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Ideen für den Unterricht: „Das Huhn“

Ostern nähert sich mit großen Schritten… Doch was würde der Osterhase ohne Eier machen? Daher bietet es sich an, seine treuen Eierlieferanten einmal etwas näher unter die Lupe zu nehmen:

 

Kurz nach Sonnenaufgang irgendwo in Deutschland: Lautstark holt der Hahn alle aus den Federn. Den Hühnern gefällt's. Seit vielen Jahrhunderten halten Menschen Hühner… weil sie Eier legen, gut schmecken und ihre Federn verwendbar sind.

 

Aber woher kommen die Eier, die wir essen? Was braucht ein Huhn zum Leben und Eier legen? Wie sind Hühner eigentlich so? Und wie viele Eier legt ein Huhn pro Jahr?

 

Diese und weitere Fragen beantwortet die Mediensammlung „Huhn“. Es werden Hühner gezeigt, die auf einem Biohof leben, welches Futter sie bekommen und wo sie ihre Eier legen.

 

Im Supermarkt gibt es Unmengen von Eiern aus verschiedenen Haltungssystemen. Doch wo liegt der Unterschied zwischen Freiland-, Boden- oder Biohaltung? Wo werden die 200 Eier pro Jahr gelegt, die der Durchschnittsdeutsche isst?

 

Im Bodenhaltungsstall können sehr viele Hühner gehalten werden. Die Eier von Hühnern aus Freilandhaltung sind teurer, schließlich brauchen sie auch mehr Platz – aber schmecken sie auch besser?

 

Auch nachdenkliche Fragestellungen werden aufgeworfen und regen zum Diskutieren und Reflektieren an: Ist es für das Huhn anders ob es ins Freie darf oder nicht? Wie fühlt sich ein Huhn in einer kleinen und in einer großen Herde? Welches Futter ist für das Huhn am besten? Wie wertvoll ist uns das Leben der legenden Hühner? Wie viel sind wir bereit, für ein Ei zu zahlen? Wie viele Eier wollen wir essen?

 

Zusätzlich zur Reportage finden sich drei vertiefende Erklärfilme, die beispielsweise in Stationenarbeit eingesetzt werden können:

 

Im ersten Erklärfilm erfahren die Kinder „Alles über das Huhn“: Wie heißen die Mitglieder der Hühnerfamilie? Woran unterscheidet man Hahn und Henne? Woher kommen die Eier? Was machen Hühner den ganzen Tag? Wie alt werden Hühner? In Quizform gestaltet bietet dieser Film die Möglichkeit zum selber raten.

 

„Wie leben Hühner“ erzählt die Geschichten von 4 Hühnern und erläutert Vor- und Nachteile verschiedener Haltungsformen.

 

„Was nutzen wir?“ zeigt auf, wo überall Huhn drin ist und erklärt, was die verschiedenen Stempel auf den Eiern bedeuten.

 

Unterrichtsanregungen – mögliche Umsetzungen

Den Einstieg kann eine Klanggeschichte zum Thema Bauernhof bilden. Jede Gruppe bekommt einen Abschnitt der Geschichte, vertont diesen und übt das Vorlesen. Am Schluss wird alles zusammengefügt. Als Audiodatei aufgenommen, kann das Gesamtwerk für jedes Kind auf CD gebrannt werden (Einverständnis der Eltern für die Aufnahme einholen). Eine weitere Möglichkeit, digitale Medien im Unterricht einzusetzen, ist die Erstellung von Werbung - beispielsweise für Ferien auf dem Bauernhof. Dazu können Word-Dokumente oder Powerpoint-Präsentationen erstellt werden.

 

Redensarten rund ums Huhn werden in Gruppen pantomimisch dargestellt und als Film aufgenommen. Im Plenum darf dann geraten werden, um welche Redensart es sich handelt. Auch Experimente mit Eiern bieten sich an, als Videoaufnahme festgehalten zu werden. Ergebnisse der Experimente werden so statt auf Papier nun als Film dokumentiert. (Mehr zum Thema Film in der Medienpraxis...)

 

Das Gedicht von Wilhelm Busch „Das liebe Federvieh“ eignet sich auch hervorragend für weitere Audioaufnahmen. Ergänzend kann es anhand von Zeichnungen der Kinder mittels Stop-Motion-Technik visualisiert werden.

 

Wo überall Huhn drin steckt, fotografieren die Kinder anstatt ein Arbeitsblatt zu beschriften. (Anregungen zum Thema Fotografie im Unterricht finden Sie hier) Die Fotos können zu Collagen zusammengestellt werden. Kritische Überlegungen zur Massentierhaltung sind auch gut durch Fotos darstellbar. Bildmaterial wird im Internet recherchiert und dabei gleich die Problematik des Urheberrechts angesprochen. Eine moderierte Diskussionsrunde mit verschiedenen Standpunkten zur (Hähnchen)Fleischindustrie kann das Thema abschließen.

 

Zum Vergleich der verschiedenen Haltungsformen bietet sich die Ergebnispräsentation mithilfe eines Interviews an. Nachdem die SchülerInnen die jeweiligen Filmsequenzen angesehen haben, füllen sie zu zweit das dazugehörige Arbeitsblatt aus – wobei ein Kind Bauer/ Bäuerin und eines ReporterIn ist. Die Interviews werden entweder als Audio- oder Videoaufnahme aufgenommen.

 

Verschiedene Osterbräuche werden im Internet recherchiert und als Audiobeitrag zusammengefasst. In Sequenzen filmen die Kinder sich gegenseitig beim Basteln rund um Ostern und machen dadurch die Anleitungen für die gesamte Klasse zugänglich.

Ein individuell gestaltetes Hühnerbuch kann auch in digitaler Form – beispielsweise mit Powerpoint erstellt werden.

Eine Zusammenfassung der Beiträge in Form eines Oster-Podcasts kann den Abschluss der Einheit bilden. Weitere Informationen zu Podcasts gibt es hier.

Für den Kunstunterricht bietet sich die Durchführung eines Fotoprojekts an. Eine Geschichte über das Huhn – beispielsweise der Tagesablauf - wird in Bildern erzählt. Dabei kann das Erstellen von Storyboards, das Recherchieren nach geeignetem Bildmaterial, das Fotografieren und Bildbearbeitung geübt werden.

 

Das von der Medienbegutachtung für die Grundschule empfohlene Medium finden Sie hier.

20.03.2017