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Geschichte wird gemacht! Zur Konstruktion von Geschichtsbildern in Dokumentarfilmen und Fernseh-Dokumentationen.

  • Autor: Zimmermann, Peter
  • Erschienen: 1999
  • Quelle: forum medienethik, Nr.2/1999.
  • Verlag: kopaed verlagsgmbh

Abstract

Der Text beschreibt eindrücklich am Beispiel des Verhältnisses DDR–BRD, wie stark Massenmedien das öffentliche Geschichtsbewusstsein, aber auch die öffentliche Meinung prägen, ja geradezu konstruieren. Es wird deutlich, wie einseitig die westdeutschen Medien von der DDR berichteten und damit ganz wesentlich zum Bild von der maroden und abgewirtschafteten DDR beitrugen, ein Bild, das bis heute in unseren Köpfen weiterlebt. Deshalb plädiert der Autor für einen bewussteren Umgang der Medien mit der deutsch-deutschen Vergangenheit, damit die einseitige Dominanz der westdeutschen Geschichtskonstruktion aufgehoben wird und andere Sichtweisen der Geschichte deutlich werden können.
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Zimmermann, Peter

Dr. phil. habil. Peter Zimmermann (* 1944) ist Privatdozent und war von 1992 bis 2007 Wissenschaftlicher Leiter im Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart sowie Gesamtprojektleiter des DFG-Forschungsprojekts zur Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1973–1991. Als Dozent und Gastprofessor lehrte er an den Universitäten Wuppertal, Kairo und Marburg. Veröffentlichungen: „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland I–III“ (Hg. 2005), „Triumph der Bilder“ (2002), „Fernseh-Dokumentarismus“ (1994)