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06.03.2017 | Jiří Hönes

Werkstattbericht Grundschule: Vom Film zum digitalen Bilderbuch

Ergebnisse aus den Gruppenarbeiten

Inspiriert von dem animierten Kurzfilm „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ entstand in dieser Unterrichtseinheit von Alexandra Schatz ein digitales Bilderbuch. Die Lehrerin unterrichtet an der Grundschule Glatten, der Referenzschule für Medienbildung im Landkreis Freudenstadt. Michael Funk, Medienpädagogischer Berater (MpB) am Kreismedienzentrum Freudenstadt (KMZ), der einmal pro Woche zur Unterstützung an der Schule ist, gab Anregungen und Tipps zur Umsetzung der Idee.

 

„Für Hund und Katz ist auch noch Platz“, im Originaltitel „Room on the Broom“, ist ein 25-minütiger Animationsfilm aus England. Er entstand im Jahr 2012 nach der Vorlage des gleichnamigen Bilderbuchs von Julia Donaldson, die vor allem für die „Grüffelo“-Bücher bekannt ist. Es geht darin um die abenteuerliche Reise auf einem fliegenden Besen, die eine Hexe mit ihrer Katze unternimmt. Nach und nach kommen weitere Tiere hinzu, was nicht immer ohne Konflikte abläuft. Als die Reisegesellschaft schließlich in ernste Schwierigkeiten gerät, rauft diese sich jedoch zusammen und es kommt zu einem Happy End.

 

Die Unterrichtseinheit wurde in einer jahrgangsgemischten Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse durchgeführt. Die Schule verfügt über einen Computerraum mit 12 Schülerarbeitsplätzen und einem Beamer sowie der Pädagogischen Musterlösung paedML® Linux.

Ein Ergebnis aus den Gruppenarbeiten

Der Film ist in der SESAM-Mediathek verfügbar und ist in fünf einzelne Sequenzen (Kapitel) teilbar. Die erste Sequenz wurde im Unterricht gemeinsam betrachtet und besprochen. Die weiteren drei Filmsequenzen – außer dem Schluss – bearbeiteten die Kinder in Gruppenarbeit. Dabei wurden zusammenfassende Texte verfasst, mit einem Textverarbeitungsprogramm eingetippt und gespeichert. Zudem wurden zu jeder Sequenz drei Bilder mit dem Malprogramm Paint und mit Wasserfarben auf Papier gezeichnet. Die Bilder wurden dann in die jeweiligen Dateien eingefügt. Zum Abschluss dieser Phase präsentierte jede Gruppe ihr Ergebnis in der Reihenfolge des Films. Über das Ende wurde im Unterrichtsgespräch gemeinsam spekuliert.

 

Hiernach schaute die ganze Klasse den gesamten Film an. Zum Abschluss wurde nun die letzte Szene des Films arbeitsteilig schriftlich zusammengefasst und illustriert. Über die Einsammel-Funktion der paedML® wurden die einzelnen Bilder und Texte der Lehrerin zugesandt, die diese dann mit Microsoft Word zu einem Dokument zusammenstellte und als PDF-Datei speicherte. Somit stand allen Kindern ein gemeinsam erstelltes digitales Bilderbuch zur Verfügung.

 

Alternativ zur Textverarbeitung kann auch ein Präsentationsprogramm wie MS PowerPoint verwendet werden. Dies ist für die Erstellung von illustrierten Buchseiten etwas besser geeignet als eine Textverarbeitungssoftware. Doch in diesem Durchgang hatten die Schülerinnen und Schüler laut Alexandra Schatz erst in Klasse 3 mit der Arbeit am Computer angefangen. Daher waren sie bislang nur mit MS Word vertraut. In Zukunft legt man an der Grundschule Glatten jedoch schon in Klasse 1 los. Dann sollten die Kinder in Klasse 3 bereits fit genug für PowerPoint sein.

 

Die Unterrichtsidee mit Verlauf, Bildungsstandards, angestrebten Medienbildungskompetenzen und benötigter Ausstattung können Sie sich bei SESAM herunterladen unter dem Titel „Unterrichtsidee: Vom Film zum digitalen Bilderbuch“. Als fächerübergreifende Erweiterung bietet sich übrigens die Arbeit mit dem englischsprachigen Originalbilderbuch „Room on the Broom“ an.

Bildende Kunst, Deutsch, Grundschule, Lehrkräfte, Medienbildung

Hallo und Tschüss, 21.03.2017 um 16:35
Lol gay
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