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Facebook plant Einführung von kostenpflichtigen Inhalten

Erstmals soll es bezahlungspflichtige Inhalte auf Facebook geben: Nach Informationen des Wall Street Journals plant das Soziale Netzwerk eine Abo-Funktion für Instant Articles. Davon dürften vor allem Medienunternehmen profitieren.

Instant Articles werden meist von Zeitungen wie dem Wall Street Journal, aber auch beispielsweise von der Unterhaltungsseite BuzzFeed verwendet. Auf Facebook gepostete Artikel werden nicht mehr extern über den jeweiligen Browser geöffnet sondern gleich in der Facebook-App. Diese Funktion sei vor allem für Medienunternehmen eingeführt worden, da die Artikel so schneller – ohne Umweg über den Browser – geöffnet werden können, was zu einer höheren Leserquote führen soll. Nun kommen aber viele Herausgeber wieder davon ab, da kein entsprechendes Monetarisierungspotenzial in diesem System gesehen wird.

 

Mehr Einnahmen für Zeitungen?

Für Facebook ist das ein Verlust, da so Nutzer aus der App herausgeleitet werden und sich so die Verbleibsdauer der Nutzer auf der Plattform senkt – was weniger Werbeeinnahmen bedeutet. Nun soll eine Abo-Funktion für Nachrichtenmedien eingeführt werden: Instant Articles sollen so exklusiv für Abonnenten zugänglich sein. Voraussichtlich nach dem Metered-Modell soll es nach monatlichen Freiklicks eine Bezahlschranke geben.

 

So könnten die Medienunternehmen erstmals mit ihren geteilten Artikeln auf Facebook Geld verdienen. Ob sich das mit der Gratis-Kultur des Internets und Sozialen Netzwerken vereinbaren lässt, wird sich zeigen. Bislang bieten die meisten (Online-)Zeitungen ihre Inhalte noch kostenfrei an: Ein Luxus-Zustand für Nutzer, ein Kostenverlust für die Zeitungen. Die Abo-Funktion von Facebook soll Ende dieses Jahres verfügbar sein. 

14.06.2017