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Referenzschulmodell Grundschule gestartet

Bild: Thinkstock

Der kommende Bildungsplan sieht die Medienbildung bereits in der Grundschule vor. Um die Grundschulen hierbei zu unterstützen, begleitet das LMZ im laufenden Schuljahr sechs sogenannte Referenzschulen exemplarisch bei ihrer medienpädagogische Entwicklung.

 

Um Erfahrungen mit pädagogischen und technischen Unterstützungsleistungen zu sammeln, führt das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) bereits seit 2011 erfolgreich ein Pilotprojekt an verschiedenen Grundschulen im Land durch. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden nun bei den Referenzschulen angewendet und anderen nutzbar gemacht.


In bisher sechs Landkreisen werden im laufenden Schuljahr je eine Grundschule exemplarisch vom LMZ in der Hard- und Softwareausstattung beraten. Das Kollegium wird medienpädagogisch qualifiziert und erhält für die Projektlaufzeit regelmäßige Beratung durch den Medienpädagogischen Berater (MPB) des zuständigen Kreis- oder Stadtmedienzentrums. Das LMZ bietet den technischen Support über die LMZ-Hotline und über eine Fernwartung des pädagogischen Schulnetzes, die für die Referenzschule für die Projektdauer kostenfrei nutzbar ist. Zudem führen Referentinnen und Referenten des LMZ Workshops vor Ort durch.

 

Kompetenzzentren vor Ort

 

Aufgabe dieser Referenzschulen ist es, sich anderen Grundschulen zu öffnen, interessierte Schulen, Lehrkräfte und Schulträger beim Einstieg in die Medienbildung in der Grundschule vor Ort zu beraten. Sie geben anderen Schulen im Landkreis Einblicke in die Medienintegration in schulische Prozesse, liefern Anschauungsmaterial, erproben Fortentwicklungen und machen Medienbildung in der praktischen Umsetzung für Interessierte erlebbar.


Sie können aus eigenen Erfahrungen Hilfestellung geben bei Fragen wie: Wie kann ein pädagogisch-didaktisches Konzept aussehen? Wie kann es erarbeitet werden? Was ist ein Mediencurriculum, ein Medienentwicklungsplan (MEP) und wie kann man diese beiden Instrumente für die eigene Schule einsetzen? Was kann an der Schule mit der Technik gemacht werden? Wie kommt man an eine technische Ausstattung? Wann sollte der Schulträger einbezogen werden?


Neben Gesprächen, Schulbesuchen und Hospitationen findet diese Beratung auch im Rahmen von Referenzschulnachmittagen statt. Bei diesen Veranstaltungen, die ein- bis zweimal im Schuljahr stattfinden, können sich Interessierte aus dem Umkreis mit Vorträgen und Workshops informieren. Das LMZ stellt bei Bedarf Referentinnen und Referenten. Auch auf der der schuleigenen Homepage werden nach und nach Informationen über die medienpädagogische Arbeit veröffentlicht. Im Rahmen des Medieneinsatzes erarbeitete Unterrichtsmaterialien werden zur Multiplikation anderen Grundschulen zur Verfügung gestellt. Das Referenzschulmodell hat eine Laufzeit von zunächst einem Jahr und wird fortlaufend evaluiert. Angestrebt ist, im Schuljahr 2015/16 weitere Referenzschulen einzurichten.

 

Weiterführende Informationen zum Referenzschulkonzept Grundschule des LMZ erhalten Sie bei der Projektleiterin Nadine Giebenhain (giebenhain@lmz-bw.de).

30.10.2014