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Gewalt 2.0.

  • Autorin: Römer, Anke
  • Erschienen: 2010
  • Quelle: Psychologie Heute. Heft 9 /2010.
  • Verlag: Beltz Athenäum Verlag

Abstract

Jeder siebte Jugendliche in Deutschland ist ein Opfer von Cyberbullying oder Cybermobbing, insgesamt sind das rund zwei Millionen Schülerinnen und Schüler. Die Autorin zeigt, dass meistens Jungen die Täter sind, die eine problematische Beziehung zu ihren Eltern haben. Sie besuchen häufig Prügel-, Rechtsradikalen- oder Pornochatrooms, lügen gezielt bei Chatbesuchen, schwänzen regelmäßig die Schule und fallen durch Ladendiebstähle und Sachbeschädigung auf. Die Betroffenen hingegen sind oftmals unbeliebte Außenseiter, eher introvertiert und wenig selbstbewusst, sie kommen aus eher behüteten Elternhäusern. Untersucht wird die Frage, ob virtuelle Gewalt im Internet oder die reale Gewalt in der Schule von den Betroffenen als schlimmer eingeschätzt wird. Die Probanden der vorliegenden Studie stufen das Verbreiten von Bildern und Videos im virtuellen Raum als wesentlich unangenehmer ein als Bullying in der Schule. Die Autorin schlägt darum Präventionsmaßnahmen auf drei Ebenen vor: Erwachsenenbildung, spezielle Programme in der Schule und das gezielte Engagement von Politik und Wirtschaft.
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Römer, Anke

Anke Römer ist Diplompsychologin und Wissenschaftsjournalistin in Mannheim. Sie schreibt als Redakteurin für Psychologie Heute.