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Presseecho

 

Pressebericht: Stuttgarter Amtsblatt, 20.01.2011

  

Medienkompetenztag am Dillmann-Gymnasium Stuttgart (18.01.2011)

 

Aufklärung für Schüler, Lehrer und Eltern

Gegen Gefahren im Internet wappnen

 

Ungläubiges Raunen und Flüstern im Saal: Götz Schart­ner ist daran gewöhnt. Gerade steht er in der Aula des Dill­mann-Gymnasiums und er­zählt 600 Schülern von den Gefahren des Internets. Das Landesmedienzentrum Ba­den-Württemberg hat an der Schule in Stuttgart-West einen Tag für die Medienkompetenz veranstaltet, und zwar für Schüler, Lehrer und Eltern.

 

Das Netz positiv nutzen

„Wir möchten junge Men­schen fit machen, sich von der Manipulation durch Me­dien zu lösen", sagte Schul­bürgermeisterin Susanne Ei­senmann zur Begrüßung. Kin­der sollten Medien positiv nutzen können, betonte auch Johannes Gienger, Leiter des Stadtmedienzentrums. Der Lehrer unterrichtet seine Ge­schichtsklasse nur noch am Computer. „Gerade in der Schule kann das Internet also auch sehr wertvoll sein."

Dass viele Schüler das Netz vor allem privat nutzen, wird in den Workshops deutlich, in denen die Fünft- und Sechstklässler über Selbstdarstel­lung in sozialen Netzen re­den. Facebook, SchülerVZ und vieles mehr sind den Zwölfjährigen geläufig. „Mei­ne Adresse schreib' ich da aber nicht rein", sagt ein Jun­ge bestimmt. „Da bin ich aber froh", lächelt der Dozent.

„Alles, was ihr ins Internet stellt, besonders Fotos, bleibt euch dort ein Leben lang er­halten", warnt Götz Schart­ner. Die Aufklärung über das Internet ist seiner Meinung deswegen so wichtig, weil die Gefahren unsichtbar sind.

Anschaulich erklärt der IT-Spezialist an Beispielen, wie leicht verhängnisvolle Situa­tionen durch Leichtsinn und Unwissenheit entstehen. „So­bald ihr Videos mit fremder Musik hinterlegt und ins Netz ladet, ist das illegal." Die An­wälte mancher Sänger seien geradezu auf der Jagd nach diesen Fällen und würden gerne mal 75 000 Euro Scha­denersatz verlangen. Die Schüler hören ihm aufmerksam zu, Schartners direkte Art kommt an.

Schuldirektor Manfred Birk ist begeistert: „In unserem EDV-Unterricht hätten wir diesen Effekt nie erreichen können", sagt er. „Bei so ei­nem komplizierten Thema muss man mit Experten und im großen Rahmen arbeiten." Eltern und Lehrer sind mit im Boot: Nachmittags und abends erhalten sie in der Au­la einen Einblick in die Me­dienwelt ihrer Kinder und Schüler, sowie Tipps, um Pro­blemen vorzubeugen.

„Technisches Wissen ist gar nicht nötig", sagt Schart­ner. „Eltern sollten mit ihren Kindern einfach darüber re­den können, was diese am Computer tun. Zeigen Sie Interesse!"   

Cornelia Villani,  Stuttgarter Amtsblatt, 20.01.2011

 

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Stuttgarter Zeitung/Nachrichten, 21.01.2011

 

Dillmann-Gymnasium

Der Tag der Medienkompetenz schult Schüler und Erwachsene im Umgang mit modernen Medien. Von Kathrin Thimme

Es ist ein heiterer Vormittag, den die Schüler des Dillmann-Gymnasiums an einem Tag dieser Woche verbracht haben. In Stuhlreihen sitzen sie in der Aula der Schule und verfolgen amüsiert und fasziniert, was ihnen der Referent vorführt. Er ortet via Funk alle Handys im Raum, die eine Bluetooth-Funktion haben, schickt Rektor Manfred Birk mit einer Kollegin vor die Tür und belauscht dann ohne deren Wissen ihr Gespräch, nachdem er sich zuvor unbemerkt in das Handy des Schulleiters eingeloggt hat, und verfasst im Namen der Bundeskanzlerin eine E-Mail an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck mit der Bitte, vier Millionen Euro locker zu machen, da der Finanzminister Wolfgang Schäuble entführt wurde und die Entführer damit drohen, ihn freizulassen, wenn sie das Geld nicht bekommen.

Es ist aber vor allem ein lehrreicher Tag, den die Schüler erleben. Denn was Götz Schartner ihnen vermittelt, ist zwar zunächst einmal lustig verpackt, doch im Grunde ist es ein sehr ernstes und sehr aktuelles Thema. Götz Schartner ist IT-Spezialist und ein "lizensierter Hacker". Wie gut er sein Handwerk versteht und wie schnell Informationen jeder Art im Internet, aber auch per Übertragung durch das Mobiltelefon missbraucht werden können, erklärte er Schülern, Lehrern und Eltern des Dillmann-Gymnasiums am Tag der Medienkompetenz.

