MediaCulture-Online Blog

13.10.2011 | Jiří Hönes

Fünf kostenlose Blog-Tools im Vergleich

Blogs eignen sich hervorragend für die Schaffung von Schreibanlässen im Unterricht. Mit ihnen lassen sich die vielfältigsten Vorgänge in der Schule dokumentarisch begleiten. Ebenso lassen sich Blogs als "digitales Schulheft" einsetzen, wo sie einen konstruktivistischen Ansatz in der Erarbeitung von Unterrichtsstoffen jeder Art ermöglichen. Die Praxisbeispiele von der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln oder unseres Kollegen Johannes Gienger zeigen, dass Schülerinnen und Schüler gerne mit Blogs arbeiten. Lisa Rosa vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg hat bereits vor etwa zwei Jahren eine Typologie für den Einsatz von Blogs in der Schule erstellt, auf die wir immer wieder gerne verweisen.

 

Einiges hat sich seither getan, die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer, die Blogs im Unterricht oder auch zur Information der Eltern verwenden, steigt stetig. Um interessierten Lehrkräften und natürlich auch allen anderen einen Überblick über die verschiedenen Anbieter zu geben, hat sich die Redaktion fünf kostenlose Blog-Anbieter genauer angeschaut. Wo nervt die Werbung? Wo kann ich ins Design eingreifen? Wo ins Layout? Wie viel Speicherplatz bietet welcher Dienst? Um es vorwegzunehmen, unserer Ansicht nach sind WordPress.com und Blogger nicht ohne Grund die am weitesten verbreiteten Tools. Nicht zu verachten ist jedoch auch der französische Anbieter OverBlog.

 

Bei allen fünf vorgestellten Anbietern wurde je ein inhaltlich identischer Demoblog eingerichtet. So kann etwas veranschaulicht werden, was sich mit dem Dienst so alles machen lässt. Allerdings stellen diese Demoblogs in den meisten Fällen nur eine von zahlreichen Möglichkeiten dar, Layout und Design sollten daher nicht überbewertet werden.

WordPress.com

Wordpress.com ist ein in seinen Grundfunktionen kostenloser Dienst der US-Firma Automattic und benutzt die Open-Source-Blogsoftware WordPress.

 

Angebotsumfang

 

Deren Entwickler starteten 2005 einen Dienst, bei dem Blogs kostenlos gehostet werden können. Mit einem Account kann man sich einen oder mehrere Blogs einrichten oder auch nur als Autor in einem anderen Blog aktiv sein. Dabei wird nach Angabe von WordPress.com gelegentlich Werbung auf den Blogs geschaltet. Dies scheint jedoch sehr selten der Fall zu sein, denn niemand aus unserer Redaktion hat bislang welche gesehen. Auch das Einrichten von Zweit- und Drittblogs ist kostenlos. Die Domains sind nach dem Muster meinname.wordpress.com aufgebaut. Pro Blog stehen ganze 3 GB Speicherplatz zur Verfügung, was ein ausgiebiges Bebildern ermöglicht. WordPress.com bietet einige kostenpflichtige Zusatzfunktionen an, so etwa das Abschalten der Werbung für 30 $ pro Jahr, eine eigene .org- oder .net-Domain für 17 $ pro Jahr oder zusätzlichen Speicherplatz (5 GB für 19,97 $ pro Jahr, 15 GB für 49,97 $ pro Jahr).

 

WordPress.com baut dabei auch auf den Community-Aspekt beim Blogging. Die Firma übernahm 2007 den Avatar-Hosting-Dienst Gravatar. Wer sich bei WordPress.com registriert, hat dort automatisch auch einen Account und somit einen „global erkannten Avatar“ – sofern man diesen nutzen will. Somit hat man als Blogger einen Avatar, der auch z.B. dann erscheint, wenn man in angemeldetem Zustand den Blog eines anderen Nutzers kommentiert. Über Schlagworte lassen sich alle WordPress-Blogs durchsuchen, was dem Nutzer die Möglichkeit bietet, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

Benutzeroberfläche von WordPress.com – Widgets verwalten

Hinsichtlich des Layouts bieten die meisten Themes umfangreiche Eingriffsmöglichkeiten. Über so genannte Widgets lassen sich zahlreiche Funktionen in die Seitenleiste oder Fußzeile integrieren. Dabei sind alle Grundfunktionen von Blogs wie das Anzeigen der letzten Beiträge, Schlagwort- und Kategoriewolken oder -listen, Linklisten und Archive vertreten. Hinzu kommen Widgets zur Integration verschiedener Social-Media-Dienste: Es lassen sich beispielsweise Twitter-Feeds, Delicious-Links oder Flickr-Fotostreams einbinden. Wo diese Widgets angezeigt werden sollen, kann man ganz einfach per drag & drop im Backend festlegen, wie der obige Screenshot zeigt.

