MediaCulture-Online Blog

Eindrücke vom Fachtag Geschichte

Kaum ein Ereignis der jüngeren Geschichte hat so viele bis heute nachwirkende Spuren hinterlassen wie der Erste Weltkrieg. Aus Anlass seiner 100-jährigen Wiederkehr hat das Stadtmedienzentrum Stuttgart am 14. Mai 2014 einen Fachtag zu diesem Thema veranstaltet. Noch nie war der Andrang so groß wie dieses Mal: „Wir mussten sogar Leute abweisen“, so Leiter Johannes Gienger. In einer mehrteiligen Reihe stellen wir Ihnen ausgewählte Inhalte des Fachtags zur „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ vor.

 

 

Wie es zum Ersten Weltkrieg kam

Der erste Teil unserer Serie über den Fachtag Geschichte zum Ersten Weltkrieg am SMZ Stuttgart widmet sich Professor Dr. Gerhard Hirschfelds Vortrag über die Julikrise 1914.

Kriege im Unterricht: Neue Herausforderungen für die Friedenspädagogik

 „Wie viele Konflikte wurden gelöst ohne Gewalt und gar ohne Krieg? Diese Lösungen sind medial und didaktisch nicht aufbereitet“, sagte Uli Jäger, Leiter des Instituts für Friedenspädagogik. Ziel ist es, Krieg und Gewalt Frieden beziehungsweise gewaltfreie Konfliktbearbeitung entgegenzusetzen.

Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart

Im dritten Teil der Serie stellen wir Ihnen die Bibliothek für Zeitgeschichte an der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart vor. Hier lagern unzählige Fotos, Flugblätter, Briefe und Tagebücher mit Bezug zum Ersten Weltkrieg.

Mit Schülern ins Archiv

Wo könnten Schülerinnen und Schüler plastischer an das Archivwesen herangeführt werden als im Archiv selbst? Mit echten Archivalien. Die Fachberater Geschichte vom Regierungspräsidium Stuttgart stellten ihre Unterrichtseinheit 100 Jahre Erster Weltkrieg (1914–1918) im regionalen Kontext vor, die einen Besuch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart beinhaltet.

Der Erste Weltkrieg in der Literatur

Ohne Literatur kommt man als Historiker nicht aus, findet Dr. Heiger Ostertag, denn sie sei schließlich eine „Variante, Geschichte erfahrbar zu machen“. Daher präsentierte er in seinem Vortrag literarische Zeugnisse zum Ersten Weltkrieg und erläuterte, wie man sie im Unterricht verwenden kann.

Planspiel: den Weltkrieg verhindern

Musste die Julikrise 1914 zwangsläufig in einen militärischen Konflikt führen? Hätte es einen Weg gegeben, die Katastrophe zu verhindern? Wie hätten wir uns anstelle der politischen Akteure damals verhalten? Thomas Teuscher hat ein Planspiel zur Julikrise entwickelt, das er bereits mehrfach mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt hat.

Deutsch-französische Gedenk- und Begegnungsstätten

„Die Geschichte ist nicht fertig!“ Und Kriegsgräberstätten sind nicht nur Soldatenfriedhöfe, sondern auch Erinnerungsorte. Bernard Klein, Leiter der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Albert Schweitzer in der Nähe von Straßburg, teilte seine Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Umgang mit den Toten der Weltkriege.

Bei SESAM finden Sie zudem zahlreiche Materialien wie Plakate oder Archivalien zum Download. Nach wie vor erhältlich ist die CD-ROM Imperialismus und Erster Weltkrieg, die das Stadtmedienzentrum in Kooperation mit medialesson GmbH erstellt hat.

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* = Pflichtfeld

*
*
*

CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*