MediaCulture-Online Blog

10.11.2015 | Constantin Schnell

Neues Haus, neues Angebot: Historische Filme für den Unterricht

Vor Kurzem ist Haus des Dokumentarfilms in den Kulturpark Berg im Stuttgarter Osten umgezogen. Dessen umfangreiche Filmsammlung lässt sich nicht nur vor Ort anschauen, sondern durch eine Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg nun auch online. Den Anfang machen Filme aus der Nachkriegszeit, die im Unterricht kostenfrei genutzt werden können.

 

 

Was ist das Haus des Dokumentarfilms eigentlich?

 

Das Haus des Dokumentarfilms (HDF) ist eine in Europa einmalige Institution, die sich der Förderung, Forschung und der Sammlung des Dokumentarfilms widmet. Ein großer Teil der Arbeit findet Eingang in zahlreiche Tagungen, Workshops und Filmabende sowie in den jährlich stattfindenden Branchentreff Dokville.

 

Das Haus beherbergt neben vielem anderen auch die sogenannte Landesfilmsammlung. Darin sind über 8000 historische Filme erfasst, die nach Themen, nach Städten und Personen katalogisiert sind (und noch viel mehr Filme in den Lagern warten darauf, gesichtet und erfasst zu werden). Über www.doksite.de kann man die Datenbank selbst durchsuchen. Wer dort anfängt zu stöbern, macht meist – neben dem „eigentlich Gesuchten“ – tolle Entdeckungen. Für denjenigen, der Fragen oder spezielle Wünsche hat,  sind außerdem die Archivare telefonisch unter 0711 929309-00 ansprechbar.

Das HDF bemüht sich dabei, möglichst viele Filme online zu stellen, damit man sie sichten kann. Auch direkt vor Ort im Stuttgarter Osten können – nach Anmeldung – Filme gesichtet werden. Mitnehmen in den Unterricht kann man die Filme allerdings nicht. Dazu gibt es dann wiederum die DVD-Reihe „Städte-Filme“, die man käuflich erwerben kann.

Der „Générale“ 1945 in Karlsruhe.

Ganz neu ist nun, dass durch eine Kooperation zwischen dem Haus des Dokumentarfilms und dem Landesmedienzentrum Lehrkräfte die ersten historischen Filmschätze nun auch kostenlos bei SESAM herunterladen können. Die ersten neun Filme für den Unterricht zeigen die Nachkriegszeit in Baden-Württemberg in Originalaufnahmen (und sind meist ohne Ton). Zerbombte Städte, amerikanische Soldaten, Deutsche bei Wiederaufbauarbeiten – unmittelbarer kann man Geschichte nicht erleben als in diesen Filmen.

 

Was muss man tun, um die Filme im Unterricht einzusetzen?

 

Jede (in SESAM angemeldete) baden-württembergische Lehrkraft kann die Filme einzeln oder im Paket herunterladen und im Unterricht nutzen. Geben Sie in der Medienrecherche unter „Medien zum Herunterladen“ einfach das Stichwort „Nachkriegszeit“ ein. Auf der dann folgenden Ergebnisseite klicken Sie auf „Nachkriegszeit in Baden-Württemberg“, und Sie erhalten eine Übersicht über die Filme („Themenbank“), die Sie dann direkt online sichten („Jetzt anzeigen“ anklicken) und auch herunterladen können. Hier der direkte Zugang zur Themenbank. Das neue Angebot hilft zum Beispiel auch die Medienbildung entsprechend dem neuen Bildungsplan im Fach Geschichte umzusetzen.

 

HDF und LMZ werden in nächster Zeit weitere Originalaufnahmen digitalisieren, aufbereiten und in SESAM zur Verfügung stellen. Das Haus des Dokumentarfilms bietet darüber hinaus Workshops an, in denen die Schüler sehr anschaulich und praktisch einiges über Film und seine Aufgabe als Gedächtnis unserer Kultur und Geschichte lernen.

Film, Geschichte, SESAM

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* = Pflichtfeld

*
*
*

CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*