Erstellen von Artikeln

 

Beim Erstellen von Artikeln stehen bei WordPress.com zwei Modi zur Verfügung: der visuelle Editor und die HTML-Bearbeitung. Beide bieten eine Werkzeugleiste zur Textformatierung und zum Einfügen von Bildern etc., wie man es aus Textverarbeitungsprogrammen gewohnt ist. Der visuelle Editor ist für Einsteiger zu empfehlen, da keinerlei HTML-Kenntnisse erforderlich sind. Man sieht bereits im Editierfenster genau, was man tut. Textattribute und eingefügte Bilder werden direkt als solche dargestellt. Im HTML-Editor dagegen werden im Editierfenster nur die Befehle angezeigt. Um zu sehen, wie der Artikel dargestellt wird, muss man die Artikelvorschau anwählen, welche sich dann in einem separaten Tab öffnet. Wer sich ein wenig mit HTML-Befehlen auskennt, der kann etwas tiefer in die Gestaltung eingreifen und beispielsweise Linien oder Ähnliches einfügen.

 

 

Benutzeroberfläche von WordPress.com – Artikel verfassen im visuellen Editor

Zusätzlich zum Blog lassen sich auch statische Seiten anlegen, etwa für das Impressum. Wer will, kann jedoch auch weitere Seiten und Unterseiten anlegen. Je nach Theme wird das Menü für diese Seiten in einer horizontalen Leiste oder im Widget-Bereich angezeigt. Eine solche statische Seite lässt sich auch als Startseite einrichten. Verzichtet man auf das Verfassen von Blogartikeln, kann man bei WordPress.com die Software auch als einfaches CMS für eine normale Website benutzen.

 

Gesamteindruck

 

WordPress ist eines der beliebtesten Blogging-Programme, so arbeiten damit beispielsweise die Seiten des Weißen Hauses und der MediaCulture-Blog. Beim Hoster Automattic bzw. WordPress.com steht diese Software in ähnlichem Umfang kostenlos zur Verfügung. Die einzige Einschränkung ist dabei das Design, da man nur auf vorgefertigte Themes zurückgreifen kann. Dies ist auch der einzige gewichtige Nachteil dieses Dienstes, denn ansonsten sind die Möglichkeiten mehr als umfangreich. Durch die vielen Widgets lässt sich ohne große Kenntnisse ein Blog mit zahlreichen Multimedia-Funktionen einrichten. Alles ist recht übersichtlich, und man kann sich sehr schnell einarbeiten. Da die Werbung ohnehin (fast?) nicht auftaucht, lohnt auch die Bezahlung für einen werbefreien Blog nicht unbedingt. 3 GB Speicher reichen auch für die allermeisten Anwendungen aus. Kleines Manko: Im Backend lässt sich zwar Deutsch als Sprache auswählen, doch ist dies nicht konsequent durchgezogen. So finden sich doch hier und da immer wieder einige nicht übersetzte Hinweise. Vor einem Jahr war dies jedoch noch deutlich häufiger der Fall. Dies lässt vermuten, dass Automattic an der Beseitigung des Problems arbeitet.

 

Zum WordPress.com-Demoblog.

Blogger

Blogger nennt sich der Bloghosting-Dienst von Google. Hier stehen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung und das Angebot ist komplett werbefrei.

Gegründet wurde der Dienst bereits 1999 von der Firma Pyra Labs, 2003 wurde er von Google übernommen. Zum Einrichten eines Blogs braucht man ein Google-Konto. Die URL eines Blogger-Blogs lautet meinname.blogspot.com. Der Speicherplatz ist hier nicht so einfach anzugeben wie bei WordPress: Text kann man endlos eingeben, es gibt kein Limit. Was Bilder angeht, so werden diese in ein Album beim ebenfalls zum Google-Konzern gehörigen Dienst Picasa abgelegt. Dort stehen dem Nutzer je 1 GB Speicher zur Verfügung. Diese werden allerdings nur dann beansprucht, wenn Bilder eine Seitenlänge von über 800 Pixeln haben. Kleinere Bilder werden nicht gezählt und lassen sich somit ebenfalls ohne Limit einfügen.

