Druckversion Landesmedienzentrum Baden-WürttembergLandesmedienzentrum Baden-Württemberg - Wir bilden die Zukunft

Presseecho

Stuttgarter Wochenblatt, 26.11.2009

„Aktive Medienarbeit ist aktiver Medienschutz”

Beratung aller Schultypen beim Stadtmedienzentrum

 

Im Stadtmedienzentrum erhalten Schulen, Jugendeinrichtungen oder Vereine Unterstützung beim Einsatz von Medien. Die in Baden-Württemberg geschaffene Infrastruktur von 60 Stadtmedien- und Kreismedienzentren ist bundesweit einmalig.

 

OSTHEIM

Wer in die Rotenbergstraße in Richtung Gaskessel einbiegt, sieht zunächst nur Miethäuser und parkende Autos. Doch dazwischen, etwas unvermutet, liegt das Stadtmedienzentrum. 60 Stadt- und Kreismedienzentren gibt es in Baden-Württemberg. Sie alle haben die Aufgabe, Schulen technisch, inhaltlich und pädagogisch beim Einsatz von Medien zu unterstützen. "Kein anderes Bundesland verfügt über eine derartige Vernetzung", so der Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg Wolfgang Kraft.

 

Das Landesmedienzentrum mit seinen zwei Standorten in Karlsruhe und Stuttgart (ebenfalls in der Rotenbergstraße 111) leistet die konzeptionelle Vorarbeit, initiiert landesweite Kampagnen wie etwa zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, sorgt im technischen Bereich für die Netzwerklösung paedML (Musterlösung für schulische Computernetze) oder die Einrichtung einer zentralen Hotline und erarbeitet Lehrerfortbildungen.

 

Vor Ort umgesetzt werden die verschiedenen Angebote in den Stadt- und Kreismedienzentren. Oberstudienrat Johannes Gienger, Leiter am Stadtmedienzentrum Stuttgart, berät alle Schultypen. Dreimal wöchentlich fährt das Stadtmedienzentrum eine große Zahl von Medien aus. Darüber hinaus werden Geräte wie DVD-Player, Laptops oder digitale Fotokameras verliehen. Auch die Grauzonen im Internet kommen zur Sprache. "Aktive Medienarbeit ist aktiver Medienschutz", meint Wolfgang Kraft.

 

Schüler, die einen Video drehen, lernen neben der Kamera- und Schnitttechnik etwas über Urheberrechte oder Jugendmedienschutz. Das von Johannes Gienger betreute Projekt des digitalen Schulheftes stellt eine attraktive Form des E-Learnings dar.

 

Die Schüler bearbeiten ihre Geschichtshausaufgaben äußerst kreativ, können Bilder und Tondokumente einbauen, die der zentrale Server des Landesmedienzentrums bereitstellt. Das Hausaufgaben-Feedback durch den Lehrer erfolgt individuell und online. Das Stadtmedienzentrum unterhält zahlreiche Kooperationen mit Schulen. So betreute es das Projekt "Menschenrechte" des Königin-Charlotte-Gymnasiums, bei dem Schüler Interviews mit Obdachlosen durchführten, oder brachte Fünftklässlern der Deutsch-Französischen Schule die Kunst des Drehbuchschreibens bei.

 

Erwähnenswert sind auch der Seniorentag, die Programme für Erzieherinnen, das eigene Kino, die Ohrenspitzer-Schulung...

 

Melanie Axter, Stuttgarter Wochenblatt (26.11.2009)

 

Öffentlichkeitsarbeit Stadtmedienzentrum Stuttgart: Corinna Kirstein