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SchulKinoWoche 2017: In andere Rollen schlüpfen

In einem Western wäre Max ein „Bleichgesicht“. Aber in seiner Welt ist der 10-Jährige ein echter Indianer. Als die Karl-May-Spiele einen Darsteller für Winnetous Sohn suchen, ist für ihn klar, dass das seine Rolle ist. Und das nicht nur, weil er im Herzen ein Indianer ist, sondern auch, weil er seine Eltern wieder zusammenführen will. Unbeirrt verfolgt Max seinen Plan, denn „ein Indianer kann alles schaffen, wenn sein Herz entschlossen ist.“

Die SchulKinoWoche Baden-Württemberg findet dieses Jahr zum elften Mal statt. Alle Schulen im Land sind eingeladen, dabei zu sein. Von 16. bis 22. März 2017 werden in über 90 Kinos qualitativ hochwertige Spielfilme, Dokumentarfilme, Literaturverfilmungen und Animationsfilme gezeigt. Die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erfahren Neues über die Machart von Filmen und die Wirkungsweisen filmischer Gestaltungsmittel. Sie erleben dabei den Kinosaal als spannenden Lernraum. 

 

Alle Filme können mit geeigneten Materialien im Unterricht vor- und nachbereitet werden. Zu zahlreichen Filmen gibt es Filmgespräche mit erfahrenen Filmpädagoginnen und -pädagogen.

 

Lehrerinnen und Lehrer sollten sich baldmöglichst mit ihren Schulklassen für die Vorführungen anmelden: https://schulkinowoche-bw.de/anmeldung/. Für Lehrkräfte finden im Vorfeld der SchulKinoWoche zudem vorbereitende Online-Kurse sowie Weiterbildungen an Stadt- und Kreismedienzentren vor Ort statt: https://schulkinowoche-bw.de/weiterbildung/

 

Mit der Einführung der neuen Bildungspläne im Schuljahr 2016/2017 wird Medienbildung und damit auch Filmbildung zum festen und verpflichtenden Bestandteil des Unterrichts in Baden-Württemberg. Beginnend in der Grundschule soll allen Schülerinnen und Schülern in systematischer Weise Medienkompetenz vermittelt werden. Die SchulKinoWoche Baden-Württemberg leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Schülerinnen und Schüler lernen international bedeutsame Filmproduktionen kennen und werden sich der Besonderheiten des Mediums Film, seiner Sprache, Ästhetik und Wirkung bewusst. Nach pädagogischen sowie filmkünstlerischen Kriterien werden Filme unterschiedlicher Stile und Genres ausgewählt. Berücksichtigt sind dabei alle Altersstufen.

 

Zu allen Filmen gibt es Begleitmaterialien, mit deren Hilfe Lehrkräfte den Kinobesuch vor- bzw. nachbereiten können. Es handelt sich um Filme, die wichtige Themen aus den Bildungsplänen aufgreifen und sich gut eignen, Filmsprache und Filmwirkung zu thematisieren.

 

 

SONDERPROGRAMME:

 

DEUTSCH LERNEN MIT FILMEN: sehen, verstehen & besprechen

Dieses Angebot wendet sich an Klassen mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern. Vorbereitungsklassen haben in zahlreichen Kinos der SchulKinoWoche die Möglichkeit, ausgewählte Kinder- und Jugendfilme, die mit geringen Deutschkenntnissen erfassbar sind, zu besuchen – wahlweise mit deutschen Untertiteln und vielerorts zu einem gesonderten Eintrittspreis von einem Euro pro zugewandertem/r Schüler/-in. Zur Wahl stehen hier die Literaturverfilmungen „Heidi“, „Paddington“ und „Vorstadtkrokodile“ sowie die Tragikomödie „vincent will meer“. Für die Lehrkräfte sind speziell für Sprachanfänger entwickelte Arbeitsblätter und Materialien erhältlich. Das besondere Angebot wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

Filme zum diesjährigen Wissenschaftsjahr „MEERE UND OZEANE“ illustrieren nicht nur Erkenntnisse über die Rolle der Meere und Ozeane im gesamten Ökosystem der Erde, sondern zeigen auch die Schönheit, die Weite und die Magie des Meeres. Sie thematisieren ihre Gefährdung und die bedrohlichen Folgen des Klimawandels. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Das Filmprogramm zum Wissenschaftsjahr beinhaltet folgende Filme: „Die Melodie des Meeres“, „Tortuga – Die unglaubliche Reise der Meeresschildkröte“, „Findet Dorie“, „Deepwater Horizon“ und „Die Eroberung der Weltmeere“.

