Medienkompetenztag 2016

Unter dem Titel „Medienbildung in den neuen Bildungsplänen & mobile Endgeräte für den Unterricht – ein Paradigmenwechsel für das schulische Lernen?" veranstaltete das Stadtmedienzentrum Karlsruhe seinen Medienkompetenztag 2016 erneut im Rahmen der Bildungsmesse LEARNTEC 2016 am 28.1.2016 in den Räumlichkeiten der Messe Karlsruhe in Rheinstetten.

Den Bericht zum Medienkompetenztag finden Sie auf der Website des Kindermedienlands.

Einführung in den Medienkompetenztag - um was geht es?

Jörg Schumacher ist der Leiter des Stadtmedienzentrums Karlsruhe.

Hier finden Sie das Programm des Medienkompetenztags 2016.

Die Grußworte entrichten:

  • Wolfgang Kraft
    Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ)



  • Elisabeth Groß
    Leitende Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamts Karlsruhe
  • Joachim Frisch
    Leiter des Schul- und Sportamts der Stadt Karlsruhe

Neue Trends auf der LEARNTEC 2016 & Stand der Wissenschaft beim technologiegestützten Lernen

Prof. Dr. Peter Henning ist Mitglied im Kongresskomitee der LEARNTEC. Er berichtet über neue Trends auf der LEARNTEC 2016 und erläutert diese Entwicklungen mit dem Stand der Wissenschaft beim technologiegestützten Lernen.

Die Präsentation von Professor Henning finden sie hier.

Paradigmenwechsel I: Mobile Endgeräte – Ein Paradigmenwechsel für das schulische Lernen?

Prof. Dr. Frank Thissen lehrt an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart. Er befasst sich in seinem Vortrag mit der Fragestellung, inwiefern mobile Endgeräte und mobiles Lernen einen Paradigmenwechsel für das schulische Lernen bedeuten.

Hier folgen wir seiner Argumentationslinie:

  • Warum mobiles Lernen? - Weil sich die Welt durch die Verbreitung von Computern und der weltweiten Vernetzung durch das Internet massiv verändert hat
  • Tablet-Computer sind weder Laptops ohne Tastatur noch größere mobile phones, sondern eine völlig neue Art von Computer dessen Andersartigkeit sich erst im Einsatz zeigt. Sie sind intuitiv bedienbar, sofort einsatzbereit, haben eine lange Akku-Laufzeit, lassen sich überall hin mitnehmen, sind leicht und durch Erweiterungen äußerst flexibel im Einsatz.
  • Sie können das problemorientierte und explorative Lernen fördern , wenn sie als mächtige Werkzeuge begriffen werden, mit deren Hilfe sich Lerner mit Thematiken auseinanderzusetzen, diese erkunden, recherchieren, etwas auszuprobieren, etwas erstellen (Video, Foto, Ton, Text) und die Ergebnisse dokumentieren und  präsentieren.
  • Erfahrungen an einer Karlsruher Grundschule zeigen genau dies, dass nämlich schon Erstklässler mit diesem »Werkzeug« arbeiten und souverän ihre Arbeitsergebnisse präsentieren können.
  • Tablets ermöglichen nicht nur das explorative und kollaborative Lernen, sondern verleiten geradezu dazu. Hierdurch wird nicht nur Unterricht anders, auch die Rollen verändern sich:
    • Schüler werden vom Rezipienten zum Produzenten 
    • Lehrern werden zu Lernbegleitern
    • das Lernen wird individualisiert und biete auch schwächeren Schülern neue Perspektiven
    • das gemeinsame Lernen wird durch Projektarbeit gefördert 
    • Medien- und Informationskompetenz wird  erworben
    • Technologien  werden ein natürlicher Teil des Unterrichts, gleichzeitig bekommen sie eine »dienende« Funktion und stehen nicht mehr so stark im Mittelpunkt, wie dies beim Unterricht im Computerraum der Fall war
  • Bei all dem kommt es aber auf die pädagogischen Konzepte an, denn die Technologie ist kein Wundermittel. Sie muss angemessen eingesetzt werden. Zuerst das Konzept, dann das Werkzeug. Oder um es mit den Worten Tony Bates zu sagen:
    »Good teaching may overcome a poor choice in technology, but technology will never save bad teaching.«

Diese Gedanken können Sie auf der Web-Site www.frank-thissen.de vertiefen.

Paradigmenwechsel II: Leitperspektive Medienbildung & Basiskurs Medienbildung in den neuen Bildungsplänen

Dr. Peter Jaklin ist stellvertretender Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg/LMZ. Er hat mit seinem Team die Bildungsplankommissionen des Landes hinsichtlich der fächerintegrativen Einbindung der Leitperspektive Medienbildung in den neuen Bildungsplänen beraten.

