Souverän im Netz

LMZ-Referent Alexander Weller beim Eltern-Kind-Workshop zum Thema Internet und Smartphone. Bild: Andreas Dionyssiotis

Ein bis zum letzten Platz gefülltes Klassenzimmer am Samstagmorgen – Ausnahmezustand am Rosenstein-Gymnasium in Heubach. Aufgrund eines Eltern-Kind-Workshops zum Thema Internet und Smartphone hatten viele Familien den Weg an unsere Schule gefunden. Alexander Weller, medienpädagogischer Referent beim Landesmedienzentrum in Stuttgart, hatte zu diesem Workshop eingeladen und gab den Eltern mitsamt ihren Kindern zuallererst einen Einblick in Form eines Vortrags mit anschließender Fragerunde.

 

Wir, die Schüler-Medienmentor(-inn)-en, kümmerten uns währenddessen im Nebenraum um den Aufbau der verschiedenen Spiele zum Thema „Richtiges Verhalten im Netz“. Mit zwei Brettspielen unterm Arm, genügend Würfeln und Spielfiguren machten wir uns auf den Weg. Als die Kinder dann zu uns kamen bestand unsere Aufgabe darin, ihnen die Spiele zu erklären und sie in kleinere Gruppen einzuteilen. Durch unsere SMEP-Ausbildung, die wir bei Alexander Weller durchlaufen hatten, konnten wir ihnen bei Fragen und Unklarheiten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Da wir auch als Klassenpaten für die Fünftklässler unserer Schule tätig sind, war es für uns nicht das erste Mal, dass wir mit jüngeren Kindern arbeiteten. 

„Schlau im Netz?“: Die Smepper vermittelten spielerisch wichtige Regeln der Online-Welt. Bild: Andreas Dionyssiotis

Die Kinder zeigten sich sofort begeistert von der spielerischen Art der Wissensvermittlung. Mit dem Brettspiel „Sei schlau im Netz“, welches auch unter klicksafe zu finden und herunterladbar ist, konnten die Kinder spielend ihre Medienkompetenz unter Beweis stellen und natürlich auch erweitern. Mit Würfel und Spielfiguren ausgestattet, wurde je nach Spielfeld das eigene Medienverhalten auf den Prüfstand gestellt und mit den Kindern diskutiert. Wer nicht „schlau im Netz“ war, musste entsprechend Felder zurückgehen. Die Themenfelder waren: Fremde wollen über das Internet Kontakt mit Dir aufnehmen, wie verhältst Du Dich? Persönliche Daten rausgeben, ohne die Eltern zu informieren. Welche Folgen kann das haben? Fotos von Freunden online stellen: Geht gar nicht. Du bekommst mit, wie jemand im Internet gemobbt wird und unternimmst nichts: In diesem Fall geht es sofort fünf Felder zurück.

 

Die Kinder erwiesen sich als recht kompetent und sie waren relativ schnell mit dem Spiel fertig und wir mussten uns noch ein weiteres Spiel einfallen lassen, da die Eltern noch bei Herrn Wellers Vortrag waren. Da wir alle im Rahmen unserer Klassenpatentätigkeit eine eintägige theaterpädagogische Ausbildung bei Dieter Hahn und Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis absolviert hatten, entschieden wir uns für eine Ensemble Übung welche wir dort gelernt hatten. Die Übung ist auch unter dem Namen Museumsspiel bekannt. Die Kinder mussten hierbei auf Stühlen wie Statuen im Museum stehen. Ein paar Kinder waren als Besucher im Museum unterwegs. Die Aufgabe bestand nun darin, dass immer so viele Besucher wie von uns angesagt im Museum unterwegs sein sollten. Die Kinder mussten sich also ohne zu kommunizieren auf einen freien Stuhl stellen bzw. den wegfallenden Besucher ersetzen. Hier ging es vor allem um die Arbeit im Team und den Kindern schien die Übung großen Spaß zu machen.

 

Uns hat der Vormittag viel Freude bereitet und wenn man anderen Schülern etwas Wichtiges mit auf den Weg geben kann geht man sogar samstags mit einem guten Gefühl aus der Schule.

 

Katharina, Schüler-Medienmentorin am Rosenstein-Gymnasium in Heubach

Die betreuenden Smepper des Eltern-Kind-Workshops. Bild: Andreas Dionyssiotis