 

Ein besonderer Service von Blogger ist die mögliche Einbindung von inhaltsbezogenen Werbeanzeigen über den Google-Dienst AdSense. Somit kann man mit dem Blog ein wenig Geld hinzu verdienen. Dazu muss jedoch auch genügend Traffic auf dem Blog eingehen. Ob es sich lohnt, muss jeder für sich entscheiden, hat man doch bei Blogger zunächst einmal ein werbefreies, kostenloses Angebot.

Layout und Design anpassen

 

Ähnlich wie bei WordPress steht auch bei Blogger eine ganze Reihe vorgefertigter Designs zur Auswahl. Zwar sind es hier nicht ganz so viele, doch lassen sie sich im Layout durch den Benutzer anpassen. So kann man etwa die Anzahl und Anordnung der Spalten sowie deren Breite individuell einstellen, letzteres gar über einen Scrollbalken und in Echtzeit. Zudem können Schriftarten und -farben und Hintergründe geändert werden. Vor dem ersten Beitrag sollte man sich als sein Layout gut überlegen, denn dies hat Einfluss auf die maximale Bildgröße. Zu große Bilder stehen im Zweifel über, was nicht gerade schick aussieht.

 

 

Benutzeroberfläche von Blogger – Layout anpassen

Der Screenshot zeigt das Menü, in dem das Layout angepasst wird. Was man von WordPress.com unter der Bezeichnung Widgets kennt, hört hier auf den Namen Gadgets. Dies sind interaktive Elemente, die per drag & drop in die Sidebar, Kopf- oder Fußzeile eingefügt werden können. Auch hier finden sich Kategorieübersichten, RSS-Feeds, Text, Bild, Linklisten und vieles mehr. Im Gegensatz zu WordPress.com werden jedoch weniger externe Dienste wie z.B. Twitter oder Delicious eingebunden – Google setzt hier eher auf hauseigene Angebote.

 

Erstellen von Artikeln

 

Das Verfassen von Artikeln gestaltet sich ähnlich wie bei WordPress.com: Man hat die Auswahl zwischen einem Editor und HTML-Ansicht. Ersterer bietet ähnliche Funktionen wie WordPress.com: verschiedene Textattribute und das Einfügen von Bild- und Videodateien. Hinzu kommt hier die Auswahl der Schriftart – bei WordPress.com ist diese durch das jeweilige Theme festgeschrieben und kann nicht geändert werden.

 

 

Benutzeroberfläche von Blogger – Artikel verfassen

Eine weitere Sonderfunktion ist die Eingabe des Standorts beim Verfassen des Artikels direkt bei Google Maps. Das Editierfenster erinnert an eine Textverarbeitungssoftware, man hat ausreichend Platz und sieht somit auch bei längeren Beiträgen alles auf einen Blick. Auch bei Blogger lassen sich zudem statische Seiten einrichten, was genau wie das Erstellen eines Beitrags funktioniert.

 

Gesamteindruck

 

Blogger besticht durch die zahlreichen Möglichkeiten, die man beim Anlegen des Blogs hat. Es stehen zwar nicht ganz so viele Themes zur Auswahl wie bei WordPress.com, doch hat man deutlich mehr Gestaltungsspielraum. Spaltenbreite, Farben, Schriftarten, alles lässt sich nach den eigenen Wünschen anpassen. Da dies alles per drag & drop erledigt werden kann, bedarf es keiner besonderen Kenntnisse. Was den verfügbaren Speicherplatz angeht, ist Blogger nicht ganz so großzügig, doch sollte auch 1 GB fürs Erste ausreichen. Google bietet den Service komplett werbefrei an, für die Benutzung ist allerdings ein persönliches Google-Konto nötig. Dies dürfte auch der einzige Nachteil von Blogger sein, sofern man dies als solchen ansehen mag.

 

Zum Blogger-Demoblog.

Blog.de

Blog.de ist ein Angebot der Firma mokono GmbH, und auch hier sind die Grundfunktionen kostenlos, die Werbung bewegt sich jedoch an der Schmerzgrenze.