In seinem Vortrag gibt er einen Überblick in die neue Leitperspektive Medienbildung und den Basiskurs Medienbildung (Kl. 5), die ab dem Schuljahr 2016/17 in Baden-Württemberg eingeführt werden. Des weiteren erläutert er die praktischen Unterstützungsangebote der Medienzentren in Baden-Württemberg.

Die Präsentation von Peter Jaklin finden Sie hier.

Diese Themen sind auf dem Portal des LMZ sehr ausführlich dokumentiert: Medienbildung im Bildungsplan 2016

Paradigmenwechsel III: Grundschulen auf neuen Wegen – Empfehlungen für die Umsetzung der neuen Bildungspläne in der Grundschule

Nadine Giebenhain ist Leiterin des Referats Pädagogische Unterstützungssysteme im LMZ. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Medienbildung in der Grundschule:

Projekt: Medienbildung in der Grundschule

Um Erfahrungen bei der Medienintegration im Unterricht der Grundschule zu sammeln, führt das LMZ seit 2011 erfolgreich ein Pilotprojekt an verschiedenen Schulen durch. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse mündeten in pädagogisch-didaktische und technische Empfehlungen

Referenzschulen in Baden-Württemberg

Die Referenzschulen machen die im Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen den anderen Grundschulen im Landkreis zugänglich. Sie geben Einblicke in die Medienintegration in schulische Prozesse, liefern Anschauungsmaterial, erproben Fortentwicklungen und machen Medienbildung in der praktischen Umsetzung für Interessierte erlebbar.

Diese Themen sind auf dem Portal des LMZ sehr ausführlich dokumentiert: http://www.lmz-bw.de/grundschule.html

Ihr Vortrag hat das Thema "Grundschulen auf neuen Wegen – Empfehlungen für die Umsetzung der neuen Bildungspläne in der Grundschule".

Die Präsentation finden Sie hier.

Dokumentation der Workshops

WS I: Arbeitskreis Mobiles Lernen an Schulen in Karlsruhe

Das Stadtmedienzentrum Karlsruhe hat 2015 in Absprache mit dem Schul- und Sportamt Karlsruhe mit fünf Karlsruher Schulen den Arbeitskreis Mobiles Lernen an Schulen in Karlsruhe ins Leben gerufen.

Ziel ist es, die Schulen (Ernst-Reuter-Schule/GMS, Drais GMS und RS, Rennbuckel-RS, Friedrich-List-Schule/Kaufmännische BS, Helmholtz-Gymnasium) auf ihrem Weg in eine mobile Zukunft zu begleiten und zu unterstützen, um auf diesem Wege Erfahrungen zu sammeln, die dann für alle Karlsruher Schulen aufbereitet bereit gestellt werden sollen.

Informationen erhalten Sie bei schumacher(at)lmz-bw.de .

WS II: Jugendliche Medienwelten: WhatsApp, youtube, Instagram & Co

Julia Müter ist eine freie medienpädagogische Referentin des LMZ. Thema ihres Workshops sind die "Jugendliche Medienwelten: WhatsApp, youtube, Instagram & Co". Frau Müter gibt Empfehlungen wie Sie diese und andere Themen gerade im Hinblick auf die neuen Bildungspläne im Unterricht aufgreifen können.

Die Präsentation ihres Vortrags finden Sie hier.

WS III: Unterstützungsangebote für die Medienbildung in der Schule: Arbeits- und Angebotsschwerpunkte des SMZ Karlsruhe

Das Team des SMZ Karlsruhe vertreten durch die Pädagogen Dr. Kirsten Bresch und Frank Herrmann, den Leiter des SMZ Verleihs Sven Twelker und Marko Kuderer/ Schulnetzberater geben einen Überblick über aktuelle Unterstützungsangebote für die Medienbildung in der Schule.

Die Präsentation finden Sie hier.

WS IV: Differenzieren mit Erklärvideos

Felix Fähnrich und Carsten Thein sind Lehrer am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (WHG) in Durmersheim und vor allem Profis bei der Erstellung und Nutzung von Erklärvideos im Unterricht.

Erklärvideos sind in der Alltagswelt unserer Schülerinnen und Schüler schon seit längerem ein fester Bestandteil. Waren früher noch Eltern, Großeltern oder Freund Ansprechpartner bei Problemen und Fragestellungen aller Art, ist dabei YouTube mehr und mehr Informationsquelle Nr. 1. Wie kann mal als Lehrerin oder Lehrer Erklärvideos im eigenen Unterricht einbinden? Woher bekommt man passende Videos und was ist bei deren Erstellung und Einsatz zu beachten?

Die beiden Referenten berichten aus mehrjähriger Unterrichtserfahrung mit Erklärvideos in der Sekundarstufe 1 und 2 und geben Tipps für den eigenen Unterricht.

Die Präsentation finden Sie hier.

Weitere Infos finden Sie auf der Website der beiden Referenten: www.fliptheclassroom.de