Medienpädagogik

Die Medienpädagogik – ein McGuffin, Sisyphos, Herkules, oder...?

  • Autor: Baacke, Dieter
  • Erschienen: 1999
  • Quelle: Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) (Hrsg.): Von der "Filmerziehung" zur "Medienkompetenz". medien + erziehung (merz) spiegelt die Entwicklung der Medienpädagogik. Beiträge aus vierzig Jahren.
  • Verlag: kopaed verlagsgmbh

Abstract

Wittern die einen hinter dem Begriff der Medienpädagogik ein diffuses Geheimnis, sehen die anderen darin hauptsächlich harte, ergebnislose Plackerei: Begriffs- und Aufgabenklärung tut not. Dieter Baacke bezieht kritisch Stellung zu den Schwachstellen der Medienpädagogik, wie zum Beispiel ungenügende Theorie, wirkungslose Praxis, mangelnde Vermittlung zwischen beiden oder Absenz von MedienpädagogInnen im Stellenplan der Kommunen und Länder. Gleichzeitig zeigt er kurz und pointiert die Chancen einer selbstkritischen und selbstbewussten Medienpädagogik auf, die er zum einen in der Aufarbeitung der eigenen Geschichte und der Darstellung der eigenen Leistungen sieht, zum anderen in der Vermehrung entsprechender Partizipations-Chancen, wie lokale Programme, offene Kanäle, interaktive Rückkopplungen, die Förderung lokaler Kommunikationskultur u.a. Der Text ist eine direkte Stellungnahme zu Bernd Schorbs „Vierzig Jahre Medienpädagogik bedeutet vierzig Jahre“.
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Baacke, Dieter

Dieter Baacke (1934-1999) lehrte Erziehungswissenschaft an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld und war Gründungsmitglied und Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK). Sein pädagogisch begründeter Begriff der "Medienkompetenz" inspirierte dauerhaft Wissenschaft, Praxis und Politik. Veröffentlichungen: "Medienpädagogik" (1997), "Jugendliche im Sog der Medien" (1989), "Lebenswelten Jugendlicher" (1990).