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Aktive Medienarbeit

Laptopklasse und Medienbildung in der Schule:

Unter diesem Menüpunkt finden Sie Hinweise zum Thema „Laptopklasse(n)” sowie Darstellungen von Angeboten des Stadtmedienzentrums Stuttgart am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg zur Förderung der Medienbildung und des kompetenten sowie medienpädagogisch fundierten Einsatzes von Computern, Laptops oder Tablet-PCs. Medienpädagogische Überlegungen stehen dabei im Mittelpunkt, die Frage nach dem Endgerät (Laptop, Tablet, iPad) ist in diesem Zusammenhang von nachgeordnetem Interesse.

 

Aktuell:

Das Stadtmedienzentrum Stuttgart versucht durch eine Veranstaltungsreihe mit dem etwas provokanten Titel „The End of Chalk and Talk – Computer in den Unterricht” die Diskussion zum Thema „Computergestütztes Lernen und Lehren” in der Medienbildung neu zu beleben. Am 29.03.2012 war Michael Kerber, der stellvertretende Schulleiter des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums Gütersloh auf Einladung des Stadtmedienzentrums Stuttgart im Dillmann-Gymnasium Stuttgart und berichtete über die 10-jährige Erfahrung mit Laptops im Unterricht. An der Gütersloher Schule arbeiten alle Klassen ab Stufe 7 mit Laptops, also über 1000 Schülerinnen und Schüler. Das Stadtmedienzentrum hat Michael Kerbers Erfolgsbericht aufgezeichnet:

Film, Teil 1

Film, Teil 2

Film, Teil 3 

  

MediaCulture-Online führte ein Interview mit Michael Kerber. Hier geht es zum Blog.

 

Warum mehr Medienbildung?
Medienbildung, d. h. die Notwendigkeit der Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule wird mittlerweile in einem Atemzug mit Lesen und Schreiben als Kulturtechnik genannt. Allzu häufig richtet sich das Interesse dabei allerdings ausschließlich auf die Gefahren, die im Zusammenhang mit den neuen Medien gesehen werden: Cybermobbing, Chats, Computerspiele, Spielsucht, Abzocke im Netz, soziale Netze etc. Übersehen wird dabei oft, dass die Nutzung der neuen Medien, der kompetente Umgang mit Computern als Lern- und Lehrwerkzeug vor dem Hintergrund einer völlig auf Computer basierenden Berufswelt für die Vorbereitung der Jugendlichen von entscheidender Bedeutung ist. Dies gilt nicht nur für deren individuelle Entwicklung, sondern auch in Hinblick auf die Anforderungen der Gesellschaft. Obgleich „Vorsprung durch Technik” auch für das Lernen und Lehren gilt, sind die deutschen Schulen laut Informationen der OECD im europäischen Vergleich ins letzte Drittel zurückgefallen. Die Initiative D21, ein Verbund aus über 200 Unternehmen und Organisationen schlägt Alarm:

Martin Hüppe, Geschäftsführer beim Cornelsen Verlag und Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21, kommentiert die Situation so: „Ohne digitale Unterrichtskonzepte bieten wir Schülerinnen und Schülern kein Fundament, um sie effektiv auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Sollten wir uns in den nächsten Jahren nicht ernsthaft der Herausforderung annehmen, wie Hard- und Software für Schule und Unterricht optimiert werden, verbauen wir vielen Schulabsolventen einen erfolgreichen Start in ihre Zukunft.” (Presseinformation der Initiative D21 vom 23. Februar 2011)

 

Die Forderungen der Enquetekommission des Bundestages vom 22.06.2011 gehen noch deutlich weiter; Bericht der Projektgruppe Medienkompetenz der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft:
„[…] 2. Schülerinnen und Schüler
Die frühzeitige Medienerziehung und eine umfangreiche Geräteausstattung im Unterricht sind entscheidend, damit alle Schülerinnen und Schüler die Chancen der digitalen Gesellschaft nutzen können. Dabei gehören separate Computerräume jedoch zunehmend der Vergangenheit an. Heute ist ein eigener mobiler Computer für jede Schülerin und jeden Schüler der Schlüssel zu den Wissensquellen im World Wide Web…”

Die Diskrepanz zwischen wohl begründeten Forderungen von Industrie und Gesellschaft einerseits und der „digitalen Schulwirklichkeit andererseits ist eklatant.

 

Unterstützung der Stuttgarter Schulen durch das Stadtmedienzentrum (SMZ)

Das Stadtmedienzentrum Stuttgart am LMZ BW unterstützt die Schulen mit der Bereitstellung von Medien (offline und online/SESAM/Bildungsplanmatrix) sowie durch medienpädagogische Beratung im SMZ/LMZ sowie an den Schulen. Ziele sind dabei die Bereicherung des Unterrichts sowie die Arbeitsentlastung der Lehrkräfte und Lernenden.

Konkrete Schritte in die beschriebene Richtung werden fortan hier auf unserer Homepage in loser Folge eingestellt.

 

Interessante Links:

Notebookprojekt Zovas der Maximilian-Lutz-Realschule Besigheim

http://geschichtsheftsmz.wordpress.com
Der komplette Geschichtsunterricht in einer 8. Klasse (Gymnasium) läuft computergestützt als Blog im Internet seit Beginn dieses Schuljahres 2012/13. Arbeitsaufträge, Quellen, Schaubilder und PowerPoint-Präsentationen werden aus dem Internet aufgerufen. Die Schüler/innen führen gleichzeitig ein eigenes Heft im Internet (Blog) und sollen zu den vom „Lehrerheft" übernommenen Teilen eigene Beiträge einstellen. Die im Geschichtsheftsmz.wordpress.com (Lehrerblog) kursiv gedruckten Texte sind Beiträge von Schüler/innen.
(Falls nicht alle Texte des Blogs angezeigt werden, klicken Sie bitte auf HOME am Kopf der Internetseite.)

 

 

Weitere Nachberichte:

Am 5. Mai 2011 wurde das Thema Computergestütztes Lernen und Software im Unterricht am Stadtmedienzentrum Stuttgart in Bezug auf die Schulpraxis diskutiert. Positive Erfahrungen mit einer Laptop-Klasse gab es in der Vergangenheit auch am Wilhelms-Gymnasium. Zur Sprache kamen die Voraussetzungen: In vielen Schulen fehle es an den erforderlichen technischen Bedingungen und Ausstattungen. Dort übernehmen beispielhaft motivierte Schüler die Pflege und Betreuung zum Teil sogar eigenverantwortlich. Klar wurde, dass die Lernsoftware-Entwicklung nur dann sinnvoll fortschreitet, wenn Pädagogen sich in der Verantwortung sehen, ihre Anregungen und Kritikpunkte an die Softverlage zu melden. Zur Veranstaltung am 5. Mai 2011 erschien ein Bericht bei MediaCulture-Online.