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Facebook optimiert Bildsuche

Zukünftig lassen sich bei der Suche nach Fotos nicht nur über Informationen aus der Textbeschreibung finden, sondern auch durch das eigentliche Bild selbst. Künstliche Intelligenz macht diesen Vorgang möglich. Generell konnte Facebook ein deutliches Wachstum im vergangenen Quartal vorweisen.

Sucht man aktuell nach einem Bild auf Facebook, wird eine Bildauswahl durch die zugehörigen Textbeschreibungen der User generiert. Von nun an sollen Bilder jedoch durch Computer Vision (maschinelles Sehvermögen) analysiert werden. Das heißt, das System realisiert, was das Bild abbildet – etwa Personen oder bekannte Sehenswürdigkeiten. Mit diesem Wissen soll das System eine noch exaktere Suche gewährleisten. Da ein beträchtlicher Teil der geteilten Fotos auf dem Sozialen Netzwerk Personen zeigt, fokussiert sich Facebook auf die Beschreibung von Personen und deren Bewegungsmuster. So kann die Suchfunktion auch Fotos finden, in denen der Suchbegriff nicht im zugehörigen Text vorhanden ist.

 

Zum Beispiel: Ein Foto wird mit dem Suchbegriff „schwarzes T-Shirt“ gesucht. Nun findet Facebook ein Bild von einer Frau, die tatsächlich ein schwarzes T-Shirt trägt – auch wenn das Foto die Textbeschreibung „Ein schöner Sommertag“ ist. Bisher hätte FB das Bild nur gefunden, wenn die Textbeschreibung beispielsweise „Mein neues schwarzes T-Shirt“ lauten würde.

 

Das neue Feature ist aktuell nur in der englischsprachigen Facebook-Version verfügbar.

 

Aussichtsreiche Zahlen

Im Bereich der künstlichen Intelligenz führt Facebook im Moment 1,2 Millionen Experimente pro Monat durch. Auch das vergangene Quartal war erfolgreich: Der Umsatz des Unternehmens stieg nach eigenen Angaben um 51 Prozent im Jahresvergleich, der Gewinn wurde mehr als verdoppelt. Die Zahl der aktiven Nutzer stieg von rund 70 Millionnen auf 1,86 Milliarden im Monat. Einen Dämpfer verpasste jedoch die Strafzahlung von 500 Millionen US-Dollar nach einem Streit um die Entwicklungsgeschichte der VR-Brille Oculus Rift.

10.02.2017