 

Wer sich bei Blog.de einen Blog anlegt, bekommt eine Adresse nach dem Muster meinname.blog.de. Die Menge an Webspace bei einem kostenlosen Account ist hier dynamisch geregelt, liegt jedoch deutlich unter der von WordPress.com und Blogger: Anfangs beträgt sie 100 MB, hierzu kommt jeden Tag 0,27 MB hinzu, bis zu einer Obergrenze von 300 MB.

 

Ein kostenpflichtiger Pro-Account (3,99 € / Monat) verbessert die Funktionalitäten ungemein: Der Speicherplatz beträgt dann 1 GB und vermehrt sich täglich um 2,74 MB bis zu einer Obergrenze von 3 GB. Zudem lassen sich mit einem Pro-Account Werbeanzeigen über Google AdSense einbinden, was die Kosten unter Umständen wieder einspielen kann. Wichtigster Vorteil des kostenpflichtigen Accounts ist allerdings, dass der Blog dann werbefrei ist. Denn die Werbung bei Blog.de überschreitet die Schmerzgrenze deutlich: Zwischen einzelnen Posts erscheinen animierte Werbebanner, pro Blogseite etwa zwei, die alles andere als unaufdringlich sind.

Layout und Design anpassen

 

Blog.de bietet zahlreiche Designs zur Auswahl, worunter sich jedoch größtenteils Kitsch verbirgt. Alle Designs lassen sich jedoch sowohl hinsichtlich des Layouts als auch bezüglich der Schriftarten und Farben personalisieren. Die Möglichkeiten sind hier sehr umfangreich, man kann so ziemlich jedes Textfeld und jede Überschrift anpassen. Wer CSS beherrscht, kann auch in die Style Sheets eingreifen. Eigene Kreationen können abgespeichert werden, so lässt sich das Design ändern und später wieder in den vorherigen Zustand zurückversetzen.

 

 

Benutzeroberfläche von Blog.de – Layout anpassen

Die Möglichkeiten sind also nahezu unbegrenzt. Der Screenshot zeigt das Fenster, in dem das Layout angepasst werden kann. In den folgenden drei Schritten können alle weiteren Anpassungen vorgenommen werden. Auch bei Blog.de gibt es zahlreiche Widgets, die in die Seitenleiste integriert werden können: Tag-Cloud, RSS-Feed, Blogroll etc., was hier besonders hervorsticht: Es lässt sich der Last.fm-Stream einbinden und es gibt auch ein Napster-Widget.

Erstellen von Artikeln

 

Zum Verfassen von Beiträgen steht bei Blog.de nur ein Editor zur Verfügung, eine HTML-Eingabe existiert nicht. Der Editor ist zudem recht rudimentär ausgestattet: fett, unterstrichen, kursiv, durchgestrichen, Link einfügen, Bild einfügen, Seitenumbruch, Vorschau, Textausrichtung, Blockzitat und Smileys, mehr nicht.

 

 

Benutzeroberfläche von Blog.de – Artikel verfassen

Beispielsweise gibt es keine Funktion für eine Bildunterschrift. Es lässt sich zwar ein Bildtitel vergeben, doch wird der nur im Mouse-Over-Fenster angezeigt. Die Funktionen beim Erstellen eines Artikels sind also im Vergleich zu anderen Anbietern recht beschränkt.

 

Gesamteindruck

 

Wer überhaupt kein Geld ausgeben will, der ist bei Blogger oder WordPress.com sicher besser beraten, denn die Werbung bei Blog.de ist recht aufdringlich. Mit dem kostenpflichtigen Pro-Account erledigt sich dieses Problem und gleichzeitig steigt der Webspace auf ein vernünftiges Maß an. Positiv zu bewerten sind dagegen die zahlreichen Möglichkeiten, in die Gestalt des Blogs einzugreifen. Was die Bedienung angeht, ist auch Blog.de sehr zugänglich. Beim Verfassen von Artikels stehen jedoch weniger Formatierungsmöglichkeiten zur Verfügung als bei WordPress.com und Blogger.

OverBlog

OverBlog ist ein französischer Bloghosting-Dienst, der Service ist kostenlos und werbefrei, sofern der Blog regelmäßig aktualisiert wird.

