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Der Facebook-Datenskandal – ein Update

Mehr Betroffene als gedacht, angekündigte Reformen, schwammige Antworten bei Zuckerbergs Anhörung: Das hat sich über die letzte Woche im Fall Facebook und Cambridge Analytica ergeben.

Mehr Betroffene, auch in Deutschland

Seit dem letzten Kenntnisstand hat sich im Datenskandal um Facebook viel getan, Facebook muss immer mehr Kritik einstecken. Vor allem aber hat sich der Skandal ausgeweitet: Bis zu 87 Millionen Nutzer/-innen sind nach Angaben der Plattform von dem Datenmissbrauch betroffen – mehr als ursprünglich angenommen. Bislang war von 50 Millionen Betroffenen die Rede. In Deutschland sollen bis zu 310.000 Profile betroffen sein. Mit einem Link kann nun überprüft werden, ob das eigene Profil an Cambridge Analytica weitergegeben wurde.

 

Änderungen – aber wann?

Facebook hat auf seinem Blog bereits Änderungen angekündigt, beispielsweise sollen Apps nicht mehr an private Informationen gelangen. Weitreichende Änderungen im Datenschutz können aber noch Monate dauern, da die technischen Entwicklungsprozesse nicht immer einfach sind.

 

Klare Statements?

Das kündigte Zuckerberg auch bei seiner Anhörung vor dem US-Senat an. Der Facebook-Chef wurde am Montag ausführlich verhört und sah sich mitunter unangenehmen Fragen ausgesetzt – die er sehr ausweichend beantwortete. Immer wieder gestand er schwere Fehler ein und verwies bei Änderungsvorschlägen auf sein Team, dass sich mit den jeweiligen Arbeitsgruppen in Verbindung setzten werde. Klare Versprechen und Änderungsvorschläge sind nicht zu finden.

 

Diese Woche folgt eine weitere Anhörung Zuckerbergs. Ob sich bei Facebook zeitnah etwas ändern wird, bleibt fraglich.

11.04.2018