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Rückblick auf den Fachtag Geschichte am 06.04.2017 im Stadtmedienzentrum Stuttgart

Die Heterogenität der Klassenzimmer in all ihren verschiedenen Ausprägungen stellt gerade den Geschichtsunterricht vor große Herausforderungen. Neben den offenen Unterrichtsformen gilt es, Konzepte für eine Individualisierung zu finden.

Dr. Sochatzy, Institut für digitales Lernen

Die Einbindung der Leitperspektiven des Bildungsplans 2016, insbesondere der Medienbildung, kann hier Chancen bieten. Der Fachtag entwickelte dies in Vorträgen und Workshops. Gastredner war Dr. Florian Sochatzy, Geschäftsführer des Instituts für digitales Lernen.

 

 

 

 

Ulrich von Sanden, Fachreferent Geschichte am Regierungspräsidium Stuttgart, hielt die Einführung.

Richard Padberg, Pädagogischer Referent am Stadtmedienzentrum Stuttgart, führte durch die Tagung.

                                                                               Fotos: Christian Reinhold, LMZ BW                   

 

Es folgte der Vortrag von Dr. Florian Sochatzy

„Potentiale und Herausforderungen digitaler Schulbücher am Beispiel des mBooks“

Auf der Frankfurter Buchmesse gewann das digital-multimediale Schulbuch (mBook) im Herbst 2015 den Deutschen eBook-Award. Damit wurde vor allem das Zusammenspiel von Inhalt, Funktion und Design ausgezeichnet. Im Frühjahr 2016 bekam das mBook als erstes digitales Lehr- und Lernmittel auf der Leipziger Buchmesse den Sonderpreis als ‚Schulbuch des Jahres‘, der vom Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung und der Bundeszentrale für politische Bildung unter Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz verliehen wird. Dr. Florian Sochatzy ist Geschäftsführer des Instituts für digitales Lernen. Er koordiniert die (Produktions-)prozesse des Instituts. Dabei führt er Inhaltsentwicklung, mediale Präsentation und technische Realisierung zusammen. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit didaktisch und methodisch fundierten digitalen Lehr- und Lernmedien. Sochatzy hat intensiv den Zusammenhang von unterschiedlichen Medien und (historischen) Narrationen untersucht. Das Konzept des mBooks wurde von Dr. Florian Sochatzy wesentlich mitentwickelt. In seiner Dissertation begründete er die Konzeption großer Teile des ersten digitalen und multimedialen Schulbuchs bzw. mBooks sowohl aus Sicht der Kompetenzorientierung als auch auf der Grundlage von Medientheorie und Instruktionspsychologie. Zugleich hat er mit einer Studie am Beispiel der Methoden zur Filmarbeit die erste empirische Untersuchung über die Wirksamkeit des mBooks vorgelegt. Dr. Florian Sochatzy gehört zu den engagierten Antreibern der digitalen Revolution im Bildungsbereich. Er ist national wie international vernetzt, hält Vorträge zur digitalen Bildungsrevolution und ist ein anerkannter Weiterbildner, u.a. im Zusammenhang mit der Implementierung digitaler Lernmittel. Darüber hinaus verfügt er über einschlägige Erfahrungen im Bereich der Dokumentations- und Filmproduktion.

 

Am Nachmittag fanden folgende Workshops statt.

 

Workshop mit Dr. Florian Sochatzy

„Potentiale und Herausforderungen digitaler Schulbücher am Beispiel des mBooks“

Die digitale Gegenwart und Zukunft verändert Lernanforderungen und -bedürfnisse und birgt individuelle Kreativitätspotentiale. Inwiefern ein multimediales Schulbuch einen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen liefern kann, wurde im Workshop exemplarisch am mBook für das Fach Geschichte erläutert. Anhand dieses Praxisbeispiels wurden Chancen und Mehrwerte digitaler Lernmittel hinsichtlich Individualisierung, Differenzierung, Kompetenzförderung, Integration und Inklusion hinterfragt.

 

Workshop mit Johannes Gienger, ehem. Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart, und StD Ulrich von Sanden, Fachreferent Geschichte am RP Stuttgart und Lehrkraft am Friedrich-Schiller-Gymnasium

„Förderung des Individuellen Lernens, der Kreativität und der Medienkompetenz – Praxistest mit Blogs am Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach“

Der Workshop brachte ein konkretes Unterrichtskonzept zur Anschauung: Die Schüler/-innen arbeiten im Computerraum bzw. verfügen über Tablets. Sie erhalten ein standardisiertes Passwort zu einem Blog, ändern das Passwort und übernehmen individuell oder paarweise einen Blog, der bereits Lesebuchtexte, Filmsequenzen, Bilder, Quellen und Aufgaben enthält. Der Lehrerblog enthält zusätzlich Lösungsvorschläge zu den einzelnen Aufgaben. Vorteile des „Blog-Klonings“: Keine lokale Installation von Programmen, keine Festlegung auf bestimmte Geräte oder Betriebssysteme oder Apps, Nutzung aller Medien im Internet, individuelle multimediale Gestaltung der Blogs sowie beliebig individualisierbare Aufgabenstellung und damit Förderung der Motivation, der Kreativität und Medienkompetenz, keine Vorbereitung eines Schuladministrators wie bei Lernplattformen (z.B. Moodle, itslearning usw.). Einfach Passwort abholen und starten. 

 

Workshop des RP Stuttgart:

StD Tilman Janik, OStR‘in Susanne Bergter, beide Fachberater Geschichte RP Stuttgart,

Abt. 7 / Gymnasien.

„Chancen und Grenzen der Individualisierung im Geschichtsunterricht“

Dieses Modul bot keine fertigen Konzepte zur Binnendifferenzierung in Geschichte. Stattdessen wurden mögliche Wege an Beispielen aufgezeigt und zur Diskussion gestellt.

 

 

Programm zum Download

 

 

                                                                          

06.04.2017, ki