 

Der Dienst wird von dem Unternehmen JFG Networks SAS aus Toulouse betrieben, die Adresse eines OverBlogs gestaltet sich nach dem Muster meinname.over-blog.de. Der Umfang des Speicherplatzes richtet sich hier nach dem so genannten Level des jeweiligen Blogs. Dieses Level berechnet sich aus zahlreichen Faktoren, so etwa der gesamte Traffic auf dem Blog, die durchschnittliche Verweildauer der Leser, die Häufigkeit, mit der neue Beiträge entstehen und die Anzahl der Abonnenten. Im Idealfall stehen beim kostenlosen Konto bis zu 4 GB zur Verfügung. Zu der nicht begrenzten Zahl an Artikeln kommen beim kostenlosen Konto noch optional bis zu 30 statische Seiten hinzu. Beim Premium-Account (49,90 € / Jahr) sind dies 200 Seiten, der Speicherplatz kann auf bis zu 30 GB ansteigen, ist aber ebenso gekoppelt an das Level des Blogs.

 

OverBlog ist prinzipiell werbefrei, doch wer 45 Tage lang inaktiv ist, also nichts postet oder aktualisiert, der wird schließlich doch Werbebanner auf seinem Blog antreffen. Beim Premium-Account passiert dies selbstverständlich nicht. Ein weiterer Service beim Premium-Account ist die Einrichtung von fünf E-Mail-Adressen und die Bereitstellung einer eigenen Domain.

Layout und Design anpassen

 

Bei OverBlog stehen zahlreiche Designs zur Auswahl, von denen jedoch etwa die Hälfte nur Premium-Bloggern zur Verfügung steht. Trotzdem finden sich hier zahlreiche brauchbare Vorlagen, im Gegensatz zu anderen Diensten ist der Anteil der Trash-Themes relativ gering.

 

 

Benutzeroberfläche von OverBlog – Layout anpassen

Widgets heißen hier Module und lassen sich, wie von anderen Blog-Anbietern her bekannt, per drag & drop an die gewünschte Position verschieben. Neben den üblichen Funktionen wie Archiv, letzte Beiträge, letzte Kommentare, RSS-Feeds usw. gibt es Widgets für die Verknüpfung zu Facebook und Twitter.

Erstellen von Artikeln

 

Beim Anlegen eines neuen Beitrags steht bei OverBlog ein sehr umfangreicher Editor zur Verfügung, der alle anderen Anbieter in den Schatten stellt und an eine Textverarbeitungssoftware erinnert. Zu den üblichen Textattributen wie fett, kursiv und unterstrichen kommt hier hoch- und tiefgestellt hinzu. Die Text- und Hintergrundfarbe lässt sich verändern, es gibt eine Listen- und Aufzählungsfunktion, Ein- und Ausrücken sowie einen umfangreichen Tabelleneditor. Über Buttons können Bild-, Ton- und Videodateien eingebunden werden.

 

 

Benutzeroberfläche von OverBlog – Artikel verfassen

Besonders vorteilhaft sind drei kleine Buttons in der unteren Zeile: Einfügen, Als einfachen Text einfügen und Mit Formatierungen (aus Word) einfügen. Klickt man auf Als einfachen Text einfügen, so öffnet sich ein Textfeld, in das man Text aus einem beliebigen Programm einfügen kann. Etwaige Formatierungen werden dabei gelöscht. Bei Mit Formatierungen (aus Word) einfügen öffnet sich ebenfalls ein solches Textfeld. Kopiert man Daten aus MS Word hier hinein, bleiben Formatierungen wie Aufzählungen und Überschriften erhalten. Über einen etwas versteckten Button links unten kann man sich auch den HTML-Quelltext anzeigen lassen.

 

Gesamteindruck

 

OverBlog bietet zahlreiche brauchbare Designs und ermöglicht die individuelle Anpassung des Layouts. Beim Formatieren von Artikeln bestehen umfangreiche Möglichkeiten, die ihresgleichen suchen. Mit der Werbung, die erst nach 45 Tagen Inaktivität erscheint, kann man ebenfalls gut leben. Da der Umfang des Speicherplatzes vom Traffic auf dem Blog abhängt, kann hierzu wenig gesagt werden. Zahlreiche Beispiele – z.B. die Geschichtsblogs aus Herr Giengers Klasse – zeigen jedoch, dass auch wenig frequentierte Blogs umfangreich befüllt werden können. Der Premium-Account ist nicht günstig, bietet jedoch auch einiges: inklusive eigener Domain und E-Mail-Adressen kommt man so zum kompletten Internetportal. Doch schon die kostenlose Version ist durchaus brauchbar.

