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Pilotphase gestartet: Tablets für mobile Audioarbeit an Projektschulen

„Ohrenspitzer“, das nun schon seit zehn Jahren in Baden-Württemberg laufende Projekt für Zuhörförderung an Schulen, startete am Freitag, 27.02.2015, ein zukunftsweisendes Experiment. Für die Dauer einer ersten Pilotphase erhielten Projektschulen Tablets für die aktive Audioarbeit im Unterricht.

„Medien werden immer bedeutender” bewies Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ), durch seine Eröffnungsrede per Videokonferenz zwischen den beiden Standorten des LMZ, Karlsruhe und Stuttgart, wo das Projekt „Ohrenspitzer“ betreut wird. Er dankte Herrn Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), dort Leiter der Abteilung „Medienkompetenz, Programm und Forschung“. Seine Grußworte gingen zudem an den Kooperationspartner, die Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS), vertreten durch Geschäftsführer Thomas Schmid.

 

„Ohrenspitzer“ ist ein Projekt der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) und wird durchgeführt vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ). Es unterstützt Schüler-/Schulprojekte. Anliegen ist, Kinder und Jugendliche für das Zuhören zu sensibilisieren und das Lernen mit Medien in Schulen zu fördern. Jüngst hat der Bundesverband für Bildung, Wissen und Forschung das Projekt als ein „hervorragendes und empfehlenswertes Konzept” im Bereich Bildung bezeichnet und ihm das Gütesiegel des BBWF e. V. verliehen. Mehr unter www.ohrenspitzer.de

 

„Ohne die betreuenden Ohrenspitzer-Referentinnen und -Referenten, die für die lebendige Umsetzung an den Schulen vor Ort sorgen und von dort wieder Rückmeldung geben, wäre das Projekt, hinter dem viele kleine, aber aufwendige Schritte stehen, nicht denkbar”, betonte Thomas Rathgeb, der die Übergabe der Tablets am 27. Februar vornahm.

 

Tablets, leider bislang häufig auf die Verwendung als Spielgeräte beschränkt, bieten weit mehr: Der Tablet-PC ermöglicht durch seinen vielseitigen und mobilen Einsatz die Durchführung kreativer Audioarbeit in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler sowie Multiplikatoren lernen hierbei den Umgang mit einem „All in One“- Gerät kennen und dessen Funktionen im Unterricht nutzen. Die richtigen Inhalte wie zum Beispiel Apps, Anleitungen für Audioprogramme (Audacity) und bildungsplanprägende Konzepte werden vom Landesmedienzentrum entwickelt: In der Pilotphase soll es an den Schulen darum gehen, die neue Möglichkeiten und Chancen dieses Gerätes für die Unterrichtsgestaltung zu erfahren. Ebenso sollen Schülerinnen und Schüler das Tablet als kreatives Arbeitswerkzeug kennenlernen.

Die drei Schulen in Baden-Württemberg, welche die Geräte in der Pilotphase zum Testen bekommen haben, sind die Astrid-Lindgren-Grundschule in Ulm (Schule für Sprachbehinderte), die Fleinsbachrealschule in Filderstadt-Bernhausen sowie die Grund- und Realschule am Römerkastell in Böbingen.

 

Im weiteren Verlauf des Tages wurden am 27. Februar interessante Workshops angeboten: Zum Beispiel zeigte der Foley-Artist Joo Fürst, der sich selbst als Geräusche(nach)macher bezeichnet, wie das Vertonen von Filmen und Hörspielen funktioniert. Ein weiterer Workshop drehte sich um die Arbeit mit und vor dem Mikrofon: Im Fokus standen dabei der Umgang mit Mikrofontechnik sowie die Förderung der Sprach- und Sprechkompetenz.

 

Ausführlicher Nachbericht bei MediaCulture-Online

27.02.2015