 

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 zeigen VISION KINO und die Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen der SchulKinoWochen ein Filmprogramm zum Themenfeld „Reformation“. Die hierfür ausgewählten Filme beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit historischen und theologischen Grundlagen reformatorischen Denkens und dem Einfluss des Protestantismus auf westliche Gesellschaften. Im Rahmen des Sonderprogramms REFORMATION werden bei der SchulKinoWoche BW folgende Filme gezeigt:

  • Eric Tills Historienfilm „Luther“ erzählt die Reformation und das Wirken Martin Luthers. Er findet mit den 95 Thesen gegen den Ablasshandel seinen Höhepunkt.
  • Die Produktion „Einer trage des anderen Last“ von Lothar Warneke ist ein aufschlussreiches Dokument zum Verhältnis von Staat und Kirche in der ehemaligen DDR.

Weitere Infos: https://schulkinowoche-bw.de/sonderreihen/

 

ERÖFFNUNG:

Die 11. SchulKinoWoche Baden-Württemberg wird gemeinsam von Landrat Jürgen Bäuerle, Kreis Rastatt, von Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, von Vision Kino – Netzwerk für Film und Medienkompetenz, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Stiftung Medienkompetenz Südwest (MKFS) und den Betreibern des Kinos FORUM RASTATT sowie vielen Schülerinnen und Schülern im FORUM RASTATT am Mittwoch, 15. März 2017 um 9.45 Uhr feierlich eröffnet.

Bereits ab 8.30 Uhr gibt es filmpädagogische Mitmachaktionen für die anwesenden Schulklassen. Darauf folgen gleich zwei Filmhighlights: Präsentiert werden zwei aktuelle deutsche Produktionen aus dem Jahr 2016, in denen Freundschaft, Mut und Vertrauen eine wichtige Rolle spielen, und zwar „Ente Gut! Mädchen allein zu Haus“ für Kinder der Klassenstufen 3 bis 6 (Beginn 9.30 Uhr) sowie „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ für Jugendliche ab Klassenstufe 8 (Beginn 9.45 Uhr mit der Eröffnung, Filmstart 10.00 Uhr). Wie immer steht das medienpädagogische Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Regisseur Florian Schnell sowie Schauspieler Uğur Ekeroğlu werden ihren Film „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ sogar persönlich vorstellen. An die Vorführungen schließen sich Filmgespräche mit den Schülerinnen und Schülern. Die Onlineanmeldung für die Eröffnung ist bereits möglich auf https://schulkinowoche-bw.de/eroeffnungsfeier/

Einladung an die Presse (SKW-Eröffnung)

 

WEITERBILDUNGEN:

Im Vorfeld der SchulKinoWoche finden kostenfreie Weiterbildungen für Lehrkräfte in Kooperation mit den örtlichen Medienzentren statt, die auf die pädagogische Filmarbeit mit Schulklassen vorbereiten. Ausgehend von Filmen des SKW-Programms werden Einsatzmöglichkeiten im Unterricht aufgezeigt. Anmeldungen sollten zeitnah über die Onlineformulare auf der Internetseite https://schulkinowoche-bw.de/weiterbildung/ erfolgen.

Landesweit werden 2017 zudem Kurse zur Filmbildung in der Sekundarstufe I anhand von Kurzfilmen (Schwerpunkt Fach Deutsch) angeboten, so zum Beispiel am Stadtmedienzentrum Karlsruhe am Donnerstag, 9. Februar um 14.30 Uhr, aber auch an vielen Kreismedienzentren und in einigen Schulen. Die Infos und Anmeldelinks sind ebenfalls online über die oben genannte URL zu erreichen. Das Fortbildungsangebot wird aufgrund der regen Nachfrage erheblich erweitert und flächendeckend in Baden-Württemberg ausgerichtet! Neu: Um auch die Möglichkeit der ortsunabhängigen Teilnahme zu geben, kommen in diesem Jahr erstmalig Online-Kurse hinzu, für die ebenfalls um Registrierung auf https://schulkinowoche-bw.de/weiterbildung/ gebeten wird. Diese finden zu folgenden Zeiten statt:

Donnerstag, 9. März, 13.15-14.00 Uhr: Film im Fokus: „Tschick“

Dienstag, 14. März, 13.15-14.00 Uhr: Film im Fokus: „14“ mit der Regisseurin Cornelia Grünberg

 

Alle Informationen zur SchulKinoWoche finden Sie auf www.schulkinowoche-bw.de.

 

Die SchulKinoWoche Baden-Württemberg wird veranstaltet von VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz, und dem Landesmedienzentrum Baden- Württemberg in Kooperation mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg, den Stadt- und Kreismedienzentren Baden-Württemberg, Kinomobil e.V., der Stiftung MedienKompetenzForum Südwest, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, dem Landesverband Kommunaler Kinos sowie der Landesanstalt für Kommunikation. VISION KINO ist eine Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der „Kino macht Schule" GbR und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

24.02.2017, Ki