Politische / Öffentliche Reden

Rede des Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine im Deutschen Bundestag am 27. November 1996

Beschreibung

Die Bonner Rednerschule, die jedes Jahr einen Politiker des Bundestages mit dem Goldenen Mikrofon auszeichnet, wählte 1996 die Rede von Ministerpräsident Oskar Lafontaine, die er am 27.11.96 in der Bonner Haushaltsdebatte hielt, zur Rede des Jahres. Thema dieser Rede ist die unterschiedliche Bewertung von Regierung und Opposition bei der Verminderung der Arbeitslosigkeit. Lafontaine, der als ein guter, aber auch intellektueller Redner gilt, spricht hier weitgehend frei und ohne Manuskript. Die rhetorischen Muster und Strategien, um die Regierungsparteien (CDU/CSU/FDP) als unfähig vorzuführen, lassen sich hier genauer studieren. Die Rede, die in unserer Online-Bibliothek auch als Text vorliegt, eignet sich zur Erarbeitung der politischen Rhetorik in der Schule.
Oskar Lafontaine: Rede im Deutschen Bundestag(MP3, 38,56 MB, Dauer: 00:42:04)

Lafontaine, Oskar

Oskar Lafontaine wurde 1943 als Sohn eines Bäckers geboren. Er studierte Physik und trat 1966 in die SPD ein. 1970-1975 Abgeordneter im Saarländischen Landtag, 1974-1985 Bürgermeister der Stadt Saarbrücken, 1979-1999 Mitglied des Bundesvorstandes der SPD, 1985-1998 Ministerpräsident im Saarland. 1998 wurde Lafontaine im Kabinett Schröder Finanzminister. Am 11. März 1999 erklärte Lafontaine überraschend seinen Rücktritt vom Amt des Finanzministers und schied aus dem aktiven politischen Leben aus. In seinem Buch "Das Herz schlägt links" rechnet Lafontaine mit der SPD-Politik, die er für verfehlt hält, ab.