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SchulKinoWoche 2017: Fast 90.000 Besucher!

Mit dem neuen Rekord von fast 90.000 Anmeldungen war die elfte SchulKinoWoche Baden-Württemberg, die von 16. bis 22. März 2017 in 93 Kinos landesweit stattfand, ein voller Erfolg. In Baden-Württemberg waren diesmal 93 Kinos mit 87 Filmen beteiligt.

Spitzenreiter der SchulKinoWoche 2017 waren mit Abstand die beiden Literaturverfilmungen „Tschick“ mit 12.899 Besuchern sowie „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ (11.503 Zuschauer), gefolgt von dem Animationsfilm „Findet Dorie” (6.158 Anmeldungen).

 

Die meistbesuchten Kinos waren das Central Theater Ludwigsburg mit 3.125 Besucherinnen und Besuchern, das Kino Scala in Tuttlingen (2.913) und die Friedrichsbau Lichtspiele Freiburg (2.223). 115 Filmgespräche mit Filmschaffenden, pädagogischen Referentinnen und Referenten sowie Sonderreihen komplettierten das diesjährige Angebot.

 

Pressemitteilung vom 23.03.2017

Übersicht aller Anmeldungen, geordnet nach Kreisen

 

„Das Interesse der Schulen spiegelt den erhöhten Stellenwert von Filmanalyse, Filmbildung und aktiver Medienarbeit in den neuen Bildungsplänen des Landes BW wider. Die SchulKinoWoche leistet mit ihrem qualitativ hochwertigen Angebot einen wichtigen Beitrag zur Filmbildung in unseren Schulen. Ziel einer fächerübergreifenden schulischen Filmbildung ist, Kindern und Jugendlichen die Fähigkeit zu vermitteln, kritisch, kompetent und produktiv mit dem Medium umzugehen“, so Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden- Württemberg (LMZ). Im Rahmen der „Leitperspektive Medienbildung“ spielt das Medium Film seit dem Schuljahr 2016/17 eine große Rolle in den Bildungsplänen.

„Wir veranstalten in allen Bundesländern SchulKinoWochen, um die Verbindung schulischer Filmbildung mit dem Kino als Lernort zu ermöglichen“, erläutert Michael Jahn, Projektleiter der bundesweiten SchulKinoWochen beim Netzwerk für Film- und Medienkompetenz VISION KINO.

 

Bei der SchulKinoWoche durften die Schülerinnen und Schüler erleben, wie sich Kinosäle in spannende Lernräume verwandeln lassen. Gemeinsam konnten sie die Welt der Filmbilder entdecken und sich mit der Besonderheit des Mediums Film, seiner Sprache, Ästhetik und Wirkung auseinandersetzen. Dafür wurden deutsche und internationale Filmproduktionen unter künstlerischen, pädagogischen und zielgruppenspezifischen Gesichtspunkten ausgewählt. Zu sehen waren Spielfilme, Dokumentarfilme, Literaturverfilmungen, Zeichentrick- und Animationsfilme sowie einige Filme in Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Das Filmangebot deckte alle Klassenstufen und Schulformen ab. Für die Nachbereitung im Unterricht stehen pädagogische Begleitmaterialien weiterhin auf der Website www.schulkinowoche-bw.de bereit.

 

In Baden-Württemberg waren diesmal 93 Kinos mit 87 Filmen beteiligt. 115 Filmgespräche ergänzten das Angebot. Sehr gut kamen auch die Veranstaltungen mit Filmschaffenden an. Mit den Schulklassen sprachen u. a. die Regisseurin Cornelia Grünberg („Vierzehn – Erwachsen in 9 Monaten“, „Achtzehn – Wagnis Leben“), Regisseur Norbert Lechner („Ente Gut! Mädchen allein zu Haus“) und Florian Schnell, Regisseur des Films „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“, zu dem überdies Jungdarsteller Uğur Ekeroğlu angereist war, um Fragen der begeisterten Schülerinnen und Schüler zu beantworten. 

