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Alle Jahre wieder…: Auf die Plätze, fertig, Code!

Die sogenannte „Hour of Code“ (dt. Stunde des Programmierens) findet seit fünf Jahren parallel zur Computer Science Education Week statt. Dieses Jahr läuft sie noch bis zum 10. Dezember. Ziel der Hour of Code ist es, dass sich Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt eine Stunde lang anhand von Tutorials mit dem Programmieren befassen.

Die Hour of Code wurde von Code.org ins Leben gerufen, einer gemeinnützigen Organisation, deren Ziel es ist, Kinder und Jugendliche fürs Programmieren zu begeistern. Unterstützt werden sie dabei durch von Prominenten wie Mark Zuckerberg, Bill Gates und Barack Obama.


Bei der Hour of Code geht es nicht so sehr darum, eine Programmiersprache zu erlernen oder gar zum Programmierprofi zu werden. Vielmehr sollen Kinder und Jugendliche einstündigen Tutorials folgen und mit Blockly, einer grafischen Programmiersprache, bei der man Blöcke mit Befehlen aneinanderreiht, innerhalb dieser Stunde bereits erste Erfolgserlebnisse erfahren, indem sie so z.B. ein Spiel „programmieren“.


Grund für diesen Ansatz ist die Bedeutung, die der Informatik in der heutigen Welt zukommt. Dies zeigt sich nicht zuletzt auch an der Tatsache, dass in Baden-Württemberg das Informatikangebot in allen weiterführenden Schulen ausgebaut wird. Natürlich geht es dabei – genauso wenig wie beim Programmieren in der Grundschule und in der weiterführenden Schule – nicht ums Programmieren per se, sondern darum, die Welt, die heutige Kinder und Jugendliche umgibt, zu verstehen und ihnen möglichst früh eine Problemlösekompetenz zu vermitteln, die auf logischem Denken, der Analyse von Problemen und der kreativen Umsetzung von Lösungsansätzen beruht.


Um mit dieser Aktion möglichst viele Zielgruppen anzusprechen, gibt es Tutorials in inzwischen mehr als 45 Sprachen. Damit findet in über 180 Ländern mittlerweile die Hour of Code statt. So wurden bisher über 100 Millionen Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen erreicht. Für Lehrkräfte gibt es Anleitungen (auf Englisch), wie sie die Hour of Code ganz einfach in ihrem Unterricht umsetzen können. Außerdem gibt es diverse Kurse für unterschiedliche Altersgruppen auf der Webseite. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist für die Schüler/-innen bei der Hour of Code nicht nötig, für die Teilnahme an den angebotenen Kursen jedoch schon. Es ist denkbar, diese Möglichkeit nicht nur auf Deutsch zu nutzen, sondern auch durchaus in Fremdsprachen. Oder aber um in interkulturellen Settings Kinder aus anderen Ländern, die die Landessprache noch nicht so gut beherrschen, besser in ihre Klasse zu integrieren, da sie die Aktivitäten in ihrer eigenen Sprache umsetzen und dann deutschen Klassenkameraden ggf. zur Hand gehen können.


Die Tutorials der Hour of Code funktionieren auf allen Geräten und in der Regel mit allen Browsern (Systemvoraussetzungen). Doch auch für den Fall der Fälle, nämlich wenn keine IT-Infrastruktur zur Verfügung steht, gibt es Möglichkeiten. Am Ende der Hour of Code können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern ein selbstgedrucktes Zertifikat aushändigen.


Wenn Sie auch an der Hour of Code teilnehmen möchten, suchen Sie auf der entsprechenden Webseite eins oder mehrere Tutorials, das/die Sie Ihren Schülerinnen und Schülern anbieten wollen und schon kann es losgehen. Falls Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern ein mit einem Cardboard in Virtual Reality erlebbares Programm erstellen möchten, schauen Sie bei CoSpaces vorbei und wählen Sie zwischen „Pirate Plunder“ und „Robot Rattle“!


Lehrkräfte können sich übrigens noch bis zum 12. Dezember auf der Webseite der Hour of Code anmelden, um in der offiziellen Teilnehmerliste zu erscheinen.

 

Informationen zum Aufbaukurs Informatik in Baden-Württemberg finden Sie hier.

07.12.2017