 

Zum OverBlog-Demoblog.

Beepworld

Beepworld, ein klassischer Anbieter für kostenlose Homepages, bietet mittlerweile auch kostenlose Blogs an. Viel Speicherplatz gibt es hier jedoch nicht.

 

Kostenlose Blogs bei Beepworld hören auf Adressen nach dem Muster meinname.beeplog.de. Der Nutzer hat die Wahl zwischen einigen verschiedenen Designs, von denen sich drei hinsichtlich der Farben individuell anpassen lassen. Eher dürftig ist der zur Verfügung gestellte Webspace, es gibt nämlich ganze 500 KB, das reicht gerade mal für zwei Fotos. Gegen etwa 3 € im Monat, je nach Zahlungsart, gibt es ein Pro-Paket, mit dem der Speicherplatz auf 50 MB ansteigt. Im Vergleich zu den kostenlosen 3 GB bei WordPress.com ist das immer noch verschwindend gering. Im kostenlosen Modus erscheint auf dem Blog in zentraler Position ein schicker Werbebanner, zwischen Header und oberstem Beitrag. Mit dem Pro-Paket verschwindet er selbstverständlich.

Layout und Design anpassen

 

Bei allen vorhandenen Designs lassen sich über ein Menü verschiedene Boxen wie Kategorien, Links oder die letzten Beiträge einfügen und sortieren. Viel mehr Editierfunktionen gibt es nicht.

 

 

Benutzeroberfläche von Beepworld – Boxen anpassen

Die von anderen Anbietern bekannten Verknüpfungs-Widgets zu anderen Social-Media-Diensten wie Twitter, Flickr etc. fehlen hier völlig. Es gibt jedoch eine HTML-Box, die dem Nutzer eine kleine Spielwiese zum Basteln bietet.

 

Erstellen von Artikeln

 

Das Verfassen von Artikeln geschieht bei Beepworld direkt im Blog, man sieht über dem Editierfenster den Header, rechts davon die Sidebar. Der Editor ist vielseitig, es gibt die Option, Bilder oder Links einzufügen, die Textfarbe zu ändern und man kann aus sechs Schriftarten auswählen. Auch hier lässt sich der HTML-Quellcode anzeigen und editieren.

 

 

Benutzeroberfläche von Beepworld – Artikel verfassen

Das Problem des geringen Speicherplatzes lässt sich umgehen, indem man seine Fotos beispielsweise bei Flickr hochlädt und bei Beepworld einbindet. Komfortabel ist das nicht, aber es funktioniert.

 

Gesamteindruck

 

Beepworld bietet dem User wenig Speicherplatz bei recht dominanter Werbung. Auch beim kostenpflichtigen Angebot gibt es nur recht übersichtlichen Webspace. Positiv zu bewerten ist der umfangreiche Editor, der es auch Einsteigern leicht macht, den Blog zu formatieren. Ebenfalls nicht schlecht sind die Designs: Es sind zwar nicht viele, doch die vorhandenen sind größtenteils passabel.

 

Zum Beepworld-Demoblog.

Resümee

Dystotron kann sich nicht zwischen WordPress.com, Blogger und OverBlog entscheiden.

Die Übersicht zeigt, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, zu akzeptablen Bedingungen ein No-Budget-Blogprojekt zu starten. Bei Blogger ist man hierbei komplett werbefrei, bei OverBlog ebenfalls, sofern man seinen Blog aktuell hält. Ebenso ist WordPress.com de facto werbefrei – wem einmal Werbung begegnet ist, der möge sich bitte melden, uns ist noch nie welche untergekommen. Jeder dieser drei Anbieter hat seine speziellen Vorzüge. WordPress.com hat die meisten Widgets und Verknüpfungen zu anderen Diensten, so Twitter, Delicious, Meebo, Flickr und viele mehr. Blogger bietet dagegen die größte Freiheit beim Layout, OverBlog hat den mit Abstand komfortabelsten Editor. Auch der Speicherplatz wird bei keinem der drei Anbieter so schnell ausgehen. Blog.de und Beepworld schneiden dagegen wegen der penetranten Werbung und anderen Faktoren weniger gut ab.

Blogs, Internet / Web 2.0, Software

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