 

Eine breite Resonanz hatten die Sonderprogramme 2017:

  • Dieses Angebot wandte sich an Klassen mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern. Vorbereitungsklassen hatten in zahlreichen Kinos der SchulKinoWoche die Möglichkeit, ausgewählte Kinder- und Jugendfilme zu besuchen – wahlweise mit deutschen Untertiteln und vielerorts zu einem reduzierten Preis. Zur Wahl standen die Literaturverfilmungen „Heidi“, „Paddington“ und „Vorstadtkrokodile“ sowie die Tragikomödie „vincent will meer“. Die begleitenden Lehrkräfte erhielten speziell für Sprachanfänger entwickelte Arbeitsblätter und Materialien. Dieses Angebot wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
  • Die Filme zum diesjährigen Wissenschaftsjahr „MEERE UND OZEANE“ illustrierten nicht nur Erkenntnisse über die Rolle der Meere und Ozeane im gesamten Ökosystem der Erde, sondern zeigten auch die Schönheit, die Weite und die Magie des Meeres. Sie thematisierten ihre Gefährdung und die bedrohlichen Folgen des Klimawandels. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Das Programm 2017 umfasste folgende Filme: „Die Melodie des Meeres“, „Tortuga – Die unglaubliche Reise der Meeresschildkröte“, „Findet Dorie“, „Deepwater Horizon“ und „Die Eroberung der Weltmeere“.
  • Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 zeigten VISION KINO und die Bundeszentrale für politische Bildung ein Filmprogramm zum Themenfeld „Reformation“. Die hierfür ausgewählten Filme beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit historischen und theologischen Grundlagen reformatorischen Denkens und dem Einfluss des Protestantismus auf westliche Gesellschaften. Im Rahmen dieses Sonderprogramms wurden Eric Tills Historienfilm „Luther“ sowie die Produktion „Einer trage des anderen Last“ von Lothar Warneke gezeigt.
  • Ein Sonderprogramm zum Film „Im Westen nichts Neues“ bot der Landesverband Kommunale Kinos Baden-Württemberg (LKK) an. „Im Westen nichts Neues“ (Regie Lewis Milestone, USA) ist ein Antikriegsfilm nach dem Roman von Erich Maria Remarque, produziert 1930 von Carl Laemmle (1867-1939). Der 150. Geburtstag dieses Filmproduzenten, der aus Laupheim stammte, wird 2017 in Baden-Württemberg von vielen Festivitäten begleitet und wurde deshalb auch bei der SchulkinoWoche bedacht: Neben der Einführung zum Film und dem Kinobesuch wurde Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung „Carl Laemmle presents. Ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood“ im Haus der Geschichte Stuttgart gegeben. Diese dauert noch bis 30. Juli 2017.
  • Zudem veranstaltete der LKK eine Tour mit dem Kurzfilmprogramm OHNE WORTE – vorgestellt und illustriert von Mehrdad Zaeri. Der persisch-deutsche Künstler stellte Kurzfilme vor, die ohne Sprache auskommen und zeichnete Geschichten aus seinem Leben, von der eigenen Flucht und Ankunft in unruhigen Zeiten. Zusammen mit den Zuschauern entwickelte er die Zeichnungen weiter und ließ neue Geschichten entstehen.

 

Im Vorfeld hatten viele Lehrkräfte die Weiterbildungen an den Medienzentren und Schulen sowie das neue Onlinekursangebot bzw. die Webinare in Anspruch genommen. Alle Filme sind fachlich begutachtet, beschrieben sowie Klassenstufen, Fächern, Themen und Lernzielen zugeordnet. 

 

Die SchulKinoWoche BW wird veranstaltet von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg, den Stadt- und Kreismedienzentren Baden-Württemberg, Kinomobil e.V., der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, dem Landesverband Kommunaler Kinos sowie der Landesanstalt für Kommunikation. VISION KINO ist eine Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der „Kino macht Schule" GbR und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.schulkinowoche-bw.de .

01.04.2017, Ki