Die Veranstaltung ist Teil der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg, die vom Landesmedienzentrum und vom Stadtmedienzentrum Stuttgart durchgeführt wird. Der Tag am Dillmann-Gymnasium ist ein Pilotprojekt und soll auf weitere Schulen in der Landeshauptstadt ausgedehnt werden. In Würzburg ist dies schon geschehen. Dort hielt Götz Schartner seinen Vortrag vor insgesamt 17 500 Schülern in der ganzen Stadt. "Die Jugendlichen bekommen ein Bewusstsein für die Gefahren der modernen Medien und sprechen auch darüber", sagt er. So verbreite sich das Wissen untereinander und sensibilisiere die Schüler, die schließlich der Generation angehören, die mit Handy und Internet aufgewachsen ist und für die die Nutzung moderner Medien zum Alltag gehört. Gerade diese Selbstverständlichkeit mache viele aber auch arglos und unvorsichtig.

Und so sind bei aller Heiterkeit die Beispiele auch erschreckend, die Schartner in seinem Vortrag anbringt. So beging ein 15-jähriges Mädchen Selbstmord, nachdem eine Freundin sie nackt unter der Dusche gefilmt und den Clip ins Internet gestellt hatte. Ein Junge wurde verurteilt, weil er - ohne sein Wissen - Musikvideos zum Herunterladen angeboten hatte und die Tauschbörse dazu noch pornografische Bilder anbot, die der Junge nachweislich nie gesehen hatte. Dennoch ist er nun wegen Urheberrechtsverletzung und Verbreitung pornografischer Bilder vorbestraft und muss 15 000 Euro bezahlen.

"Wenn ihr etwas herunterladet, achtet auf Abzocke und lest alles genau durch", sagt Schartner, und zum Thema Freizügigkeit merkt der Spezialist an: "Zu viele oder verfängliche Informationen über euch können zum Beispiel bei der Jobsuche später schwere Folgen haben." Denn heutzutage schauen sich die meisten Arbeitgeber in sozialen Netzwerken nach ihren Bewerbern um, und was sie finden, sei nicht immer erfreulich. Ebenso sei bei Verabredungen mit Bekanntschaften aus einem Chat dringend Vorsicht geboten. "Geht in soziale Netzwerke, nutzt das Internet, aber schaltet vorher euer Gehirn ein", lautet dann auch die eindringliche Warnung des IT-Spezialisten. Denn im Vergleich zum menschlichen Gehirn speichert das Internet alles ab und das meist unwiderruflich.

Kathrin Thimme, Stuttgarter Zeitung/Nachrichten, 21.01.2011

 

 

 

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Stuttgarter Wochenblatt, 26.11.2009

„Aktive Medienarbeit ist aktiver Medienschutz”

Beratung aller Schultypen beim Stadtmedienzentrum

 

Im Stadtmedienzentrum erhalten Schulen, Jugendeinrichtungen oder Vereine Unterstützung beim Einsatz von Medien. Die in Baden-Württemberg geschaffene Infrastruktur von 60 Stadtmedien- und Kreismedienzentren ist bundesweit einmalig.

 

OSTHEIM

Wer in die Rotenbergstraße in Richtung Gaskessel einbiegt, sieht zunächst nur Miethäuser und parkende Autos. Doch dazwischen, etwas unvermutet, liegt das Stadtmedienzentrum. 60 Stadt- und Kreismedienzentren gibt es in Baden-Württemberg. Sie alle haben die Aufgabe, Schulen technisch, inhaltlich und pädagogisch beim Einsatz von Medien zu unterstützen. "Kein anderes Bundesland verfügt über eine derartige Vernetzung", so der Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg Wolfgang Kraft.

 

Das Landesmedienzentrum mit seinen zwei Standorten in Karlsruhe und Stuttgart (ebenfalls in der Rotenbergstraße 111) leistet die konzeptionelle Vorarbeit, initiiert landesweite Kampagnen wie etwa zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, sorgt im technischen Bereich für die Netzwerklösung paedML (Musterlösung für schulische Computernetze) oder die Einrichtung einer zentralen Hotline und erarbeitet Lehrerfortbildungen.

 

Vor Ort umgesetzt werden die verschiedenen Angebote in den Stadt- und Kreismedienzentren. Oberstudienrat Johannes Gienger, Leiter am Stadtmedienzentrum Stuttgart, berät alle Schultypen. Dreimal wöchentlich fährt das Stadtmedienzentrum eine große Zahl von Medien aus. Darüber hinaus werden Geräte wie DVD-Player, Laptops oder digitale Fotokameras verliehen. Auch die Grauzonen im Internet kommen zur Sprache. "Aktive Medienarbeit ist aktiver Medienschutz", meint Wolfgang Kraft.

 

Schüler, die einen Video drehen, lernen neben der Kamera- und Schnitttechnik etwas über Urheberrechte oder Jugendmedienschutz. Das von Johannes Gienger betreute Projekt des digitalen Schulheftes stellt eine attraktive Form des E-Learnings dar.

 

Die Schüler bearbeiten ihre Geschichtshausaufgaben äußerst kreativ, können Bilder und Tondokumente einbauen, die der zentrale Server des Landesmedienzentrums bereitstellt. Das Hausaufgaben-Feedback durch den Lehrer erfolgt individuell und online. Das Stadtmedienzentrum unterhält zahlreiche Kooperationen mit Schulen. So betreute es das Projekt "Menschenrechte" des Königin-Charlotte-Gymnasiums, bei dem Schüler Interviews mit Obdachlosen durchführten, oder brachte Fünftklässlern der Deutsch-Französischen Schule die Kunst des Drehbuchschreibens bei.

 

Erwähnenswert sind auch der Seniorentag, die Programme für Erzieherinnen, das eigene Kino, die Ohrenspitzer-Schulung...

 

Melanie Axter, Stuttgarter Wochenblatt (26.11.2009)

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Öffentlichkeitsarbeit Stadtmedienzentrum Stuttgart: Corinna Kirstein