüdisch-deutsche Literatur. Veröffentlichungen: "Poetik und Historik. Christliche und jüdische Geschichtstheologie in den historischen Romanen von Leo Perutz" (1992), "Antisemitismus, Ostjudentum und die Autoren der Weimarer Republik" (1996), "Jenseits und diesseits der Polarität. Pandora von Goethe und Peter Hacks" (2003)

Mörike, Eduard

Eduard Mörike wurde 1804 in Ludwigsburg geboren. In den Jahren 1822–1826 studierte er Theologie in Tübingen, danach folgte eine fast achtjährige Vikariatszeit an verschiedenen Orten. Die ersten veröffentlichten Gedichte erschienen 1828/29 in Cottas „Morgenblatt für gebildete Stände“. Nach dem misslungenen Versuch, sich als freier Schriftsteller eine Existenz aufzubauen, kehrte Mörike 1829 in den Vikariatsdienst zurück. 1832 erschien die erste Fassung des Romans „Maler Nolten“. Von 1834 bis 1843 übte Mörike den Beruf des Pfarrers aus. Mit dem vorzeitigen Ruhestand auf eigenen Antrag hatte er sich endgültig für eine freie schriftstellerische Tätigkeit entschieden. Daneben arbeitete der Dichter als Herausgeber von Gedicht- und Novellensammlungen sowie als Übersetzer altgriechischer Lyrik. Eine erste Gesamtausgabe seiner Gedichte erschien 1838. Zu Mörikes bekanntesten Werken zählt die Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag“ (1856). Eduard Mörike starb am 4. Juni 1875 in Stuttgart.